StZN: Engelbergtunnel kostet Bund bis jetzt 800 Millionen Euro

Nach einer aktuellen Meldung der beiden Stuttgarter Zeitungen (hier) kostet der Leonberger Engelbergtunnel, der immer wieder wegen des quellenden Anhydritgesteins saniert werden muss, mittlerweile 800 Millionen Euro.

Wir möchten in diesem Zusammenhang daran erinnern, dass die Stuttgart 21-Tunnel im Anhydrit eigentlich wie der Engelbergtunnel gebaut werden sollten. In der Schlichtung 2010 wurde noch das gewählte Bauverfahren vom Sachverständigen der Bahn für den Tunnelbau als sicher bezeichnet. Doch nach der Begutachtung der Schäden am Engelbergtunnel wurde umgeplant. Wir haben im Beitrag „Das Risiko Anhydrit muss „neu in die Betrachtung eingezogen werden“. Ein Rückblick auf die Salami-Taktik der Bahn“ darüber berichtet.

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StZ: Geschieht an dieser Stelle im Untergrund etwas Zauberhaftes?

Die Stuttgarter Zeitung berichtete gestern in der Meldung „Geschieht an dieser Stelle im Untergrund etwas Zauberhaftes?“ (hier) über den Bau des neuen Verbindungstunnels zwischen der S-Bahn und den vier Bahnsteigen des „Tiefbahnhofs“. Dieser Abschnitt wird wegen der in alle Richtungen gekrümmten Bauteile von den Bauverantwortlichen „Kartoffel“ genannt.

Abschnitsleiter Michael Pradl hatte anlässlich der Tage der offenen Baustelle im Januar 2018 eine der Herausorderung beim Bau des Tiefbahnhofs über dem S-Bahntunnel kurz erwähnt. Damals hieß es: „Auch der geplante Bau der Kelchstütze auf der Brücke über der S-Bahn unter laufendem Betrieb sei eine bautechnische extrem schwierige Herausforderung. Die Kelchstütze wiege mindestens so viel wie zwei ICE4-Züge und müsse statisch von der Brücke getragen werden.“

In der StZ-Meldung werden die geplanten Bauarbeiten – leider ohne eine erläuternde Grafik –  wie folgt beschrieben:  „Nicht allein die Form macht den Bau anspruchsvoll. Unter den Füßen der Passanten rauschen die S-Bahnzüge hindurch und über den Köpfen der Fußgänger liegen einmal im rechten Winkel zu der Unterführung die Gleise und die Bahnsteige des Durchgangsbahnhofs. Kartoffeloberkante und Bahnhofsunterkante müssen aber baulich getrennt bleiben. „Da werden künftig zehn Zentimeter Wasser sein“, erklärt Pradel. Erschwerend kommt hinzu, dass über dem neuen Personentunnel sich eine der 28 Kelchstützen des Bahnhofs erhebt – und zwar eine besondere, an der auch noch eine Verteilerebene hängt und durch die hindurch ein Aufzugsschacht führt.“

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StZ: Die Schienen kommen, die Unsicherheiten bleiben

Gestern berichtete die StZ (hier), dass auf der Schwäbischen Alb entlang der Neubaustrecke die ersten Gleise angeliefert werden. Von 2022 an sollen die Züge zwischen Stuttgart-Wendlingen und Ulm fahren.

Zum Baufortschritt von Stuttgart 21, das erst Ende 2025 in Betrieb gehen soll, schreibt die StZ: „Vom Gleisbau noch ein ziemliches Stück entfernt sind hingegen die Macher von Stuttgart 21 in der Landeshauptstadt und auf den Fildern. Dort müssen insgesamt rund 59 Kilometer Tunnel vorgetrieben werden. Anfang der Woche waren davon 42,7 Kilometer geschafft. Allerdings hat sich das Tempo, mit dem sich die Mineure durch den Untergrund der Landeshauptstadt vorarbeiten, zuletzt deutlich verlangsamt. Schafften sie im ersten Halbjahr 2018 noch gut 5,7 Kilometer, waren es zwischen Ende Juni und Anfang Dezember vergleichsweise bescheidene 1,7 Kilometer.“

Die StZ hat dazu Grafiken zum Baufortschritt verlinkt: eine Grafik der PSU mit dem Querschnitt durch den Talkessel für den Bau des „Tiefbahnhofs“ und Grafiken zum Baufortschritt einzelner Tunnel zwischen Stuttgart und Ulm (jedoch ohne die beiden Tunnel auf den Fildern mit insgesamt 7,9 Kilometer, deren Bauarbeiten noch nicht angelaufen sind bzw. die noch nicht planfestgestellt sind.)

Hier unsere Übersicht mit dem aktuellen Vortriebsstand zum 3.12.2018 (und die Detailübersicht mit den einzelnen Tunnelröhren):

Anders als bei der Neubaustrecke werden mit ca. 15,3 km nur ein Viertel der rund 59 Tunnelkilometer maschinell aufgefahren, in dem in einem Arbeitsgang auch die Innenverschalung erfolgt. Rund 43,5 Tunnelkilometer müssen erst innenverschalt werden, bevor der technische Innenausbau starten kann und erste Gleise verlegt werden können.

Im letzten Lenkungskreis, der Anfang November 2018 stattfand, wurde den Projektpartnern von Stadt, Land und Region eine Grafik mit den folgenden Startterminen für den Innenausbau der einzelnen Tunnel bei Stuttgart 21 präsentiert:

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FAZ: Verheerendes Urteil über die Deutsche Bahn / StZ: Rechnungshof rügt Geldverschwendung bei der Bahn / WiWo: Bahn braucht bis 2023 elf Milliarden Euro zusätzlich

FAZ: Verheerendes Urteil über die Deutsche Bahn: „Der Bundesrechnungshof übt harsche Kritik: Die Bahn-Infrastruktur sei in einem beklagenswerten Zustand. Weiß der Bund überhaupt, wofür der Konzern die Steuermittel ausgibt?“

StZ: Rechnungshof rügt Geldverschwendung bei der Bahn: „Die Kontrolleure schließen auch zweckwidrige Verwendungen der Bestandsmittel nicht aus, zum Beispiel beim vermutlich bis zu zehn Milliarden teuren Neubauprojekt Stuttgart 21. Das Geld fehlt dann für Erneuerungen andernorts.“

StZ: Bei der Bahn gibt es zu viele Fehler im System“: „Die Steuermilliarden fürs Schienennetz müssen schärfer kontrolliert werden, meint Thomas Wüpper. Denn der Bahn mangelt es an Effizienz und Transparenz.“

WiWo: Bahn braucht bis 2023 elf Milliarden Euro zusätzlich: „Hohe Investitionskosten und das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 belasten die Kassen der Deutschen Bahn. Bis 2023 fehlen ihr deshalb über elf Milliarden Euro, wie die Konzernplanung zeigt.“

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StZN: Schallschutz als städtebauliche Chance

StZN: Schallschutz als städtebauliche Chance: „Leinfelden-Echterdingen braucht einen Schallschutz, wenn die Fernzüge hindurchbrausen. Ein Planungsbüro hat mit den ungeahnten gestalterischen Möglichkeiten begeistert, die diese bauliche Pflichtaufgabe eröffnet.“

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Symbolischer Tunnelanstich am Rosensteinportal in Bad Cannstatt

StZN: Symbolischer Tunnelanstich in Bad Cannstatt: „Die Bauarbeiten zum S 21-Tunnel am Hang des Rosensteinparks beginnen.“

SWP: Bagger beißt den Rosensteinpark an: „Durch das Erdreich in der Nähe des Schlosses Rosenstein in Richtung Innenstadt führt der neue Bahntunnel, der seit diesem Dienstag von der Ostseite her gegraben wird. In einigen Monaten wird unmittelbar daneben ein zweiter Tunnel, in diesem Fall für die S-Bahn, angebissen. Beide zweigleisigen Röhren sind die Fortsetzung der neuen Neckarbrücke.“

