Erneute Umplanung des Abstellbahnhofs. Bahn will am 29.11.2016 in Untertürkheim informieren

Nachdem die Bahn ihre Pläne für den S21-Abstellbahnhof in Untertürkheim zum dritten Mal seit 2006 komplett überarbeitet hat, will sie diese am 29.11.2016 um 19 Uhr in der Sängerhalle vorstellen. Die beiden Stuttgarter Zeitungen berichten heute (hier) darüber. Unter anderem soll die ursprünglich geplante Lärmschutzwand in Obertürkheim verkleinert werden.

Laut Pressemitteilung der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH (PSU) (hier) ist die Einladung an die Bürger von Untertürkheim, Obertürkheim und Münster gerichtet, die vom neuen Konzept des Abstellbahnhofs betroffen sind. Auf der Veranstaltung soll über Planungen und den Verfahrensablauf berichtet werden. So heißt es in der Pressemitteilung: „Das Vorhaben „Abstellbahnhof Untertürkheim“, welches offiziell als Planfeststellungsabschnitt 1.6b geführt wird, bezieht die Abstellanlagen in Münster und Obertürkheim mit ein. Zur Genehmigung der Abstellanlagen ist ein Planfeststellungsverfahren erforderlich. Dieses plant die DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH, noch in diesem Jahr beim Eisenbahn-Bundesamt einzureichen.“

Welche Auswirkung dieser verspätete Start des noch nicht geplanten Abschnitts in Untertürkheim haben wird, ist noch nicht abzusehen. Allein das Planfeststellungsverfahren mit einer Auslegung der Unterlagen und einer öffentlichen Anhörung erfordert Zeit. Nach der Anwohnerveranstaltung im März in Untertürkheim berichteten wir den vorgestellten Zeitplan für das Genehmigungsverfahren Abstellbahnhof: „Gestern hatte Projektchef Manfred Leger auf der Anwohnerveranstaltung in Untertürkheim erklärt, dass sie im Herbst 2016 neue überarbeitete Pläne beim Eisenbahn-Bundesamt zur Erlangung einer Baugenehmigung einreichen werden. Eine öffentliche Erörterung erhoffen sie sich vor den Sommerferien 2017, eine Genehmigung ihrer Pläne dann im 2.Quartal 2018.“

Laut StZ-Bericht vom 2.März 2016 (hier) ging die Bahn von mehr als einer Halbierung der Vergabe-/Bauzeit beim Abstellbahnhof in Untertürkheim von 4,25  auf 2 Jahre aus. Angesichts der häufig beschworenen „Oprtimierungspotentiale“ bei Stuttgart 21 ist Skepsis angesagt. Dies bestätigt der Zeitplan der letzten Lenkungskreisunterlage. Danach sollen die Rohbauarbeiten für den Abstellbahnhof bereits optimistisch Mitte Juli 2017 starten und bis Ende 2020 gehen.

Im letzten Lenkungskreis stellte die Bahn auch den Projektpartnern Stadt und Land das neue Konzept namens „Interregiokurve“ kurz vor. Nach Aussage der beiden Lenkungskreis-Folien (Folie 1/ Folie2) soll sich bei dieser neuen Planung explizit die Lärmbelastung für die Anwohner verbesseren. In das Konzept integriert ist die Nutzung eines 2007 genehmigten Überwerfungsbauwerkes aus dem PFA 1.6a, für das die Bahn eine Planänderung einreichen will.

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