Neue SSB-Haltstelle Staatsgalerie soll im September 2020 in Betrieb gehen

Die StZ berichtet (hier) über die neue SSB-Haltestelle Staatsgalerie, die ab 11.September 2020 in Betrieb genommen werden soll. Über die neue Haltstelle werden vorerst nur die U-Bahn-Fahrten Richtung Charlottenplatz laufen. Die Stammstrecke Richtung Hauptbahnhof bleibt weiterhin gesperrt. Die StZ erwähnt in der Meldung , dass direkte Fahrten zum Hauptbahnhof wieder frühestens Ende 2022 möglich sein werden.

Allerdings hängt der Zeitplan für den Bau der beiden SSB-Tunnel Richtung Hauptbahnhof von Bau des Nesenbachdükers ab und diese Bauarbeiten wurden von der Bahn erst im August 2018 ausgeschrieben. Die Bekanntmachung  der Ausschreibung im EU-Amtsblatt und der Zeitplan in den Ausschreibungsunterlagen sahen damals noch einen Baustart für Februar 2019 und eine Fertigstellung der SSB-Tunnelröhren Richtung Hauptbahnhof für Anfang 2023 vor. Doch bis heute ist keine Bekanntmachung im EU-Amtsblatt zu finden, dass dieser Bauauftrag tatsächlich vergeben wurde.

Nicht bekannt ist auch, wie die Anwohner des Kernerviertels während der S21-Bauarbeiten die neue SSB-Haltestelle erreichen können. Anlässlich der „Tage der offenen Baustelle“ schrieben wir im Januar 2019: „Wegen des Zugangs zur neuen Haltstelle, während die Bahn zur Herstellung der Trogblöcke quer über der B14 baut, ist die Bahn derzeit mit der Stadt Stuttgart noch im Gespräch. Der in den letzten Anwohnerveranstaltung am Rande erwähnte Wulle-Steg soll es wegen der fehlenden Barrierefreiheit wahrscheinlich nicht werden. Eher angedacht sei ein Übergang an der B14 neben der Baustelle.“

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StZ+: S 21: Bahn reißt beschädigtes Haus ab

Update 20.5.: Ende Februar berichteten wir darüber, dass durch die vorbereitenden Tunnelbaumaßnahmen (Hebungsinjektionen) ein Teil des Wohngebäudes in der Kernerstraße 30 stark beschädigt wurde (Beitrag 1 / Beitrag 2). Jetzt kann der beschädigte Anbau nicht mehr gerettet und soll daher abgerissen werden. Die Stuttgarter Zeitung berichtet darüber in ihrer heutigen Printausgabe und online als StZ+Meldung (hier).

Die Bahn räumt zwar ein, dass der Tunnelbau Auslöser des Schadens ist, sieht jedoch laut StZ-Bericht das Ausmaß des Schadens auf eine „nicht fachgerechte Ausführung beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg zurückzuführen“. Die StZ schreibt: „Beide Gebäude, sowohl die Kernerstraße 30 wie auch die Schützenstraße 14, waren im Zweiten Weltkrieg beschädigt und auf den bestehenden Fundamenten wieder aufgebaut worden. Dabei sei auch der Zwischenbau entstanden, der nun abgerissen wird. Aus dieser Historie folgert die Bahn, dass das betroffene Bauwerk „nicht vergleichbar mit anderen
Gebäuden im Kernerviertel“ sei.“

Wie allerdings eines (Kernerstraße 30) von zwei mit einem Zwischenbau verbundenen Wohnhäusern angehoben werden kann und das andere (Schützenstraße 14) nicht, ohne dass dabei an diesem Zwischenbau Spannungen und Risse entstehen, bleibt in dem StZ-Artikel offen.

Im Kommentar „Sicherheit muss Priorität haben“ ermahnt die StZ die Bahn, dass sich diese weitere Schäden wie den im Kernerviertel nicht leisten kann und schreibt: „Alle , die im Kernerviertel über den noch zu bauenden Tunneln  wohnen und arbeiten, werden nun mit noch größerer Aufmerksamkeit ihre Wohnungen und Büros betrachten. [..] Es sind noch einige Meter Tunnel unter dem Kernerviertel zu graben, ehe die Mineure an der Sängerstraße wieder Licht sehen. Und je weiter sich die Tunnelbauer in Richtung künftigen Bahnhof vorarbeiten, desto weniger Erdreich bleibt zwischen den Fundamenten der Häuser. So sehr den Projektbetreibern auch der Zeitplan im Nacken sitzt: in diesem sensiblen Bereich muss Sicherheit vor Schnelligkeit gehen. Sicherheit für die Mineure unter Tage bei ihrer gefährlichen Arbeit, aber eben auch Sicherheit für die Bewohner und Besitzer von Immobilien.“

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StZN: Bahnbrücke bald fertig – der Radweg nicht

StZN: Bahnbrücke bald fertig – der Radweg nicht: „Die neue Neckarquerung mit vier Gleisen zwischen Bad Cannstatt und dem Rosensteinpark ist laut Bahn im Zeitplan. Noch nicht klar ist allerdings, was nach 2025, wenn Stuttgart 21 in Betrieb sein soll, mit der alten Bahnbrücke geschieht.“

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StZN: Pläne für Rosensteinviertel lösen Widerspruch aus

StZN: Pläne für Rosensteinviertel lösen Widerspruch aus: „Die Ergebnisse des städtebaulichen Wettbewerbs lassen Befürworter und Gegner von Stuttgart 21 nicht kalt. Die einen fordern bessere Lösungen vor allem beim Umgang mit der Topografie im S-21-Areal. Die anderen werden grundsätzlicher.“

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Planunterlagen zum Abstellbahnhof in Untertürkheim zur Einsicht veröffentlicht / StZN: Bahn bereitet eine Notlösung vor

Seit heute sind wieder Planunterlagen zum Abstellbahnhof in Untertürkheim ausgelegt, die die Bahn jetzt im vierten Anlauf beantragt hat. Wer als Anwohner die Unterlagen einsehen möchte, findet sie auch online auf der Webseite des Regierungspräsidiums.

In den Unterlagen enthalten sind auch die schalltechnischen Untersuchungen über den zu erwartenden Lärm während der Bauzeit und durch den Bahnbetrieb des Abstelbahnhofs, über die wir noch berichten werden.

Die Unterlagen sind bis zum 12.Juni 2019 ausgelegt. Die Einwendefrist endet am 12.August 2019. Nähere Informationen zum Planfeststellungsverfahren des Abschnitts 1.6b findet man im Bekanntmachungstext des Regierungspräsidiums. Die Präsentation der Bahn zum Abstellbahnhof, die am 9.4. 2019 im Bezirksbeirat gezeigt wurde, ist auf der Webseite der Projektgesellschaft (hier) eingestellt. Hier ein Auszug:

Doch die Bahn muss damit rechnen, dass es wegen Artenschutzes zu einem langwierigen Klageverfahren kommen wird und erwägt daher laut einer Meldung der Stuttgarter Nachrichten (hier) einen Plan B, nämlich den provisorischen Betrieb von Bahnabstellflächen außerhalb Stuttgarts.

Die StZN schreibt zur Klageankündigung des NABU : „Kleemann sagt der Bahn im Zweifelsfall einen langwierigen Rechtsweg bis vor den Europäischen Gerichtshof voraus: „Zwei Jahre sind da nichts.“ Beginnen könnte er nach der Entscheidung des Eisenbahn-Bundesamtes (Eba), mit der die Bahn für Mitte 2020 rechnet. Von Mitte 2021 an soll gebaut werden. Bei einem späteren Start wäre der Zeitplan für Stuttgart 21 (Inbetriebnahme Ende 2025) kaum zu halten. Kleemann hält ihn für illusorisch. „Ich nehme nicht an, dass S 21 vor 2028 in Betrieb gehen wird“, sagt er.“

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StZ: Zeit der Provisorien im Norden geht zu Ende / StN: Bald freie Fahrt zum Tiefbahnhof

StZ: Zeit der Provisorien im Norden geht zu Ende: „Ein letztes Mal müssen in Feuerbach für Stuttgart 21 die Gleise gesperrt werden. Für Bahnpendler sollen Umwege dann der Vergangenheit angehören. Der Einbau von Aufzügen dauert aber noch. […] In den gut drei Kilometer langen Röhren unter Killes- und Kriegsberg laufen die nächsten Arbeitsschritte. Weil sich die Tunnelbauer dort durch eine Gesteinsart gearbeitet haben, die bei Kontakt mit Wasser zu quillen beginnt, pressen die Mineure nun ein Acrylharz als Abdichtung in das Gestein. Diese Injektionen seien zu 75 Prozent abgeschlossen, sagt Lienhart, in einem Viertel der Tunnelstrecke sei bereits die Betonschale eingebaut.“

StN: Bald freie Fahrt zum Tiefbahnhof: „In Feuerbach werden Züge der Stuttgart-21-Infrastruktur in die Tunnel zum Hauptbahnhof gelenkt. Die letzten Arbeiten dafür laufen.“

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StZ: Grüne fordern Geld vom Bund