Pressemeldung PSU: Barbaratag mit Tunnelanschlag gefeiert.Rund 82% Tunnel im Bahnprojekt vorgetrieben:  „Anders als üblich am Barbaratag, wurde im Tunnel Bad Cannstatt heute gearbeitet: Mit einem symbolischen ersten Baggerbiss wurde der Tunnelvortrieb vom Neckarufer in Bad Cannstatt aus in Richtung Zwischenangriff Ehmannstraße gestartet.“

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StZN: Gleissperrungen sorgen für Diskussionen

StZN: Gleissperrungen sorgen für Diskussionen: „Seit Jahren wird am Haltepunkt Feuerbach an den Bahnstrecken im Rahmen des Bauprojektes Stuttgart 21 gearbeitet. Wegen der Arbeiten kommt es bei einigen S-Bahnen immer wieder zu kurzzeitigen Halteausfällen am Bahnhof.“

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Presseberichte zum Urteil des Verwaltungsgerichtshofs über den Flughafenabschnitt PFA 1.3.a

StZN: Bahn darf am Flughafen nicht bauen: „Der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim hat sein Urteil getroffen. Die Bahn darf am Flughafen nicht bauen. Die Bahn sagt, dass der Bau dadurch nicht verzögert werde.“

StZN: Das sind die möglichen Folgen des Urteils: „Der Verwaltungsgerichtshof Mannheim hat am Dienstag die im Juli 2016 erteilte Baugenehmigung für den Flughafenabschnitt im Projekt Stuttgart 21 als „rechtswidrig und nicht vollziehbar“ gestoppt. Die Folgen werden sehr unterschiedlich gesehen.“

StN: Naturschutz als weitere Hürde für das Groß-Projekt:Nachdem der Verwaltungsgerichtshof den Stuttgart-21-Bau am Flughafen ausgebremst hat, fallen die Reaktionen unterschiedlich aus. Klar ist jedoch: Der Naturschutz darf weder beim Straßenbau noch bei Stuttgart 21 übergangen werden, kommentiert Konstantin Schwarz.“

STZ: Hickhack um S 21 am Airport geht weiter: „Nach der Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs reagiert die Bahn prompt: Sie will von Sommer 2019 an Stuttgart 21 rund um den Flughafen bauen. Doch es gibt noch offene Fragen. Wir geben einen Überblick.“

StZ: Planungswirrwarr auf den Fildern: „Die Bahn zeigt Zuversicht nach dem Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim zur Planung des Projekts Stuttgart 21 am Flughafen. Ob das begründet ist, muss sie nun zeigen, kommentiert Christian Milankovic.“

Pressemitteilung der Schutzgemeinschaft Filder e.V.: Planfeststellungsbeschluss des Filderabschnitts 1.3a ist teilweise rechtswidrig

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Über den maschinellen Vortrieb beim Fildertunnel. Vortrag an der Uni Stuttgart von Dipl.-Ing. Thomas Berner, Teamleiter Technik

Vor zweieinhalb Jahren hielt Dr. Martin Wittke als Geschäftsführer der WBI GmbH , die als Tunnelbau-Sachverständige bei Stuttgart 21 und der Neubaustrecke fungieren,  einen  Vortrag am geotechnischen Institut der Universität Stuttgart über die Herausforderungen beim Bau des Fildertunnels.

Gestern war wieder der Fildertunnel Gegenstand einer Vorlesung am geotechnischen Institut der Universität Stuttgart. Dieses Mal gehalten von Dipl.-Ing. Thomas Berner, seit 2012 Teamleiter Technik für den PFA 1.2. bei der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH und davor weltweit bei zahlreichen Tunnelbauprojekten im Einsatz. Da der Fildertunnel fast zu 80% aufgefahren wurde und seit Ende Oktober die Tunnelvortriebsmaschine zu ihrer letzten Schildfahrt startete, war der Vortrag im Wesentlichen ein Rückblick. Wir möchten die aus unserer Sicht wichtigsten Punkte seines Vortrags kurz wiedergeben:

Vortriebskonzept

  • Nach der Planfeststellung sollten die beiden Röhren des mit rund 9,5 Kilometern längsten Tunnel bei Stuttgart 21 konventionell mit einem Zwischenangriff in Degerloch aufgefahren werden. Bei der Ausschreibung, bei der auch verschiedene Varianten mit maschinellen Vortrieb Grundlage waren, kam ein Nebenangebot eines Bewerbers zum Zuge, das unter Einsatz einer Tunnelvortriebsmaschine für den oberen und unteren Fildertunnel und unter Wegfall des Degerlocher Zwischenangriffs das wirtschaftlichste war. Die beiden Abschnitte eignen sich wegen der „homogenen“ Geologie für den maschinellen Vortrieb. Der mittlere Fildertunnel wurde wegen des Übergangs zur Anhydritzone mit konventionellen Vortrieb geplant.
  • Der Tunneldurchmesser wurden durch die geplante Geschwindigkeit des Zugverkehrs auf der jeweiligen Strecke bestimmt: oberer Fildertunnel 4,8 m , der unterere Fildertunnel mit 4,65m. Wegen der zunehmenden Länge war die Auffahrtoleranz im unteren Fildertunnel größer. Dennoch wurde beim Ende der dritten Schildfahrt vor der Wendekaverne eine Abweichung von nur 14 mm erreicht.
  • Die Bemessung der Wandstärke der Tübbinge als Innenschale war abhängig von der Geologie. Im oberen Fildertunnel beträgt sie 45 cm, im unteren Fildertunnel entlang des anhydrithaltigen Gesteins als „Risikolastfall“ 60 cm. Dies wirkt sich auf das Gewicht des einzelnen Tübbingteils aus. Im oberen Abschnitt wiegen diese jeweils 9, im unteren Abschnitt 13 Tonnen. Die Betongüte wurde im unteren Fildertunnel mit Blick auf einen möglichen Quelldruck für ungewöhnlich starke Belastungen (C70/85) ausgelegt. Die Bemessung der Wandstärken im mittleren Fildertunnel im Übergangsbereich zum Anhydrit wurden im Vortrag nicht erwähnt.
  • Beim Vortrieb des Fildertunnels ist wegen der wechselhaften Geologie eine Multi-Mode-Tunnelvortriebsmaschine von der Firma Herrenknecht im Einsatz, die flexibel bei der Ortsbruststützung reagieren kann.

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Aktuelles zum Bau des Tiefbahnhofs. Stahleinbauteile für Lichtaugen ausgeschrieben

In knapp einem Monat beginnt das Jahr 2019. In diesem Jahr sollten nach den Plänen der Bahn zum Baustart von Stuttgart 21 die ersten Züge durch den „Tiefbahnhof“ rollen. Dies konnte man beispielsweise noch im November 2011 nach der Volksabstimmung in den Stuttgarter Nachrichten (hier) lesen. Doch die Baurealität des Megaprojekts sieht anders aus. Wegen zahlreichen Bauverzögerungen wurde der Inbetriebnahmetermin zu Beginn des Jahres von zuletzt 2021 auf 2025 verschoben.

Von daher müsste eigentlich auch der Zeitplan zum Bau der Kelchstützen für den Bau des „Tiefbahnhofs“ feststehen. Deshalb überraschte die Information in der letzten Lenkungskreispräsentation, dass eine „Konkretisierung der Termine zum Kelchbau“ erst ab dem 1.Quartal 2019 möglich sei. Nicht ausgeschlossen ist, dass diese zeitliche Unsicherheit mit einer derzeit noch laufenden Ausschreibung für Stahleinbauteile für die Hutze der Lichtaugen zusammenhängt. Dass der Baufortschritt der Kelchstützen von Spezialarbeiten für die Lichtaugen abhängig sein soll, hatten wir in im Beitrag „Vier Jahre nach Baustart: Restkelch als erster Teil vom Schalendach des Tiefbahnhofs betoniert. Wie realistisch war der damalige Zeitplan von Züblin?“ erwähnt. Es ist daher überraschend, dass eine Ausschreibung für diese Bauteile erst jetzt auf den Weg gebracht wurde.

Die Spezialeinbauteile sollen abhängig vom Baufortschritt der Kelchstützen bis Mitte 2022 geliefert werden. Die in den Ausschreibungsunterlagen enthaltenen groben Liefertermine geben einen Anhalt, wieviele der Kelchstützen mit Lichtaugen in den nächsten Jahren realisiert werden sollen: 5 in 2019, jeweils 7 in 2020 und 2021 sowie 2 in 2022. Für die erste betonierte Kelchstütze wurden bereits die Stahleinbauteile von der Baufirma selbst geliefert.

