StZ: Land will schnelle Züge über die Alb schicken

StZ: Land will schnelle Züge über die Alb schicken: „Der Abschnitt der Eisenbahn-Neubaustrecke auf der Schwäbischen Alb liegt gut im Plan, womöglich fahren Züge doch schon 2021. Dafür gibt es erste vage Anzeichen.“

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Zweiter Tunneldurchschlag unter der Gänsheide und 70% vorgetrieben. Zum Baufortschritt beim Tunnelvortrieb für Stuttgart 21 Mitte Juni 2018

Die DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH informierte gestern in einer Pressemitteilung (hier), dass unter der Gänsheide der zweite Tunneldurchschlag des Obertürkheimer Tunnels zwischen dem Zwischenangriff Wangen und dem Verzweigungsbauwerk geschafft wurde.

Damit dürften die Sprengungen für den Tunnelbau unter der Gänsheide und der Uhlandshöhe bis auf die restlichen Arbeiten am Verzweigungsbauwerk unter der Wera-/Hausmannstraße abgeschlossen sein. Immerhin geht der Sprengvortrieb seit März 2015 und damit mehr als drei Jahre. Die Erschütterungen waren für die Anwohner immer wieder spürbar. Aktuell läuft unter der Gänsheide noch der maschinelle Tunnelvortrieb für den Fildertunnel. Der Bau der beiden Röhren für den jetzt vorgetriebenen Abschnitt des Obertürkheimer Tunnels zwischen dem Zwischenangriff Wangen und der Innenstadt hat vor allem jahrelang den Anwohnern in Wangen, aber auch in Gablenberg, durch die Spreng- und Meißelarbeiten massiv belastet. Der symbolische Start der Vortriebsarbeiten am Zwischenangriff Wangen wurde im Dezember 2013 gefeiert. Die Sprengarbeiten unter Wangen starteten 2014.

Wir möchten den Anlass des Tunneldurchschlags nutzen und kurz über den aktuellen Vortriebsstand bei Stuttgart 21 zu informieren. Vorneweg unsere Tabelle über den  Tunnelvortrieb zum 18.06.2018, die wir aus den Vortriebsständen zusammenstellen, die wöchentlich auf der Webseite der Projektgesellschaft veröffentlicht werden:

Aktuell sind mit 40,847 Kilometer und damit fast 70% der Tunnelstrecke für Stuttgart 21 vorgetrieben; die detaillierten Stände in den einzelnen Tunnelröhren finden Sie in unseren Übersichten ab Oktober 2015 / bis September 2015.

Hier die Tunnelvortriebsstände anhand der am Montag von der Projektgesellschaft veröffentlichten Grafiken:

b) Fildertunnel

  • Aktuell fährt die von Degerloch aus gestarte Tunnelvortriebsmaschine auf ihrer 3.Schildfahrt unter der Gänsheide. Laut dem an der Anwohnerveranstaltung vorgestellten Zeitplan soll die dritte Schildfahrt der Tunnelvortriebsmaschine, das Wenden in der Wendekaverne und der Beginn der vierten Schildfahrt in 2018 realisiert werden. Das letzte Stück bis zur Wendekaverne wird die Maschine durch den bergmännisch aufgefahrenen Übergangsbereich geschoben.
  • Der Zeitplan enthält jedoch keine Angaben, wann der bergmännische Vortrieb unter dem Kernerviertel zum Bau des zweigleisigen Anfahrbereichs starten soll. Nach der mündlichen Information des Abschnittsleiters Günther Osthoff kann der Vortrieb vorraussichtlich August/September 2018 nach Abschluss der Arbeiten am Verzweigungsbauwerk beginnen.

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StZ: Bahndirektion von 2020 an wieder auf festem Boden / SWP: Schwieriges Bauen an Stuttgart 21

StZ: Bahndirektion von 2020 an wieder auf festem Boden: „Teile der Tunnel für den neuen Bahnknoten Stuttgart 21 werden derzeit an der alten Bahndirektion direkt auf Stadtbahnröhren gebaut. In zwei Jahren sollen die Gruben geschlossen sein und der Bau eines neuen Viertels beginnen.“

SWP: Schwieriges Bauen an Stuttgart 21: „Positiver Zwischenbericht von den Bauarbeiten am umstrittenen Milliardenprojekt Stuttgart 21: An einer der kniffeligsten Stellen läuft alles nach Plan, und auch die Kosten werden gehalten, wie Michael Pradel von der Bahn-Projektgesellschaft am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Die Arbeiten am Nordkopf des neuen Tiefbahnhofs unter der aufgebockten, 15 000 Tonnen schweren ehemaligen Bahndirektion sowie über neu geschaffene Tunnelröhren der Stadtbahn seien „eine ganz dicke Paranuss“, die es zu knacken galt und noch gelte.“

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StZN: Verkauf der alten Gleise vor Gericht

StZN: Verkauf der alten Gleise vor Gericht: „Die Stuttgarter Netz AG will die alten Gleisanlagen am Hauptbahnhof weiter betreiben und klagt den Kauf ein. Das letzte Wort haben Richter in Leipzig.“

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Weiterhin umgeben von Dauerbaustellen. Bericht von der Informationsveranstaltung im Rathaus für das Kernerviertel

Vor zwei Wochen fand auf Einladung der Bürgerbeauftragten Alice Kaiser und der Bezirksvorsteherin Veronika Kienzle nach März 2017 wieder eine Informationsveranstaltung für die Anwohner des Kernerviertels im Rathaus statt. Die Online-Redaktion der beiden Stuttgarter Zeitungen (hier) berichtete ausführlich darüber. Die auf der Veranstaltung gezeigte Präsentation ist auf der Webseite der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH (hier) eingestellt.

Es war erste Veranstaltung nach der offiziell vom Aufsichtsrat der Bahn genehmigten Verschiebung der Inbetriebnahme von Stuttgart 21 auf Dezember 2025. Von daher war damit zu rechnen, dass in der Anwohnerveranstaltung aktualisierte und realisitischere Bauzeitpläne vorgestellt werden. Die Präsentation und die Antworten der Bahn- und SSB-Vertreter auf die Fragen des Netzwerks Kernerviertel (hier) und des Publikums zeigten, dass die geplanten und seit mehreren Jahren immer wieder vorgestellten Bauarbeiten deutlich mehr Zeit benötigen. Das Wohngebiet wird daher noch auf Jahre hinaus von S21- und SSB-Baustellen belastet sein. Die Tunnelvortriebsarbeiten unter dem Kernerviertel laufen seit Ende 2013, die der Bauarbeiten am Südkopf seit 2014. Wie auch in den letzten Jahren, möchten wir einen ausführlichen Überblick über die wichtigsten Punkte der Veranstaltung geben:

1. Begrüßung

  • Zu Beginn begrüßten die Bürgerbeauftragte Alice Kaiser und die Bezirksvorsteherin Veronika Kienzle die Teilnehmer der Veranstaltung, stellten die Vertreter der Bahn auf dem Podium vor und bedankten sich beim Netzwerk Kernerviertel für den Fragebogen. Veronika Kienzle und Manfred Leger, Geschäftsführer der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH, bedankten sich zum Abschied bei Alice Kaiser für ihre Arbeit, da sie künftig die Stuttgarter IBA-Aktivitäten koordinieren wird.
  • Manfred Leger sprach zu Beginn seiner Begrüßung von der jetzt auf 2025 verschobenen Inbetriebnahme von Stuttgart 21, jedoch ohne Gründe für die Verzögerung zu nennen (Folie). In seiner zweiten Folie listete er den „sichtbaren“ Baufortschritt des Projekts auf und kündigte an, dass dieses Jahr „richtig was abgehen“ werde. So sei beispielsweise bei der Bahnhofshalle des „Tiefbahnhofs“ mit der Betonierung der ersten Kelchstütze und eines Randkelchs in 2018 zu rechnen. Dass er bereits vor mehr als drei Jahren den zügigen und parallelen Bau der Kelchstützen im StZ-Interview „Warten Sie ab, wie schnell wir noch werden“ angekündigt hatte, blieb unerwähnt.
  • Bei dem vom Eisenbahn-Bundesamt genehmigten Filderabschnitt PFA 1.3a werde man die Vergaben für die Bauarbeiten starten, sobald das Gerichtsurteil des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim vorliegt. Mit der Planfeststellung im zweiten Filderabschnitt PFA 1.3b rechnet er in 2019. Das noch wegen der erneuten Überarbeitung der Unterlagen nicht einmal eingeleitete Anhörungsverfahren im PFA 1.6b für den Abstellbahnhof fehlte bei den Ankündigungen des S21-Chefs.