StZ: Grüne fordern Geld vom Bund: „Der bahnpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Matthias Gastel, will, dass Berlin mitfinanziert. Das Bundesverkehrsministerium warnt vor Mehrbelastungen durch die gestiegenen Baupreise.“

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StZ: Auf der Bahnbaustelle wird es jetzt eng

StZ: Auf der Bahnbaustelle wird es jetzt eng: „Nach der Entscheidung, bei Wendlingen die Neubaustrecke und den Bestand mit zwei Gleisen zu verbinden, zeigt die Bahn, wie diffizil sich das Vorhaben gestaltet. An anderen Abschnitten im Albvorland wird die Strecke erkennbar.“

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Bahn räumt im Lenkungskreis Wasserzutritt im Anhydrit ein. Netzwerk Gablenberg hakte dazu bereits mehrfach nach

Letzten Freitag trafen sich Vertreter der Bahn und der Projektpartner von Land, Stadt und Region wieder zur halbjährlichen Sitzung des Lenkungskreises. Die beiden Stuttgarter Zeitungen (hier) berichteten darüber. Im Mittelpunkt der Sitzung stand die Unterzeichnung des Finanzierungsvertrags für den Bau der jetzt zweigleisig geplanten Wendlinger Kurve. Wir werden noch über den Baufortschritt, der in den Lenkungskreisunterlagen vom 3.Mai 2019 präsentiert wurde, berichten.

Ein Satz in der Meldung der Stuttgarter Nachrichten (hier) macht hellhörig: [Verkehrsminister] „Hermann sprach Schwierigkeiten bei Stuttgart 21 an. Die Bahn habe dem Lenkungskreis über Wassereintritt in einem im Anhydrit liegenden Tunnel berichtet. Das werde „beobachtet“. Anhydrit quillt bei Wasserzutritt stark.“

Darüber muss die Bahn ihre Projektpartner nur mündlich informiert haben. Jedenfalls enthalten die Lenkungskreisunterlagen zum Anhydrit dazu keinen Hinweis. Wie auch in den vergangenen Präsentationen finden sich nur nähere Informationen über den Anhydrit im PFA 1.5. beim Bau des Feuerbacher und Bad Cannstatter Tunnels.  Die Folie ist zudem nahezu wortgleich mit der Folie aus der vorletzten Lenkungskreissitzung vom November 2018. Nur in einem Satz auf der Folie 23 beim Vortriebstand des Obertürkheimer Tunnels („Los 1B: Abdichtungsinjektionen im Anhydrit“), informierte die Bahn darüber, dass auch bei diesem Tunnel Injektionen zum Schutz vor eindringendes Wasser durchgeführt werden, über die wir bereits im März 2019 berichtet hatten.

Es ist zu vermuten, dass die Bahn in der Lenkungskreissitzung verspätet über den Wasserzutritt im Anhydrit beim Bau des Obertürkheimer Tunnels informierte, der bereits 2017 am Rande von Gablenberg stattgefunden hat. Den Wasserzutritt und die Injektionen, die zum Schutz vor Quellvorgängen durchgeführt wurden, konnte man einem im EU-Amtsblatt veröffentlichten Nachtrag vom Dezember 2017 zur Durchführung von Injektionen im Gleis 61 HBF (TM 2260-2400)  entnehmen. Darin heißt es:

„Trotz umfangreicher geologischer Erkundungsmaßnahmen im Vorfeld wurden während der Ausführung des Vortriebs im Bereich der Gleisachse (GA) 902 bzw. 62 Hbf Wasserzutritte im Anhydrit führenden Gebirge festgestellt, welche möglicherweise im Zusammenhang stehen mit einer bislang unbekannten geologischen Störung. Nach Maßgabe des Sachverständigen Tunnel müssen die Wasserzutritte in der Formation km 1BH wirkungsvoll unterbunden werden, um unkontrollierte Quellvorgänge mit einhergehenden Folgeschäden dauerhaft auszuschließen. Das Injektionskonzept WBI, so übermittelt am 28.11.2017, ist deshalb zwingend und zeitnah umzusetzen. Die Anordnung führt zu keiner Veränderung des Gesamtcharakters des Hauptauftrages. Die Injektionsmaßnahmen sind erforderlich, um das beauftragte Bau-Soll zu realisieren und das bestehende Baugrundrisiko zu reduzieren.“

Weitere Nachträge vom 31.05.2018 und 10.08.2018 enthielten die Information, dass wegen der erforderlichen Injektionen geplante Injektionsringe in den Tunnelachsen 61 und 62 modifiziert und verschoben werden mussten.

Laut dem Nachtrag fand der Wasserzutritt in der Gleisachse 61 zwischen den Tunnelmetern 2260 bis 2400 statt. Anhand einer Anlage zum Planfeststellungsbeschluss 1.6a (Anlage_02_05_Blatt_01_von_02) dürfte dies am Rande der Gablenberger Bergstraße und dem angrenzenden Hang zu lokalisieren sein:

Das Netzwerk Gablenberg hatte sich daher letztes Jahr Ende August in einem Schreiben mit folgenden Fragen an den damaligen Geschäftsführer der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH, Peter Sturm, gewandt:

Mit Schreiben vom 10.September 2018 antwortete Herr Sturm, dass es sich lediglich um Sickerwasser handle und dieses in einem anhydritfreien Abschnitt aufgetreten wäre:

Allerdings enthielt der EU-Nachtrag den klaren Hinweis, dass der Wasserzutritt im Anhydrit führenden Gebirge stattfand, möglicherweise über eine geologische Störung und nicht über Tunnelwasser. Auch dass Gegenmaßnahmen erforderlich waren, um „unkontrollierte Quellvorgänge mit einhergehenden Folgeschäden“ zu verhindern

Daher hakte das Netzwerk Gablenberg im März 2019 im Nachgang der Tunnelführung unter dem Kernerviertel bei Andreas Dörfel,  Teamleiter Technisches Projektmanagement Abschnitt 1.2/1.6a, nach den Hintergründen und mehr Details zum Wasserzutritt im Anhydrit führenden Gestein während des Vortriebs nach. Doch seine Antwort zu den Injektionen im Obertürkheimer Tunnel, über die wir am 23.März berichtet hatten, ging nicht darauf ein.

Das Eingeständnis der Bahn auf dem Lenkungskreis bestätigt den Wasserzutritt in den Anhydrit und dass dies beobachtet werde. Von daher wäre es an der Zeit, dass nicht nur die Projektpartner, sondern auch die Öffentlichkeit und insbesondere die Anwohner darüber informiert werden.

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Große Wendlinger Kurve wird mit Zuschüssen von Land und Region gebaut

StZ: S-21-Erweiterung im Neckartal wird gebaut: „Der Abzweig von der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm Richtung Tübingen bekommt ein zweites Gleis. Landesverkehrsminister Winfried Hermann und Bahnvorstand Pofalla haben den Finanzierungsvertrag unterzeichnet. Für das Land ist das nicht ohne Risiko.“

StN: Knoten um Wendlinger Kurve gelöst: „Bald neun Jahre nach dem Schlichterspruch von Heiner Geißler haben sich die Partner des Bahnprojekts Stuttgart 21 am Freitag auf den Bau eines Zusatzgleises bei Wendlingen geeinigt. Geißler hatte die Verbesserung als „unabdingbar“ bezeichnet. Die zusätzliche, nun kreuzungsfreie Infrastruktur durch das zweite Gleis zählt nicht zum Projekt Stuttgart 21, sondern zur hauptsächlich vom Bund und vom Land mit 950 Millionen Euro finanzierten Strecke Wendlingen-Ulm (3,7 Milliarden Euro Baukosten), soll sich aber unmittelbar auf die Betriebsqualität des neuen Hauptbahnhofs auswirken.“

SWR: Drohendes Nadelöhr bei Stuttgart 21 abgewendet: „Land und Deutsche Bahn haben sich am Freitag auf einen Finanzierungsvertrag für die sogenannte „Große Wendlinger Kurve“ geeinigt. Bis zu 100 Millionen Euro soll die Neubaustrecke kosten.“

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StZN: Stadt zahlt für Schallschutz im S-Bahn-Tunnel

StZN: Stadt zahlt für Schallschutz im S-Bahn-Tunnel: „Die Bahn soll stand heute 5,2 Millionen Euro dafür erhalten, dass die Schienen im neuen S-Bahn-Tunnel federnd gelagert werden.“

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StZ: Bahnbehörde genehmigt neue Gleise im Neckartal

StZ: Bahnbehörde genehmigt neue Gleise im Neckartal: „Die sogenannte Große Wendlinger Kurve zur besseren Anbindung des Raums Reutlingen/Tübingen kann gebaut werden – sofern sich Geldgeber finden. Das Landesverkehrsministerium ziert sich, Kosten zu nennen.“

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StZN: Heftiger Schlagabtausch zum Rosenstein-Wettbewerb

StZN: Heftiger Schlagabtausch zum Rosenstein-Wettbewerb: Die zwei wichtigsten städtebaulichen Entwürfe für die Stuttgart-21-Viertel werden überarbeitet. Die Projektkritiker möchten darin noch oberirdische Gleise zum Hauptbahnhof sehen. Aber da spielt die Mehrheit im Rathaus nicht mit.“

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StZN: Schutzgemeinschaft Filder macht mobil

StZN: Schutzgemeinschaft Filder macht mobil: „Die Umweltschützer von den Fildern wollen die Wähler sensibilisieren. Sie spitzen ihre Kritik am Flughafen und an den Plänen der Bahn für Stuttgart 21 zu.“

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StZ: Eidechse sollen in den Norden ziehen

StZ: Eidechsen sollen in den Norden ziehen: „Die Bahn will Tiere für Stuttgart 21 von Untertürkheim nach Zuffenhausen und Freiberg umsiedeln. Sie hat dabei eigene Flächen an bestehenden Bahnstrecken im Auge. Ob die ausreichend groß sind, ist aber ungewiss.“

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Kontext: Ungesund im Untergrund

Kontext: Ungesund im Untergrund: Feinstaub – der ist doch oben am Stuttgarter Neckartor. Ja, aber nicht nur. Wie gefährlich der umherfliegende Dreck unter der Erde sein kann, zeigt sich am Zürcher Tiefbahnhof. Bei S 21 wird es, warnen jetzt Experten, noch viel schlimmer.