Einen Eindruck vom Baufeld rund um die geplante Bahnsteighalle des „Tiefbahnhofs“ vermitteln die beiden aktuellen Fotos vom Bahnhofsturm Richtung Süd- und Nordkopf. Im November wurde eine Kelchstütze im Startbaufeld 16 (1. Foto links) einschließlich der Hutze betoniert. Aktuell laufen die Bauarbeiten zur Realisierung von zwei weiteren Kelchstützen:

Wer sich einen Eindruck von den Bauarbeiten verschaffen möchte, kann es in dem auf Youtube von Eisenbahn-TV eingestellten Video „Rundgang über die Baustelle des neuen Stuttgarter Hauptbahnhof im November 2018“ machen.

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Infobündnis Zukunft Schiene zum Baubeginn der Interregiokurve in Untertürkheim

Vor zwei Wochen berichtete die Stuttgarter Zeitung (hier) über den von den Bahn angekündigten Baubeginn der Interregiokurve in Untertürkheim. Zwar sah auch eine im Juli erfolgte Ausschreibung der Bauarbeiten einen Rahmenzeitplan von Ende August 2018 bis Anfang Mai 2020 vor, dennoch zweifelt das Infobündnis Zukunft Schiene – obere Neckarvororte- dass die Bahn die Bauarbeiten wegen noch einer anhängigen Planänderung zur Anbindung der Interregiokurve tatsächlich richtig angehen kann. Lesen Sie dazu das folgende Statement des Infobündnisses:

Der StZ-Artikel verkündet zwar reisserisch den Baubeginn der Interregiokurve, tatsächlich geht’s im Moment aber nur ums Aufräumen. Die“Grünschnittarbeiten“ (vulgo: Rodungen) werden hier nun bestimmt schon zum dritten oder vierten Mal vorgenommen. Verständlich, denn die Bahn reicht ja immer wieder Planungen ein und wähnt sich kurz vor der endgültigen Planfeststellung, wenig wirtschaftlich aber, wenn sie die Pläne immer wieder überarbeiten und Planänderungsverfahren anstrengen muss.

So steht denn auch weiter hinten im Artikel: „Nach Abschluss der vorbereitenden Maßnahmen soll mit dem Rohbau der Überbrückungskonstruktion im Februar kommendes Jahres begonnen werden.“ – Soll …Ob der Rohbau wie im STZ-Artikel behauptet tatsächlich Mitte 2020 fertig gestellt sein wird, bleibt abzuwarten. Tatsächlich ist für den Bau der Interregiokurve derzeit erst einmal noch die „16. Planänderung Anbindung Interregiokurve“ anhängig. Einen entsprechenden Antrag reichte die DB Netz AG am 22.06.2018 ein.

Im Erläuterungsbericht des EBAs zur beantragten 16. Planänderung im PFA 1.6a (Stand 04.09.2018) stehen so schöne Sätze wie: „Hinzu kommt, dass durch die Planänderung ein Betrieb der im PFA 1.6a planfestgestellten Infrastruktur ermöglicht wird.“ Man reibt sich verwundert die Augen und fragt sich, ob „ein Betrieb der im PFA 1.6a planfestgestellten Infrastruktur“ ansonsten NICHT möglich gewesen wäre. Hat das Eisenbahn-Bundesamt also eine Planung genehmigt, die gar nicht funktioniert? Und erst mit der 16.(!) Planänderung in diesem Abschnitt wird dieser nicht ganz unwesentliche Schönheitsfehler behoben?

Außerdem heißt es im Erläuterungsbericht des EBA: „Zudem kann bereits vor Realisierung des PFA 1.6b [Anmerkung: Gemeint ist der Abstellbahnhof, der immer noch nicht planfestgestellt ist, von einer Realisierung ganz zu schweigen] eine Reduzierung der Lärmbelastung an der Augsburger Straße erzielt werden, da die Güterzugverkehre abgerückt werden können.“

Nach der bereits im November 2016 von der Bahn präsentierten Lärmprognose ist durch die Verlegung der Güterzuggleise mit einer Lärmverringerung um sage und schreibe 1 dB(A) zu rechnen. Dazu sagte der „unabhängige“ Lärmschutzbeauftragte der Bahn, Peter Fritz, damals bei einer Bürgerinformationsveranstaltung in der Untertürkheimer Sängerhalle  auf Nachfrage eines Anwohners lapidar: „Dieses eine dB, was man da leiser wird, ist irgendwas zwischen nichts und gar nichts.“  In einem Leserbrief an die Untertürkheimer Zeitung wurde im April 2017 darauf hingeweisen. Zweifellos ist es sinnvoll, wenn die Güterzüge zukünftig nicht mehr unmittelbar an der Augsburger Straße entlangrumpeln. Nur – mit einer „Reduzierung der Lärmbelastung“ hat das nichts zu tun!

Auch dass die ursprünglich geplante Winkelstützwand in eine Bohrpfahlwand abgeändert werden soll, dient nicht dem Schutz der AnwohnerInnen. So heißt es im Erläuterungsbericht zur o.g. Planänderung: „Zur Optimierung des Bauablaufs wurde die Stützwand von einer Winkelstützwand in eine Bohrpfahlwand abgeändert.“

Eine aktuelle Untersuchung – wie von dem Naturschutzbund im Zuge der 12.Planänderung gefordert-, ob dadurch die Lärmbelastung während der Bauzeit vergrößert oder verringert wird, lehnte das Eisenbahn-Bundesamt in seinem  Planänderungsbescheid vom 26.07.2018 mit folgender Begründung ab: „Aufgrund des Abstandes von mindestens 122 Meter von den geänderten Bauwerken im Bereich der Interregio-Kurve zur nächstgelegenen schutzwürdigen Nutzung kommt der Gutachter zu dem Ergebnis, dass sich die Änderungen gegenüber der planfestgestellten Situation sowohl für den Baulärm als auch für den bahnbetriebsbedingten Schall nicht wesentlich ändern. Somit ist aus Sicht der Planfeststellungsbehörde festzuhalten, dass sich die Planänderung  hinsichtlich der Lärmsituation gegenüber dem ursprünglichen Beschluss nicht verschlechtert.“

Welche Lärmbelastungen durch die -auch nächtlichen- Bauarbeiten auf die Anwohner entlang der Augsburgerstraße zukommen, dazu hat die Bahn jedoch bis heute noch kein schalltechnisches Gutachten auf ihrer Webseite veröffentlicht. Zur Erstellung einer solchen gutachterliche Abschätzung wäre die Bahn eigentlich nach dem PLanfeststellungsbeschluss vor dem Baubeginn verpflichtet. Die Bauarbeiten für die Interregiokurve wurden bislang auch nicht von der Bahn im Bezirksbeirat Untertürkheim vorgestellt.

Hier noch ein Übersichtsplan der Bahn zum Bau der Interregiokurve:

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Rede von Steffen Siegel, Schutzgemeinschaft Filder, auf der 443. Montagsdemo zur Verhandlung vor dem Verwaltungsgerichtshof

SWW: Rede von Steffen Siegel, Schutzgemeinschaft Filder, auf der 443. Montagsdemo: „Je älter man wird, desto mehr liebt man Rückblicke. Wir, oder besser die Schutzgemeinschaft Filder, wurden letztes Jahr 50, und seit nunmehr 24 Jahren – seit 1994, also fast unser halbes BI-Leben lang–beschäftigen wir uns auch mit Stuttgart 21. Immerhin hatten die Chaosplaner der Bahn im Jahr 2002, also vor 16 Jahren, erstmals versucht,für diesen Filderabschnitt 1.3 ein Planfeststellungsverfahren beim EBA einzuleiten. Aber bis heute ist bei unserem Filderabschnitt fast alles ungeklärt.“

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StZN: Empfangsgebäude wird für 250 Millionen Euro modernisiert

StZN: Empfangsgebäude wird für 250 Millionen Euro modernisiert: „50 Geschäfte und ein neues Vier-Sterne-Hotel: Der fast 100 Jahre alte denkmalgeschützte Stuttgarter Bonatzbau soll für eine Viertelmilliarde Euro modernisiert werden.“