2. Arbeiten der Bahn am Südkopf und der Kelchstützen

  • Die anstehenden bzw. geplanten Bauarbeiten für 2018 und 2019 präsentierte Michael Pradel, Abschnittsleiter des PFA 1.1. rund um den „Tiefbahnhof“.

a) Geplante Fertigstellung der Rohbauten

  • Im Sommer sollen die Betonierarbeiten der ersten Kelchstütze im Bauabschnitt 16 zum Bau der Bahnsteighalle starten. Die erneute Verzögerung liegt an den noch zu vergebenden Spezial-Schweißerarbeiten für die Lichtaugen. Für 2018 sei geplant noch einen Randkelch fertigzustellen, 2019 dann die zweite Kelchstütze. Fünf Kelchstützen sollen in den beiden Bauabschnitte 16 und 17 entstehen. Zu berücksichtigen sind auch die Zeiten für die Schwindgassen zwischen den Kelchstützen. Die Fertigstellung dieser beiden ersten Bauabschnitte der neuen Bahnsteighalle ist daher erst für 2020 vorgesehen.
  • Die Frage des Netzwerks Kernerviertel nach der Fertigstellung der Rohbauarbeiten am Südkopf einschließlich der Tieferlegung der B14 zwischen Gebhard-Müller-Platz und dem Hotel Meridien wurde während der Veranstaltung nicht angesprochen. Immerhin hatte S21-Chef Manfred Leger nach einem Bericht des SWRauf Anfrage vor dem Gemeinderat erklärt, dass die Bahn bis 2021 komplett aus den öffentlichen Raum verschwunden sein will.“ Auf Nachfrage nach der Veranstaltung sagte Pradel einer Vertreterin des Netzwerks, dass nach derzeitiger Planung die Rohbauarbeiten bis Ende 2022 abgeschlossen sein sollen. Ob dies auch gleichzeitig für die Bauarbeiten zur Tieferlegung der B14 realisiert werden kann, ist noch nicht klar. Dazu werden aktuell die Bauablaufpläne überprüft.

b) Anstehende Bauarbeiten am Südkopf:

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StZ: „S 21 ist Ouvertüre für das Rosensteinviertel“

StZ: „S 21 ist Ouvertüre für das Rosensteinviertel“: „Das Turmforum, das für das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm wirbt, wird 20 Jahre alt. Georg Brunnhuber, Vorsitzender des die Ausstellung tragenden Vereines, spricht über das geplante neue Domizil der Schau und seinen überraschenden Rückzug von der Vereinsspitze. „

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Kontext: Kriminaltango in der Baugrube

Kontext: Kriminaltango in der Baugrube: „Stuttgart 21 entwickelt sich zu einem gigantischen Fall von Wirtschaftskriminalität, wie die Anhörung im Verkehrsausschuss des Bundestags verdeutlicht. Der grüne Ausschussvorsitzende Cem Özdemir faselt was von Katzen auf Bäumen. Und die Staatsanwaltschaft Berlin weigert sich, zu ermitteln.“

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StZN: Land zahlt weniger an S 21

StZN: Land zahlt weniger an S 21: „Der Bund erhöht seinen Anteil aus einem Fördertopf bei Stuttgart 21 und entlastet damit das Land. Die Bahn AG will ihre Pläne zu Änderungen an der so genannten Wendlinger Kurve noch in diesem Monat beim Eisenbahn-Bundesamt einreichen und bis Juni 2019 eine Genehmigung erhalten. Damit soll der zwei- statt bisher eingleisige Anschluss der neuen ICE-Strecke Wendlingen-Ulm an die bestehende Bahnstrecke von Plochingen nach Tübingen erreicht werden.“

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Kein mea culpa. Eine Anmerkung nach der S21-Anhörung im Verkehrsausschuss des Bundestags

Wer die Stuttgart 21-Anhörung des Verkehrsausschusses im Palamentsfernsehen verfolgte, musste feststellen, dass kein einziger der anwesenden Stuttgart 21-Befürworter und Projektverantwortlichen auch nur ein vorsichtiges „mea culpa“ äußerte, wie es der Ausschussvorsitzende Cem Özdemir im Vorfeld (StZ) gefordert hatte. Dass sich das Projekt um 6 Jahre verzögert, die von den Kritikern befürchteten Risiken eingetreten sind und das Bahnprojekt bereits um fast 4 Milliarden über dem noch zum Baustart und der Volksabstimmung als Sollbruchstelle verkauften Kostenrahmen liegt, spielte keine Rolle.

Dabei hat die Projektentwicklung abgesehen von den Mehrbelastungen der Steuerzahler und der Stuttgarter Bürger auch eine politische Dimension. Am selben Tag wurde in den Medien ausführlich über die Analyse der SPD zum schlechten Abschneiden der Partei bei der Bundestagswahl 2017 berichtet. Die Analyse ist im Netz (hier) abrufbar. Darin findet sich u.a. auf Seite 97 ein Satz, den sich auch die politischen S21-Befürworter und Projektverantwortlichen bewusst machen sollten:

„6. Gut regieren

Vertrauen entsteht durch Taten. Solange WählerInnen den Eindruck haben, dass Politik und Verwaltung bei Großprojekten wie dem BER oder Stuttgart 21 überfordert sind und gleichzeitig Probleme wie funktionsunfähige Schulklos, Wohnungseinbrüche oder Dieselskandal nicht in den Griff bekommen, wird es schwierig sein, Vertrauen aufzubauen.“

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Video und Presseberichte über die S21-Anhörung im Verkehrsausschuss des Bundestages

Deutscher Bundestag: Video der Anhörung / Experten nach wievor uneins auf das Bahn-Projekt Stuttgart 21

StN: Schlagabtausch um Stuttgart 21: „Kritiker des Milliarden-Projekts haben im Verkehrsausschuss des Bundestags auf einen sofortigen Baustopp gedrängt. Die Bahn kontert. Sie hält das Projekt weiterhin für sinnvoll.“

StZ: In Berlin prallen die S-21-Positionen aufeinander: „Im Verkehrsausschuss des Bundestages sollte über eine Umstiegsidee beim Umbau des Stuttgarter Bahnknotens diskutiert werden. Zur Sprache kam aber auch die Historie von Stuttgart 21. Die Projektkritiker zeigten sich hinterher ernüchtert.“

BZ: Die Fronten in Sachen S 21 sind weiter verhärtet: „Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 hält es auch acht Jahre nach Baubeginn für besser, das umstrittene Bahnprojekt zu stoppen. Die Bahn sieht zum Weiterbau keine Alternative.“

VCD: Stuttgart 21 neu ausrichten statt stoppen – VCD legt vier Maßnahmen vor, um Milliardenprojekt zu retten: „Heute Bundestagsanhörung zu Stuttgart 21 im Verkehrsausschuss. VCD: Völliger Projektabbruch zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr angebracht. Bundesregierung muss bei Bauplanung umsteuern. Teile von Stuttgart 21 so schnell wie möglich in Betrieb nehmen, verbliebenen Kopfbahnhof nutzen, Flughafenbahnhof streichen und Strecke Mannheim-Stuttgart ausbauen. VCD-Vertreter als Sachverständiger im Bundestag.“ (Die sehr interessante Stellungnahme des VCD, die auch Näheres zur Vertragsunterzeichnung, unsoliden Finanzierung und Unwirtschaftlichkeit des Projekts enthält, finden Sie auf der Webseite des Bundestages.)

StZ:S-21-Gegner sehen sich im Aufwind: „Die Anhörung im Bundestag am Montag gebe es nur, weil das Projekt „in einer existenziellen Krise“ sei, so die Projektkritiker, die dem S-21-Chef ein „merkwürdiges Demokratieverständnis attestieren.“

StZ: Aktionsbündnis fordert Umstieg beim Bahnprojekt:Das Aktionsbündnis gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 hat die Deutsche Bahn aufgefordert, bei dem Projekt umzusteuern. Stuttgart 21 sei unwirtschaftlich.“

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StZ: Özdemir fordert „mea culpa“ der S-21-Verfechter

StZ: Özdemir fordert „mea culpa“ der S-21-Verfechter: „Vor der Beratung über Stuttgart 21 im Verkehrsausschuss des Bundestages gehen die Wogen hoch. Der Ausschussvorsitzende Cem Özdemir (Grüne) fordert eine Entschuldigung der S-21-Befürworter – und nimmt seinen Parteifreund Winfried Hermann in Schutz“.