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StZN: S-Bahn-Weiche wird viel teurer

StZN: S-Bahn-Weiche wird viel teurer:Die Bahn und der Verband Region Stuttgart waren sich schon einig über die Kosten für vier zusätzliche Weichen, die nach der Inbetriebnahme von S 21 den S-Bahnverkehr verbessern werden. Doch nun fordert die Bahn einen Nachschlag. Und wie reagiert die Region?“

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StZN: Neuer Bauantrag für den Abstellbahnhof

StZN:Neuer Bauantrag für den Abstellbahnhof: „Die Projektgesellschaft Stuttgart-Ulm hat die Unterlagen zum Bau des für Stuttgart 21 benötigten Abstellbahnhofs Untertürkheim beim Eisenbahnbundesamt eingereicht. Es ist der vierte Anlauf.“

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StZN: Ludwigsburg will nicht mehr alleine den Stuttgart-21-Schutt entsorgen

StZN: Ludwigsburg will nicht mehr alleine den Stuttgart-21-Schutt entsorgen: „Beim Bau des Tiefbahnhofs in Stuttgart und der Tunnel fallen Millionen Tonnen Erde an. In der Region trägt die Hauptlast der Entsorgung der Kreis Ludwigsburg – doch der fordert jetzt Solidarität ein.“

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25 Jahre Stuttgart 21

StZ: Ein Vierteljahrhundert „Jahrhundertprojekt“: „Vor 25 Jahren wurde die Idee für Stuttgart 21 präsentiert. Seitdem sind die Kosten gestiegen und die Terminpläne immer wieder gestreckt worden. Gegner des Vorhabens hoffen weiterhin, das Projekt stoppen zu können.“

StN: „Kein Superlativ ist übertrieben“: „Die Euphorie war groß im April 1994. Im Landtag wurden die Pläne für ein „Jahrhundertprojekt“ präsentiert: Stuttgart 21. Ein Vierteljahrhundert später ist so mancher ernüchtert.“

StZN: Kelchstütze zum Jubiläum: „Vor 25 Jahren wurde das Projekt Stuttgart 21 vorgestellt. Pünktlich zum Jubiläum steht die erste Stützenreihe für das Tiefbahnhofsdach.“

Kontext: Milliarden zugeschustert: „25 Jahre Stuttgart 21: Dass das Projekt immer teurer wird, ist bekannt. Dass die Bahn gegen ihre Projektpartner wegen Mehrkostenübernahme klagt, auch. Jahrelang hatten Land und Stadt Stuttgart die Bahn mit großzügigen Finanzhilfen zum Bauen motiviert, jetzt heißt die Lösung: kreative Extratöpfe.“

Kontext: Beim Immobilien-Poker verzockt: „Mit dem Neubau der heutigen LBBW-Zentrale am früheren Güterbahnhof entstand die Idee, Stuttgart brauche ein neues Stadtzentrum. 25 Jahre später gibt es dieses Zentrum immer noch nicht. Aber öffentliches Eigentum wurde in großem Umfang in private Taschen verschoben.“

Kontext: Wo ein Bagger steht: „Die Sozialdemokraten in Baden-Württemberg hatten gut 15 Jahre Zeit, sich elegant von Stuttgart 21 zu verabschieden. An Gelegenheiten war kein Mangel, sogar während der Koalitionsverhandlungen mit den Grünen 2011. Woran es fehlte, waren Einsicht und der Mut, Irrtümer zu korrigieren.“

Kontext: Süß, ein Kätzchen: „Stuttgart 21 wird 25 Jahre alt. Und überrascht uns immer wieder neu: Deutschlands bestgeplantes Großprojekt ist so brillant durchdacht, dass die Feuerwehr nicht mit Wasser löschen kann, wenn es an der falschen Stelle brennt.“

Und zum 25.Jubiläum der Hinweis auf einen acht Jahr alten Artikel , der die Anfänge von Stuttgart 21 beleuchtet und immer noch lesenswert ist:

SZ: Der unheilbare Mangel: „Den Gegnern des Bahnprojekts Stuttgart 21 wird vorgeworfen, sie hätten ausreichend Gelegenheit zum Mitreden gehabt. Doch von wegen. Ein Blick in die Archive zeigt: Diese Unterstellung ist schlicht falsch. Ein längst überfälliger Rückblick.“

Update 18.4.: SWR: 25 Jahre Bahnprojekt Stuttgart 21: „Am 18. April 1994 erfuhr die Öffentlichkeit zum ersten Mal vom Bahnprojekt Stuttgart 21. Projekt-Gegner und -Befürworter wie Gangolf Stocker und der ehemalige Bahnchef Heinz Dürr sind heute noch grundsätzlich anderer Meinung.“

ARD Morgenmagazin: Zeitreise: Stuttgart 21: „1994 wurde das Projekt „Tiefbahnhof Stuttgart 21“ erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Inzwischen müsste es allerdings „Stuttgart 25″ heißen; denn auf Deutschlands größter Baustelle soll noch mindestens bis Ende 2025 gebaut werden.“

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Netzwerke schreiben an S21-Chef Manfred Leger wegen Masse-Feder-Systeme

Während des Sprengvortriebs für den Stuttgart 21-Tunnelbau spürten viele Anwohner deutlich die Erschütterungen und die Schallimmissionen. Von daher besteht bei vielen die Befürchtung, dass auch der Zugverkehr unter ihren Wohnhäusern wahrnehmbar und damit ihre Lebensqualität beeinträchtigen wird.

Laut den Planfeststellungsbescheiden (PFBs) sollen nur kurze Abschnitte der Tunnelröhren mit Masse-Feder-Systemen ausgestattet werden. Die Abschnitte findet man in den Nebenbestimmungen über die betriebsbedingten Erschütterungen. Danach sind schwere Masse-Feder-Systeme nur für die acht Gleise des „Tiefbahnhofs“ und den angrenzenden Nord- und Südkopf vorgesehen sowie leichte Masse-Federsystem in kurzen Abschnitten entlang der Tunnelröhren:

  • PFB 1.2.: Sänger-., Urban- und Schützenstr., Fasanenhof
  • PFB 1.5. : Jäger-, Birkenwald-, Panorama-, Mönchhalden- und Rosensteinstr., UFA-Palast, Feuerbach
  • PFB 1.6 a: Abzweig Wangen (Im Degen, Nähterstr.), Obertürkheimer Kurve (Lindenschul- und Postwiesenstr.), Untertürkheimer Kurve (Mercedesstr.)

Aktuell schreibt die DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH in einem zweiten Anlauf die bahntechnische Innenausstattung der Tunnel für Stuttgart 21 aus. Darin enthalten ist der Einbau der festen Fahrbahnen und der Masse-Feder-Systeme. Ein Vergleich zeigt, dass die in der Ausschreibung enthaltenen Abschnitte mit denen der Planfeststellungsbescheide weitgehend übereinstimmen. Der Auftrag soll bereits  zum 1.März 2020 starten. Vorraussetzung ist, dass die Tunnel innenverschalt sind. Die Fertigstellung der bahntechnischen Ausrüstung soll bis 30.September 2023 abgeschlossen sein. Für die vier innerstädtischen Tunnel mit ca. 46,3 Kilometer Länge  ist auf insgesamt 6,3 km der Einbau von leichten Masse-Feder-Systemen vorgesehen:

  • Bad Cannstatter und Feuerbacher Tunnel:  Länge ohne S-Bahn: 12,71 km, leichtes Masse Feder System ca. 3,1 km
  • Tunnel Ober-/Untertürkheim und Fildertunnel: Länge insgesamt 33,62 km, leichtes Masse Feder System ca. 3,2 km

Nach den Nebenbestimmungen der PFBs müssen nach Fertigstellung des Rohbaus Messungen stattfinden, die möglicherweise den Einbau weiterer Masse-Feder-Systeme oder Entschädigungszahlungen erforderlich machen.