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HNA: „Sie schämen sich“ – Tagesthemen-Kommentator findet klare Worte über die Bahn / ARD Kontraste: So groß ist die Krise im Fernverkehr wirklich

HNA: „Sie schämen sich“ – Tagesthemen-Kommentator findet klare Worte über die Bahn: „Jetzt reicht es: vier von fünf ICEs sind nicht voll funktionsfähig. In seinem Kommentar in den Tagesthemen [08:15min] rechnet Matthias Deiß nun gnadenlos mit der Deutschen Bahn ab. […] Doch die Schuld bei der Bahn selbst zu suchen, ist ihm zu einfach: Auch der Bund bekommt sein Fett weg. Im Zentrum der Kritik: Das riesige Bauprojekt Stuttgart 21. Solche Pilotprojekte „statt Geld fürs Schienennetz“ oder den „Ausbau der deutschen Verkehrsknoten“ prangert Deiß an.“

ARD: So groß ist die Krise im Fernverkehr wirklich: „Exklusive Recherchen von Kontraste zeigen das wahre Ausmaß der Krise bei der Deutschen Bahn: nur einer von fünf ICE-Zügen fährt ohne Mängel durch das Land, es fehlen der Bahn akut mehrere Tausend Mitarbeiter, gleichzeitig ist die Pünktlichkeit im Fernverkehr auf einem dramatischen Tiefstand und für dringend notwendige Investitionen in das Schienennetz fehlen viele Milliarden Euro. Zugbegleiter und Fahrgäste berichten bei Kontraste vom täglichen Chaos im Fernverkehr und Kontraste-Reporter erklären, was hinter den geänderten Wagenreihungen, Zugausfällen und Dauerverspätungen steckt.“

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StZN: S 21: Gericht entscheidet am 4. Dezember

StZN: S 21: Gericht entscheidet am 4. Dezember: „Am 4. Dezember wird der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg sein Urteil über die Klage zweier Umweltverbände gegen den Flughafen-Fernbahnanschluss beim Bahnprojekt Stuttgart 21 sprechen. Das hat der 5. Senat nach rund neun Stunden Verhandlung bekannt gegeben. Seit September 2016 hat die Bahn Baurecht, bisher wurden wegen der Klagen, die die Aufteilung der Planungen in zwei Abschnitte als nicht rechtmäßig ansehen, nur vorbereitende Arbeiten erledigt.“

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baulinks: Brandschutz beim Projekt „Stuttgart 21“

baulinks: Brandschutz beim Projekt „Stuttgart 21“: „Zum Brandschutz beim Projekt Stuttgart 21 nimmt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke Stellung. In der Antwort heißt es u.a., dass nach Aussage der Deutschen Bahn AG (DB AG) die Planung der Fluchttreppen den für Fluchttreppen geltenden normativen Anforderungen der DIN 18065 entsprächen. Was die Kopfhöhe über den Fluchttreppen angeht, so betrage diese nach Angaben der DB AG 2,25 m und entspräche damit den geltenden technischen Regelwerken. „Nach Aussage der DB AG entsprechen alle Fluchtwege den geltenden Regelwerken“, schreibt die Bundesregierung.“

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ZDFzoom: Teuer und verplant – Kostenfalle staatliche Bauprojekte

ZDFzoom: Teuer und verplant – Kostenfalle staatliche Bauprojekte: Wenn der Staat baut, wird es oft teuer. Dramatische Kostenexplosionen scheinen normal. Die bekanntesten Problembaustellen: Stuttgart 21, die Elbphilharmonie und der Berliner Flughafen BER. „ZDFzoom“ geht auf Spurensuche, will wissen: Wo werden in der Bundesrepublik Steuergelder in staatlichen Großbaustellen verbuddelt – und vor allem warum? Hat dieser Wahnsinn ein System, und wer sind neben den Steuerzahlern die Leidtragenden dieser Entwicklung?“

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StZN: Abgang aus der S-21-Chefetage

StZ: Abgang aus der S-21-Chefetage: „An der Spitze der für Stuttgart 21 zuständigen Projektgesellschaft gibt es personelle Veränderungen: Der fürs Risikomanagement verantwortliche Peter Sturm wechselt auf eine andere Position bei der Bahn. Einen Nachfolger soll es nicht geben.“

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StZN: Baubeginn für die Interregio-Kurve

StZN: Baubeginn für die Interregio-Kurve: „Die Deutsche Bahn beginnt mit den Arbeiten beim Eszet-Steg für neue Direktverbindung zwischen dem Remstal und dem künftigen Stuttgarter Hauptmbahnhof. Dazu muss ein sogenanntes Überwerfungsbauwerk errichtet werden.“

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StZN: Naturschützer klagen gegen Flughafenanschluss

StZN: Naturschützer klagen gegen Flughafenanschluss: „Der Verwaltungsgerichtshof Mannheim muss über die Rechtmäßigkeit der Genehmigung durch das Eisenbahn-Bundesamt (Eba) für die Bahnpläne auf den Fildern entscheiden.“

Pressemitteilung Schutzgemeinschaft Filder: Der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Filder, Steffen Siegel: „Wir klagen als anerkannter Umweltfachverband gegen einen an allen Ecken und Enden ermessensfehlerhaft zustande gekommenen Planfeststellungsbeschluss des Eisenbahnbundesamts (EBA).“

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StZN: Gleisverlegung in Feuerbach. Stuttgart-21-Bauarbeiten führen zu Änderungen im Fahrplan

StZN: Gleisverlegung in Feuerbach. Stuttgart-21-Bauarbeiten führen zu Änderungen im Fahrplan: „Im Bahnhof Stuttgart-Feuerbach kommt es zwischen dem 22. und 26. November sowie dem 1. und 2. Dezember zu Einschränkungen im S-Bahn- und im Fernverkehr. Grund sind Arbeiten im Zusammenhang mit dem Bahnprojekt Stuttgart 21.“

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Zur Ausschalung der ersten Kelchstütze und dem weiteren Zeitplan für den Bau des Tiefbahnhofs

Am letzten Freitag wurde die erste Kelchstütze ausgeschalt, die das Dach des „Tiefbahnhofs“ tragen soll. Die Hutze für das darüberliegende Lichtauge muss noch fertiggestellt werden. Die beiden Stuttgarter Zeitungen (StZN1 StZN2),  die FAZ (hier), die SWP (hier) und der SWR (hier) berichten über die Ausschalung. Eisenbahn tv hat dazu einen Film auf youtube (hier) veröffentlicht. Die FAZ schreibt in ihrer Meldung „Ein Fortschritt ist zu sehen!“:  „Das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 befindet sich seit acht Jahren im Bau, ein Bahnhof lässt sich bisher nur erahnen. Nun wurde die erste Kelchstütze fertiggestellt – von insgesamt 28.“

Und in den beiden Stuttgarter Zeitungen findet sich folgende Ankündigung zum weiteren Baugeschehen: „Nicht jeder Kelch werde anderthalb Jahre brauchen, um fertig zu werden, meinten Sprecher der Bahn. Von nun an gehe es wesentlich schneller voran. In drei Jahren sollen alle 28 Kelchstützen stehen.“ Dies ist jedoch nicht ganz richtig. In der Pressemitteilung der Projektgesellschaft (hier) heißt es: „Die sechs Meter hohen, unteren Abschnitte aller 28 Kelchstützen sollen bis 2021 hergestellt sein. Der Rohbau aller insgesamt zwölf Meter hohen und 32 Meter breiten Dachteile mit den markanten Lichtaugen soll in etwa vier Jahren beendet sein.“

Die Fertigstellung des Rohbaus für den „Tiefbahnhof“ Mitte 2022 ist nach dem offiziellen, am vorletzten Montag im Lenkungskreis vorgestellten Zeitplan die Voraussetzung dafür, dass die mittlerweile von 2021 auf Ende 2025 verschobene Inbetriebnahme von Stuttgart 21 realisiert werden kann. Die Fertigstellung des Feuerbacher Tunnels und des Rohbau des „Tiefbahnhofs“ sind von einander abhängig. Dies ist der ausgewiesene „kritische Pfad“ beim Bau von Stuttgart 21.