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Stern: Sicherheitsexperte beurteilt Brandschutz bei Stuttgart 21: „Es ist ein Staatsverbrechen“

Stern: Sicherheitsexperte beurteilt Brandschutz bei Stuttgart 21: „Es ist ein Staatsverbrechen“:Stuttgart 21 ist Europas größte Baustelle. Politik und Bahn sind „finster entschlossen“ das Großprojekt in Stuttgart durchzuziehen – obwohl inzwischen feststeht: Es ist nicht nur Unfug, es ist lebensgefährlich. Mit einer Analyse von Arno Luik“

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StZ: Züge rollen frühestens 2022 zwischen Hauptbahnhof und Staatsgalerie

Am Dienstag fand die Rathausveranstaltung für die Anwohner des Kernerviertels statt, über die wir noch ausführlich berichten werden. Auf dieser räumte Winfried Reichle, S21-Koordinator der SSB, auf Nachfrage ein, dass die Unterbrechung der SSB-Stammstrecke wegen der komplexen Abhängigkeiten vom Bau des „Tiefbahnhofs“ und des Nesenbachdükers  frühestens Ende 2022 beendet sein wird. Auch sei man mit der Bahn im Gespräch, ob die Bahn diesen Bauabschnitt bzw. Teile davon übernimmt. Die Stuttgarter Zeitung (hier) berichtet in der heutigen Ausgabe ausführlich darüber.

Nach derzeitiger Planung beträgt die Sperrungen der neuralgischen SSB-Stammstrecken in den beiden Phasen („Netz 2016“ und „Netz 2018“) sechseinhalb Jahre. Wir möchten noch daran erinnern, dass nach der Planfeststellung ursprünglich nur 14 Tage Sperrungen vorgesehen waren. 2016 war zu Beginn der Streckensperrungen noch von einem Gesamtzeitraum von 3,25 Jahren die Rede. Die zweite Phase war damals mit zwei Jahren angesetzt, jedoch unter dem Vorbehalt der zeitlichen Abhängigkeit vom Baufortschritt der Bahn. Nur zwei Jahre später hat sich der geplante Zeitraum der Streckensperrung auf 6,5 Jahre verdoppelt.

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StZ: Schnelle Züge nach Ulm doch 2022? / „Pro Stunde und Richtung sind zwei Züge drin“

StZ:Schnelle Züge nach Ulm doch 2022?: „Der Boßlertunnel ist fertig, es stellt sich die Frage, wie die neue Strecke nach Ulm auch ohne Stuttgart 21 in Betrieb gehen kann. Das Land drängt. „

StZ: „Pro Stunde und Richtung sind zwei Züge drin“: „Verkehrsexperte Matthias Lieb hält den Betrieb der ICE-Strecke von 2022 an für möglich – vorausgesetzt der S-Bahn-Teil von S 21 ist dann auch fertig. Das erklärt der Landesvorsitzende des Verkehrsclub Deutschland im Interview.“

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SWP: Stuttgart 21. Hermann: Größte Fehlentscheidung der Geschichte / StZ: Grün-schwarzer Zoff über Stuttgart 21

SWP: Hermann: Stuttgart 21. Größte Fehlentscheidung der Geschichte: „Nach Ansicht des grünen Ministers könnte Ex-Bahnvorstand Sarrazin in Sachen Kostenexplosion bei S 21 richtig liegen. […] Am Montag wird der Verkehrsausschuss des Bundestags über einen Aus- und Umstieg diskutieren. Für Hermann ist klar, dass es kein Zurück mehr geben wird. Zwei Drittel aller Tunnel seien gebohrt und Stuttgart aufgewühlt. Trotzdem moniert er: „Wir geben einen Haufen Geld aus und versenken einen Bahnhof und haben dadurch keinen Vorteil. Stuttgart 21 ist die größte Fehlentscheidung der Eisenbahngeschichte.“

StZ: Grün-schwarzer Zoff über Stuttgart 21: „Verkehrsminister Winfried Hermann nennt Stuttgart 21 die „größte Fehlentscheidung der Eisenbahngeschichte“ und sieht keinen Nutzen in dem Vorhaben. Beim Koalitionspartner und in der Opposition ist man verblüfft. Das Staatsministerium geht auf Distanz.“

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StZN: Linke nehmen Bahn-Chef Lutz ins Visier / SWR: Legt Bahn „absichtlich“ zu hohe Kosten vor?

StZN: Linke nehmen Bahn-Chef Lutz ins Visier: „Die von unserer Redaktion exklusiv veröffentlichen Aussagen von Ex-Bahn-Vorstand Thilo Sarrazin über die Unwirtschaftlichkeit von S21 lösen Unruhe aus. Bahn-Chef Richard Lutz gerät wegen seiner Aussage unter Druck, wonach die Kostensteigerungen bei Stuttgart 21 erst im Verlauf des Projekts deutlich geworden seien. Das hatte der Vorsitzende der Deutschen Bahn am 18. April bei einer Anhörung im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestags erklärt. Die Verkehrsexpertin der Linken im Parlament, Sabine Leidig, wirft Lutz jetzt vor, er habe im Ausschuss „die Unwahrheit gesagt“.

SWR: Legt Bahn „absichtlich“ zu hohe Kosten vor?: „An den internen Berechnungen der Bahn zum Tiefbahnhof „Stuttgart 21″ gibt es Kritik. Experten klagen, dass die Kosten für einen Abbruch des Projekts zu hoch angesetzt seien – und das mit Absicht.“

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StZN: Dritte Leuze-Röhre treibt die Kosten hoch

StZN: Dritte Leuze-Röhre treibt die Kosten hoch:  „Nicht nur der Stuttgart-21-Tiefbahnhof wird deutlich teurer als geplant: Auch der Rosensteintunnel, eines der größten Tunnelbauprojekte der Stuttgarter Geschichte, kratzt mittlerweile an der 300-Millionen-Euro-Marke. Gestartet war es 2012 mit einer Kostenschätzung von knapp 200 Millionen Euro. Nach Informationen unserer Zeitung erhöhen sich die Gesamtkosten für das Vorhaben, das auch die Verbindung B 10/B 14 – den sogenannten Leuzeknoten – umfasst, aktuell auf 293 Millionen Euro. Das geht aus einem Papier hervor, über das der Technische Ausschuss des Gemeinderats am 12. Juni berät. Zuletzt hatte die Kostenschätzung bei rund 277 Millionen Euro gelegen.“

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Kontext: Augen zu und durch den Anhydrit / Wasser Marsch!

Kontext: Augen zu und durch den Anhydrit: „Kommenden Montag diskutiert der Verkehrsausschuss im Bundestag über das Thema „Ausstieg und Umstieg bei dem Bahnprojekt Stuttgart 21″. Union und SPD benennen Profiteure des Projekts als Sachverständige. Einer von ihnen feierte jüngst seinen 83. Geburtstag in einem S-21-Tunnel.“

Kontext: Wasser Marsch!: „Stuttgart ist die Stadt mit dem größten Starkregenrisiko Deutschlands. Dass der geplante S-21-Tiefbahnhof das daraus folgende Hochwasserrisiko noch deutlich erhöht, wollen Projektgegner in einer neuen Studie belegen. Darin sind auch bemerkenswerte Pläne der Bahn im Falle eines Hochwassers dokumentiert. „

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StZN: Thilo Sarrazin rechnet mit der Bahn und S21 ab

StZN: Thilo Sarrazin rechnet mit der Bahn und S21 ab: „Der ehemalige Bahn-Vorstand Thilo Sarrazin redet Klartext. Nach seiner Darstellung war das finanzielle Risiko bei dem umstrittenen Großprojekt den Beteiligten bei der Bahn und im Bundesfinanzministerium mindestens seit 2001 „vollständig bekannt“. […] Schon im Sommer 2001 sei aber „völlig klar“ gewesen, dass „die wie immer berechnete Wirtschaftlichkeit des Projekts Stuttgart 21 in sich zusammenbrechen würde, wenn sich nur ein kleiner Teil der Risiken, etwa im Tunnelbau, materialisierte“. 

