SWP: Die Gäubahn wird abgehängt

SWP: Die Gäubahn wird abgehängt: „Dass nach Einschätzung des Verkehrsministeriums des Landes für rund drei Jahre der Bahnhof von Stuttgart-Vaihingen Endstation für die Gäubahn sein soll, hat im südlichen Landkreis Böblingen, aber auch in Rottweil und Horb für erhebliche Aufregung gesorgt.“

Veröffentlicht unter Filderbereich, Leistungsfähigkeit | Kommentare deaktiviert für SWP: Die Gäubahn wird abgehängt

StZN: Bürger kritisieren die Streckensperrung / StZN: Weiterer Protest gegen Erdlager angekündigt

StZN: Bürger kritisieren die Streckensperrung: „Wegen Stuttgart 21 soll der Streckenabschnitt zwischen den Bahnstationen Filderstadt und Echterdingen ein Jahr lang voll gesperrt werden. Die Bahnfahrer befürchten große Probleme, auch was die Alternativen angeht.“

StZN: Weiterer Protest gegen Erdlager angekündigt: „Im Zuge der Bauarbeiten für Stuttgart 21 an der Rohrer Kurve fallen 50 000 Kubikmeter Erdaushub an. Die Lagerfläche ist nun von den Planern leicht gen Musberg verschoben worden. Anwohner drohen mit weiteren Protesten.“

Veröffentlicht unter Filderbereich, Lärm, Leistungsfähigkeit, Planfeststellung, S-Bahn, Verkehr | Kommentare deaktiviert für StZN: Bürger kritisieren die Streckensperrung / StZN: Weiterer Protest gegen Erdlager angekündigt

StZ: Revision gegen S-21-Urteil

StZ: Revision gegen S-21-Urteil: Die Bahn lässt das Urteil des Verwaltungsgerichtshofs prüfen, das den Weiterbau von Stuttgart 21 am Flughafen behindert. Die Genehmigungsbehörde, gegen deren Bescheid sich das Urteil richtet, will hingegen keine Rechtsmittel einlegen“

Veröffentlicht unter Eisenbahn-Bundesamt, Filderbereich, Klageverfahren, Planfeststellung | Kommentare deaktiviert für StZ: Revision gegen S-21-Urteil

SWP: Brandschutz und Fluchtwege von S21 auf dem Prüfstand

SWP: Brandschutz und Fluchtwege von S21 auf dem Prüfstand: „Ein Bahnkunde kritisiert das neue Rettungskonzept von „Stuttgart 21“ und will gerichtlich dagegen vorgehen. Mit dem veränderten Rettungskonzept von „Stuttgart 21“ befassen sich zwei Senate des Verwaltungsgerichtshofs in Mannheim. Der 5. Senat muss zunächst prüfen, ob der Besitzer einer Bahncard überhaupt klagen darf, weil er angeblich eine Verletzung seines Rechts auf Schutz der körperlichen Unversehrtheit (Artikel 2 des Grundgesetzes) befürchtet. Wenn die Richter die Klage zulassen, stehen Fluchtwege und Brandschutz auf dem Prüfstand. „

Veröffentlicht unter Brandschutz, Klageverfahren, Tiefbahnhof, Tunnelstrecken | Kommentare deaktiviert für SWP: Brandschutz und Fluchtwege von S21 auf dem Prüfstand

10 Fragen und wenig Antworten. Bahn im Rathaus zu Problemen beim Bau des Obertürkheimer Tunnels

Wie bereits mehrfach berichtet, stockt der Tunnelbau Richtung Obertürkheim wegen unerwartet hohen Wasserandrang. Vor zwei Jahren, am 13.2.2017, stand der Vortrieb kurz vor dem Untertürkheimer Sportplatz. Nach zwei Jahren ist der Vortrieb nur ca. 350 Meter weiter, d.h. hinter dem Sportplatz auf der Höhe der Bruckwiesenstraße 34. Hier die Grafik der Projektgesellschaft zum aktuellen Vortriebsstand zum 12.02.2019 (hell markiert ist der Sportplatz):

Verständlich, dass die Gemeindesratsfraktion SÖS-Link-Plus Ende Januar in einer Anfrage an die Stadt Stuttgart (hier) erneut nachhakte. Die Anfrage sollte letzten Dienstag von Vertretern der Bahn im Ausschuss Stuttgart 21/Rosenstein des Gemeindesrats mündlich beantwortet werden. Nach der Sitzung, über die die beiden Stuttgarter Zeitungen berichteten (hier), stellt die Fraktion in einem PS-Statement fest: „Zehn Fragen zu den Problemen, welche die Bahn beim Tunnel in Richtung Obertürkheim hat. Wassereinbruch, mögliche Sperrung der S-Bahn Strecke zwischen Esslingen und Stuttgart – das wurde offiziell im S21-Ausschuss am 12. Februar diesen Jahres behandelt – beantwortet wurde nicht eine Frage.“ Den Inhalt der Sitzung hat die Fraktion in einem ausführlichen Protokoll (hier) festgehalten.

Wir haben die Sitzung im Rathaus ebenfalls verfolgt. Die meisten Fragen der Fraktion zu den Auswirkungen sind in der Tat offen geblieben. Dass jedoch keine einzige Frage von den den Vertretern der Bahn nicht beantwortet wurde, ist etwas zugespitzt. Dennoch konnte man den Eindruck gewinnen, dass die Probleme bei diesem Vortrieb vom zuständigen Projektleiter Andreas Dörfel zu Beginn seines Vortrags klein geredet wurden. Erst verwies er auf die Priorität der anderen Tunnelbauarbeiten, die vom Zwischenangriff Wangen aus laufen, d.h. den Vortrieb der beiden Röhren Richtung Untertürkheim und die begonnenen Innenverschalungsarbeiten. Dann sprach er davon, dass es in dem Tunnel „halt tröpfelt“. Und dies bei einer Wasserandrangsmenge von 30 l pro Sekunde, die laut StZN (hier) täglich „fünf Hallenbäder“ füllen würde. Doch aus seinen weiteren Ausführungen und denen des beauftragten Geologen Dr. Gaukel konnte man folgende Informationen entnehmen:

  • Im Vorfeld wurde zwar der Untergrund in einem ausreichend engen Erkundungsrater untersucht. Bereits zum Start des Tunnelbaus im Anfang 2014 stießen die Mineure am Zwischenangriff Wangen auf deutlich mehr Wasser als prognostiziert. Als Grund dafür gab der Geologe an, dass die Gesteinsschichten leicht geneigt lagen als angenommen. Die daraufhin beantragte und vom EBA genehmigte Tieferlegung der Tunnelröhren um vier Meter bewirkte, dass die Tunnelröhren -insbesondere unter dem Neckar- in großen Teilen in den trockenen Schichten des unausgelaugten Gipskeupers aufgefahren werden konnte. Anhydrit wurde nicht angetroffen.
  • Im September 2016 gab es beim Tunnelvortrieb der Weströhre Richtung Obertürkheim auf Höhe der Untertürkheimer Albert-Dulk-Straße einen starken Wassereinbruch bzw. Nachbruch. Als Gegenmaßnahme wurde der angetroffene Hohlraum mit Beton verschlossen und der Untergrund unter dem dahinterliegenden Sportplatzgelände mit Betoninjektionen verfestigt.
  • Der wieder angelaufene Vortrieb wurde wegen der geringen Überdeckung und der darüberliegenden Bebauung mit einem doppelten Rohrschirm gesichert. Doch der Vortrieb kam wegen den aufwendigen Sicherungsmaßnahmen und sehr umfangreichen Abdichtungsarbeiten nur wenige Meter voran. Daher wurde im September 2018 beschlossen den Vortrieb in der Weströhre vorläufig einzustellen. Dies blockiert aus tunnelbautechnischen Gründen den Vortrieb der dahinter stehenden Oströhre.
  • Aktuell steht der vordere Vortrieb auf Höhe des Bruckwiesenwegs 34 . Injektionen mit Beton von oben wie beim Sportplatz können wegen der darüberliegenden Bebbauung nicht realisiert werden. Die umfangreichen Abdichtungsinjektionen gegen den Wasserandrang und der Rohrschirm reichten jedoch nicht aus. Wegen des hohen Wasserandrangs gab es ein flächiges Durchsickern durch die Spritzbetonschale und der Spritzbeton hat nicht gehalten. Das Wasser wird über Schläuche abgeleitet.
  • Der Tunnel konnte, wenn nur in kleinen Abschnitten des Tunnelquerschnitts (Teilabschnittsverfahren) vorgetrieben werden. Dies sei nicht wirtschaftlich. Daher werden jetzt alternative Vortriebstechniken ausgetestet. Aktuell hat ein erster Versuch mit einer geänderten Vortriebstechnik bisher gute Ergebnisse erzielt. (Anmerkung: seit Anfang Januar wurden 36 Meter realisiert). Ein weiterer Versuch mit einer zweiten alternativen Vortriebstechnik ist im Laufe des Frühjahrs geplant.
  •  Der Tunnelvortrieb im Neckartal hat auch wasserwirtschaftliche Auswirkungen. Der Notbrunnen am Karl-Benz-Platz hat seit Mitte letztes Jahr Einbußen in der Ergiebigkeit und steht für die Notversorgung nicht mehr zur Verfügung. Als Ersatzbrunnen wird der Inselbadbrunnen als Notwasserbrunnen hergerichtet. Auch wenn hochmineralisiertes Wasser, das kein Mineralwasser sei, in Wangen und im Lindnschulviertel angetroffen wurde. Auf das Mineralwasser hätte dies keine Auswirkungen. Das Wasserrecht läuft Ende Februar aus. Die Bahn hat beim EBA in einem Interimsverfahren eine Verlängerung beantragt. Genehmigt waren 3,7 Millionen Kubikmeter, davon aktuell verbraucht sind 2,2 Millionen Kubikmeter. Wegen der längeren Bauzeit ist mit einer Überschreitung der genehmigten Rate zu rechnen. Vorbohrungen deuten auf viel Wasser hin.
  • Wann der Tunnelvortrieb Richtung Obertürkheim abgeschlossen sein soll, ist anscheinend noch nicht absehbar. Lediglich zum Tunnelvortrieb Richtung Untertürkheim gab es die Auskunft, die bereits in den beiden Stuttgarter Zeitungen zu lesen war. 2019 soll der Vortrieb Richtung Untertürkheim abgeschlossen sein. Es fehlen dort noch 210 bzw. 230 m.
  • Auch auf Nachfrage von SÖS-Stadtrat Hannes Rockenbauch über die Kosten dieser Bauverzögerung gab der S21-Chef Manfred Leger vor den Gemeinderatsmitgliedern keine Auskunft.
Veröffentlicht unter Anhydrit, Bauarbeiten, Baufortschritt, Eisenbahn-Bundesamt, Grundwassermanagement, Kosten, Obertürkheim, Stadt Stuttgart, Tunnelstrecken, Untertürkheim, Wangen, Zeitplan | Kommentare deaktiviert für 10 Fragen und wenig Antworten. Bahn im Rathaus zu Problemen beim Bau des Obertürkheimer Tunnels

Änderungen bei der Ausführung der Hebungsinjektionen im Kernerviertel

Es gibt eine Änderung bei der Ausführung der Hebungsinjektionen im Kernerviertel, auf die wir aufmerksam machen möchten.