Die in der Pressemitteilung enthaltende Formulierung „in etwa vier Jahren“ würde nur wenige Tage nach der Lenkungskreissitzung bereits Ende 2022 bedeuten. In der SWP-Meldung kann man daher den Satz lesen: „Alle rund 12 Meter hohen Kelchstützen sollen bis zum Jahreswechsel 2022/23 fertig sein.“ Und in der StZN-Meldung findet sich auch der folgende vorsichtige Satz des für den Bau verantwortlichen Abschnittsleiters: „Ich sage nicht, wir werden, aber wir wollen Ende 2025 in Betrieb gehen“, sagte der technische Projektleiter Michael Pradel am Freitag an der Baugrube“.

Dieser Satz kommt nicht von ungefähr. Laut der Lenkungskreisfolie waren zum Ende des 2.Quartals 2018 im PFA 1.1. für den Bau des „Tiefbahnhofs“ nach vier Jahren Bauzeit gerade einmal 19% fertiggestellt. Um die geplante Fertigstellung bis Mitte 2022 zu erreichen, müssen durchschnittlich jedes Jahr jeweils 20% erzielt werden -soviel wie in den letzten vier Jahren seit August 2014 insgesamt gebaut wurden. In den Unterlagen (hier) findet sich zudem die Information, dass mit einer konkreten Zeitplanung für den Bau der Kelchstützen erst im 1.Quartal 2019 zu rechnen sei. Die Fertigstellung einer weiteren Kelchstütze ist zumindest laut der StZN-Meldung noch in diesem Jahr vorgesehen.

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Bahn will am 28.11.2018 über die S21-Bauarbeiten in Stuttgart Nord informieren. Netzwerk Killesberg hat Fragen eingereicht

Weiterhin sind die Anwohner im Stuttgarter Norden durch die Stuttgart 21-Bauarbeiten belastet:

  • Das Nordbahnhofviertel durch die Arbeiten auf der zentralen Logistikfläche C2, den Bau des S-Bahn-Tunnels und durch den  Llws-Verkehr wegen der mittlerweile auf Höhe der Wolframstraße unterbrochenen Baulogistikstraße. Auch die zentrale Logistikfläche, wo der Aushub auf die Schiene umgeladen werden soll nach einer Meldung der StZ (hier) aufgegeben werden. Doch weitere 2,2 Millionen Tonnen Aushub müssen noch aus der Innenstadt abtransportiert werden. Ursprünglich waren für die Jahre 2019 und 2020 der Abtransport von nur noch 9%, d.h. 972.000 t geplant.
  • Der Wartberg und Dornbusch weiterhin durch den Lärm und die Vibrationen der Tunnelbelüfter am Zwischenangriff Prag sowie die Baulogistik.

Jetzt lädt die neue städtische Bürgerbeauftragte Ronja Griegel in Kooperation mit der Bezirksvorsteherin für den Stadtbezirk Nord, Sabine Mezger am Mittwoch, 28. November, um 19.30 Uhr im Forum Handwerkskammer, Heilbronner Straße 43, zu einem Informationsabend ein. Neben den Einladungsflyern, die in den letzten Tagen an die Haushalte verteilt wurden, wird die Veranstaltung auch auf der Webseite der Stadt Stuttgart angekündigt.

Das Netzwerk Killesberg und Umgebung hat der Bürgerbeauftragten im Vorfeld einen Fragenkatalog zukommen lassen. Lesen Sie hier.

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StZN: Auflagen für Betrieb nicht ausgeschlossen

StZN: Auflagen für Betrieb nicht ausgeschlossen: „Der neue Stuttgarter Hauptbahnhof soll Ende 2025 ans Netz gehen. Bis dahin muss die Bahn AG eine Inbetriebnahmegenehmigung vom Eisenbahn-Bundesamt (Eba) erwirken. Gegenwärtig sei keine Aussage darüber möglich, ob dazu oder nach der Inbetriebnahme „ergänzende behördliche Auflagen“ zur Nutzung des Bahnhofs erforderlich werden, so die Auskunft des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Matthias Gastel, Anna Christmann und Cem Özdemir.“

Bundestag: Kleine Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zu Sicherheit, Betriebserlaubnis, Finanzierung und Betriebskonzept für den zukünftigen Hauptbahnhof Stuttgart beziehungsweise das Gesamtprojekt Stuttgart 21

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Kontext: Digitale Wundertüte

Kontext: Digitale Wundertüte: „Großartige Qualitätszuwächse für S 21 und das Stuttgarter S-Bahnnetz. Das versprechen sich die S-21-Projektpartner vom digitalen Zugleitsystem ETCS. Erfahrungen aus der Schweiz deuten jedoch auf Kapazitätseinbußen hin.“

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StZN: Ausstellung zu S 21 schrumpft auf die Hälfte

StZN:Ausstellung zu S 21 schrumpft auf die Hälfte: „Die vom Verein Bahnprojekt Stuttgart–Ulm betriebene Dauerausstellung zu Stuttgart 21 muss wandern. Da der Bonatz-Bau komplett umgebaut wird, steht der Bahnhofsturm ab Mitte 2019 nicht mehr zur Verfügung. Die Schau soll in einem vierstöckigen, 26 Meter hohen Pavillon an Gleis 16 neu entstehen. Er wird 3,4 Millionen Euro kosten. Land, Stadt und Verband Region Stuttgart sollen sich mit je 500 000 Euro beteiligen.“

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Zeitplan und Baufortschritt von Stuttgart 21 im Lenkungskreis am 5.November 2018

Letzten Montag trafen sich wieder Vertreter von Bahn, Land, Stadt und Region wieder zum Stuttgart 21-Lenkungskreis. In den Presseberichten standen die Verspätungen beim Bau der Filder-Abschnitte und Überlegungen zur Ausstattung des neuen Stuttgarter Bahnknotens mit ETCS im Mittelpunkt. Dennoch lohnt es sich wieder einen Blick in die auf der Webseite der Projektgesellschaft veröffentlichte Lenkungskreisunterlage vom 5.11.2018 zu werfen, da hier Infos zum Zeitplan und zum Baufortschritt in den einzelnen S21-Abschnitten zu finden sind:

1. Zeitplan Stuttgart 21

Gegenüber der letzten Lenkungskreisunterlage gab es beim Zeitplan keine größeren Verschiebungen. Aus der Übersicht ist erkennbar, wann jeweils der Rohbau (hellgrau)  fertiggestellt sein soll und wann der Ausbau mit der Bahntechnik (dunkelgrau) starten soll:

Der rote Pfeil markiert den kritischen Pfad für den Inbetriebnahmetermin von Stuttgart 21. Weiterhin werden nicht die noch nicht planfestgestellten Abschnitte auf den Fildern oder der Abstellbahnhof Untertürkheim als kritisch eingeschätzt, sondern der vom Baufortschritt des Feuerbacher Tunnels abhängige Ausbau der Bahnsteighalle des „Tiefbahnhofs“. Dieser kann erst starten, wenn beim Feuerbacher Tunnel die Arbeiten der Innenverschalung  abgeschlossen sind und der Einbau der Bahntechnik bereits einige Zeit am Laufen ist. Die Materialanlieferung für den Technikausbau des „Tiefbahnhofs“ soll über den Feuerbacher Tunnel erfolgen. Schließlich habe der „Tiefbahnhof“ – so S21-Chef Manfred Leger – kein „Schiebedach“ (StN). Der Start und Fortgang des Innenausbaus des Feuerbacher Tunnels hängt jedoch maßgeblich von der Realisierung der Injektionen in das umliegende Gebirgé und dem Verhalten des quellfähigen Gesteins entlang der drei kritischen, tiefliegenden Anhydritlinsen ab.

Nicht vom Baufortschritt des Feuerbacher Tunnels abhängig ist laut der Folie der bahntechnische Ausbau des Nordkopfs (geplanter Start 3.Quartal 2020) und des Südkopfs (geplanter Start 4.Quartal 2021). Interessant sind auch Detailbetrachtungen zu den Terminen (Teil 1 / Teil 2).