Die schriftliche Stellungnahme von Thilo Sarrazin zur öffentlichen Anhörung am 11. Juni 2018  finden Sie auf der Webseite des Bundestages.

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Pressemitteilung des Aktionsbündnisses: Studie zu Überflutungsrisiken bei Stuttgart 21 vorgestellt. Die Katastrophe ist absehbar

Pressemitteilung des Aktionsbündnisses:  Studie zu Überflutungsrisiken bei Stuttgart 21 vorgestellt. Die Katastrophe ist absehbar: Als unglaublich fahrlässig und verantwortungslos bezeichnen es Hans Heydemann und Christoph Engelhardt, dass in Zeiten des rapiden Klimawandels in einer extrem Starkregen gefährdeten Stadt wie Stuttgart ein Risiko-Projekt wie Stuttgart21 realisiert werden soll. Dipl.-Ing Heydemann und der Analyst und Physiker Dr. Engelhardt sind die Autoren einer Studie zu den „Überflutungsrisiken durch Stuttgart 21″, die das Aktionsbündnis heute in Stuttgart veröffentlichte. In ihrer 80-seitigen Arbeit beschreiben Heydemann und Engelhardt zunächst die topografische Ausgangslage, die in der Geschichte der Stadt zu zahllosen Überschwemmungskatastrophen geführt hat. Grund ist der Stuttgarter Kessel, eine Wetterfalle, die Stuttgart unter deutschen Großstädten das höchste Starkregen-Risiko beschert. Verstärkend kommt hinzu, dass der Kessel wie ein Trichter das Oberflächenwasser sammelt.“

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StZ: Bund sieht keinen Engpass zwischen Zuffenhausen und Feuerbach

StZ: Bund sieht keinen Engpass zwischen Zuffenhausen und Feuerbach: Die Grünen im Bundestag werfen der Großen Koalition „Rechentricks“ vor, um die Strecke bei Zuffenhausen nicht ausbauen zu müssen. Schwarz-Rot setze die Taktik des „sich Dummstellens“ fort, sagt der Grünen-Bundestagsabgeordnete Matthias Gastel“

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Kontext: Rette sich, wer kann

Kontext: Rette sich, wer kann:Die Bahn jubelte über die Genehmigung des Eisenbahn-Bundesamts, die Flucht-Treppenhäuser im Tiefbahnhof Stuttgart 21 verschieben zu dürfen. Behindertenverbände äußern massive Bedenken – die Klage gegen das Rettungskonzept aber überlassen sie einem S-21-Gegner. „

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StZ: Wenn das Erdreich eine Geschichte erzählt

StZ: Wenn das Erdreich eine Geschichte erzählt:  „Forscher nutzen die Aushubarbeiten am Hauptbahnhof in Stuttgart für ihre Arbeit. Sie suchen nicht nur nach historischen Gegenstände, sondern analysieren auch Bodenproben – und kommen zu überraschenden Erkenntnissen“.

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StZN: Bahn lehnt Hilfe von Hobbygärtnern ab

StZN: Bahn lehnt Hilfe von Hobbygärtnern ab: „Viele Hobbygärtner aus Stuttgart und dem ganzen Land wollen Eidechsen retten. Die Tiere müssen auf den Stuttgart-21-Baustellen weichen. Doch wegen hoher Auflagen geht die Bahn nicht auf die Angebote ein.“

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SWR: Endstation Stuttgart-Vaihingen / SB: Gäubahn: Vaihingen bald Endstation für Pendler?

SWR: Endstation Stuttgart-Vaihingen:Auf Reisende der Gäubahn kommen in Zukunft erhebliche Einschränkungen zu. Die Strecke könnte nach SWR-Recherchen über Jahre am Stuttgarter Stadtrand enden. Durch Verzögerungen beim Bau des Projekts Stuttgart 21 wird die Gäubahn von Singen nach Stuttgart voraussichtlich für zwei Jahre oder länger in Stuttgart-Vaihingen enden. Ursprünglich sollte die Unterbrechung nur ein halbes Jahr dauern. Betroffen wären täglich rund acht- bis zehntausend Menschen.“

SB: Gäubahn: Vaihingen bald Endstation für Pendler?:Mit großer Sorge und Verärgerung reagiert die SPD des Landkreises auf eine Nachricht über die Gäubahn.“

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Das Erste Plusminus: Baumängel ohne Ende

Plusminus: Baumängel ohne Ende (Sendung am 30.Mai um 21:40 Das Erste): „Jahrelang wurde um „Stuttgart 21″ erbittert gestritten. Das Milliarden-Projekt war für die Bahn ein Zukunftssymbol, für seine Gegner ein Beispiel für Geldverschwendung und Umweltzerstörung. Inzwischen sind die ständigen Bauverzögerungen und Kostensteigerungen sogar für den Bahnvorstand ein Ärgernis. Wie konnte es nur soweit kommen?“

Den Beitrag zu Stuttgart 21 finden Sie im Video der Plusminus-Sendung ab Minute 27:08.

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MdB Matthias Gastel zur Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage zu Kostenanstieg und Zeitverzug bei Stuttgart 21

Einige Abgeordnete der Fraktion Bündnis90/Die Grünen im Bundestag, darunter MdB Matthias Gastel, haben erneut eine Anfrage an die Bundesregierung zum Zeitverzug, den Ursachen des Kostenanstiegs, den drohenden Unterhaltskosten bei den Tunneln durch Anhydrit, der Leistungsfähigkeit und der Wirtschaftlichkeit von Stuttgart 21 gestellt. Die Anfrage wurde von der Bundesregierung Anfang April beantwortet. Nach Einschätzung von Matthias Gastel jedoch nur sehr unzureichend. Er hat die Antwort der Bundesregierung auf seiner Webseite (hier) Mitte Mai 2018 ausführlich bewertet.  Drei Zitate daraus:

„Die Aussage der Bundesregierung, wonach „Aufgrund noch ausstehender Ausschreibungen und laufender Vergabe- und Nachtragsverfahren derzeit keine näheren Angaben zu den konkreten Planfeststellungsabschnitten und den Gewerken gemacht werden“ könnten irritiert. Denn die Antwort bedeutet, dass offenbar noch immer für keinen einzigen Planfeststellungsabschnitt Kostensicherheit gilt, obwohl die Deutsche Bahn seit längerem immer wieder behauptet, für große Teile der Gewerke bestehe ein hohes Maß an Kostensicherheit“ […]

Meine Bewertung: Die Bahn will das Kunststück schaffen, aus vielen Unbekannten konkrete Gesamtkosten zu ermitteln. Würde ihr dies gelingen, wäre sie Anwärterin für den Nobelpreis in Mathematik. Bisher ist ihr das Kunststück leider nicht gelungen. Vielmehr sind die Kosten regelmäßig explodiert. Da die Bahn immer noch nicht weiß, welche Kosten für einzelne Gewerke und Planungsabschnitte zu erwarten sind, müssen weitere Kostenanstiege befürchtet werden! Stuttgart 21 ist ein Fass ohne Boden und hätte spätestens im Jahr 2013 gestoppt werden müssen. […]

Es gibt keine klare Aussage darüber, ob alle Züge, die durch Stuttgart fahren sollen, auch am künftigen neuen Hauptbahnhof halten werden. Auch meine Frage an den Konzernvorstand im Bundestags-Verkehrsausschuss im April 2018, ob womöglich einige Fernzüge den neuen Tiefbahnhof ohne Halt nur durchfahren werden, blieb unbeantwortet.“

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StZN: Wie dicht sind die S21-Tunnel?

Unsere Chronik zum Risiko Anhydrit und die Salami-Taktik der Bahn, die wir Mitte Februar 2018 veröffentlicht haben, muss ergänzt werden.  Die Stuttgarter Zeitung berichtet in seiner gestrigen Ausgabe (hier) über Unterbrechungen beim Vortrieb des Feuerbacher Tunnels (eine Woche) und den Abdichtungsarbeiten mittels Injektionen (vier Wochen). Eine Meldung, die online unverständlicherweise nicht unter der Rubrik „Stuttgart 21“ veröffentlicht wurde.