Daher haben sich die Netzwerke 21 in einem Schreiben an den S21- Geschäftsführer Manfred Leger gewandt und darin wegen der Messungen und möglicher Nachrüstungen nachgehakt. Lesen Sie hier.

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Sängerstraße und Wolframstaße während der Osterferien wegen S21-Bauarbeiten gesperrt

Die Bauinfo hat die Anwohner mit einem Flyer (hier) rund um die Sängerstraße im Kernerviertel informiert, dass in den Osterferien an drei Tagen zwischen dem 23. bis 25. April 2019 die Sängerstraße wegen der Verlegung von Telekommunikationsleitungen gesperrt ist. Der Verkehr und die Busse werden umgeleitet.

Die Bauarbeiten sollen während dieses Zeitraums auch nachts stattfinden: „Um die Zeit der Sperrung so kurz wie möglich zu halten, wird sowohl tagsüber als auch nachts durchgängig gearbeitet. Insbesondere in den ersten beiden Tagen und Nächten wird es voraussichtlich zu Beeinträchtigungen durch Lärm und Erschütterungen kommen. Die Arbeiten werden vom Immissionsschutzbeauftragten begleitet.“

Auch die vielbefahrene Wolframstraße wird laut einer Presseinformation der PSU (hier) in den Osterferien wegen mehrerer S21-Bauarbeiten (Bau von Entwässerungsbauwerken, Leitungsverlegungen und Herstellung Fahrbahnbelag)  zwischen dem 18. April 2019, um 22 Uhr bis voraussichtlich 24. April 2019  gesperrt. Ein weitere Sperrung ist Ende Mai/Anfang Juni geplant.

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StzN: Die wichtigsten Fakten zum geplanten Erdlager

StZN: Die wichtigsten Fakten zum geplanten Erdlager:“Das geplante Erdlager der Deutschen Bahn stößt bei Anwohnern auf Unmut. Sie befürchten Lärm und Dreck, Landwirte müssten wertvolle Ackerfläche abgeben. Wie würde eine Enteignung ablaufen? Und wer entscheidet über die Fläche?“

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ENA: Einblicke in den Brandschutz bei Stuttgart 21

ENA: Einblicke in den Brandschutz bei Stuttgart 21„Der Brandschutz bei Stuttgart 21 ist ein bis heute anhaltender, nicht vollständig geklärter Streitpunkt. Beim diesjährigen Stuttgarter Feuerwehr-Symposium gewährte der Stellvertretende Amtsleiter der Branddirektion Stuttgart M.Sc. Markus Heber umfangreichen Einblick.“

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FAZ: Das soll mit dem alten Bahnhofsgelände passieren / StZ: Künftiges Stuttgart-21-Stadtviertel nimmt Gestalt an

FAZ: Das soll mit dem alten Bahnhofsgelände passieren: „Neun Jahre nach dem Baubeginn von „Stuttgart 21“ hat die Stadt Stuttgart vorgestellt, was mit dem alten Bahnhofsgelände geschehen soll. Geplant ist ein Stadtteil mit Museum, Konzerthaus und Hotels.“

StZ:Künftiges Stuttgart-21-Stadtviertel nimmt Gestalt an:  „Das Preisgericht hat entschieden. Es findet einen Entwurf mit Gleisbogenpark überzeugend. Aber vieles ist noch offen.“

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Brand im Obertürkheimer Tunnel

SWR: Maschine gerät in Stuttgart 21-Tunnel in Brand: „Im Stuttgarter Tunnel Obertürkheim ist am Mittwochnachmittag eine Arbeitsmaschine in Brand geraten. Der Rauch zog durch die Tunnelröhren bis in die Stuttgarter Innenstadt. Der Brand ist mittlerweile gelöscht.“

StZ: Brand in Tunnelröhre führt zu Großeinsatz der Feuerwehr: „Eine Betonspritzmaschine ist am Mittwochnachmittag in einer Tunnelröhre des Bahnprojekts Stuttgart 21 gebrannt. Die Feuerwehr war mit 60 Einsatzkräften vor Ort.“

Fotos vom Rauch, der aus der Rettungszufahrt im Forum Drehscheibe.

SK: Brand im S21-Tunnel – Auch die Projektgegner sind höchst alarmiert: „In einer Tunnelröhre der Stuttgart-21-Baustelle brennt eine Maschine. Die Feuerwehr muss zum Großeinsatz ausrücken, Rauch alarmiert die Bevölkerung. Projektgegner verweisen aus gegebenem Anlass auf die Brandrisiken im Tunnelsystem.“

SÖSLINKEPLUS: Anfrage zu Brand im S-21-Tunnel : „Neben den Fragen nach entstandenen Schäden am Tunnelbau mit finanziellen und zeitlichen Folgen interessiert uns, welche kurz- und langfristigen Gefahren durch emittierte Giftstoffe entstehen. Ferner, ob das Tunnelbau-Unternehmen seiner – per Planfeststellungsbeschluss vorgeschriebenen – Verpflichtung nachgekommen ist, eine sogenannte „Rettungswehr“ zu stellen. Wenn die Brandstelle tiefer als 200 Meter im Tunnel liegt, ist die sogenannte „Grubenwehr“ zuständig, die mitsamt Ausrüstung vom Auftragnehmer für den Tunnelbau zu stellen ist.“

Ingnieure22: 10.4.2019: Brand in einem Tunnel von Stuttgart 21. Eine kritische Betrachtung der Ingenieure22 :

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StZN: Erneute Kostenexplosion beim Rosensteintunnel

StZN: Erneute Kostenexplosion beim Rosensteintunnel: „Die Baukosten für die beiden 1,3 Kilometer Tunnelröhren unter dem Rosensteintunnel verteuern sich erneut. Es ist nicht die erste Kostenexplosion bei dem Projekt.“

StZN: Nutzen von Großprojekten kaum noch zu vermitteln: „Augen zu und durch – nach dieser Devise wird mit dem Rosensteintunnel wieder ein Großprojekt zu Ende gebracht. Die Bürger vom Nutzen der Projekte zu überzeugen, wird unter diesen finanziellen Vorzeichen immer schwerer, meint Thomas Braun.“

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StZN: Initiative: Volksentscheide sind nicht unumkehrbar

StZN: Initiative: Volksentscheide sind nicht unumkehrbar: „Der Volksentscheid zum Bahnprojekt Stuttgart 21 muss nach der Initiative „Mehr Demokratie“ Baden-Württemberg nicht bindend sein – vor allem da es zu erheblichen Kostensteigerungen kam.“

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StZN: Bald Licht am Ende des S-21-Tunnels

Nachdem selbst die FAZ über den „rasenden Stillstand“ bei Stuttgart 21 berichtete, konnte man man vorgestern in den beiden Stuttgarter Zeitungen eine ausführliche Meldung zum Bau des Obertürkheimer Tunnels online lesen. Darin werden auch die aktuellen Baustellen mit Zeitplänen vorgestellt:

  • Die beiden Tunnelröhren zwischen dem Verzweigungsbauwerk Süd (nicht der Hauptbahnhof) und dem Zwischenangriff Wangen sind vorgetrieben. Derzeit läuft die Innenverschalung mit ca. 12 Meter pro Tag. Die StZN schreibt: „Mehr als 500 Meter sind bereits geschafft. Das Ziel: Bis 2021 ist der Innenausbau der beiden Röhren vom Hauptbahnhof bis zum Untertürkheimer Bahnhof abgeschlossen.“
  • Der Vortrieb Richtung Obertürkheim ruht weiterhin wegen des Wassereinbruchs. Derzeit wird noch entschieden, mit welcher neuen Vortriebstechnik die restlichen 550 Tunnelmeter aufgefahren werden. Da die Mineure mit dem Vortrieb des Untertürkheimer Astes und der Innenverschalung beschäftigt sind, sei mit dem Weiterbau frühestens 2020 zu rechnen. Für den Bau der oberirdischen Bahnstrecke werden demnächst die S-Bahn-Gleise verschwenkt.
  • Die restlichen 200 Meter Richtung dem Bahnhof Untertürkheim verlaufen in geringer Überdeckung unter dem Schutz von Rohrschirmen. Im Herbst rechnet die Bahn mit dem Abschluss der Vortriebsarbeiten und dem Start der oberirdischen Trogbauarbeiten.
  • Seit einigen Wochen laufen die Bauarbeiten zur Interregiokurve zwischn Untertürkheim und Bad Cannstatt. Dafür soll ab April bis November 2019 ein Überbrückungsbauwerk errichtet werden.