Ursprünglich waren für die Hebungsinjektionen drei sogenannte CGV-Schächte planfestgestellt, von denen aus die Bohrungen und die Anhebung der Gebäude erfolgen sollten. Die beiden Schächte 2 an der Sängerstraße und 3 an der Urbanstraße sind bereits fertiggestellt und die Bohrungen weitgehend abgeschlossen. Hier die Folie aus der letzten Infoveranstaltung im Juni 2018:

Vom CGV-Schacht 1 sollten 1.100 Bohrungen für die Anhebung des grün markierten unteren Gebiets an der Sänger-/Urbanstraße erfolgen. Mit dem Bau des an der Willy-Brandt-Straße (vor dem ehemaligen Polizeirevier) geplanten Schachts 1 sollte allerdings erst begonnen werden, wenn die Bauarbeiten der Bahn entlang der B14 mit dem Bauabschnitt 25 abgeschlossen sind.  Laut der letzten Infoveranstaltung ist erst Ende 2019 damit zu rechnen.

Jetzt konnte man einer im EU-Amtsblatt veröffentlichten Vertragsänderung entnehmen, dass dieser Schacht 1 wegfällt. In dieser heißt es: „Im Zuge der baubegleitenden Planungen konnte erreicht werden, dass der vertraglich vorgesehene CGV-Schacht 1, welcher direkt am BA 25 des PFA 1.1. liegt, entfallen kann. Zur Kompensation sind jedoch Ersatzbohrungen aus dem bereits durch den AN-Bau erstellen CGV-Schacht 2 erforderlich, welche Bestandteil der vorliegenden Anordnung sind.“ Und in einer weiteren Vertragsänderung ist davon die Rede, dass es eine geänderte Ausführungsplanung gibt. Darin heißt es: „Die Herstellung des Anfahrbereichs HBF-Süd gehört zu den hauptvertraglichen Leistungen des AN-Bau. Die nun angeordneten Leistungen gem. durch den AG geänderter Planung ist zur Erfüllung des Bausolls erforderlich.“

Daher hat das Netzwerk Kernerviertel bei der Bauinfo nachgehakt und wenige Tage später folgende Antwort erhalten:

Der bereits hergestellte CGV-Schacht 2 (Sängerstraße) bietet die Möglichkeit, weitere Bohrungen durchzuführen. Aus den Planungen der Hebungsfelderweiterung und den Erfahrungen zur Bohrgenauigkeit im CGV-Schacht 3 (Urbanstraße) konnte die baubegleitende Planung unter Beachtung der Planfeststellung dahingehend angepasst werden, dass deutlich längere Bohrungen zielgerichtet durchgeführt werden. Die aus dem CGV-Schacht 1 (ehemaliges Polizeirevier Willy-Brandt-Straße) entfallenden Injektionen können daher mit Injektionen aus dem CGV-Schacht 2 ebenso erfolgreich hergestellt werden. Der Entfall des CGV-Schachts 1 führt zu einer Kosten- und Zeitersparnis. Des Weiteren ergibt sich daraus der Vorteil für die Anwohner in der direkten Nachbarschaft, dass die Schall- und Staubimmissionen für den Bau und Betrieb des Schachts entfallen.

Die Anordnung zur Bauleistung gemäß Ausführungsplanung des Auftraggebers musste getätigt werden, da die Erstellung der Ausführungsplanung – anders als in anderen Bereichen der Tunnelbauwerke – im Verantwortungsbereich des Auftraggebers erstellt wurde. Diese wurde dem Auftragnehmer zur Erstellung der Bauleistung nun zur Verfügung gestellt. In weiten Teilen der bereits hergestellten Tunnel lag die Ausführungsplanung im Verantwortungsbereich des Auftragnehmers.“

Veröffentlicht unter Bauarbeiten, Bauinfo Kommunikationsbüro, Hebungsinjektionen, Kernerviertel, Planfeststellung, Schreiben Netzwerke, Zeitplan | Kommentare deaktiviert für Änderungen bei der Ausführung der Hebungsinjektionen im Kernerviertel

StZN: Bahn kommt bei Tunnelbau nur langsam voran

Morgen ab 14 Uhr will S21-Geschäftsführer Manfred Leger und S21-Bauleiter im Rathaus die Stadträte über den Stand der Bauarbeiten von Stuttgart 21 und die Schwierigkeiten beim Tunnelbau Richtung Obertürkheim informieren. Die beiden Stuttgarter Zeitungen (hier) berichten im Vorfeld der Sitzung.

Weiterhin stockt der Tunnelbau Richtung Obertürkheim wegen einem starken Grundwasserandrang von bis zu 30 l/s auf Höhe des Nordkais/Bruckwiesenwegs. Der Vortrieb der Oströhre ruht seit dem 25.6.2018. Der Vortrieb der Weströhre ruhte zwischen dem 10.09.2018 und dem 7.1.2018. Seither ist der Vortrieb zwar wieder angelaufen, allerdings wurden in den letzten vier Wochen bis zum 4.2.2019 insgesamt 24 Meter aufgefahren.

Die StZN erinnert daran, dass der Tunnelbau bereits unter dem davor gelegenen Sportplatz wegen des hohen Wasserandrangs ab September 2016 fast für ein Jahr lang stillstand und schreibt: „Auf die bisherige Weise weiterzubauen sei zwar möglich, aber „nicht wirtschaftlich“, so die Auskunft der S-21-Projektgesellschaft.  […] Die Bahn will den Bau beschleunigen und „günstiger und somit wirtschaftlicher als bisher“ bauen, heißt es in der Antwort auf eine Presseanfrage. Dazu soll offenbar eine Genehmigung eingeholt werden, um mehr Wasser abpumpen zu können. Wegen der Bebauung kann das Erdreich nicht wie beim Sportplatz der SG 07 von oben verdichtet werden. Das könnte aber mit Injektionsschirmen geschehen, also dünnen Metallrohren, über die vom Tunnel aus Beton in den Boden gepresst würde.“

Allerdings ist dies nicht die einzige Schwierigkeit beim Tunnelbau von Wangen Richtung Obertürkheim. Bereits Anfang 2014 kämpften die Mineure beim Start des Vortriebs vom Zwischenangriff Wangen aus Richtung Unter-/Obertürkheim mit einem hohen Wasserandrang, obwohl die Planänderung beim Grundwassermanagement im PFA 1.6 a von weniger Wasser ausging. Schließlich genehmigte das Eisenbahn-Bundesamt die von der Bahn beantragte Tieferlegung der Tunnelröhren um bis zu 4 Meter.

Der schleppende Baufortschritt und die Unterbrechungen beim Vortrieb hatten Auswirkung auf den Zeitplan. Eigentlich sollte der Tunnel Richtung Obertürkheim im Rohbau, also einschließlich der Innenverschalung bis Ende 2018 fertig gestellt sein. Hier ein Auszug aus der Abschnittspräsentation vom 27.August 2013:

Aus dieser Folie geht hervor, dass der Tunnelabschnitt in Obertürkheim, den die Bahn noch mit einem jetzt geänderten Vortriebskonzept vorantreiben will, ursprünglich nicht in bergmännischer, sondern in offener Bauweise geplant und ausgeschrieben worden war. Der Vortrieb sollte von Obertürkheim aus starten und nicht vom Zwischenangriff Wangen. Rund um die Hafenbahnstraße waren dafür zahlreiche Logistikflächen für den Baustellenbetrieb vorgesehen. Ein Teil der Straße sollte für den Baustellenbetrieb gesperrt werden. Das Eisenbahn-Bundesamt genehmigte auf Antrag der Bahn die Planänderungen für einen bergmännischen Vortrieb des Abschnitts vom Zwischenangriff Wangen aus und einen Verzicht des Einschubbauwerks in Obertürkheim.