 Die StZ schreibt  dazu: „Der Baustopp wirft in Fachkreisen Fragen auf. Ein Informant unserer Redaktion, der mit den Vorgängen vertraut ist, sagt, es habe zwischen den Baufirmen und der Bahn sowie deren Projektfirma DB PSU massiven Streit gegeben. Dabei gehe es um die Kosten für geänderte Bauverfahren und die komplizierte Abdichtung der Tunnel.“

Und zur Kritik des vom Aufsichtsrat der DB AG beauftragten KPMG-Gutachten an der Bauweise, die beim Feuerbacher Tunnel bis zur Inbetriebnahme von Stuttgart 21 mit 13,5%iger Wahrscheinlichkeit von Schäden rechnet, schreibt die StZ: „Die Bahn weist solche Szenarien zurück und vertraut bei der schwierigen Abdichtung der Tunnel auf das Ingenieurbüro WBI von Walter Wittke, dessen Methoden in der Branche nicht unumstritten sind. Bei den Baufirmen vor Ort stoßen die Vorgehensweisen teils auf Kritik, wie Informanten berichten. „Bewährte Bauabläufe im Tunnelbau werden gestört, und manche Maßnahmen zur Abwehr der Quellrisiken erscheinen wenig nachhaltig“, sagt ein Informant.“

Die StZ stellt daher die Frage, wir dicht die Tunnel sind, die vor dem eindringenden Wasser in das quellfähige Gestein durch Injektionen die Kunstharz geschützt werden sollen. Immerhin sollen „rund 3,8 Millionen Liter Acrylatgele und Polyurethane in den Boden gepresst werden, wie die Bahn auf Nachfrage mitteilt. Zum Vergleich: Mit dieser Menge Chemikalien ließen sich rund 19 000 Badewannen oder anderthalbmal die 139 Meter hohe Cheops-Pyramide füllen. Der Konzern betont, die Umweltverträglichkeit sei vom Amt für Umweltschutz geprüft und bescheinigt worden.“

Eine modifizierte Meldung ist online heute in „Die Rheinpfalz“ (hier) erschienen. Darin heißt es: „Denn zur Abschottung der umliegenden Gesteinsschichten gegen Wasser sind Tausende komplizierter Bohrungen und gigantische Mengen Dichtungsmaterial erforderlich. Die Folgen haben am Ende die Steuerzahler zu tragen. Denn S21 wird allein durch öffentliche Mittel und den Staatskonzern finanziert.

Doch nicht nur der Steuerzahler hat am Ende die Folgen zu tragen. Laut dem KPMG-Gutachten sind im schlimmsten Fall bei starken Quellungen bzw. Hebungen an der Geländeoberfläche auch Schäden an den über den Tunnel befindlichen Gebäude nicht auszuschließen.

Wir möchten noch einmal dran erinnern, dass die Bahn auf einzigen öffentlichen Anwohnerveranstaltung für den Stuttgarter Norden im November 2015 die betroffenen Anwohnern am Kriegs- und Killesberg trotz der eingereichten Fragen des Netzwerks Killesberg weder über die Risiken des tiefliegenden Anhydrits noch über den erstmaligen Einsatz dieser Injektionstechnik im Anhydrit informierte. Erst im Zuge einer Kostenexplosion von 623 Millionen Euro räumte die Projektgesellschaft im Juni 2016 öffentlich ein, dass das noch in der Schlichtung präsentierte Bauverfahren beim Cannstatter und Feuerbacher Tunnel doch nicht ausreichend ist.

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SWR: S-21: Evergreen oder Endlosstory?

SWR: S-21: Evergreen oder Endlosstory?: „Kein Thema hat uns in zehn Jahren Zur Sache Baden-Württemberg so oft beschäftigt wie Stuttgart-21. Wir schauen zurück: Warum sind die Kosten so explodiert? Und wie hat sich der Blick der Politik auf das Projekt gewandelt?“

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StZ: S-21-Ausstellung soll ans Baufeld ziehen / Rosenstein-Schau soll an den Bahnhof ziehen

StZ: S-21-Ausstellung soll ans Baufeld ziehen:   „Das für Stuttgart 21 werbende Turmforum wird 20 Jahre alt. Weil die bisherigen Räume saniert werden, entsteht eine neue Schau an den Baugruben. Georg Brunnhuber, Chef des S-21-Vereins, erklärt überraschend seinen Abschied.“

StZ: Rosenstein-Schau soll an den Bahnhof ziehen: „Die Stadt will die Ideen für das neue Rosensteinviertel in dem neu zu bauenden Ausstellungsturm zeigen, in den auch die Stuttgart-21-Schau ziehen soll.“

StZ: „Eine Idee mit Charme“: „Die Schau über das geplante Rosensteinviertel wäre am Bahnhof gut aufgehoben. Die dortigen Bauarbeiten eröffnen erst die Möglichkeit, das Quartier überhaupt zu verwirklichen, kommentiert StZ-Autor Christian Milankovic.“

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StZ: Stadt sucht neuen Ansprechpartner für die Bürger

StZ: Stadt sucht neuen Ansprechpartner für die Bürger:Alice Kaiser, seit neun Jahren städtische Bürgerbeauftragte für Stuttgart 21 koordiniert künftig die Stuttgarter IBA-Aktivitäten. Das Rathaus muss nun einen neuen Ansprechpartner für Bürger suchen, die Probleme mit den Stuttgart-21-Baustellen haben. „

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SWP: S 21: „Brandschutz ist unlösbares Problem“

SWP: S 21: „Brandschutz ist unlösbares Problem“: „Der Tiefbahnhof wird keine Brandschutzgenehmigung bekommen. Das ist ein unlösbares Problem“, ist sich Hans-Joachim Keim sicher. Der Maschinenbau-Ingenieur, seit Jahren entschiedener Kritiker des Bahnprojekts, hat sich das geplante Brandschutzkonzept angeschaut. Er ist der Überzeugung, dass sich spätestens bei Brandübungen vor der Inbetriebnahme des neuen Stuttgarter Bahnhofs zeigen wird, dass die „Entfluchtung der Fahrgäste nicht machbar ist“. Dies bedeutet, dass aus Keims Sicht bei einem Feuer nicht gewährleistet werden kann, dass die Fahrgäste in Sicherheit gebracht werden.“

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StZN: Brücke muss sieben Jahre auf Zug warten

StZN: Brücke muss sieben Jahre auf Zug warten: „Die neue Brücke bei Bad Cannstatt ist über den Neckar geschoben worden. Den Fußgängersteg darunter können Passanten voraussichtlich Ende 2019 nutzen. […] Ende 2019 könne der Fuß- und Radweg genutzt werden, sagt Teamleiter Daniel Wäschenbach (38), das Datum sei aber auch abhängig vom Umbau der B 10, die ihren Anschluss an den Rosensteintunnel erhält. Weil sich beim Infrastrukturvorhaben Stuttgart 21 der Fertigstellungstermin von Ende 2021 auf Ende 2025 verschoben hat, wird die 35 Millionen Euro teure Brücke ihre eigentliche Funktion erst in sieben Jahren aufnehmen können.“

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Fragen des Netzwerks Kernerviertel für die Anwohnerveranstaltung am 5.Juni 2018 im Rathaus

Am 5.Juni 2018 laden die Bürgerbeauftragte Alice Kaiser und die Bezirksvorsteherin Veronika Kienzle um 19.30 Uhr zu einer Infoeranstaltung für die Anwohner des Kernerviertels in den großen Saal des Rathauses ein. Die Ankündigung auf der Webseite der Stadt Stuttgart finden Sie hier. Ab morgen wird ein Flyer in die Briefkästen des Kernerviertels verteilt.

Wie bei den letzten Veranstaltungen auch hat das Netzwerk Kernerviertel der Bürgerbeauftragten, der Bahn und der SSB einen Fragenkatalog zu den im nächsten Jahr rund um das Kernerviertel anstehenden Bauarbeiten und den damit verbundenen Beeinträchtigungen zukommen lassen. Lesen Sie hier. Die Initiative hakt u.a. auch zu den Hebungsinjektionen, der Erreichbarkeit der neuen SSB-Haltestelle sowie dem Zeitplan für die Rohbauarbeiten rund um das Kernerviertel nach.