Die StZN schreibt auch zum Zeitplan des noch nicht planfestgestellten Abstellbahnhof (PFA 1.6b): Die Bahnprojektgesellschaft hat die geänderten Pläne dem Eisenbahnamt eingereicht. Sie werden Anfang April im Bezirksbeirat Untertürkheim vorgestellt. Die Offenlegung des Planfeststellungsantrags für den Abstellbahnhof wird im Frühjahr 2019 erfolgen, der Erörterungstermin ist für kommenden Herbst geplant.“

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StZN: Pofalla gibt bei Stuttgart 21 Entwarnung / SWR: Bahn dementiert weitere Kostensteigerungen bei S21 / FAZ: Alte Bomben

StZN:Pofalla gibt bei Stuttgart 21 Entwarnung: „Zu Kostenrisiken bei Stuttgart 21 erklärte der DB-Vorstand, diese seien Spekulation. Nach Pofallas Angaben spürt die Bahn bei der Auftragsvergabe zwar, dass die Baupreise deutlich steigen. „Aber die vorhandenen Puffer haben bisher völlig ausgereicht, um diesen Baupreisanstieg abzufangen.“ Der genehmigte Umfang von 7,7 Milliarden Euro werde nach wie vor eingehalten. Hinzu komme ein Risikopuffer von 495 Millionen Euro.“

SWR: Bahn dementiert weitere Kostensteigerungen bei S21: „Stuttgart 21 soll laut Bahn nicht noch teurer werden. Entsprechende Berichte hätten mit der Wirklichkeit nichts zu tun, sagte Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla.“

FAZ: Alte Bomben: „Fast übertrieben gelassen indes äußerte sich Pofalla zu Stuttgart21, dem heikelsten Projekt des Konzerns. Hier tickt eine alte Bombe neu. Es mehren sich Anzeichen, dass angesichts geologischer Probleme und steigender Baupreise spätestens im Sommer der schon x-mal nachgebesserte Finanzrahmen wieder gerissen wird. Dann wird der Druck auf Pofalla steigen – und der auf Lutz auch.“

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StZN: Bürger sammeln 2000 Unterschriften / StZN: Droht Landwirten eine Enteignung ihrer Felder?

StZN: Bürger sammeln 2000 Unterschriften: „Noch bis Mittwoch können Einwände gegen S 21 auf den Fildern vorgebracht werden. Starker Protest kommt aus Musberg, Oberaichen und Unteraichen. Zwei Themen bewegen die Menschen dort besonders.“

Update 27.03: StZN: Droht Landwirten eine Enteignung ihrer Felder?: „Damit müssen die Bauern rechnen, wenn das von der Bahn geplante Erdlager zwischen Musberg und Oberaichen erst einmal planfestgestellt ist. Soweit will es die Stadt Leinfelden-Echterdingen allerdings erst gar nicht kommen lassen. In ihrer Stellungnahme zum S-21-Filderabschnitt sagt sie nein zu einem Bodenlager in L.-E. und ja zu einem Interimshalt am Flughafen.“

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StZN: Stuttgart 21 bringt Regierung unter Druck / So gut verdienen die Vorstände der Deutschen Bahn / Deutsche Bahn leitet Kurswechsel ein

StZN:Stuttgart 21 bringt Regierung unter Druck: „Im 20-köpfigen Kontrollgremium der Deutschen Bahn AG sieht man nach Informationen unserer Zeitung die Baurisiken und steigenden Baupreise für Stuttgart 21 mit Sorge, zumal noch ein Auftragsvolumen von rund 3,5 Milliarden Euro vergeben werden soll. Der Aufsichtsrat des klammen Staatskonzerns muss womöglich schon im Sommer eine erneute Erweiterung des Kostenrahmens für Stuttgart 21 beschließen.“

StZN:So gut verdienen die Vorstände der Deutschen Bahn: „Vor allem das drastisch verteuerte Großprojekt Stuttgart 21, für das der Staats­konzern mehr als vier Milliarden Euro Eigenanteil finanzieren muss, wird zur schweren Bürde. Denn höhere Investitionen kann die Bahn mangels ausreichender Erträge seit Jahren nur mit wachsender Verschuldung stemmen. In der aktuellen Investitionsplanung klafft eine Finanzlücke von mehr als vier Milliarden Euro.“

Update 27.03: StZN:Deutsche Bahn leitet Kurswechsel ein: „Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG hat beschlossen, den Verkauf der britischen Bus- und Bahntochter Arriva einzuleiten. Eine Investmentbank soll beauftragt werden, möglichst bis Herbst Investoren für die zentrale DB-Auslandsplattform zu finden, die 60 000 Mitarbeiter in 14 Ländern beschäftigt. Darauf einigte sich das 20-köpfige Kontrollgremium des größten deutschen Staatskonzerns am Mittwoch in Berlin. Mit den Erlösen will Bahnchef Richard Lutz die massiven Finanzprobleme lindern.“

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FAZ: Rasender Stillstand

FAZ: Rasender Stillstand:Es tut sich wenig auf der Baustelle von Stuttgart 21, der Fernbahnhof an der Messe könnte später als geplant eröffnen – und die Kosten abermals deutlich steigen. Für die Stuttgarter Bürger und die Durchreisenden ist die Baugrube für den neuen Tiefbahnhof in der Mitte der Stadt ein Zeugnis des rasenden Stillstands. Veränderungen spüren sie nur, wenn die Straßenführung verändert wird. Aus den Medien erfuhren sie kürzlich, dass in Obertürkheim in einem Tunnel schon seit vergangenem Herbst nicht mehr gebaut werden kann, weil dort pro Sekunde 30 Liter Grundwasser in das Bauwerk fließen und abgepumpt werden müssen.“

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StZN: Bahn erhält Druckmittel gegen Baupartner

StZN: Bahn erhält Druckmittel gegen Baupartner: „Mit einem neuen Rechtsgutachten will das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 die Debatte über Alternativen zu dem bereits drastisch verteuerten Großprojekt befeuern. Professor Urs Kramer von der Universität Bayreuth kommt darin zum Ergebnis, dass die bundeseigene Deutsche Bahn AG keine rechtliche Verpflichtung mehr habe, S 21 fertigzustellen. Andererseits seien die Projektpartner (Land, Stadt, Region, Flughafen) nicht verpflichtet, die Mehrkosten zu tragen.“

Pressemitteilung des Aktionsbündnis incl, Gutachten: Neues Rechtsgutachten: Kein Zwang zum Weiterbau!

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Heilbronner Stimme: Stuttgart 21: Strittigste Baustelle der Republik

Heilbronner Stimme: Stuttgart 21: Strittigste Baustelle der Republik: „Die Neuordnung des Stuttgarter Bahnknotens sorgt weiter für Kontroversen. Wie ist aktuell der Stand der Dinge bei Stuttgart 21? Eine Bestandsaufnahme der Heilbronner Stimme. […] Pradel ist für die Talquerung zuständig.Wird die Nord- und Südverbindung der durchfahrenden Züge funktionieren? Wird die 430 Meter lange Bahnsteighalle mit den acht Gleisen wie geplant realisiert? Werden die rechtlichen Vorgaben – allen voran der Brandschutz – eingehalten? […] Pradel ist jedenfalls ins Gelingen verliebt. „Wir werden den Zeitplan Stand heute einhalten“, ist er sich sicher.“

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StZN: Bei Stuttgart 21 drohen weitere Mehrkosten

Mitte Februar wollte sich S21-Chef Manfred Leger vor dem Stuttgarter 21-Ausschuss des Gemeinderates trotz mehrfacher Nachfrage der SÖS-LINKE-PLUS-Fraktion zu möglichen Mehrkosten durch die Bauverzögerung in Obertürkheim nicht äußern. Jetzt geht laut den beiden Stuttgarter Zeitungen (hier) aus einem internen Papier für den Aufsichtsrat der DB AG hervor, dass bei Stuttgart 21 weitere Mehrkosten drohen, deren Finanzierung durch die hoch verschuldete DB AG nicht gesichert sind.

Die StZN schreibt: „Die Risiken steigen, die Chancen sinken“, heißt es in Aufsichtsratskreisen zur Lage bei der größten Baustelle der Bahn, deren Kosten sich bereits mehr als verdreifacht haben. Den internen Unterlagen der DB-Spitze zufolge drohen weitere Kosten- und Terminrisiken beim Bau des Tiefbahnhofs in der Stadtmitte sowie den insgesamt 59 Kilometer langen Tunneln im geologisch heiklen und wasserreichen Untergrund. Zudem gebe es bei der Anbindung des Flughafens deutliche Mehrkosten bei Auftragsvergaben, wird betont.“

Im Dezember 2018 machte Matthias Gastel, Verkehrsexperte der Grünen im Bundestag, durch einen Brief an den DB-Chef öffentlich, dass laut seinen Informationen bahnintern bereits mit mehr als 10 Milliarden für Stuttgart 21 gerechnet werden würde. Auf diese Berichterstattung erfolgte kein Dementi der Projektgesellschaft.

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Auch im Obertürkheimer Tunnel erfolgen Kunstharz-Injektionen im Anhydrit

Auch in einigen kurzen Abschnitten des Obertürkheimer Tunnels zwischen Wangen und dem Verzweigungsbauwerk Süd unter der Jugendherberge werden wie bei den Tunnel unter dem Kriegs- und Killesberg zusätzliche Kunstharzinjektionen zur Abdichtung gegen den Wassereintritt im anhydritführenden Gipskeuper durchgeführt. Dies bestätigte Andreas Dörfel, Teamleiter Technisches Projektmanagement Abschnitt 1.2/1.6a der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH, auf Nachfrage der Netzwerke 21.