Veröffentlicht unter Bauarbeiten, Baufortschritt, Eisenbahn-Bundesamt, Grundwassermanagement, Obertürkheim, Planfeststellung, Stadt Stuttgart, Untertürkheim, Veranstaltungen, Vortriebsstand, Wangen, Zeitplan | Kommentare deaktiviert für StZN: Bahn kommt bei Tunnelbau nur langsam voran

SWR Mensch Leute: Baumeister Pradel – der lange Weg zu Stuttgarts Tiefbahnhof

SWR Mensch Leute: Baumeister Pradel – der lange Weg zu Stuttgarts Tiefbahnhof: „In Stuttgart entsteht an der wohl größten innerstädtischen Baustelle derzeit ein Tiefbahnhof. 900 Meter lang ist die Baugrube mitten in der City. Michael Pradel ist Chef dieser Baustelle – im Fachjargon heißt das: verantwortlicher Bauleiter der Deutschen Bahn. Der 45-jährige Bauingenieur sorgt dafür, dass Planer, Architekten, Baufirmen, Aufsichtsbehörden, Auftraggeber und viele andere Mitspieler miteinander funktionieren. In dem Riesen-Projekt sollen 2025 Züge halten und durchfahren, Menschen aus- und einsteigen.“

Veröffentlicht unter Bauarbeiten, Kernerviertel, Tiefbahnhof | Kommentare deaktiviert für SWR Mensch Leute: Baumeister Pradel – der lange Weg zu Stuttgarts Tiefbahnhof

Handelsblatt: Warum Großprojekte häufig zu finanziellen Desastern werden

Handelsblatt: Warum Großprojekte häufig zu finanziellen Desastern werden: „Ob Stuttgart 21 oder der Berliner Flughafen – zwei ökonomische Theorien erklären, wie es dazu kommt, dass die Kosten bei Großprojekten explodieren. […] Bei Stuttgart 21 meldete die Deutsche Bahn schon 2002 an die damalige Landesregierung, dass die öffentlich genannten Kosten von rund drei Milliarden Euro nicht realistisch seien, berichtet die Nichtregierungsorganisation Transparency Deutschland. Doch der Hinweis sei auf Wunsch des damaligen Ministerpräsidenten Erwin Teufel geheim geblieben, obwohl bereits Kosten von über sechs Milliarden Euro für realistisch gehalten worden seien. Das Schweigen hatte auch einen juristischen Grund: Der Bau von Stuttgart 21 war rechtlich nur dann zulässig, wenn das Kosten-Nutzen-Verhältnis einen bestimmten Quotienten nicht überstieg.“

Veröffentlicht unter Allgemein, Kosten, Land BW, Zeitplan | Kommentare deaktiviert für Handelsblatt: Warum Großprojekte häufig zu finanziellen Desastern werden

StZN: S-Bahn-Sperrung nach Bernhausen. Vier Ersatzbusse die Stunde sollen reichen?

StZN: S-Bahn-Sperrung nach Bernhausen. Vier Ersatzbusse die Stunde sollen reichen?: Wegen der geplanten S-21-Arbeiten am Flughafen soll die S-Bahn nach Bernhausen für ein Jahr vom Gleis genommen werden. Stattdessen sollen Busse pendeln, was Bürger für hanebüchen halten. Wie kommt die Bahn eigentlich darauf, dass das klappen könnte?“

Veröffentlicht unter Allgemein, Bauarbeiten, Filderbereich, Zeitplan | Kommentare deaktiviert für StZN: S-Bahn-Sperrung nach Bernhausen. Vier Ersatzbusse die Stunde sollen reichen?

phoenix: Teuer und verplant. Kostenfalle staatliche Bauprojekte

phoenix: Teuer und verplant. Kostenfalle staatliche Bauprojekte: „Wenn der Staat baut, wird es oft teuer – dramatische Kostenexplosionen scheinen schon fast normal. Die bekanntesten Problembaustellen: Stuttgart 21 und der Berliner Flughafen BER. „ZDFzoom“ geht in „Teuer und verplant – Kostenfalle staatliche Bauprojekte“ auf Spurensuche: Wo werden in der Bundesrepublik Steuergelder in staatlichen Großbaustellen verbuddelt – und vor allem, warum? Hat dieser Wahnsinn ein System, und wer sind neben den Steuerzahlern die Leidtragenden dieser Entwicklung?“

Sendetermin: 07.02.2019 / 18 Uhr

Veröffentlicht unter Allgemein, Kosten | Kommentare deaktiviert für phoenix: Teuer und verplant. Kostenfalle staatliche Bauprojekte

Streit um Erhalt der Gäubahn und Städtebau

StZPlus: Gäubahn und Stuttgart 21 Abgehängt von der Landeshauptstadt: „Mindestens drei Jahre lang soll für die Gäubahn aus Zürich schon in Stuttgart-Vaihingen Schluss sein. Schuld sind Verzögerungen beim Bahnprojekt Stuttgart 21. Die Anrainer sind empört. Dabei gäb es eine einfache Lösung.“

StZ: Die Gäubahn stört: „Mit der Bahnstrecke von Stuttgart nach Zürich haben die Verantwortlichen bei der Bahn noch nie viel anfangen können. Das rächt sich jetzt, meint Eberhard Wein. […]  Insofern wäre es eine gute Lösung, die Gäubahn über einen Brückenneubau auch nach der Inbetriebnahme der Tiefbahnsteige eine Zeit lang oberirdisch in den Hauptbahnhof zu führen. Gemessen an den Gesamtkosten für S 21, dürfte diese Investition kaum ins Gewicht fallen. Schade nur, dass sie aus ideologischen Gründen – Achtung, Kombibahnhof – scheitern wird. „

Update 12.02.2019: StZN: Grüne-Politiker wegen Gäubahn über Kreuz: „Zwei Grüne sind sich wegen der Gäubahn nicht grün: Stuttgarts Baubürgermeister Peter Pätzold widerspricht seinem Parteifreund Matthias Gastel, dem bahnpolitischen Sprecher der Fraktion im Bundestag. Der hatte angesichts einer längeren Unterbrechung der Gäubahn im Talkessel im Zuge der Arbeiten für Stuttgart 21 gefordert, die Eingriffe so zu gestalten, dass die Züge aus der Schweiz, dem Schwarzwald und vom Bodensee auch dann noch in den oberirdischen Hauptbahnhof einfahren können, wenn die Tiefstation in der City zwar schon in Betrieb, die Führung der Gäubahnzüge über den Flughafen ins Zentrum aber noch nicht möglich ist.“

Veröffentlicht unter Filderbereich, Leistungsfähigkeit, Stadt Stuttgart, Städtebau, Tiefbahnhof, Zeitplan | Kommentare deaktiviert für Streit um Erhalt der Gäubahn und Städtebau

Anträge der SÖS-LINKE-PLUS-Fraktion zum Tunnelbaustopp im Neckartal und den Strafzinsen der Bahn

Die SÖS-LINKE-PLUS-Fraktion hat aktuell zwei Anträge zu Stuttgart 21 an die Stadt gestellt. Im ersten Antrag (hier) hakt sie erneut wegen den Strafzinsen nach, die die Bahn an die Stadt wegen der verspäteten Freimachung der Grundstücke leisten muss und wegen einer möglichen weiteren Kostenexplosion. Beim zweiten Antrag (hier) geht es um den seit einem halben Jahr wegen zu hohem Wasserandrang gestoppten Tunnelbau Richtung Obertürkheim und mögliche Auswirkungen auf den S-Bahn-Verkehr.

Veröffentlicht unter Kosten, Obertürkheim, S-Bahn, Stadt Stuttgart, Städtebau, Untertürkheim, Vortriebsstand, Zeitplan | Kommentare deaktiviert für Anträge der SÖS-LINKE-PLUS-Fraktion zum Tunnelbaustopp im Neckartal und den Strafzinsen der Bahn

StZN: Harsche Kritik an S-Bahn-Sperre hält an / StZN: Was kommt auf Plieningen zu?

StZN: Harsche Kritik an S-Bahn-Sperre hält an: „Lokalpolitiker empören sich über die Pläne der Bahn, den Bahnhof Bernhausen für ein Jahr abzuhängen. Und sie bezweifeln, dass ein brauchbarer Ersatz für die Fahrgäste geschaffen wird. Manche meinen gar, die Kundschaft werde verschaukelt.“

StZN: Was kommt auf Plieningen zu?: „Bewohner von Stuttgart-Plieningen sorgen sich vor all den Lastwagen, die den Erdaushub der künftigen S21-Großbaustelle auf der Filderebene wegtransportieren werden. Der technische Leiter des Flughafenabschnitts nimmt hier Stellung.“

Veröffentlicht unter Filderbereich, Lärm, Leistungsfähigkeit, S-Bahn, Verkehr | Kommentare deaktiviert für StZN: Harsche Kritik an S-Bahn-Sperre hält an / StZN: Was kommt auf Plieningen zu?

Wasser im Verzweigungsbauwerk: Netzwerk Kernerviertel hakt in einem Brief an die Bahn nach

An den „Tagen der offenen Baustelle“ Anfang Januar 2019 konnte man erstmals auch die Rettungszufahrt und das Verzweigungsbauwerk unter dem Kernerviertel besichtigen. Das Verzweigungsbauwerk Süd liegt unter der Jugendherberge zwischen der Wera- und der Haußmannstraße im Übergangsbereich zwischen dem ausgelaugten und dem unausgelaugten Gipskeuper, der auch das quellfähige Anhydritgestein enthalten kann.

Hier ein Längsschnitt der Tunnelbausachverständigen WBI aus dem Jahr 2014 für den Anfahrbereich unter dem Kernerviertel bis hoch zur Uhlandshöhe:

Bei der Besichtigung des Verzweigungsbauwerks konnte man jedoch feststellen, dass an verschiedenen Stellen Wasser austrat, wie es auf den beiden Fotos am Anfang des Verzweigungsbauwerks und an der Ortsbrust erkennbar ist:

Daher hat sich das Netzwerk Kernerviertel in einem Brief an den Geschäftsführer der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH gewandt und wegen des Wassers, dem Anhydritvorkommen und den Schutzmaßnahmen nachgehakt :

Sehr geehrter Herr Leger,

bei der Besichtigung des Verzweigungsbauwerks Süd unter dem Kernerviertel konnte man erkennen, dass an verschiedenen Stellen Wasser austrat. Wir fügen diesem Schreiben zwei Aufnahmen bei.

Dies bereitet uns Sorge, da das Verzweigungsbauwerk unter der Jugendherberge ohnehin an einer geologisch schwierigen Stelle mit einer Verwerfung liegt, in der Nähe mit quellfähigem Anhydrit zu rechnen ist und zur Herstellung des Bauwerks und der Tunnelröhren seit 2015 immer wieder gesprengt wurde.