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StZN: Bahn schreibt Bau am Airport erneut aus

StZN: Bahn schreibt Bau am Airport erneut aus: „Nach den Verzögerungen durch zwei Klagen, unter anderem der Schutzgemeinschaft Filder, will das Projektbüro für Stuttgart 21 die Bauarbeiten für den Anschluss des Flughafens an die neue ICE-Strecke Stuttgart-Ulm ab Juli erneut ausschreiben. Allerdings ist immer noch unklar, wann der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim (VGH) über die Klagen gegen diesen Anschluss entscheiden wird.“

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Presseberichte zur Umsiedelung der Eidechsen

StN+: Eidechsen könnte das letzte Stündlein schlagen: „Entweder raus aufs Land – oder gleich in die ewigen Jagdgründe. Diese Schicksalsfrage stellt sich für 5000 Stuttgarter Eidechsen. Weil die Bahn keine Ausweichfläche findet, müssen die Naturschutzbehörden eine schwierige Entscheidung treffen.“

StN: Land steckt in der Zwickmühle:Doch die Zeit drängt. Denn noch immer fehlt die Baugenehmigung für den künftigen Abstellbahnhof in Untertürkheim, wo die Tiere bisher leben. Nach diversen Änderungen will die Bahn die Unterlagen demnächst einreichen. Darin muss auch der Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung vom Naturschutzgesetz enthalten sein. Die wird aber nur erteilt, wenn die Naturschutzbehörden einer Umsiedlung in andere Teile des Landes oder gar einer Tötung der Eidechsen zustimmen. Darüber führen die Beteiligten schwierige Gespräche.“

StZ: Umsiedlung von Tausenden Eidechsen problematisch: „Mehr als 200 mögliche Flächen hat die Bahn geprüft – und alle wieder verworfen. Die Umsiedlung von 5000 streng geschützten Eidechsen für Stuttgart 21 gestaltet sich problematisch.“

StZ: Mehr geschützte Echsen in Stuttgart als gedacht: In Stuttgart leben weit mehr der geschützten Mauereidechsen als bisher gedacht, das hat ein Gutachten ergeben. Für das Bahnprojekt Stuttgart 21 soll ein Teil der Tiere umgesiedelt werden, aber was passiert mit den restlichen Echsen“

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Tagesspiegel: Und wer zahlt jetzt für Stuttgart 21?

Tagesspiegel: Und wer zahlt jetzt für Stuttgart 21?: „Bahn, Land und Bund streiten über die Mehrkosten in Höhe von 3,7 Milliarden Euro für das Großprojekt Stuttgart 21. Das Verfahren um die Finanzierung könnte sich über Jahre ziehen.“

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N24-Welt: Bohren, Buddeln, Sprengen – Maschinen am Ende des Tunnels

Wer sich nicht an der ständig im Hintergrund dröhnenden Musik stört, den möchten wir auf den Film „Bohren, Buddeln, Sprengen – Maschinen am Ende des Tunnels“ (hier) aufmerksam machen, der noch sechs Tage auf der Webseite des Senders N24-Welt abrufbar ist. Das TV-Team hat mehrere Tage die Arbeiten unter Tage im Albvorlandtunnel (maschinell)  und im  Obertürkheimer Tunnel (bergmännisch) begleitet.

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StZN: Wegen Stuttgart 21. Auf der Wolframstraße drohen sieben Jahre Verkehrschaos

Die beiden Stuttgarter Zeitungen (hier) berichten heute, dass wegen Stuttgart 21 auf der Wolframstraße „sieben Jahre Verkehrschaos“ drohen. Zu dieser Erkenntnis kommt der Bezirksbeirat Nord, der sich am Montag in seiner Sitzung vom Bahn-Abschnittsleiter Dr. Florian Bitzer über die Planung der Bahn informierte. Die StZN schreibt: „Ein siebenjähriges Provisorium an der Querverbindung von der Heilbronner zur Cannstatter Straße treibt die Bürger auf die Barrikaden. Der Bezirksbeirat Nord fordert die Verkürzung der Bauzeit an der Wolframstraße und den Erhalt der Radwege. „

Die Ursache: Weil der neue S-Bahn-Tunnel auf Höhe der Brücken an der Wolframstraße wegen des vorhandenen Mineralwassers nicht tief gebaut werden kann, soll der neue S-Bahn-Tunnel ca. 2,50 m über das Straßenniveau herausragen. Nach der Planfeststellung soll die Wolframstraße während der Bauzeit in zwei kühnen einspurigen Serpentinen-Behelfsrampen und entlang der kürzeren Nordrampe auch noch ohne Fuß- und Radweg über diesen geplanten S-Bahn-Tunnel  geführt werden:

Für die Bezirksbeiräte ein Skandal, dass dies die Stadt zugelassen hat. Die StNZ schreiben: „SPD-Bezirksbeirat Sebastian Sage kritisierte diese Planung der Bahn als eine „grauenhafte Streckenführung“ und geißelte die Tatsache, „dass diese Achterbahn sieben Jahre lang“ einem Dauerzustand gleich komme. Am Ende fragte Sage auch: „Wo war bei diesen Planungen die Stadt?“

Wir möchten daran erinnern, dass die Stadt Stuttgart damals in der Planfeststellung zum PFA 1.5. kein Veto eingelegt hatte und Dr. Hans-Jörg Jäkel, Nordlichter,  seit Jahren auf diese Fehlplanung darauf aufmerksam gemacht haben. Beispielsweise bereits 2014 bei einem Spaziergang entlang der Baulogistikstraße, über den Cam21 (hier) berichtete. Hier der Ausschnitt aus dem Cam21-Video, in dem Dr. Hans-Jörg Jäkel unter den Brücken an der Wolframstraße die Auswirkungen der Planung näher erläutert:

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Video-Link: https://youtu.be/tw7cB_mXdzU?t=3520

Weitere Beiträge zur Straßenführung Wolframstraße:

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StZN: Streit um Kultur auf dem S-21-Gelände / SWP: Feuerwehr zufrieden mit Brandschutz

StZN: Streit um Kultur auf dem S-21-Gelände: „Im Blickpunkt des Ausschusses stand auch die Genehmigung der neuen Fluchtwege im Tiefbahnhof. Sie liegen jetzt an den Enden. Die Bahn verzichtet auf extra Treppenhäuser auf den Bahnsteigen. Reisende müssen somit nicht mehr auf das Dach flüchten, über das weiterhin der Rauch abziehen soll. Laut Markus Heber von der Branddirektion bleibe nun ein Bahnsteigende rauchfrei. „Die Fluchtwege gehen über das normale Maß hinaus. Aber die Reisenden können nun ohne Rauch ins Freie kommen, daher die Zustimmung von uns“, so Heber.“

SWP: Feuerwehr zufrieden mit Brandschutz: „Eine grundlegende Umsetzbarkeit und Machbarkeit ist gegeben“, sagte Markus Heber zum Brandschutzkonzept  im Tiefbahnhof von Stuttgart 21. Es gelte nur noch Details zu regeln, ergänzte der stellvertretende Leiter der Branddirektion Stuttgart, der im Gemeinderatsausschuss Stuttgart 21/Rosenstein den Brandschutz im künftigen Tiefbahnhof bewerten sollte. Damit gebe die Feuerwehr „Grünes Licht“, entnahm der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Alexander Kotz, Hebers Bericht“.

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Hans Heydemann, Ingenieure 22, zum „Verschieben der Fluchttreppen“ und Einsicht in die Risikenliste bei Stuttgart 21

Hans Heydemann von den Ingenieuren 22 hatte bereits Anfang April 2018 auf der 411.Montagsdemo Kritik an dem genehmigten Entfluchtungskonzept mit den an die Bahnsteigenden verschobenen Fluchttreppenhäuser geäußert. Jetzt hat er seine Einwände in der „Bewertung des Änderungsplanfeststellungsbeschlusses der 18.Planänderung „Verschieben der Fluchttreppen“ im Detail dargelegt.

Update: 08.05.2018: Die Ingenieúre 22 haben vor Gericht die Einsichtnahme in die Risikenliste bei Stuttgart 21 insoweit erstritten, als dass die Bahn zumindest Einsicht in umweltbezogene Risiko-Sachverhalte gewähren muss. In vier Einsichtsrunden vorort bekamen die Ingenieure 300 der noch bestehenden 900 Risiken präsentiert, darunter die Risikeneinschätzung zu den aufwendigeren Tunnelbau durch den Anhydrit und die Anzahl der Risiken beim Brandschutz. Hans Heydemann hat in seiner Rede auf der gestrigen 415. Montagsdemo darüber berichtet.