Die Lenkungskreispräsentation enthält jedoch nicht mehr wie in den Vorjahren die Auflistung der eingereichten Planänderungsverfahren, die sich auf den Zeitplan auswirken könnten.

2. Baufortschritt Stuttgart 21

Aktuell sind 72 %, d.h. 42,3 der insgesamt 58,8 Tunnelkilometer für Stuttgart 21 vorgetrieben. Den Stand der einzelnen Tunnel zum 5.11.2018 zeigt unsere Übersicht, die wir regelmäßig auf Basis der von der Projektgesellschaft veröffentlichten Vortriebszahlen zusammenstellen:

Die nachfolgende, erstmals in der Lenkungskreisunterlage enthaltene Übersicht zum Baufortschritt der Rohbauten zeigt deutlich, dass der Vortrieb der Tunnel nur einen Teil davon ausmacht. So ist beispielsweise der Tunnel Richtung Ober-/Untertürkheim  über 80% vorgetrieben. Doch nach der folgenden Lenkungskreisübersicht sind erst 33% des Leistungsstandes erreicht, da die Innenverschalung noch fehlt:

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SWR / Zur Sache Baden-Württemberg: Schöner Wohnen für Eidechsen ein Flop

SWR/Zur Sache Baden-Württemberg: Schöner Wohnen für Eidechsen ein Flop: „Den Mauereidechsen von der S21-Baustelle war die Feuerbacher Heide offenbar nicht luxuriös genug. Nach der kostspieligen Umsiedlung sind sie ausgebüxt.“

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StZN: Weitere 1100 Tonnen Aushub abtransportiert

StZN: Weitere 1100 Tonnen Aushub abtransportiert: „Weitere 1100 Tonnen Erde und Gestein sind in dieser Woche auf Schienen von den Stuttgart-21-Baustellen abstransportiert worden. Von 8,8 Millionen Tonnen Gesteinsmaterial sind bereits 6,6 Millionen beseitigt.“

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Schwäbische: Stuttgart 21: So leben vier Menschen mit Deutschlands größter Baustelle

Schwäbische: Stuttgart 21: So leben vier Menschen mit Deutschlands größter Baustelle:  „In 56 Metern Höhe ist die Sicht frei auf Stuttgarts Zukunft und Schmerz zugleich. Vom Bahnhofsturm mit seiner Aussichtsplattform gucken Besucher herunter auf das Bahnprojekt Stuttgart 21, Deutschlands größte Baustelle. Und wohl auch Deutschlands umstrittenste Baustelle. Wie eine offene Wunde klafft sie im Herzen der Landeshauptstadt, dort wo einst ein Teil der Parkanlagen im Schlossgarten lag. Bauzäune und Absperrungen machen das Leben in der Schwabenmetropole für Fußgänger zum Hindernislauf. Autofahrer der sechstgrößten deutschen Stadt stehen in langen Staus. Radfahrer suchen ein Durchkommen.“

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SZ: Leben mit Deutschlands größter Baustelle / StZN: OB Fritz Kuhn fordert mehr Tempo beim Bauvorhaben

SZ: Leben mit Deutschlands größter Baustelle: „In der Grube rollen Betonmischer, davor halten Gegner des Bahnprojekts Stuttgart 21 Protestwachen. Seit Jahren. Wie beim Berliner Flughafen BER explodieren die Kosten, vieles verzögert sich.“

StZN: OB Fritz Kuhn fordert mehr Tempo beim Bauvorhaben: „Lange Zeit war ein Gegner des Bauvorhabens Stuttgart 21 – nun drückt Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn auf die Tube: Er fordert mehr Tempo.“

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StZN: Nur Erbbau auf S-21-Fläche?

StZN: Nur Erbbau auf S-21-Fläche?: „Nach wie vor ist ungeklar, wie die Bahn-Grundstücke vermarktet werden sollen. Auch im Stuttgarter Gemeinderat gibt es keine Einigkeit daüber.“

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StZN: Baukran lässt Stahlträger auf Auto fallen

StZN:Baukran lässt Stahlträger auf Auto fallen: „Für eine Stuttgarter Autofahrerin spielen sich am Mittwochmorgen dramatische Sekunden ab. Aus heiterem Himmel fällt ein tonnenschwerer Stahlträger auf ihren Wagen. Die Polizei ermittelt – und das nicht zum ersten Mal an diesem Ort. […] Beim jüngsten Fall in Feuerbach bestätigte das Kommunikationsbüro des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm, dass es sich beim Unglücksort um eine S-21-Baustelle handelt.“

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Presseberichte zur Lenkungskreissitzung am 4.November 2018

StZ: Stuttgart 21 kämpft am Flughafen mit Verspätungen: „Für die Inbetriebnahme der Gäubahnanbindung an den Flughafen im Rahmen von Stuttgart 21 nennt die Bahn keinen Termin. Der Verkehrsminister warnt, die Züge aus dem Süden könnten für Jahre in Vaihingen enden.“

StN: Der Zug zum Flug hat große Verspätung: „Bei der Pressekonferenz sprach Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) davon, dass der Baufortschritt bei Stuttgart 21 „im wesentlichen im Plan“ sei, es gebe keine überraschende Verzögerung. Ende 2018 hatte die Bahn die Fertigestellung von Ende 2021 auf Ende 2025 geschoben und sich so Luft verschafft. Allerdings gilt das nicht für den Anschluss des Landesflughafens an die Neubaustrecke.“

SWR: S21-Projektpartner wollen ETCS-Signaltechnik: „Mithilfe digitaler Technik wollen die Stuttgart-21-Projektpartner die Kapazitäten von Fernzügen und S-Bahnen um zehn Prozent erhöhen. Wer das bezahlt, ist jedoch offen.“

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StZ: 3,4 Millionen für neue S-21-Schau

StZ: 3,4 Millionen für neue S-21-Schau: „Der Neubau eines Ausstellungsturms, in dem für Stuttgart 21 und die Neubaustrecke nach Ulm geworben wird, soll bis spätestens Ende 2019 stehen. Dafür müssen nun politische Entscheidungen her. Stadt, Land und Region sollen je eine halbe Million Euro investieren, die Bahn schießt 1,9 Millionen Euro zu.“

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StZN: Bei Stuttgart 21 geht es jetzt bergauf

StZN: Bei Stuttgart 21 geht es jetzt bergauf: „Als passende Einstimmung zur Sitzung des Stuttgart-21-Lenkungskreises an diesem Montag hat die Bahn-Projektgesellschaft am Freitag eine positive Meldung abgesetzt: Die Bohrmaschine für den Fildertunnel ist für den letzten Abschnitt in Betrieb genommen worden. 3400 Meter geht es nun vom Wagenburgtunnel aus bergauf in Richtung A 8. Bis zum Sommer 2019 sollen die letzten Tübbinge, vorgefertigte Stahlbetonsegmente für den Tunnelring, montiert sein. Ein Jahr später ist der Einbau der Gleise und Oberleitungen vorgesehen.“

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StZN: Eidechsen türmen aus Killesberg-Habitat

StZN: Eidechsen türmen aus Killesberg-Habitat: „Aller Artenschutz ist nichts, wenn die geschützte Art nicht mitmacht. Die Bahn muss im Zuge von Stuttgart 21 Tausende Eidechsen umsiedeln. Für sehr viel Geld. Doch am Ende könnte sich das als vergebliche Liebesmüh erweisen.“

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Was man für 28 Euro bei einer S21-Baustellenführung alles erfahren kann

Der  Verein Bahnprojekt Stuttgart-Ulm e.V. betreibt das Turmforum im Hauptbahnhof,  bietet regelmäßig Stuttgart21-Baustellenführungen an und veranstaltet jeweils zu Beginn des Jahres die „Tage der offenen Baustelle“ rund um den geplanten „Tiefbahnhof“. Die Arbeit des Vereins wird auch aus Steuergeldern finanziert. Das Land Baden-Württemberg, und die Stadt Stuttgart sind mittlerweile wieder Mitglied in diesem Verein.