Bei der Tunnelführung unter dem Kernerviertel erwähnten Andreas Dörfel und Abschnittsleiter Günther Osthoff kurz, dass im Obertürkheimer Tunnel vor dem Einbau der Innenschale noch Injektionen durchgeführt werden. Jetzt konnte man in der Ankündigung des im Mai 2019 stattfindenden  5. Felsmechanik-und Tunnelbautag im WBI-Center entnehmen, dass Abschnittsleiter Günther Osthoff über „Einpressungen von Acrylatgel und Polyurethan zur Abdichtung des anhydritführenden Gipskeupers im Bereich der Tunnel nach Ober- und Untertürkheim“ sprechen wird.

Die Anwendung dieser Technik im Anhydrit ist trotz des hohen Aufwands und Kosten nicht unumstritten. Darüber berichtete im Mai 2018 die Stuttgarter Zeitung (hier). Eine  Anfrage zum Tunnelbau im Anhydrit an die Bundesregierung des Bundestagsabgeordneten Matthias Gastel im Januar 2017 ergab, dass dieses Bauverfahren mit den Kunstharzinjektionen zum Schutz vor Wasserzutritt noch nicht beim Tunnelbau im stark quellfähigen Anhydritgestein eingesetzt wurde.

Weder auf den beiden Anwohnerverstaltungen für den Stuttgarter Osten 2015 und 2016 noch in den Lenkungskreisunterlagen, wie zuletzt vom November 2018, wurde darüber informiert. Der Obertürkheimer Tunnel verläuft unter der Gänsheide und der Wangener Höhe sowie in Teilen von Gablenberg durch quellfähigen Anhydrit. Hier ein Längsschnitt der Tunnelbausachverständigen WBI aus dem Jahr 2010. Rot eingezeichnet ist der unausgelaugte, quellfähiges Anhydrit führende Gipskeuper. Die kleineren, nicht zusammenhängenden Anhydritlinsen befinden sich unter Gablenberg. Links davon die Anhydritschicht unter der Gänsheide, rechts davon unter der Wangener Höhe:

http://netzwerke-21.de/wordpress/wp-content/uploads/WBI-Laengsschnitt-Tunnel-Obert%C3%BCrkheim.jpg

Auf unsere Nachfrage erhielten wir von Andreas Dörfel folgende Antwort, in der zwar der Einsatz von Kunstharz-Injektionen bestätigt, aber auch auf die Unterschiede zu der geologischen Situation unter dem Kriegs- und Killesberg im PFA 1.5. hingewiesen wird:

„Bezugnehmend auf Ihre Emails vom 16.03. sowie vom 18.03. möchten wir Ihnen nachfolgend Auskunft zu den bereits bei der Tunnelführung am 11.03. angesprochenen Injektionen geben:

Es ist korrekt, dass es sich bei den Injektionen in der Zuführung Ober- und Untertürkheim um ein Verfahren analog zum Feuerbacher respektive Cannstatter Tunnel handelt. In der Zuführung Ober- und Untertürkheim unterscheidet sich die Situation insofern, als dass Grundwasser führende Schichten wie aus der Vorerkundung bekannt nur lokal aufgefahren wurden und Grundwasserzutritte relativ eng begrenzt sind.

Aus der Vorerkundung hinlänglich bekannt sind die Übergangsbereiche von der „nassen“, der Verwitterung ausgesetzten Seite zum „trockenen“, Anhydrit führenden Gebirge. Hier fungieren die planmäßigen Dammringbauwerke als hydraulische Sperren.

Im Zuge der detaillierten vortriebsbegleitenden Erkundung war es möglich, über jeden Abschlag die Ortsbrust zu beproben und anhand der gewonnenen Analysenergebnisse detaillierte Informationen über die geologischen Verhältnisse zu erhalten. Grundsätzlich bestätigt werden konnte so das bekannte Modell zweier als Homogenbereiche ausgebildeter Anhydritlinsen zwischen Verzweigungsbauwerk und ZA Ulmer Straße mit Unterbrechung ungefähr im Bereich unterhalb des Gablenberger Friedhofs. Ebenfalls bestätigt hat sich der Schichtenverlauf, wonach im Bereich östlich des Gablenberger Friedhofs der Bochinger Horizont unter die Tunnelröhren abtaucht. Als lokal Grundwasser führender Horizont tritt über den Dunkelroten Mergeln mit ca. 8-10 m Mächtigkeit, die Bleiglanz-Bank (km1BB) auf – mit ähnlicher Ausbildung und lokaler Grundwasserführung.

Bei den Flächeninjektionen handelt es sich um zusätzliche Maßnahmen, um für die gesamte Lebensdauer der Tunnel das Gebirge im Bereich der Tunnelröhren dauerhaft abzudichten. Die Länge der Injektionsabschnitte variieren in Abhängigkeit von den hydrogeologischen Verhältnissen zwischen 20 Meter und 130 Meter – räumlich verteilt auf drei Schwerpunkte: Das Umfeld der Verbindbauwerke 2 (Gänsheide) und 4 (Gablensberger Friedhof) sowie westlich der Jägerhalde in Stuttgart Wangen. Insgesamt handelt es sich um räumlich sehr begrenzte Bereiche von weniger als zehn Prozent der gesamten Tunnelstrecke.“

Der Obertürkheimer Tunnel ist mit zwei Röhren à 6 km insgesamt ca. 12 Kilometer lang. Es wären insgesamt weniger als 600 Meter pro Tunnelröhre, verteilt auf mehrere Abschnitte entlang der ca. 3,2 km langen Strecke zwischen dem Verzweigungsbauwerk Süd und der Wangener Höhe. Damit kommen die Kunstharz-Injektionen in diesem Tunnel auf deutlich kürzeren Strecken zum Einsatz als beim tiefliegenden Anhydrit im PFA 1.5.

Allerdings geht seine Antwort leider nicht auf die Injektionen ein, die 2017 anlässlich eines Wasserzutritts beim Vortrieb am Rande Gablenbergs zum Schutz vor Quellvorgängen erforderlich waren. Dies konnte man einem im EU-Amtsblatt veröffentlichten Nachtrag vom Dezember 2017 zur Durchführung von Injektionen im Gleis 61 HBF (TM 2260-2400)  entnehmen. Darin heißt es:

„Trotz umfangreicher geologischer Erkundungsmaßnahmen im Vorfeld wurden während der Ausführung des Vortriebs im Bereich der Gleisachse (GA) 902 bzw. 62 Hbf Wasserzutritte im Anhydrit führenden Gebirge festgestellt, welche möglicherweise im Zusammenhang stehen mit einer bislang unbekannten geologischen Störung. Nach Maßgabe des Sachverständigen Tunnel müssen die Wasserzutritte in der Formation km 1BH wirkungsvoll unterbunden werden, um unkontrollierte Quellvorgänge mit einhergehenden Folgeschäden dauerhaft auszuschließen. Das Injektionskonzept WBI, so übermittelt am 28.11.2017, ist deshalb zwingend und zeitnah umzusetzen. Die Anordnung führt zu keiner Veränderung des Gesamtcharakters des Hauptauftrages. Die Injektionsmaßnahmen sind erforderlich, um das beauftragte Bau-Soll zu realisieren und das bestehende Baugrundrisiko zu reduzieren.“

Wir möchten noch daran erinnern, dass der Geologe Dr. Hermann Behmel 2013 auf einer Netzwerk-Veranstaltung in Wangen über mögliche Wasserzutritte bei Verwerfungen entlang dieses Tunnels hingewiesen hatte, die „richtig Geld kosten können“. Im fluegeltv-Video spricht er ab Min. 10:15 über den Anhydrit.

Wie hoch die Kosten dieser zusätzlichen Injektionsmaßnahmen in Gablenberg waren, lässt die Bahn im Unklaren. Wie nahezu alle Nachträge beim S21-Tunnelbau, die im EU-Amtsblatt veröffentlicht werden, ist auch dieser nur mit einem Euro angesetzt.

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StZN: Plötzlich ist die Lärmschutzwand entbehrlich

StZN: Plötzlich ist die Lärmschutzwand entbehrlich: „Am Dienstag ist eine weitere Überraschung im Zusammenhang von Stuttgart 21 und der neuen Zugstrecken auf den Fildern bekannt geworden. Die am Bahnhof Echterdingen geplante Lärmschutzwand mit dem nüchternen Namen L13 soll doch nicht gebaut werden. Das hat Professor Michael Koch am Dienstagabend im Technischen Ausschuss berichtet. „Die Lärmschutzwand soll wegfallen, weil dort acht Dezibel weniger Schall anfallen sollen“, sagte Koch, der die Stadt Leinfelden-Echterdingen zum Schallschutz berät. Ihn wundere dies. „Das ist überhaupt nicht erklärbar.“ 

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SWR: Haushaltskürzungen könnten „fatale“ Folgen für Stuttgart 21 haben / PM Aktionsbündnis: ETCS – der nächste Sargnagel für Stuttgart 21!