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Zur Lenkungskreisunterlage vom 4. Mai 2018 mit den neuen Zeitplänen, dem Baufortschritt und den Tunnelvortriebsständen bei Stuttgart 21

Es lohnt sich wieder einen Blick in die Lenkungskreisunterlage (hier) zu werfen, die die Bahn letzten Freitag den S21-Projektpartnern von Stadt, Land und Region präsentierte. Wir möchten unsere Zusammenstellung aufgrund der zahlreichen Folien in einzelne Abschnitte gliedern:

  1. Zeitplan von Stuttgart 21 und der Feuerbacher Tunnel als „kritischer Pfad“

Anfang des Jahres hatte der Aufsichtsrat die Verschiebung des Inbetriebnahmetermins von Stuttgart 21 um vier weitere Jahre auf Ende 2025 und die Erhöhung des Projektbudgets auf 8,2 Milliarden Euro genehmigt. Deshalb enthält jetzt die Lenkungskreispräsentation einen komplett neuen Zeitplan für die einzelnen Planfeststellungsabschnitte und Tunnel:

Der rote Pfeil markiert den kritischen Pfad für den neuen Inbetriebnahmetermin von Stuttgart 21. Dabei handelt es sich nicht – wie man annehmen könnte – um die Bauabschnitte 1.3b auf den Fildern und 1.6b für den Abstellbahnhof Untertürkheim, bei denen noch nicht einmal die Planfeststellung vorliegt. Und auch nicht der Bauabschnitt 1.3a mit dem Flughafenbahnhof und -tunnel, dessen Hauptbauarbeiten vor der anhängigen Klage vor dem Verwaltungsgerichtshof noch nicht einmal vergeben sind, wird als kritisch ausgewiesen.

Der kritische Pfad bei Stuttgart 21 hängt nach diesem Zeitplan allein vom Feuerbacher Tunnel und den zeitlichen Abhängigkeiten für den Bau des „Tiefbahnhofs“ ab. Mit dem Ausbau der Bahntechnik für den „Tiefbahnhof“ kann erst gestartet werden, wenn beim Feuerbacher Tunnel die Arbeiten der Innenverschalung  abgeschlossen sind und der Einbau der Bahntechnik bereits einige Zeit am Laufen ist. Dies lässt sich so erklären: Zum einen soll die Materialanlieferung für den Innenausbau des Feuerbacher Tunnels über das Baufeld 1 des Tiefbahnhofs am Nordkopf abgewickelt werden. Zum andern soll die Materialanlieferung für den Technikausbau des „Tiefbahnhofs“ über den Feuerbacher Tunnel erfolgen. Schließlich habe der „Tiefbahnhof“ – so S21-Chef Manfred Leger – kein „Schiebedach“ (StN). Der Start und Fortgang des Innenausbaus des Feuerbacher Tunnels hängt jedoch maßgeblich von der Realisierung der Injektionen in das umliegende Gebirgé und dem Verhalten des quellfähigen Gesteins entlang der drei kritischen, tiefliegenden Anhydritlinsen ab.

Wie schwierig der Bau des Feuerbacher Tunnels ist, lässt sich auch daran erkennen, dass S21-Chef Manfred Leger Anfang Februar vor dem S21-Ausschuss des Gemeinderats laut den StN (hier) noch davon sprach, dass dessen Rohbau „bis Mitte 2020 stehen [soll], „allerdings gebe es „keinen Vertrag mit der Baufirma“. In dem am Freitag präsentierten Zeitplan ist der Abschluss der Rohbauarbeiten mit Mitte 2021 bereits ein Jahr später geplant. Nicht von ungefähr sprach Abschnittsleiter Christoph Lienhard Anfang März anlässlich des ersten Tunneldurchschlags vom „vielleicht kompliziertesten Tunnelbau Deutschlands“.

Die Stuttgarter Zeitung (hier) schreibt über die Reaktion der Projektpartner auf die Lenkungskreis-Präsentation: „Pofallas Erklärungen in der Sitzung machten [OB] Kuhn zuversichtlich, dass „mit Verlässlichkeit von einer Inbetriebnahme im Jahr 2025 ausgegangen werden könne“. 

2. Keine oberirdischen Baustellen bis Ende 2021? Zum Stand der Bauarbeiten für den  Tiefbahnhof und dessen Zeitplan

Bahnvorstand Roland Pofalla konnte sich auf Nachfrage des SWR (unten Audiobericht von Jürgen Waibel ab Min. 1:40) nicht mehr an das selbstgesetzte Zeitlimit erinnern, dass die Bahn mit ihren Baustellen im öffentlichen (Verkehrs-)Raum bis 2021 verschwunden sein will. Dies hatte S21-Chef Manfred Leger laut SWR-Meldung noch im Februar 2018 vor dem Unterausschuss des Gemeinderats angekündigt. Doch der Zeitplan in der Lenkungskreisunterlage geht davon aus, dass sich zumindest die Rohbauarbeiten für den „Tiefbahnhof“ bis Mitte 2022 hinziehen werden. Die Folie in der Lenkungskreisunterlage zum PFA 1.1..  listet nur die aktuellen Aktivitäten/Meilensteine und gibt keine Auskunft über den geplanten Fortgang des Baus wie beispielsweise der ersten Kelchstütze:

3. Tunnelvortriebsstände und Stand der Bauarbeiten in den einzelnen S21-Abschnitten

Interessant sind auch die Folien in der Lenkungskreisunterlage zum Stand der Bauarbeiten und Tunnelvortriebsstände in den einzelnen Planfeststellungsabschnitten:

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Presseberichte zum Lenkungskreis am 4. Mai 2018

SWR: Die „Wendlinger Kurve“ wird gebaut: „Der Lenkungskreis zu Stuttgart 21 hat sich in Stuttgart getroffen. Dabei hat die Bahn eine Neuerung verkündet: Die von Kritikern geforderte sogenannte Große Wendlinger Kurve kommt. Damit sollen Bahnfahrer künftig besser und schneller von der Region Neckar-Alb nach Stuttgart und zurück kommen.“

StZ: S-21-Partner fordern Geld aus Berlin: „Der Lenkungskreis von Stuttgart 21 will den Bund wegen einer Mitfinanzierung in die Pflicht nehmen. Berlin hatte zuletzt auch mit zusätzlichen Mitteln den Weg für eine verbesserte Anbindung im Neckartal freigemacht.“

StN: Neubaustrecke erhält erweiterten Anschluss: „Die Projektpartner sind sich über ein zweites Gleis bei der Wendlinger Kurve einig und appellieren an den Bund, Mehrkosten bei S 21 zu übernehmen.“

PM Stadt Stuttgart: Stuttgart 21: Stadt drängt auf zügige Fertigstellung:  „Die Partner des Bahnprojekts Stuttgart 21 haben sich am Freitag, 4. Mai, zu einer Sitzung des Lenkungskreises getroffen. Themen waren der Projektfortschritt, die Kosten und die Finanzierung einer „Großen Wendlinger Kurve“. Sie verbindet die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm mit der Bestandsstrecke Plochingen-Tübingen. Züge aus und in Richtung Tübingen können so über den Flughafenbereich zum neuen Stuttgarter Hauptbahnhof geführt werden. Bei einer „Großen Kurve“ erfolgte dies über zwei Gleise.“

StZ: Lenkungskreis für Stuttgart 21. Die ungewohnte Herzlichkeit: „An diesem Freitag tagt der Lenkungskreis von Stuttgart 21 zum 20. Mal. Im Gremium aus Vertretern von Bahn, Land, Stadt und Region treffen unterschiedlichste Interessen aufeinander. Trotzdem hat man sich halbwegs zusammengerauft. Was ist da bloß passiert?“

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SWR: Bau des Fildertunnels erreicht Stadtgebiet

Aufgrund eines an die Haushalte im Umkreis der Sonnenbergstraße verteilten Flyers meldet der SWR (hier), dass der Bau des Fildertunnels  den Stadtbezirk Stuttgart Ost erreicht hat. Nach der im Flyer veröffentlichten Grafik mit dem Vortriebsstand zum 26.4. hat die Tunnelvortriebsmaschine die Wohnbebauung erreicht und steht zwischen der Dobelklinge und der Sonnenbergstraße:

Als nächstes steht die Unterfahrung der Gebäude in der Sonnenbergstraße und auf der oberen Gänsheide an. Laut dem Flyer fährt die Tunnelvortriebsmaschine täglich durchschnittlich 20 Meter auf.