Wir haben regelmäßig über die „Tage der offenen Baustelle“ berichtet, jetzt müssen wir es auch über eine Baustellenführung zum Bau der neuen Bahnsteighalle machen, an der ich als interessierte Anwohnerin teilgenommen hatte. Wenn schon die Belastungen der Stuttgarter durch die S21-Baulstellen in der Turmausstellung vollkommen ausgeklammert sind, sollte man doch von der für zwei Personen 28 Euro teuren Führung  zumindest neue Informationen zum Baustellengeschehen erwarten.

Doch diese Erwartungen wurden nicht erfüllt. Im Gegenteil, bei der Führung wurden teilweise unzureichende oder falsche Informationen über das Bauprojekt den Besuchern vermittelt. Diese waren so haarsträubend, dass ich mich veranlasst sah, beim Besucherdienst des Verein zu beschweren. Erst nach der zweiten Mail hat der Besucherdienst reagiert und will jetzt die „Angaben überprüfen„. Mit der Antwort war auch das Angebot verbunden „Sie als einen unserer Besucherguide anwerben zu können“.

Wir möchten Ihnen daher den Wortlaut des Mailverkehrs mit dem Besucherdienst des Vereins nicht vorenthalten. Lesen Sie hier:

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StZN: S-21-Kritiker nehmen Brandschutz ins Visier / Pressekonferenz, Rede und Gutachten: „Scheitert Stuttgart 21 am Brandschutz“

StZN:S-21-Kritiker nehmen Brandschutz ins Visier: „Mitte Oktober ist ein ICE bei Montabaur ausgebrannt. Was ist, wenn so etwas im Tiefbahnhof oder in den Tunneln von S 21 passiert? Die Bahn verweist auf ihr Brandschutzkonzept, Projektgegner üben daran heftige Kritik und prophezeien „Hunderte Opfer“.“

Video der Rathausveranstaltung des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21 und der Fraktionsgemeinschaft SÖS Linke Plus: Scheitert Stuttgart 21 am Brandschutz ?

Video zur Pressekonferenz  „Scheitert Stuttgart 21 am Brandschutz?“ 29. Oktober: „Dipl.-Ing. Hans Heydemann und Dr. Christoph Engelhardt stellen unter diesem Titel ihr umfangreiches Gutachten zum Brandschutz bei Stuttgart 21 vor.“

Video der Rede von Dipl.-Ing. Hans-Joachim Keim, Brandschutzexperte und Gutachter, Ingenieurbüro Keimkonzept; „Scheitert Stuttgart 21 am Brandschutz“ (ab Min.19:00)

Gutachten „Risiken und Auswirkungen eines Brandes bei Stuttgart 21 und Bewertung des aktuellen Brandschutzkonzepts der DB AG“ von Dipl. Ing. Hans Heydemann und Dr. Christoph Engelhardt

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StZ: Bombensuche am Karl-Benz-Platz / Hotelgutscheine für alle von den Bauarbeiten direkt betroffenen Anwohner?

Heute erschien in den beiden Stuttgarter Zeitungen (hier)  ein weiterer Artikel über die Bombensuchenarbeiten am Karl-Benz-Platz in Untertürkheim, die von Bahnvertretern im Bezirksbeirat Untertürkheim vorgestellt wurden.

Diee StZN schreiben dazu: „Um die 830 notwendigen Bohrungen innerhalb der Ferienwoche bewältigen zu können, werde rund um die Uhr gearbeitet. Bagger mit Bohrgestänge bohren rund 15 Zentimeter große Löcher. Mit einer Sonde werde dann der Untergrund auf Anomalien geprüft, anschließend die Bohrlöcher wieder verfüllt und mit Asphalt geschlossen – provisorisch. An Ostern 2019 erhält der Bereich dann einen neuen Belag. „Für zehn Gebäude im Bereich der Benz-/Duttenhöfer- und Gaggenauer Straße übersteigt die Lärmbelastung den zulässigen Grenzwert. Ihnen werden wir Hotelübernachtungen anbieten“, so Dörfel.“

Die Bezirksbeirätin Sabine Reichert hat uns rückgemeldet, dass sich in dieser Berichterstattung bezüglich der Hotelübernachtungen ein „saftiger Fehler“  eingeschlichen hat und berichtet aus der Bezirksbeiratssitzung: „Tatsächlich sprach Herr Dörfel (Teamleiter Bahn) von Hotelübernachtungen für die BewohnerInnen von 10 Gebäuden an der Augsburger Straße.  Auf Herrn Glemsers (Bezirksbeirat/Grüne) Nachfrage erklärte er, für die BewohnerInnen der Benz-/Duttenhöfer und Gaggenauer Straße seien keine Maßnahmen erforderlich, weil diese Gebäude im Gewerbegebiet lägen. Obwohl Herr Glemser widersprach, behauptete Herr Dörfel, er habe sich im aktuellen Flächennutzungsplan davon überzeugt.“

Allerdings weist der Flächennutzungsplan in Untertürkheim laut Herrn Glemser auch für die die Wohnhäuser an der Benz-/Gaggenauer Straße ein Mischgebiet aus.  Demgemäß sind nach seiner Einschätzung „die dortigen Anwohner genauso schutzbedürftig, wie die von Herrn Dörfel erwähnten 10 Häuser an der Arlberg-/Augsburgerstraße, deren Einwohner Hotelübernachtungen während der baldigen Bodenerkundungen erhalten sollen. „

Update: Die Präsentation der Bahnvertreter im Bezirksbeirat Untertürkheim ist auf der Webseite der Projektgesellschaft abrufbar. Sie finden Sie hier.

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StZN: Bahn sucht nach Bomben

Die Bahn kündigt für die Herbstferien in Untertürkheim auch Nachtbauarbeiten an. Die beiden Stuttgarter Zeitungen berichten heute (hier), dass die Bahn entlang der geplanten Tunnelröhren, die demnächst hinter den Bahngleisen die Oberfläche erreichen sollen, nach Bomben sondieren will. Hier eine Grafik der Projektgesellschaft mit dem rot umrandeten Bereich, der untersucht werden soll.Für diese Untersuchungen sind laut Pressemitteilung der Bahn (hier) 830 Bohrungen erforderlich, die in den Herbstferien auch in den Nachstunden durchgeführt werden sollen. Für die Bohrungen werden „einzelne Fahrbeziehungen im Bereich der Kreuzung Mercedes-, Benz- und Arlbergstraße werden dabei zeitweise nicht möglich sein. Umleitungsstrecken werden ausgeschildert.“

Aktuell stehen die Vortriebsarbeiten Richtung Untertürkheimer Kurve hinter dem Untertürkheimer Hallenbad kurz vor der Benzstraße. Dies zeigt die auf der Webseite der  Projektgesellschaft zum 22.10.2108 veröffentlichte Grafik des Vortriebsstandes:

Die Bahn plant die fünf Bahngleise in ca. acht Meter Tiefe unter einem aufgeschütteten Bahndamm zu unterfahren. S21-Kritiker hatten nach der Havarie des Tunnelbaus in Rastatt eine Neubewertung des Risikos dieser Unterfahrung eingefordert.

Bei den beiden Tunnelröhren Richtung Obertürkheim ruht weiterhin der Vortrieb. Dies zeigt auch der aktuelle Vortriebsstand zum 22.10.2018:

Die Stuttgarter Zeitung berichtete Anfang Oktober, dass der Bahn hier der Baugrund im Neckartal zu schaffen macht. Probleme bereite der weiterhin unerwartet hohe Grundwasserandrang im Neckartal. Laut einem Nachtrag ist die Baufirma ARGE 21 in der schwierigen Geologie des Neckartals auf der Suche nach einem „tragfägigem Vortriebskonzept“.

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Erste Kelchstütze in Beton gegossen. Zwei Jahre für die Fertigstellung der weiteren 27 Kelche?

Die beiden Stuttgarter Zeitungen (hier) und der SWR (hier) berichten, dass heute die erste von achtundzwanzig Kelchstützen gegossen wurde.

Nach dem zum Baustart im August 2014 von Züblin vorgestellten Bauzeitenplan sollte dieser Randkelch im Februar 2016 fertig erstellt werden. Das Wachsen der Kelchstützen war vom S21-Chef Manfred Leger immer wieder angekündigt worden, so beispielsweise im April 2015 in seinem StZ-Interview „Warten Sie ab, wie schnell wir hier noch werden“, das wir kommentiert hatten. Wir hatten in einem unserer letzten Beiträge darüber berichtet, warum dieser präsentierte Zeitplan nicht realistisch war.