SWR: Haushaltskürzungen könnten „fatale“ Folgen für Stuttgart 21 haben: „Betreffen die Kürzungen im Haushaltsentwurf des Bundesfinanzministeriums auch Stuttgart 21? Nach SWR-Informationen ist zu wenig Geld für eine moderne Signaltechnik vorgesehen.“

Pressemitteilung des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21: ETCS – der nächste Sargnagel für Stuttgart 21!: „Der Bahnknoten Stuttgart darf nicht zum Experimentierfeld einer noch bei weitem nicht ausgereiften Zugleittechnik werden, so Klaus Wößner von den S21-kritischen Ingenieuren22 angesichts der aktuellen Diskussion über die Milliarden teure Einführung von ETCS bei S21 und im damit zusammenhängenden S-Bahn-System. Dass ETCS nun von der DB und der S21verantwortenden Politik als Wundermittel zur Kapazitätserhöhung verkauft wird, verweist auf Argumentationsnöte angesichts der Engpässe von S21 im Verhältnis zu der im Koalitionsvertrag geforderten Verdoppelung der Bahnkapazitäten bis 2030.“

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StZN: Flughafen: Interimshalt für S-Bahn gefordert

StZN: Flughafen: Interimshalt für S-Bahn gefordert: „Die Deutsche Bahn will während des Umbaus der bestehenden Station am Flughafen die S-Bahn ein Jahr lang von den Terminals abhängen. Den Ausfall sollen Stadtbahn und Busse auffangen. Gegen diese Pläne wird die Landeshauptstadt Einwände vorbringen. Sprecher aller Fraktionen pochten am Dienstag im Technikausschuss des Gemeinderates auf den Bau eines Interimsbahnsteigs an der Flughafenstraße beim Parkplatz P 0.“

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Massiver Baulärm am ZA Prag ohne Ankündigung

Vor einer Woche informierte die Bauinfo die Anwohner des Kernerviertels per Flyer, dass in der Baustelle „Tiefbahnhof“ Nachtarbeiten durchgeführt werden. Nichts kam jedoch von der Bauinfo zu den Bauarbeiten am ZA Prag, wo seit Montag laut den Anwohnern „die Hölle los ist“. Erst gestern nach massiven Beschwerden informierte die Bauinfo über die Ursachen des Baulärms. Einmal mehr sind die Anwohner rund um den ZA Prag durch extremen Baulärm belastet. Der Projektgesellschaft scheinen die Menschen dort wurscht zu sein, wenigstens eine Entschuldigung könnte von dort kommen, so die Rückmeldung aus dem Netzwerk Killesberg und Umgebung.

Seit Tagen waren am Wartberg in unterschiedlichen Abständen nachts und ab dem frühen Morgen dröhnende und vibrierende Geräusche zu vernehmen, die von Meißelarbeiten herzurühren scheinen. Die Vibrationen waren nach den Beschreibungen so stark, dass im Schrank das Geschirr und die Gläser gewackelt haben. Erst aufgrund massiver Beschwerden erhielten die Anwohner von der Bauinfo Informationen. Ein Mitglied des Netzwerks Killesberg schreibt dazu:

„Seit dem 11.3.19 beschweren wir uns mehrmals nachts und auch tagsüber über den Lärm im ZA Prag der viel lauter ist als der Geräuschpegel beim Tunnelbau. Zwischen 0.30 – 3.30 Uhr konnte man nicht schlafen. Nachdem wir am nächsten Tag eine ruhige Nacht erreichen konnten, ging der Lärm aber tagsüber wieder weiter. Am Freitag (15.3.19) war es unerträglich und wir bekamen von der Bauinfo folgende Informationen:

1. Im ZA Prag wird der Fluchtkanal für die Arbeiter wieder abgebrochen, er wird nicht mehr benötigt.
2. Durch den Abbruch des ausgehärteten Betons sind die Geräusche so laut (Übertragung auf den Betontunnel)
3. Eine Übertragung auf die Anker, die 4 m in den Berg ragen, findet aber nicht statt.
4. Zu Bauschäden kann es nicht kommen.
5. Gearbeitet wird von 6.00 Uhr – 22.00 Uhr (auch am Wochenende). In den ersten beiden Nächten hat die Baufirma sich nicht an die Zeiten gehalten.
6. Die Arbeiten sollen in max. 2 Wochen beendet sein (eher weniger).
7. Sie arbeiten sich zum Ausgang hin (dadurch kann es lauter werden).

Heute am 16.3.19 begannen die Arbeiten um 6.00 Uhr und wurden im Tagesverlauf immer lauter (13.00 Uhr).“

Update 17.03: Die Abbrucharbeiten im Tunnel wurden tatsächlich auch am Sonntag (!) durchgeführt. Der Anwohner schreibt uns weiter:

„Nach erneuten Beschwerdeanrufen bei der Bahn, habe ich heute(17.3.19) um 16.30 Uhr von Herrn R. (Bauleitung ?!?) folgende Info für den ZA Prag erhalten:

1. Die Geräusche der Abrissarbeiten werden nun alle 2-3 Stunden nur ca. 10 Minuten andauern.
2. Gegen 19.20 Uhr soll heute (Sonntag !!!) Ruhe sein.
3. Die Abbrucharbeiten werden nur noch wenige Tage andauern.

Sollte es weitere Probleme geben hat Herr R. mir seine Handynummer gegeben um sofort zurückzurufen.“

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PSU: Der zweite Kelch ist in Beton gegossen

PSU: Der zweite Kelch ist in Beton gegossen: „Die DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH hat im Rahmen von Stuttgart 21 erfolgreich die zweite Kelchstütze für den künftigen Stuttgarter Hauptbahnhof betoniert – die zweite von insgesamt 28, die das Dach der Bahnsteighalle bilden werden […] Die Betonage des nächsten Kelchs ist noch für das erste Halbjahr 2019 geplant.“

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Berliner Sonntagsblatt: Stuttgart 21 droht Start mit alter Technik / StZN: Ministerium befürchtet einen Start mit alter Technik

Berliner Sonntagsblatt: Stuttgart 21 droht Start mit alter Technik: „Das baden-württembergische Verkehrsministerium sorgt sich um die Einsatzfähigkeit des künftigen Bahnhofs in Stuttgart. Das Projekt Stuttgart 21, nach Bahn-Berechnungen 8,2 Milliarden Euro teuer, drohe mit antiquierter Stellwerks- und Sicherungstechnik in Betrieb zu gehen, berichtet der „Spiegel“.“

StZN: Ministerium befürchtet einen Start mit alter Technik:  „Das baden-württembergische Verkehrsministerium befürchtet, dass der Bahnhofsneubau mit veralteter Stellwerks- und Sicherungstechnik in Betrieb gehen könnte. „Das wäre ein Schildbürgerstreich“, heißt es in einem Brief.“

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StZN: SSB sehen Probleme in der Rolle als Ausputzer bei S 21

StZN: SSB sehen Probleme in der Rolle als Ausputzer bei S 21: „Die Stadtbahnlinien U 6 und eine völlig neue U 17 sollen den Ausputzer geben, wenn die S-Bahn vom Flughafen abgekoppelt wird. Der Gäubahn-Anschluss wird nicht vor 2027 fertig.“

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Bericht von einer Tunnelführung unter dem Kernerviertel

Letzten Montag nahmen Vertreter der Netzwerke 21 an einer rund zweistündigen Führung durch die Tunnelbaustelle unter dem Kernerviertel teil, zu der Projektleiter Andreas Dörfel und Abschnittsleiter Günther Osthoff eingeladen hatten.

Der vom Verzweigungsbauwerk unter der Jugendherberge ausgehende Tunnelvortrieb der ersten Tunnelröhre hat die Kernerstraße 32 erreicht. Hier ein Foto von der Ortsbrust:

Auf den Foto sind die Arbeiten für die Bohrung  ca. 10 Meter langen Rohrschirme erkennbar, die zur Sicherung des Vortriebs im weichen, ausgelaugten Gipskeuper leicht schäg gesetzt und betoniert werden. Die Rohrschirme verbleiben im Untergrund. Gesprengt wird wegen des weichen Gesteins nicht, der Vortrieb erfolgt mit einem Bagger. Anschließend wird Spritzbeton aufgetragen.

Ursprünglich war wegen des großen Querschnitts und der schwierigen Geologie der beiden 240 Meter langen Tunnelröhren ein Ulmenstollenvortrieb geplant. Als  zusätzliche Sicherungsmaßnahme sollte nach der Planfeststellung alle 80 Meter zur Sicherung eine Innenschale eingebaut werden. Dafür hätten sowohl die Maschinen herausgebracht als auch die montierten Leitungen und die Lüftung ausgebaut werden müssen. Die Baufirma hatte daher 36 Monate für das Auffahren der beiden 240 Meter langen Tunnelröhren kalkuliert.