Wir haben diese Fotos dem Geologen Dr. Hermann Behmel geschickt. Seine Einschätzung dazu:

„Der Wasserzutritt wurde auch von den Tunnelbauern erwartet wie in allen Tunnels. Ich halte es für möglich, dass eine Anhydrit-Gips-Expansion unterhalb der Tunnelröhren zu Hebungen des gesamten Ameisenbergs führen kann wie an der Alten Weinsteige über dem Heslacher Tunnel. Schon bei der Anhörung zur Planung der Fildertunnel hatte ich auf mögliche Wasserzutritte entlang von Verwerfungen und die darauf folgende Anhydrit-Gips-Expansion hingewiesen. Meine Stellungnahme wurde vom RP zu Protokoll genommen und ins Netz gestellt.“

Wir bitten Sie daher um Antworten zu den folgenden Fragen:

1. Wo genau wurde beim bergmännischen Vortrieb anhydritführendes Gestein beim Verzweigungsbauwerk bzw. der angrenzenden Tunnel der PFA 1.2. und 1.6a unter dem Kernerviertel bzw. dem Wohngebiet Uhlandshöhe/Gänsheide angetroffen? Wie groß ist der jeweilige vertikale und horizontale Abstand zu den Tunnelröhren in Meter? Wir bitten Sie dies in einer Karte zu verdeutlichen.

2. Welche baulichen Sicherungsmaßnahmen wurden durchgeführt, um den Kontakt mit Wasser entlang der Verwerfungen und den durch den Tunnelbau neu entstandenen Wasserwegsamkeiten, z.B. durch eine Anhydrit-Gips-Expansion unterhalb der Tunnelröhren, zu verhindern? An welcher Stelle der Tunnel wurden Acylatinjektionen vorgenommen sowie Abdichtungsbauwerke eingebaut? Wir bitten Sie dies in der Karte zu verdeutlichen.

Wir bedanken und im Voraus für Ihre Antwort und erlauben uns eine Kopie dieses Schreibens an das S21-Referat beim Tiefbauamt der Stadt Stuttgart zu senden.

Mit freundlichen Grüßen

Frank Schweizer

Veröffentlicht unter Anhydrit, Gebäuderisiken, Kernerviertel, Schreiben Netzwerke, Sprengungen, Stadt Stuttgart | Kommentare deaktiviert für Wasser im Verzweigungsbauwerk: Netzwerk Kernerviertel hakt in einem Brief an die Bahn nach

StZN: Bahn will große Grundstücke in der City verkaufen

StZN: Bahn will große Grundstücke in der City verkaufen: „Mehr als 100 Millionen Euro könnte die Bahn beim Verkauf von zwei Flächen im Europaviertel erlösen. Sie prüft auch, den dortigen Autotunnel zu vermarkten.“

Veröffentlicht unter Städtebau, Verkehr | Kommentare deaktiviert für StZN: Bahn will große Grundstücke in der City verkaufen

StN: Müssen 6000 Mauereidechsen sterben? / StZ: Bahn will Ausnahmen vom Artenschutz für Eidechsen

StN: Müssen 6000 Mauereidechsen sterben?: „6000 Mauereidechsen in Untertürkheim droht der Tod. Trotz strengen Schutzes werden sie wohl dem Projekt Stuttgart 21 weichen müssen. Die Bahn hat jetzt eine Ausnahmegenehmigung beantragt.“

StZ:Bahn will Ausnahmen vom Artenschutz für Eidechsen: „Wegen der Bauarbeiten am Milliardenprojekt Stuttgart 21 droht etlichen geschützten Mauereidechsen das Ende. Die Projektpartner zielen offenbar darauf, die Tiere nicht umsiedeln zu müssen.“

Veröffentlicht unter Kosten, Land BW, Ökologie, Untertürkheim | Kommentare deaktiviert für StN: Müssen 6000 Mauereidechsen sterben? / StZ: Bahn will Ausnahmen vom Artenschutz für Eidechsen

Kontext: Sich mit den Tätern anlegen

Kontext: Sich mit den Tätern anlegen: „Das Verhalten von Ministerpräsident Kretschmann sei, was Stuttgart 21 angeht, an Zynismus nicht zu überbieten, findet Arno Luik. Im Kontext-Interview kommentiert der Enthüllungsjournalist zudem das Versagen der Medien bei S 21. Er erklärt, wie er selber auf das Thema kam, worin die Deutsche Bahn wirklich gut ist – und warum er über den Staatskonzern jetzt ein Buch schreibt.“

Veröffentlicht unter Allgemein, Bund, Kosten, Land BW, Leistungsfähigkeit | Kommentare deaktiviert für Kontext: Sich mit den Tätern anlegen

Stuttgart 21 im ZDF „Die Anstalt“

In der ZDF-Politsatire „Die Anstalt“ ging es gestern in einer sehenswerten Folge um den Zustand der Deutschen Bahn 25 Jahre nach der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft und Stuttgart 21 mit den kritischen Punkten Leistungsfähigkeit, Brandschutz, Anhydrit und Kostenexplosion (hier). Auch wenn gebaut wird, würdigt die Sendung den Sachverstand und das jahrelange Durchhaltevermögen der Projektgegner (hier). Und „an der berühmt-berüchtigten Anstaltstafel nehmen sich Max und Claus diesmal das Personalkarussell rund um „Stuttgart 21“ vor“ (hier).

Extra für die Sendung wurde das Modell des Stuttgarter Bonatzbaus aus der Herrenberger Dauerausstellung „Stellwerk S“ des Eisenbahntüftlers Wolfgang Frey ins Münchner Studio transportiert. Der Gäubote (hier) berichtete darüber. Über die Sendung berichtet die StZ  in der MeldungDie Anstalt“ geht mit Stuttgart 21 ins Gericht“ (hier) und in Mir ist das Lachen im Hals stecken geblieben“ (hier).

Wer die Sendung verpasst hat, kann sie in der Mediathek (hier) oder in der Wiederholung am 3.Februar um 10:00 in 3Sat anschauen.

Veröffentlicht unter Allgemein, Anhydrit, Bonatz-Bau, Kosten, Ökologie, Städtebau, Tiefbahnhof, Verkehr | Kommentare deaktiviert für Stuttgart 21 im ZDF „Die Anstalt“

StN: Tunnelbau ruht seit Monaten wegen Wasser

StN: Tunnelbau ruht seit Monaten wegen Wasser: „In Obertürkheim braucht die Bahn für den Weiterbau eine neue Genehmigung. Die Verzögerung sei für das Gesamtprojekt nicht zeitkritisch, sagt ein Sprecher. Beim Bahnprojekt Stuttgart 21 ruht der Bau von zwei Tunnelröhren nach Obertürkeim, und zwar seit rund sechs Monaten. Die Mineure, die nahe der Straße Am Nordkai nur zwischen zehn und 15 Meter unter der Geländeoberfläche graben, kommen wegen des aus dem Untergrund zuströmenden Grundwassers nicht weiter. Im Mittel dringen rund 30 Liter pro Sekunde in die Baustelle. Mit dieser Menge ließen sich pro Tag rund fünf Hallenbäder füllen.“

Veröffentlicht unter Bauarbeiten, Baufortschritt, Grundwassermanagement, Obertürkheim, Untertürkheim, Zeitplan | Kommentare deaktiviert für StN: Tunnelbau ruht seit Monaten wegen Wasser

StZN:So weit sind die Arbeiten an der ehemaligen Bahndirektion

StZN: So weit sind die Arbeiten an der ehemaligen Bahndirektion: „Lange Zeit war die denkmalgeschützte Bahndirektion ein Sorgenkind. Nun ist die erste kritische Phase der Untertunnelung gegenüber des Stuttgarter Hauptbahnhofs geschafft. Noch in diesem Jahr soll der Tunnel-Rohbau fertig sein.“

Veröffentlicht unter Baufortschritt, Killesberg, Städtebau, Tiefbahnhof, Zeitplan | Kommentare deaktiviert für StZN:So weit sind die Arbeiten an der ehemaligen Bahndirektion

SWP: Glosse: Kelchstützen als Wunder von Stuttgart

SWP: Glosse: Kelchstützen als Wunder von Stuttgart: „Der quasi letzte Quell guter Nachrichten sind die Kelchstützen für Stuttgart 21: jene geschwungenen Kunstwerke aus Beton und Licht, die im Nebenjob das Dach tragen – und den unterirdischen Bahnhof unweigerlich in den Rang eines Weltwunders erheben. Während von den hängenden Gärten zu Babylon nur noch Staub übrig ist, verfolgt die atemlose Öffentlichkeit seit Jahren das Werden der 28 Kolosse von Stuttgart.“

Veröffentlicht unter Allgemein, Tiefbahnhof | Kommentare deaktiviert für SWP: Glosse: Kelchstützen als Wunder von Stuttgart

StZ: Bahn kämpft im Neckartal weiter mit dem Wasser

StZ: Bahn kämpft im Neckartal weiter mit dem Wasser: „Der Tunnelbau für Stuttgart 21 in Richtung Obertürkheim stockt weiter. In den Röhren, die unter dem Neckar hindurch getrieben worden sind und kurz vor dem Bahnhalt in Obertürkheim wieder ans Tageslicht kommen sollen, haben es die Mineure mit mehr Wasser zu tun, als angenommen. Nun muss sich die Bahnprojektgesellschaft um eine neue wasserrechtliche Genehmigung für den Weiterbau bemühen. Die Entscheidung darüber fällt beim Eisenbahn-Bundesamt (Eba).“

Update 26.1.: Den Antrag der Fraktion SÖS-Linke-Plus in Obertürkheim über den Stand der Tunnelbauarbeiten Richtung Obertürkheim, der einstimmig im Bezirksbeirat angenommen wurde, finden Sie hier. Die Rede von Christoph Hofrichter, Bezirksbeirat in Obertürkheim, auf der 436. Montagsdemo über „Das Obertürkheimer Wasser-Dilemma der S21-Grubler“ ist hier verlinkt.