Der SWR schreibt in seiner Meldung: „28 dieser trichterförmigen Stützen sollen einmal als besonderer architektonischer Blickfang den Bahnhof in der Stuttgarter Innenstadt zieren. Rund fünf Monate dauert der Bau einer einzigen Stütze. In knapp zwei Jahren soll die letzte Stütze stehen.“ Auch im StZN-Artikel heißt es: „Insgesamt 28 solcher Kelchstützen sollen innerhalb der nächsten zwei Jahre entstehen.“

Der Zeitplan, dass in zwei Jahren alle weiteren 27 Kelchstützen stehen, ist nicht realistisch und findet sich auch nicht in der Presseerklärung der Projektgesellschaft. Die Herstellung des ersten Kelchs einschließlich Gerüstaufbau hat mehr als ein Jahr gedauert. Bei den weiteren Kelchen soll es zügiger voran gehen. Die Fertigstellung der Rohbauarbeiten für den „Tiefbahnhof“ ist laut einer im August 2018 erschienen Meldung der Stuttgarter Nachrichten (hier) für Sommer 2022 geplant.

Die StN beschrieben damals den geplanten Baufortschritt für die beiden nächsten Jahre: „Bevor die Säule in die Dachfläche übergeht, umschließt sie ein verglastes Lichtauge mit 15 Metern Durchmesser. Allein das Schalen und Betonieren einer Stütze dauert 56 Tage – und fast jede ist anders. „Die Leute takten sich ein“, zeigt sich Pradel zufrieden, der im Jahr 2014 nach Stuttgart kam. Im nächsten Jahr werden fünf Stützen entstehen, 2020 sollen es neun sein. Wenn die ersten fünf stehen, werden die Lücken dazwischen, die sogenannten Schwindgassen, geschlossen. Dann erhalten Beobachter der Baustelle einen ersten Eindruck von der Höhe und Ausdehnung des Bahnhofs.“

Update 22.10.2018:

  • Heute ist sowohl in der Printausgabe der Stuttgarter Zeitungen als auch online doch von einer Fertigstellung der Kelchstützen nicht in zwei Jahren, sondern in 2022 die Rede.
  • Die Projektgesellschaft hat zur Betonage der ersten Kelchstütze ein Video auf youtube eingestellt. Unterlegt ist das Video mit nicht weniger als Richard Wagners „Walkürenritt“, auch bekannt aus dem Film „Apocalypse now“.
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Kontext: Loderndes Warnsignal

Kontext: Loderndes Warnsignal: „Vergangene Woche brannte der ICE 511 zwischen Köln und Frankfurt. Die verkohlten Waggons auf offener Schnellbahnstrecke machen deutlich, dass der Brandschutz für Tiefbahnhof und Tunnel von Stuttgart 21 nichts taugt.“

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StZN: Bauarbeiten in Stuttgart-Untertürkheim Neues Kanalsystem kostet 8,2 Millionen Euro

StZN: Bauarbeiten in Stuttgart-Untertürkheim. Neues Kanalsystem kostet 8,2 Millionen Euro: „Die Stadtentwässerung Stuttgart muss für 8,2 Millionen Euro in der Augsburger Straße einen neuen Mischwasser- sowie einen Regenwasserkanal am Karl-Benz-Platz bauen. Die Arbeiten werden erhebliche Verkehrsbehinderungen bedeuten. […] „Ein Durchleitungsvertrag, den die damals noch selbstständige Gemeinde Untertürkheim im Februar 1902 abschloss, regelt die Nutzung dieser Entwässerungskanäle. Er wurde im Juli 2007 verlängert und ist bis 31. Januar 2022 gültig“, erklärt Schäfer. Die DB Netz AG will den Vertrag nun nicht mehr verlängern. „Rechtlich ist die Bahn auch nicht verpflichtet, für diese Folgemaßnahmen des Projekts Stuttgart 21 aufzukommen“, antwortete Schäfer auf eine Frage von Stadtrat Ralph Schertlen.“

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StZN: Killesberg-Eidechse kostet 1156 Euro

StZN: Killesberg-Eidechse kostet 1156 Euro: „Die Bahn sucht noch immer Umsiedlungsflächen für Mauereidechsen. Auf dem Killesberg allerdings gibt es keine mehr. Das umstrittene Ersatzhabitat auf der Feuerbacher Heide ist voll. Die Bahn hat jetzt die Kosten berechnet. Es gibt Anwohner auf dem Killesberg, die nach eigenen Aussagen noch nie eine Eidechse auf den im vergangenen Jahr errichteten Steinwällen gesehen haben. Die gewöhnungsbedürftigen Riegel, aus 14 000 Tonnen Steinen aufgeschüttet, sorgen nach wie vor für viel Unmut.“

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StZ: Neue Zahlen heizen Diskussion über Filderbahnhof an

StZ: Neue Zahlen heizen Diskussion über Filderbahnhof an: „Immer weniger Fernzüge halten an den Flughafenbahnhöfen in der Republik. Das geht aus Zahlen der Bundesregierung hervor. Die Grünen warnen vor diesem Hintergrund vor einer Fehlinvestition auf den Fildern.“

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StZ: Brand im ICE löst kritische Fragen aus

StZ: Brand im ICE löst kritische Fragen aus: „Mehr als 500 Fahrgäste haben am frühen Freitagmorgen auf offener Strecke wegen eines Feuerausbruchs den Zug verlassen müssen. Experten loben die Rettungsaktion, sehen aber Sicherheitsrisiken. […] „Das war Glück im Unglück“, sagte ein Lokführer unserer Redaktion, der seit Jahrzehnten selbst die Flaggschiffe der Deutschen Bahn AG fährt und ungenannt bleiben will. „Hätte der Zug in einem der Tunnel auf der Schnellfahrtstrecke nothalten müssen, wäre es wegen des starken Feuers und der massiven Rauchentwicklung zur Katastrophe gekommen.“ 

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Rede von Christoph Hofrichter, Bezirksbeirat in Obertürkheim, auf der 436. Montagsdemo

Rede von Christoph Hofrichter, Bezirksbeirat in Obertürkheim, auf der 436. Montagsdemo: Das Obertürkheimer Wasser-Dilemma der S21-Grubler: „Brummt die Wumme in der Nacht, ist Obertürkheim um den Schlaf gebracht. Die Bürger leiden große Qual, der Deutschen Bahn ist das scheißegal.“ Dieses kleine Gedicht haben wir an dem großen von Heinrich Heine angelehnt: „Denk ich an Deutschland in der Nacht, so bin ich um den Schlaf gebracht“. Immer noch hochaktuell! Das Jahrhundertprojekt hat jetzt also auch Obertürkheim erreicht; mit schwerstem Gerät werden Tag und Nacht Eisenträger längs der Bahntrasse zwischen Unter- und Obertürkheim in die Erde gerammt. Ziel der Veranstaltung ist, die Trasse von S21, die durch den Wangener Tunnel über Untertürkheim führt, von unten hier in die bestehende Trasse einzufädeln.“

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SWP: BUND positioniert sich neu zu S 21

SWP: BUND positioniert sich neu zu S 21: „Der BUND stand einst an der vordersten Front der Gegner des Großprojekts. Nun positioniert sich der Umweltverband neu.“

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Rede von Dr. Ralf Laternser auf der 436. Montagsdemo zum Wasser im Obertürkheimer Tunnel

Rede von Dr. Ralf Laternser auf der 436.Montagsdemo:Riskanter Tunnelbau in und um Untertürkheim“: „Stuttgart 21 bleibt grundwassertechnisch ein hochriskantes Pilotprojekt. Für eine technisch blamablen und völlig unwirtschaftlichen Politiker-Bahnverknotung wird das lebenswichtige Naturgut Wasser und eine ganze Stadt gefährdet. Die eklatanten Mängel – und daraus mögliche Gefahren – der offiziellen Grundwasser-Berechnungen sind auch nach Jahren der Anpassung durch bekannt werdende örtliche Grundwasserprobleme offensichtlich.“

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