Im Zuge der erweiterten Hebungsinjektionen wurde umgeplant. Statt dem Ulmenstollenvortrieb wird seit dem Start im Januar 2019 unter der Sicherung der Rohrschirme jeweils der ganze Querschnitt der Tunnelröhre vorgetrieben. Man erhofft sich so die Bauzeit des Anfahrbereichs auf rund 30 Monate zu reduzieren. Von daher müssten die beiden Röhren unter dem Kernerviertel Mitte 2021 vorgetrieben sein. Bisher habe man gute Erfahrungen mit dieser Vortriebstechnik gemacht. Geplant waren pro Tag ca. 35-40 cm Vortrieb. Innerhalb der ersten ca. 50 Meter bis zur Kernerstraße 32 konnten  teilweise auch bis zu 70 cm pro Tag geschafft werden. Aktuell steht der Start des Vortriebs für die zweite Röhre an.

Die Setzungen blieben bisher mit ca. 20 Millimeter unter den Prognosen des Tunnelbausachverständigen. Falls sie größer werden, können dort wo die Hebungsinjektionen eingesetzt werden, auch mit weiteren Hebungen nachjustiert werden. Pro Tag sind damit ca. 2 Millimeter möglich. An der Geländeoberfläche rund um die Kernerstraße und den Schützenplatz wird täglich gemessen. Als Referenzpunkt wird das nicht mehr vom Tunnelbau betroffene Gebäude der Schützenstraße 16 genommen. Die Messungen dort hätten letzte Woche einen Bewohner irritiert, da er angesichts der Messungen davon ausging, dass damit auch sein Wohnhaus von den Auswirkungen des Tunnelbau betroffen sei.

Auch nach dem Abschluss des kilometerlangen Vortriebs Richtung Wangen ist die Tunnellüftung auf dem neben dem Wagenburgtunnel montierten Schallschutzdach  weiterhin laut. Der Grund sei, dass die natürliche Belüftung zwischen der Rettungszufahrt und der Zwischenangriff Wangen einen zu hohen „Durchzug“ verursachen würde. Aktuell laufen dort vom Zwischenangriff Wangen aus die Innenverschalungsarbeiten. Vorneweg sollen die beiden Tunnelröhren zwischen Wangen und Innenstadt entlang des anhydritführenden Gebirges nach oben mit einem „Strahlenkranz“ aus Injektionen vor eintretendes Wasser geschützt werden.

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StZN: Gegen das Erdlager und für mehr Lärmschutz

StZN: Gegen das Erdlager und für mehr Lärmschutz: „Der Protest gegen das von der Deutschen Bahn geplante Bodenlager ebbt nicht ab. Es soll auf Feldern zwischen Oberaichen und Musberg entstehen. Die Deutsche Bahn will dort im Zuge der S-21-Bauarbeiten 50 000 Kubikmeter Erdaushub von der Rohrer Kurve für einen Zeitraum von drei bis vier Jahren zwischenlagern. Die dafür vorgesehene Fläche wurde aufgrund von Gegenwind aus der Bevölkerung etwas weiter Richtung Musberg verschoben. Doch diese Änderung stößt bei den Bürgern nicht auf Gegenliebe.“

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Bahn kündigt kurzfristig ab 11.März 2019 testweise Nachtarbeiten für den Bau des Tiefbahnhofs an

Die Stuttgarter Zeitung berichtete bereits online am Freitag nachmittag (hier) und am Samstag fanden Anwohner im Kernerviertel einen Max-Mailwurf- Flyer der Bauinfo im Briefkasten. Mit der für die Dauerbaustelle Stuttgart 21 wenig passenden Standardüberschrift der Bahn „Unsere Baustelle kann schon mal zur echten Nervensäge werden“  kündigt die Bauinfo bereits ab Montag, den 11. März 2019, Nachtarbeiten an. Im Flyer heißt es:

„Die DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH arbeitet in einem Bereich der Baustelle des künftigen Stuttgarter Hauptbahnhofs vom 11. März 2019 an in einem Probebetrieb zusätzlich zu den üblichen Arbeitszeiten auch in den frühen Morgenstunden und in der Nacht. Montags bis freitags beginnen die nicht lärmintensiven Arbeiten um 4.30 Uhr und enden in der Nacht um 1.30 Uhr. Die Arbeiten finden nicht auf der gesamten Baustelle statt, sondern nur an der Kelchstütze auf Höhe des Stegs zum Mittleren Schlossgarten (Bauabschnitt 16). Der Probebetrieb ist zunächst bis Mitte April 2019 vorgesehen. Die Arbeiten werden vom Immissionsschutzbeauftragten begleitet.“

Das Netzwerk  Kernerviertel hat bei der Bauinfo nachgehakt, welche konkreten Bauarbeiten für die Nachtbauarbeiten vorgesehen und welche konkreten Emissionen laut dem Immissionsschutzbeauftragten mit den „nicht lärmintensiven“ Bauarbeiten verbunden sind. Der im Flyer angeführte Planfeststellungsbeschluss zum PFA 1.1. (nicht  vom 28.1.2015, sondern vom 28.1.2005), mit dem das Eisenbahn-Bundesamt diese Arbeiten genehmigt habe, sieht jedenfalls nur Bauarbeiten zwischen 7 bis 20 Uhr vor.

Auch auf der im Juni stattgefundenen, letzten Anwohnerveranstaltung für das Kernerviertel wurden keine Nachtbauarbeiten angekündigt. Damals schrieben wir in unserem Beitrag: „Nachtbauarbeiten sind für 2018 und 2019 nicht geplant. Die nächtlichen Bewehrungsarbeiten im BA 25 Ende 2017 hätten gezeigt, dass dies wegen der Minderleistung der Arbeiter während der Nacht nicht wirtschaftlich sei.“

Die einzige Erklärung, dass jetzt doch wieder Nachtbauarbeiten getestet werden, sind die deutlichen Verzögerungen beim Bau der 28 Kelchstützen für den „Tiefbahnhof“. Nach dem offiziellen Zeitplan der Bahn im Lenkungskreis ist eine Fertigstellung des Rohbaus für  den „Tiefbahnhof“ für Mitte 2022, also in etwas mehr als drei Jahren geplant. Im November 2018 wurde die erste der 28 Kelchstütze betoniert. Die Fertigstellung einer zweiten Kelchstütze war zumindest laut einer StZN-Meldung (hier) eigentlich noch 2018 vorgesehen. In der letzten Lenkungskreispräsentation findet man hingegen die vage Formulierung zum Zeitplan: „Es wird erwartet, dass ab Q1/2019 eine Konkretisierung der Termine zum Kelchbau möglich ist.“ Zuletzt konnte man im Januar 2019 an den Tagen der offenen Baustelle noch widersprüchliche Angaben zum weiteren Bauverlauf erhalten. Doch auch auf dieser Veranstaltung war von Nachtbauarbeiten an den Kelchstützen keine Rede.

Update 12.3.: Wir haben von der Bauinfo eine Rückmeldung auf die Nachfrage des Netzwerks Kernerviertel zu den konkret durchgeführten Bauarbeiten im Nachtzeitraum und den damit verbundenen Emissionen erhalten:

Folgende Arbeiten sind im erweiterten Arbeitszeitraum geplant: Kranbetrieb, Abdecken und Zudecken des Kelchs mit den Folien und Bewehrungsarbeiten. Die Arbeiten, die innerhalb des Nachtzeitraumes durchgeführt werden, werden innerhalb des Tagzeitraumes so vorbereitet, dass die Arbeiten im Nachtzeitraum keinen signifikanten Beitrag zum bestehenden allgemeinen Umgebungsgeräusch leisten.“

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StZN: Stuttgart 21: Langes Warten auf Milliardenprozess

StZN: Stuttgart 21: Langes Warten auf Milliardenprozess: „Die Deutsche Bahn will von ihren Partnern im Projekt Stuttgart 21 insgesamt mindestens weitere 2,4 Milliarden Euro haben. […] Das Verkehrsunternehmen zeigt im Verfahren keine Eile. Ein Verhandlungstermin sei derzeit „nicht absehbar“, so eine Sprecherin des Verwaltungsgerichts Stuttgart. Die Klage wurde Ende Dezember 2016 eingereicht, die Anwälte aller Parteien tauschen seitdem Schriftsätze aus.“

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StZ: 50 Hektar Land für Umzüge von Eidechsen

StZ: 50 Hektar Land für Umzüge von Eidechsen: Das Land legt Zahlen über umgesiedelte Reptilien vor. Diese benötigten in den zurückliegenden Jahren Ausweichflächen, die 70 Fußballfeldern entsprechen. Doch die Aufstellung des Umweltministeriums ist unvollständig.“

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fluegel.tv sendet über massive Risse am Haus / Regio-TV: Risse in Hausfassade

Fluegel.tv sendet einen Kurzfilm (hier) mit Frank Schweizer, Sprecher Netzwerk Kernerviertel, über die massiven Risse an seinem Nachbarhaus, die zeitgleich mit den Hebungsinjektionen aufgetreten sind. Der Gebäudeanbau wird mittlerweise mit Sprieße (Stützen) außen und in den Räumen gesichert.

Update 13.3.: Auch Regio-TV berichtet (hier) über die Schäden an dem Gebäudeteil in der Kernerstaße. Aus dem Beitrag geht hervor, dass die Bahn für die entstandenen Schäden aufkommen wird und derzeit im Gespräch mit ihrer Versicherung ist.

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