Veröffentlicht unter Bauarbeiten, Baufortschritt, Eisenbahn-Bundesamt, Grundwassermanagement, Obertürkheim, Untertürkheim, Vortriebsstand, Wangen, Zeitplan | Kommentare deaktiviert für StZ: Bahn kämpft im Neckartal weiter mit dem Wasser

StN: Stuttgart 21: Kalkulation nahe an Grenze

StN: Stuttgart 21: Kalkulation nahe an Grenze: „Rechnet man die bisherige Entwicklung hoch, dann bleibt für Stuttgart 21 aktuell ein Puffer von elf Millionen Euro. Interessant ist für die Kostenentwicklung ist dabei eine bestimmte Verhältniszahl.

Veröffentlicht unter Bund, Kosten | Kommentare deaktiviert für StN: Stuttgart 21: Kalkulation nahe an Grenze

StZN: Demos gegen S-Bahn-Sperrung bahnen sich an / „Der Protest dürfte lauter sein“

StZN: Demos gegen S-Bahn-Sperrung bahnen sich an: „Es brodelt in Filderstadt. Seit durchgesickert ist, dass die Stadt für ein Jahr vom S-Bahn-Verkehr abgehängt werden soll, formiert sich der Protest. Gemeinderat und Verwaltung wollen dies nicht hinnehmen. Es werden sogar Demonstrationen in Betracht gezogen.“

StZN: „Der Protest dürfte lauter sein“: „Gemessen an den Auswirkungen, die durch eine einjährige S-Bahn-Sperrung auf Filderstadt zurollen, kommt der Widerstand gegen diese Pläne recht gemäßigt daher. Am Widerstand sollten sich noch ganz andere beteiligen, findet unsere Autorin.“

Veröffentlicht unter Filderbereich, Leistungsfähigkeit, S-Bahn, SSB | Kommentare deaktiviert für StZN: Demos gegen S-Bahn-Sperrung bahnen sich an / „Der Protest dürfte lauter sein“

StZN: So komplex ist die Baustelle an der Haltestelle Staatsgalerie

Die beiden Stuttgarter Zeitungen berichten heute (hier) über die komplexen Bauarbeiten an der neuen SSB-Haltestelle Staatsgalerie. Laut dieser Meldung soll die neue Haltestelle mit der Anbindung zum Charlottenplatz Ende 2020 in Betrieb gehen. Wie die StZ bereits im September 2018 (hier) berichtete, soll die seit Dezember 2017 gesperrte Stammstrecke Richtung Hauptbahnhof voraussichtlich erst nach über fünf Jahren im Februar 2023 wieder aufgenommen werden.

Die Bauarbeiten sind abhängig vom Baufortschritt der Bahn am Nesenbachdüker entlang der Schillerstraße. Allerdings hat laut der aktuellen Meldung die Bahn diese Arbeiten – wie wir auch im Beitrag zu den „Tagen der offenen Baustelle“ erwähnt hatten – noch nicht beauftragt. Das Vergabeverfahren für den Bauauftrag, der eigentlich ab Januar 2019 starten sollte, ist noch nicht abgeschlossen. Dennoch wurde die Stammstrecke Richtung Hauptbahnhof seit Dezember 2017 gekappt.

Die StZN schreiben: „Der Abzweig von der Staatsgalerie zum Hauptbahnhof wurde im Dezember 2017 gekappt und bleibt das bis 2023 mehr als fünf Jahre lang. Dass in der Baugenehmigung für den Tiefbahnhof von 2005 lediglich „eine Betriebspause von rund zwei Wochen“ geplant war, hält Meidinger für „illusorisch“. Der 60-jährige Architekt kann sich diese Einschätzung nicht erklären. Doch auch die Ankündigung in einer Broschüre der SSB von 2013, wonach die Sperrung zwei Jahre dauern soll, ist hinfällig. Dazu wollen die beiden nicht viel sagen, sie fühlen sich als Mosaikstein im großen Bahngebilde.“

Zu diesen mindestens fünf Jahren Streckensperrung der Stammstrecke Richtung Hauptbahnhof muss man auch noch die vorangegangene Streckensperrung von 19 Monaten der Stammstrecke Richtung Charlottenplatz hinzu addieren, die nur in der Printausgabe erwähnt ist. Insgesamt sind es statt der in der Planfeststellung verankerten 14 Tage Sperrung sieben Jahre. SSB-Vertreter räumten im Januar 2014 auf Nachfrage im Bezirksbeirat ein, dass die 14 Tage aus der Planfeststellung weniger auf Basis einer konkreten Bauplanung als auf der unternehmerischen Vorgabe der SSB beruhten. Die SSB-Führung, vor allem der seit 2019 in Ruhestand gegangene Vorstandssprecher Wolfgang Arnold, sprach sich vehement für Stuttgart 21 aus.

Veröffentlicht unter Bauarbeiten, Baufortschritt, Kernerviertel, Nesenbachdüker, Planfeststellung, SSB, Zeitplan | Kommentare deaktiviert für StZN: So komplex ist die Baustelle an der Haltestelle Staatsgalerie

StZN: Weiterer Protest gegen Erdlager angekündigt

StZN: Weiterer Protest gegen Erdlager angekündigt: „Im Zuge der Bauarbeiten für Stuttgart 21 an der Rohrer Kurve fallen 50 000 Kubikmeter Erdaushub an. Die Lagerfläche ist nun von den Planern leicht gen Musberg verschoben worden. Anwohner drohen mit weiteren Proteste dagegen.“

Veröffentlicht unter Filderbereich, Land BW, Lärm, Ökologie, Planfeststellung, Verkehr | Kommentare deaktiviert für StZN: Weiterer Protest gegen Erdlager angekündigt

StZN: Straßenplanung: Fehler hemmt Stuttgart 21

StZN: Straßenplanung: Fehler hemmt Stuttgart 21: „Versäumnisse des Eisenbahn-Bundesamtes betreffen den S-21-Abschnitt am Flughafen, obwohl das Gericht an diesem nichts zu bemängeln hat. Das Eisenbahn-Bundesamt (Eba) hat bei seiner Baugenehmigung für den Flughafen-Fernbahnhof beim Projekt Stuttgart 21 und der neuen Südumgehung für Plieningen einen entscheidenden Fehler begangen. Für die Südumgehung stellt der von der Schutzgemeinschaft Filder und dem Naturschutzbund angerufene Verwaltungsgerichtshof Mannheim in seinem 164 Seiten starken Urteil das „gänzliche Fehlen einer eigenständigen Abwägung“ für die neue Straße fest.“

Veröffentlicht unter Filderbereich, Klageverfahren, Zeitplan | Kommentare deaktiviert für StZN: Straßenplanung: Fehler hemmt Stuttgart 21

StZN: Rechnungshof wirft Staat und Bahn auch Versagen bei Stuttgart 21 vor

StZN: Rechnungshof wirft Staat und Bahn auch Versagen bei Stuttgart 21 vor: „Die oberste Prüfbehörde kritisiert krasse Versäumnisse beim Schienenkonzern Deutsche Bahn. Das mache besonders Stuttgart 21 deutlich. […]  Als Beispiel für Fehlentwicklungen nennt der Rechnungshof ausdrücklich Stuttgart 21. Das Projekt sei „eine Fehlinvestition“ und auch nach DB-Angaben unwirtschaftlich. Der klamme Konzern müsse dafür nach jetzigem Stand insgesamt 5,1 Milliarden Euro allein dafür aufbringen.“

Anmerkung: Den Bericht des Bundesrechnungshofs zur DB AG finden Sie hier.

Veröffentlicht unter Allgemein, Bund, Bundesrechnungshof, Kosten | Kommentare deaktiviert für StZN: Rechnungshof wirft Staat und Bahn auch Versagen bei Stuttgart 21 vor

Kontext: Die Porzellan-Zerdepperer / Kein Verräter, aber verantwortlich

Kontext: Die Porzellan-Zerdepperer: „Weil Winfried Hermann in Kontext Tacheles geredet und S 21 als „grandiose Fehlentscheidung“ bezeichnet hat, geht den CDU-Abgeordneten Manuel Hagel und Thomas Dörflinger der Hut hoch. Sie unterstellen dem grünen Minister, er verzögere das Projekt, und sie spielen damit der Bahn in die Karten.“

Kontext: Kein Verräter, aber verantwortlich: „Ein Abbruch von Stuttgart 21 sei nicht mehr vermittelbar? Nicht nur in diesem Punkt widerspricht Werner Sauerborn, Sprecher des Aktionsbündnisses gegen S 21, Winfried Hermanns Äußerungen in Kontext. In seiner Replik wirft er dem Landesverkehrsminister vor, vorhandene Spielräume nicht zu nutzen.

Veröffentlicht unter Kosten, Land BW, Zeitplan | Kommentare deaktiviert für Kontext: Die Porzellan-Zerdepperer / Kein Verräter, aber verantwortlich

StZN: Stuttgart hat „Riesenproblem“ mit Eidechsen

StZN: Stuttgart hat „Riesenproblem“ mit Eidechsen: „In Stuttgart leben zahlreiche streng geschützte Mauereidechsen. Das hat ein Gutachten vor einigen Monaten gezeigt. Die Tiere stehen vielen Bauvorhaben im Weg. Jetzt ist die Untersuchung den Stadträten vorgestellt worden. Es zeigt sich: Die Stadt steckt im Dilemma.“

Veröffentlicht unter Land BW, Ökologie, Stadt Stuttgart, Untertürkheim | Kommentare deaktiviert für StZN: Stuttgart hat „Riesenproblem“ mit Eidechsen

ZVW: Kretschmann weist Kritik am Umgang mit Stuttgart 21 zurück

ZVW: Kretschmann weist Kritik am Umgang mit Stuttgart 21 zurückMinisterpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat Kritik aus der CDU am Umgang der Grünen mit dem Bahnprojekt Stuttgart 21 scharf zurückgewiesen. „Der Vorwurf, dass der Verkehrsminister das Projekt in irgendwelcher Weise verzögert oder behindert, entbehrt jeder Grundlage“, sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart. „Wir tun alles im Gegenteil, damit das Projekt so schnell wie möglich vorankommt.“ Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) und er seien zwar einst Gegner des S21-Projekts gewesen, aber nur bis zum Tag des Volksentscheids. Seitdem werde die Förderpflicht des Landes „vollumfänglich wahrgenommen“. Man arbeite ambitioniert an Erfolg des Projekts und nicht „am Beweis der Kritikpunkte“.“

Veröffentlicht unter Kosten, Land BW, Zeitplan | Kommentare deaktiviert für ZVW: Kretschmann weist Kritik am Umgang mit Stuttgart 21 zurück

StZ: FDP fürchtet Mehrkosten

StZ: FDP fürchtet Mehrkosten: „Der bahnpolitische Experte der FDP-Bundestagsfraktion will unter Hinweis auf steigende Baupreise Klarheit über die tatsächlichen Kosten für Stuttgart 21 und die Neubaustrecke nach Ulm. Die Bahn verweist auf den Aufsichtsratsbeschluss von vor einem Jahr.“

Veröffentlicht unter Bund, Kosten | Kommentare deaktiviert für StZ: FDP fürchtet Mehrkosten

StZN:Protest gegen S-Bahn-Sperrung

StZN: Protest gegen S-Bahn-Sperrung: „Für Filderstadt ist und bleibt es ein Schock: Die S-Bahn soll für etwa ein Jahr nicht nach Bernhausen fahren. Nun rüsten sich Verwaltung und Stadträte für Einsprüche bei einer Sitzung mit der Bahn.“

Veröffentlicht unter Filderbereich, S-Bahn | Kommentare deaktiviert für StZN:Protest gegen S-Bahn-Sperrung

NDR: Das Gespräch Gast: Christoph Ingenhoven

NDR: Das Gespräch Gast: Christoph Ingenhoven: „Christoph Ingenhoven gehört unumstritten zu den erfolgreichsten und sichtbarsten Architekten in Deutschland und der Welt. […] Aber dann wären da noch die Hauptverwaltung für Google im Silicon Valley und nicht zuletzt Stuttgart 21 – Mega-Projekte, die dem gebürtigen Düsseldorfer und seinem Büro seit Jahrzehnten Kopfzerbrechen bereiten. Das Projekt für den Internet-Riesen in Kalifornien hat Ingenhoven gerade zu Grabe getragen; und bei Stuttgart 21 prophezeit er, dass die wirklichen Schwierigkeiten im Bau erst noch bevorstehen.“

Veröffentlicht unter Allgemein, Tiefbahnhof | Kommentare deaktiviert für NDR: Das Gespräch Gast: Christoph Ingenhoven

StZPlus: Der Tiefbahnhof im Kleinformat

StZPlus: Der Tiefbahnhof im Kleinformat: „Reinhard Dörre hat einen diffizilen Bereich der Stuttgarter Bahnsteighalle nachgebaut. Das Modell im Maßstab 1:20 hilft den S-21-Ingenieuren, den Überblick zu behalten.“

Veröffentlicht unter Tiefbahnhof | Kommentare deaktiviert für StZPlus: Der Tiefbahnhof im Kleinformat

StZN: S-21-Arbeiten stoppen S-Bahn / Dicke gelbe Linie weist den Weg

StZN: S-21-Arbeiten stoppen S-Bahn: „S-Bahnfahrer, VfB-Fans und CMT-Besucher aufgepasst: Wegen S-21-Arbeiten kann an den Wochenenden bis Ende März die Rampe zur Station Hauptbahnhof (tief) nicht befahren werden. Wir informieren über die Auswirkungen – und über Alternativen.“

StZN: Dicke gelbe Linie weist den Weg: „Die S21-Arbeiten und die damit verbundene S-Bahn-Verlegung am Stuttgarter Hauptbahnhof verwirren Messebesucher. Reisende müssen an den kommenden Wochenenden etwas mehr Zeit einplanen.“

Veröffentlicht unter Bauarbeiten, Leistungsfähigkeit, S-Bahn | Kommentare deaktiviert für StZN: S-21-Arbeiten stoppen S-Bahn / Dicke gelbe Linie weist den Weg

Kontext: „S 21 bleibt grandiose Fehlentscheidung“ / Bahn auf dem Kreuzweg

Kontext: „S 21 bleibt grandiose Fehlentscheidung“: „Im zweiten Teil des Kontext-Interviews erklärt Landesverkehrsminister Winfried Hermann, warum er einen Ausstieg aus Stuttgart 21 nicht für realistisch hält, wie er die Bahn-Klage zur Mehrkostenübernahme beurteilt – und wie er mit der Kritik von Projektgegnern umgeht.“

Kontext: Bahn auf dem Kreuzweg: „Es war ein schmerzensreiches Jahr für die Deutsche Bahn, urteilt der Verkehrsexperte Winfried Wolf. Die Leiden sind groß, der Kreuzweg ist lang, und Stuttgart 21 trägt seinen Teil dazu bei. Ein schwerer Gang über sieben Stationen.“

Veröffentlicht unter Allgemein, Bund, Kosten, Land BW, Leistungsfähigkeit, Stadt Stuttgart, Städtebau, Zeitplan | Kommentare deaktiviert für Kontext: „S 21 bleibt grandiose Fehlentscheidung“ / Bahn auf dem Kreuzweg

StZ: Zweifel an Umstiegsmöglichkeiten am Flughafen / Regionalpräsident kritisiert Gastel

StZ:Zweifel an Umstiegsmöglichkeiten am Flughafen: „Der grüne Bahnpolitiker Matthias Gastel kritisiert die langen Umsteigezeiten, die am Flughafen Stuttgart nach Inbetriebnahme von Stuttgart 21 geplant seien. Immerhin sollen laut einem Fahrplanentwurf dort deutlich mehr Fernzüge halten als zuletzt befürchtet.“

Update: 9.1.: StZ: Regionalpräsident kritisiert Gastel: „In der Diskussion um die Erschließung des Stuttgarter Flughafens auf der Schiene kontert Regionalpräsident Thomas Bopp (CDU) die Kritik des grünen Bahnpolitikers Matthias Gastel mit deutlichen Worten.“

Veröffentlicht unter Bund, Filderbereich, Fußwege, Leistungsfähigkeit | Kommentare deaktiviert für StZ: Zweifel an Umstiegsmöglichkeiten am Flughafen / Regionalpräsident kritisiert Gastel

StZ: Schlüpfriges im Baustellenmorast

StZ: Schlüpfriges im Baustellenmorast: „35 000 Besucher haben sich bei den Tagen der offenen Baustelle an den S-21-Gruben umgesehen. Dort verteiltes Werbematerial hat mit seiner Zweideutigkeit für Empörung gesorgt.“

Update 8.1. StZ: Scharfe Kritik an „sexistischem“ S-21-Slogan: „Die Stuttgarter Gemeinderatsfraktion SÖS/Linke kritisiert einen Slogan, mit dem der Bahnprojektverein für seine Aktivitäten rund um Stuttgart 21 wirbt. Die Kommunalpolitiker wollen die Mitgliedschaft der Stadt im Verein umgehend beenden.“

Veröffentlicht unter Allgemein, Stadt Stuttgart, Veranstaltungen | Kommentare deaktiviert für StZ: Schlüpfriges im Baustellenmorast

Erneut keine Zeitpläne an den Tagen der offenen Baustelle 2019

update 7.1.: Vom 4. bis 6.Januar 2019 fanden wieder die vom Verein Bahnprojekt Stuttgart-Ulm organisierten Tage der offenen Baustelle rund um den Stuttgarter Hauptbahnhof statt. Wie in den Jahren zuvor standen Ingenieure der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH an den verschiedenen Stationen für Fragen zur Verfügung. Die Übersicht der angebotenen Themen zeigt der Flyer.

Die beiden Stuttgarter Zeitungen (hier) und der SWR (hier) berichteten über die Veranstaltung. Die StZ interviewte auch auf der Baustelle zwei Protagonisten, Stefan Bauer von der IG Bürger für Baden-Württemberg und Wolfgang Kuebart von den Ingenieuren 22,  „deren Meinungen zu Stuttgart 21 diametral auseinanderstreben“.  Im Netz findet man Fotos von Wolfgang Rüter (Teil 1/ Teil 2) ,  fotomedium und k punkt. Ein Teil der gezeigten Plakate sind auf der Webseite der Projektgesellschaft eingestellt. Äußerst peinlich war ein Werbeflyer, der u.a. am Tresen des Turmforums auslag.

Erstmals konnte man auch die Rettungszufahrt und das Verzweigungsbauwerk unter dem Kernerviertel besichtigen. Hier vier Fotos von Netzwerke 21:

http://netzwerke-21.de/wordpress/wp-content/uploads/20190106-Verzweigungsbauwerk.jpg Ausschnitt aus einem Schaubild (das leider nicht auf der Seite der PSU veröffentlicht ist)

Rettungszufahrt neben dem Wagenburgtunnel

Verzweigungsbauwerk unter dem Kernerviertel / Höhe Werastr.

einer der vier Tunnelvortriebe Richtung Anfahrbereich unter dem Kernerviertel

Bei den Stationen im Tunnel unter dem Kernerviertel war Folgendes auf Nachfage zu erfahren:

  • Nach der Fertigstellung Verzweigungsbauwerk unter der Jugendherberge (hier ein Schaubild aus der letzten Infoveranstaltung) ist der Vortrieb Richtung Anfahrbereich angelaufen. An dem Verzweigungsbauwerk wurde seit Februar 2015 gebaut.
  • Quellfähiges Anhydrit habe man in diesem Abschnitt nicht vorgefunden. Dieser liege ca. 50 Meter tiefer im Berg. Eine bei den Bauarbeiten zum Verzweigungsbauwerk vorgefundene Doline wurde mit Beton verfüllt.
  • Derzeit befindet sich der Vortrieb des Anfahrbereichs unter der Werastraße kurz vor den Gebäuden der Kernerstraße.
  • Wegen des weichen Gesteins und dem großen Querschnitt werden jeweils nur Teile  ausgebrochen und zur Stützung jeweils bis zu acht Meter lange Anker in die Ortsbrust angebracht.
  • Beim Rückbau der „Betonzwischenstützen“ werden auch Meißel eingesetzt. Diese seien an der Oberfläche von Anwohnern wahrgenommen worden.
  • Die vom Schacht 3 in der Urbanstraße ausgehenden Bohrungen und Hebungsinjektionen der Häuser des oberen Hebungsabschnitts sind fast abgeschlossen.
  • Mit den Injektionen für das untere Hebungsfeldes kann erst gestartet werden, wenn der Schacht 1 am Baufeld 25 hergestellt werden kann. Dies ist jedoch abhängig vom Baufortschritt der Kollegen vom PFA 1.1. an diesem Baufeld entlang der Sängerstraße / B14.
  • Für die ca. 240 Meter Vortrieb des Anfahrbereichs unter dem Kernerviertel zwischen der Jugendherberge und dem Baufeld 25 an der Sängerstraße sind ungefähr noch zwei Jahre (ca. bis Ende 2020) veranschlagt und maximal ein täglicher Vortrieb von einem halben Meter machbar.

Wieder raus aus dem Tunnel konnte man sich an zwei Stationen über den aktuellen Baustand der neuen Stadtbahnhaltstelle Staatsgalerie informieren. Auch hier ein paar Infos, die man dort und bei den Infoständen der Bahn auf Nachfrage erhalten konnte:

  • Der Rohbau der neuen Haltestelle soll im August 2019 abgeschlossen sein. Anschließend beginnen die Innenausbauarbeiten mit der bahntechnischen Ausrüstung.
  • Die Inbetriebnahme der neuen Haltestelle ist im September 2020 geplant.
  • Der Bodenbelag der neuen SSB-Haltsstelle wird entgegen dem Entwurf des Architekten Christoph Ingenhoven dunkel sein und soll damit weniger Verschmutzungen sichtbar machen.
  • Wegen des Zugangs zur neuen Haltstelle, während die Bahn zur Herstellung der Trogblöcke quer über der B14 baut, ist die Bahn derzeit mit der Stadt Stuttgart noch im Gespräch. Der in den letzten Anwohnerveranstaltung am Rande erwähnte Wulle-Steg soll es wegen der fehlenden Barrierefreiheit wahrscheinlich nicht werden. Eher angedacht sei ein Übergang an der B14 neben der Baustelle.
  • Die von der Bahn letzten Herbst ausgeschriebenen Bauarbeiten für den zweiten Abschnitt der SSB-Tunnel sowie den Nesenbachdüker unter der Schillerstraße sind noch nicht vergeben worden. In dieser Ausschreibung war von einem Fertigstellungstermin Anfang 2023 die Rede. Solange bleibt die SSB-Stammstrecke Richtung Hauptbahnhof weiterhin gesperrt und die Umleitungen des „Netz 2018“ bestehen.

So interessant die Informationen auch waren, die man an den Stationen auf Nachfrage bei den Projektingenieuren erhalten konnte. Wie bereits an den Tagen der offenen Baustelle 2018  und 2017 konnte man auf keiner der ausgestellten Schautafeln, wie z.B. Ablauf zur Rohbaufertigstellung des „Tiefbahnhofs“ , des Bauablaufs am Südkopf  und des Anfahrbereichs unter dem Kernervierteleine einzige Zeitangabe oder einen Zeitplan für die Fertigstellung des Rohbaus für den „Tiefbahnhof“ und der angrenzenden Tunnel finden. Dabei hätte man dies eigentlich erwarten können, nachdem der offizielle Inbetriebnahmetermin für Stuttgart 21 Anfang 2018 um vier Jahre von Ende 2021 auf Ende 2025 verschoben wurde. Statt dessen erhielt man Zeitangaben nur auf Nachfrage.

Beispielsweise soll laut den Lenkungskreisunterlagen der Rohbau des „Tiefbahnhofs“ Mitte 2022 fertiggestellt sein. Doch auf die Nachfrage, wie dies mit Blick auf die noch zu bauenden 27 der insgesamt 28 Kelche realisiert werden soll, erhielt man erstaunlicherweise unterschiedliche Antworten von den einzelnen Ansprechpartnern. So wurde die Dauer für den Bau der Kelche mit einmal 4 und das andere Mal mit 6-8 Monaten angegeben. Auch die Anzahl, wieviele der Kelche in den nächsten beiden Jahren gebaut werden sollen, schwankte deutlich. Und die Anzahl der Schalungssätze wurde einmal mit maximal drei (zwei für Rand-/Mittelkelche und einer für die Restkelche) beziffert, denn mehr könne man aus Platzgründen nicht einsetzen. Der nächste Projektingenieur erklärte, dass ein vierter Schalensatz im Sommer 2019 zum Einsatz kommen solle. Auch wenn man auf Nachfrage von den Projektingenieuren unisono die Auskunft erhielt, dass die Bauarbeiten im Zeitplan seien. Vertrauen, dass die Fertigstellung von Stuttgart 21 tatsächlich Ende 2025 realisiert werden kann, erweckt dies jedenfalls nicht.

Veröffentlicht unter Anwohnerveranstaltungen, Baufortschritt, Bonatz-Bau, Grundwassermanagement, Hebungsinjektionen, Kernerviertel, Killesberg, SSB, Tiefbahnhof, Veranstaltungen, Zeitplan | Kommentare deaktiviert für Erneut keine Zeitpläne an den Tagen der offenen Baustelle 2019

StZN: S 21 in Stuttgart-Untertürkheim. Nächster Tunneldurchschlag Mitte 2019

StZN: S 21 in Stuttgart-Untertürkheim. Nächster Tunneldurchschlag Mitte 2019: „Die unterirdische Trasse zum künftigen Abstellbahnhof Untertürkheim hat in den vergangenen Monaten an Gestalt gewonnen. Den Mineuren fehlen nur noch wenige Meter, bis sie die Oberfläche erreichen.  […] Im zweiten Ast des Stuttgart-21-Tunnels geht es dagegen langsamer voran. Von Wangen aus zweigen die beiden Röhren auf Höhe des Inselbads unterirdisch in Richtung Lindenschulviertel ab. In Richtung Obertürkheim wurden 2018 mit beiden Röhren der Sportplatz der SG Untertürkheim und die sich daran anschließenden Tennisplätze unterfahren. „Für den weiteren Vortrieb wird derzeit ein tragfähiges Vortriebskonzept erarbeitet, um den starken Wasserandrang dort zu bewältigen“, räumt der Bahnsprecher Herausforderungen ein.“

Veröffentlicht unter Bauarbeiten, Baufortschritt, Obertürkheim, Untertürkheim, Vortriebsstand, Zeitplan | Kommentare deaktiviert für StZN: S 21 in Stuttgart-Untertürkheim. Nächster Tunneldurchschlag Mitte 2019

StZN: Bahnkritiker erwartet weitere Kostensteigerungen / SWR: Bahnexperte Gastel: S21 kostet zehn Milliarden

StZN: Bahnkritiker erwartet weitere Kostensteigerungen: „Im Januar 2018 billigt der Bahn-Aufsichtsrat die Kostenexplosion bei Stuttgart 21 auf 8,2 Milliarden Euro. Und das Projekt soll nun erst Ende 2025 fertig werden. Der Grünen-Politiker Matthias Gastel fährt oft Bahn und blickt ein Jahr später kritisch auf den Beschluss.“

SWR: Bahnexperte Gastel: S21 kostet zehn Milliarden: „Aktuell werden laut Gastel weitere Kostensteigerungen für das Mammutprojekt fest unter Verschluss gehalten. „Intern wird bei der Bahn bereits mit Gesamtkosten von über 10 Milliarden Euro gerechten“, will Gastel aus gut unterrichteten Kreisen erfahren haben. Die Zahl sei dem Bahnvorstand bekannt, als Hauptgrund würden allgemeine Steigerungen der Baukosten ins Feld geführt. In einem offenen Brief an Konzernchef Richard Lutz, der unserer Redaktion vorliegt, fordert Gastel, „dass Politik und Öffentlichkeit stets umgehend über neue Erkenntnisse informiert werden“. 

MdB Matthias Gastel: Brief an den DB-Chef. Umgang mit den Wahrheiten rund um Stuttgart 21

Veröffentlicht unter Bund, Filderbereich, Kosten, S-Bahn, Zeitplan | Kommentare deaktiviert für StZN: Bahnkritiker erwartet weitere Kostensteigerungen / SWR: Bahnexperte Gastel: S21 kostet zehn Milliarden

StN: S 21 und die S-Bahn zum Flughafen. Auf dem Abstellgleis

StN: S 21 und die S-Bahn zum Flughafen Auf dem Abstellgleis: „In dieser Woche hat der Plan der S-21-Macher Schlagzeilen gemacht, die S-Bahn nicht mehr zum Flughafen fahren zu lassen. Dagegen muss sich politischer Widerstand formieren, meint Redakteur Thomas Durchdenwald. Noch wichtiger aber ist: die S-21-Verantwortlichen müssen endlich umdenken.  […]  Vieles, aber beileibe nicht alles, was die viel geschmähten S-21-Gegner befürchteten, erweist sich als zutreffend. Doch noch immer köpfen die S-21-Macher lieber den Schampus, um ihre unbestreitbaren Erfolge auf der Neubaustrecke, beim Bau der Tunnels und der Kelchstützen zu feiern, als der Öffentlichkeit reinen Wein einzuschenken, wo es klemmt und zwackt. Doch darauf hat die Bevölkerung, die sich bei der Volksabstimmung mehrheitlich hinter das Projekt stellte, einen Anspruch. Bis die ersten Züge fahren, wird es so weitergehen: höhere Kosten, längere Bauzeit, viel Ärger.“

Veröffentlicht unter Allgemein, Filderbereich, Kosten, S-Bahn, SSB, Zeitplan | Kommentare deaktiviert für StN: S 21 und die S-Bahn zum Flughafen. Auf dem Abstellgleis

StZN: Bahnhof: Unverstellter Blick auf die erste Kelchstütze

StZN: Bahnhof: Unverstellter Blick auf die erste Kelchstütze: „Die erste von 28 Kelchstützen für den neuen Tiefbahnhof ist jetzt vollständig von ihrer Schalung befreit worden. Bei den Tagen der offenen Baustelle vom 4. bis 6. Januar können Bürger sie genauer anschauen.“

Veröffentlicht unter Baufortschritt, Tiefbahnhof, Veranstaltungen | Kommentare deaktiviert für StZN: Bahnhof: Unverstellter Blick auf die erste Kelchstütze

Ingenieure22 zu Ronald Pofalla über digitale Signaltechnik – „Der Effekt für die Region wäre enorm

Ingenieure22: Ronald Pofalla über digitale Signaltechnik – „Der Effekt für die Region wäre enorm“: „So lautet der Titel eines Interviews des StZ-Redakteurs Christian Milankovic mit dem DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla, das am 6.12.2018 in der Stuttgarter Zeitung erschien. Doch, wie so oft, die Antworten von Herrn Pofalla gehen weit an der Realität vorbei, sind Wunschdenken und politisches Schönreden. Man fragt sich, was hat das Interview bezwecken sollen? Während inzwischen schon die S-Bahn zum Flughafen als nächste Sau durchs Dorf Stuttgart 21 getrieben wird, haben die Ingenieure22 (Ulrich, Ulli und Wolfgang) sich die Zähne an Alternativantworten ausgebissen. Hier das Alternativ-Interview, bei dem sich die Ingenieure22 Herrn Milankovics Fragen vornahmen und eine eigene Beantwortung versuchten.

Veröffentlicht unter Ingenieure22, Leistungsfähigkeit | Kommentare deaktiviert für Ingenieure22 zu Ronald Pofalla über digitale Signaltechnik – „Der Effekt für die Region wäre enorm

StZN: Stuttgart 21 wird für die Bahn zur Dauerlast

StZN:Stuttgart 21 wird für die Bahn zur Dauerlast: „Stuttgart 21 wird die bereits hochverschuldete Deutsche Bahn AG in den nächsten Jahren massiv belasten. Das zeigt die neue Investitionsplanung des größten Staatskonzerns, die unserer Redaktion vorliegt. Demnach muss Bahn-Chef Richard Lutz allein bis 2023 rund 3,3 Milliarden Euro Eigenmittel für S 21 beschaffen – das ist mehr, als der klamme Konzern im gesamten vorigen Jahr in allen Bereichen investiert hat, und mehr als das Vierfache des letzten Jahresüberschusses. […] Das könnte dazu führen, dass Geld für wichtige andere Projekte bei der Infrastruktur sowie im Fern-, Regional- und Güterverkehr fehlt.“

Veröffentlicht unter Allgemein, Bundesrechnungshof, Klageverfahren, Kosten, Land BW, Stadt Stuttgart | Kommentare deaktiviert für StZN: Stuttgart 21 wird für die Bahn zur Dauerlast

Bahn stellt Bauplanung für die Flughafenanbindung vor. Empörte Regionalräte und SSB als Ausputzer

StZN:„Helle Empörung“ bei Regionalräten: „In einer nichtöffentlichen Sitzung des regionalen Verkehrsausschusses informierte die Bahn über ihre Pläne am Flughafen. Eine Unterbrechung des S-Bahnverkehrs lehnen die Regionalräte ab. Und auch sonst bekam die Bahn einiges zu hören.“

StZ: Stadtbahn soll S-Bahn-Ausfall kompensieren: „Ein Gutachten der Uni Stuttgart sieht erweiterte Stadtbahn-Linien während des Baus der neuen S-Bahn-Station als bessere Lösung im Vergleich zu dem vom Land präferierten Übergangshalt auf freier Strecke beim Flughafen.“

StN: SSB sieht Probleme in der Rolle als Ausputzer bei S 21: „Die Stadtbahnlinien U 6 und eine völlig neue U 17 sollen den Ausputzer geben, wenn die S-Bahn vom Flughafen abgekoppelt wird. Der Gäubahn-Anschluss wird nicht vor 2027 fertig.“

Schwäbische: S-Bahn fährt ein Jahr nicht zum Stuttgarter Flughafen: „Die Bahn muss ihre Pläne erneut öffentlich auslegen, Bürger und Verbände können Einwände erheben. Vor den Sommerferien will die Bahn so weit sein, diese in einem so genanten Erörterungstermin zu besprechen. Danach bekommt das Eisenbahnbundesamt alle Unterlagen und Einwände.“

Update 21.12.2018: Pressemeldung Verband Region Stuttgart fordert Interimshalt für S-Bahn am Flughafen

StN: Verstärkt S-Bahn-Sperrung Verkehrschaos?: „Durch die Bauarbeiten am S-Bahnhof Flughafen wird es einen Busshuttle geben. In Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen drohen dadurch Staus und Verspätungen im Fahrplan. Die Rathausspitzen befürchten eine Überlastung der Bus-Bahnhöfe.“

Veröffentlicht unter Eisenbahn-Bundesamt, Fasanenhof, Filderbereich, Kosten, Land BW, S-Bahn, SSB, Zeitplan | Kommentare deaktiviert für Bahn stellt Bauplanung für die Flughafenanbindung vor. Empörte Regionalräte und SSB als Ausputzer

StZN: Kretschmann ist sauer auf Bahn

StZN: Kretschmann ist sauer auf Bahn:  „Die ausufernden Kosten und Bauzeiten beim Bahnprojekt Stuttgart 21 und neue Schwierigkeiten beim Bau des neuen Haltepunkts für die Gäubahn am Flughafen haben zu einer Fundamentalkritik von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) geführt. Bei der Landespressekonferenz am Dienstag stellte er das Verfahren für die Volksabstimmung zu Stuttgart 21 aus dem November 2011 in Frage.“

fluegel.tv auf youtube: Ausschnitt aus der Landespressekonferenz mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Verkehrsminister Winfried Hermann / Überprüfung von S21 wegen der Finanzprobleme der DB?

Veröffentlicht unter Allgemein, Kosten, Land BW, Leistungsfähigkeit | Kommentare deaktiviert für StZN: Kretschmann ist sauer auf Bahn

Neue Längsschnitte durch den Tiefbahnhof zeigen u.a. die riesigen Dimensionen des Schwallbauwerks am Südkopf

Im Drehscheiben-Forum wird auf einen neuen Längsschnitt des „Tiefbahnhofs“ hingewiesen (hier). Das Forumsmitglied Schienenbieger schreibt: „Am Bauzaun hängen seit einigen Tagen neue Plakate mit einem Längsschnitt durch den Bahnhof. Hab mal einige Details extrahiert.“

Die Fotos der Längsschnitte sind sehr interessant, insbesondere die Abbildung des Südkopfs, auf dem schwarz das geplante Schwallbauwerk abgebildet ist:

Hier ein Auszug:

Im virtuellen Model der Bahn, über das wir im März 2017 berichtet hatten, wurde das am Fuße des Kernerviertels liegende Schwallbauwerk noch als dezenter, weißer Kubus hinter einem Baum versteckt:

Jetzt zeigt es sich, dass das Netzwerk Kernerviertel im März 2016 mit seiner Animation  des Schwallbauwerks richtig lag:

Die  Darstellung auf den neuen Längsschnitten deutet daraufhin, dass die Bahn mit der auf den letzten Anwohnerveranstaltungen erwähnten Lösung, das Schwallbauwerk in einen Gebäudekomplex zu intergrieren, noch nicht weiter gekommen ist.

Das Schwallbauwerk soll der Entschwallung und Entrauchung des Tiefbahnhofs und der Tunnelbauwerke dienen. Entschwallung bedeutet, dass der Luftschwall der einfahrenden Züge über dieses Bauwerk entweichen soll. Nach dem neuen Brandschutzkonzept sind jetzt vier Hochleistungs-Axialgebläse vorgesehen,  die den Rauch über die Lichtaugen aus dem Tiefbahnhof blasen sollen. Die vier Hochleistungsventilatoren sollen im Brandfall und bei regelmäßigem Test- und Wartungsbetrieb eingesetzt werden. Ein Vollbetrieb ist im Brandfall und mindestens einmal im Jahr bei Wartungsarbeiten erforderlich. Jährlich zehn Wartungsarbeiten sollen unter Teillast mit reduzierter Schallleistung erfolgen.

Das Netzwerk Kernerviertel hatte im Planänderungsverfahren die unzureichenden Lärmprognosen  des Gutachters und Immissionsschutzbeauftragten Peter Fritz kritisiert, der daraufhin ein neues Gutachten dem Eisenbahn-Bundesamt vorlegen musste. Die Ingenieure22 hatten im Planänderungsverfahren das neue Brandschutz- und Entrauchungskonzept sowie die Funktionsweise des Schwallbauwerks in Frage gestellt.

Veröffentlicht unter Brandschutz, Eisenbahn-Bundesamt, Entrauchungsbauwerke, Ingenieure22, Kernerviertel, Lärm, Planfeststellung, Tiefbahnhof | Kommentare deaktiviert für Neue Längsschnitte durch den Tiefbahnhof zeigen u.a. die riesigen Dimensionen des Schwallbauwerks am Südkopf