Entgegen der bisherigen Informationen wird die Tunnelvortriebsmaschine an der Erdoberfläche zu hören und die Vibrationen zu spüren sein. Dies haben auch Anwohner rückgemeldet. Der SWR zitiert aus einem Flyer, der jetzt an die Haushalte im Umkreis der Sonnenbergstraße ging:  „Trotz des großen Abstands zwischen Tunnelröhre und Erdoberfläche von mehr als 100 Metern, so die Bahn, könnten die Bohrungen der Maschine noch im Umkreis von 200 Metern zu hören sein. Ein dumpfes Summen sei wahrnehmbar. Beeinträchtigungen sind demnach nicht völlig auszuschließen. Nach aktuellem Stand soll die Tunnelvortriebsmaschine im Sommer dieses Jahres im Bereich des Hauptbahnhofs ankommen.“

Die Wendekaverne unter der Gerokstraße, in der die Maschine wenden soll,  ist bereits vorgetrieben.

Update 04.05.2018: Laut dem aktuell von der PSU veröffentlichte Vortriebsstand vier Tage später, zum 30.04.2018,  ist die TBM jedoch noch deutlich von der Wohnbebauung bzw. der Dobelklinge entfernt. Da die beiden, innerhalb einer Woche veröffentlichten und sich widersprechenden Vortriebsstände für Anwohner doch etwas verwirrend sind, hat das Netzwerk Kernerviertel gestern bei der Bauinfo nachgehakt und heute eine Antwort erhalten. Die Bauinfo bedankt sich für den Hinweis, bedauert diesen Fehler und schreibt: „Versehentlich wurde der Vortrieb der KW16 in der Onlinegrafik nicht berücksichtigt. Tatsächlich ist die TVM schon unter dem Wohngebiet, ungefähr kurz nach der Sonnenbergstraße.“ Die korrigierte Grafik des Vortriebstand zum 30.4.2018 wird spätestens am Montag online gestellt.

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Anträge im Bezirksbeirat Nord und im Gemeinderat zu den Folgen des Brückenabrisses für den S-Bahn-Tunnelbaus

Für den Bau des S-Bahn-Tunnels im Bereich der Wolframstraße soll jetzt kurzfristig die Brücke abgerissen und damit die Baulogistikstraße unterbrochen werden. Die hat zur Folge, dass noch rund 1 Mio. Tonnen Aushub per LkW auf den öffentlichen Straßen durch das Nordbahnhofviertel transportiert werden muss. Das sind rund 100.000 Lkw Fuhren (incl. Rückfahrten) bzw. täglich 200 Lkws. Die Nordlichter hatten sich deswegen Ende März erneut an das Eisenbahn-Bundesamt gewandt. Hans-Jörg Jäkel, Ingenieure 22, thematisierte die Folgen der vorzeitigen Unterbrechung auf der 410. Montagsdemo. Nicht nur die Anwohner des Nordbahnhofsviertels sind betroffen. Auch der Autoverkehr entlang der Wolframstraße muss wegen des S-Bahn-Tunnelbaus in „kühnen Serepentinen“ herum geführt werden.

Die Stadt Stuttgart hatte keine Bedenken gegen die Pläne der Bahn. Doch jetzt regt sich Widerstand in den kommunalen Gremien. Bereits am 09.April hat der Bezirksbeirat Nord in seiner Sitzung einstimmig einen Antrag der SPD angenommen, nachdem die Planung der Bahn Denkfehler unterläge und die Stadtverwaltung selbst eine bessere Planung erarbeiten solle. Die Bahn hatte die anstehenden Bauarbeiten mit den gravierenden Auswirkungen Ende März in der Öffentlichkeit vorgestellt, ohne vorher den Bezirksbeirat Nord oder den Gemeinderat zu beteiligen.

Auch die Fraktion der Grünen im Gemeinderat fordert jetzt in einem aktuellen Antrag, dass die Stadt mit der Bahn mit dem Ziel verhandelt, „den geplanten Abriss der Baulogistikbrücke zu verschieben bis die Bahn folgende Punkte geklärt sind:

1. Die DB legt dem Gemeinderat schnellstmöglich einen Bericht vor, in dem die bestehenden Planungen zu einer deutlich vor der Fertigstellung des Gesamtprojektes S21 vorgesehenen Inbetriebnahme der S-Bahn-Station Mittnachtstraße und die dabei bestehenden Abhängigkeiten zum Gesamtprojekt dargestellt werden.

2. Falls den in der Antragsbegründung aufgeführten Nachteilen einer vorzeitigen Inbetriebnahme der S-Bahn-Station Mittnachtstraße keine deutlichen Vorteile gegenübergestellt werden können bzw. die Nachteile nicht entkräftet werden können, fordert die Stadt die DB auf, die Baumaßnahmen zur Inbetriebnahme der S-Bahn – wie in der Planfeststellung vorgesehen – auf die Endphase des Projektes Stuttgart 21 zu verschieben.“

Allerdings läuft bereits seit heute der Abriss der Brücke. Die StZN (hier) berichteten über die dazu notwendige Straßensperrung.  Eine Übersichtskarte findet man in der Pressemitteilung der Projektgesellschaft (hier).

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EBA genehmigt weiteren Infiltrationsbrunnen im Kernerviertel trotz Bedenken der Stadt Stuttgart

Ohne die Anwohner zu informieren wurden letztes Jahr wurden am Schützenplatz blaue Rohre installiert und dort ein weiterer Infiltrationsbrunnen angeschlossen. Das Netzwerk Kernerviertel hatte daher bei der Bürgerbeauftragten Alice Kaiser wegen der Gründe, der Risikoabklärung für diesen Brunnen und der Auswirkungen auf den geplanten Umbau des Schützenplatzes nachgehakt und Anfang Oktober über die  ausführliche Antwort berichtet.

Jetzt müssen die Anwohner des Kernerviertels damit rechnen, dass weitere blaue Rohe vom Schützenplatz entlang der Sängerstaffel bis hoch zur Werastraße verlegt werden. Dass Eisenbahn-Bundesamt hat mit seinem Bescheid zur 19.Planänderung im PFA 1.1. vom 25.April 2018 neunzehn weitere Infiltrationsbrunnen im Umkreis der Baustelle des „Tiefbahnhofs“  genehmigt; darunter auch den Brunnen 202 in der Werastraße/Ecke Sängerstaffel.

Dabei wurde dieser Infiltartionsbrunnen noch 2013 auf die Einwendung des Amts für Umweltschutz der Stadt Stuttgart (AfU) hin wegen geologischer Risiken (Hohlraumbildung durch Sulfatauslaugung bei Gipsvorkommen) aus dem geplanten Brunnenprogramm genommen und nur als Steuerpegel genutzt. Die Bedenken gegen die Nutzung dieses stillgelegten Brunnen hat das AfU letzten Herbst in der Anhörung zur 19.Planänderung wiederholt. Dem Netzwerk Kernerviertel liegt eine Stellungnahme des AfUs vom 10.10.2017 vor, aus der wir zitieren möchten:

Doch das EBA sieht die geologischen Bedenken der Stadt Stuttgart in seinem Genehmigungbescheid („Da keine habhaften Versagensgründe vorgetragen werden konnten“ ) als nicht substantiiert an und begründte die Genehmigung des Brunnens im Kernerviertel wie folgt:

„B.4.2.2.1.3 Betrieb des Infiltrationsbrunnens IBr 202
Der Infiltrationsbetrieb am IBr 202 kann, abweichend von den Festlegungen aus dem
Beschluss zur 7. Planänderung im PFA 1.1, zugelassen werden. Zur Begründung können die seitens des fachtechnischen Gutachters der Vorhabenträgerin dargelegten Sachverhalte herangezogen werden. Das Infiltrationskonzept für den IBr 202 sieht nunmehr ein maximales Infiltrationsniveau im Bereich des langjährigen,
vom Baugeschehen unbeeinflussten mittleren Grundwasserspiegels vor. Somit
befinden sich die wenigen verbliebenen noch dazu nur geringmächtig ausgebildeten
Gipslagen in den Dunkelroten Mergeln oberhalb des durch künftig infiltriertes Wasser
benetzten Bereichs. Gemäß der Stellungnahme des Sachverständigen Wasserwirtschaft weist die zwischenzeitlich bekannte hydrochemische Zusammensetzung des Infiltrationswassers eine wesentlich geringere Gipslösekapazität als das im Bochinger Horizont befindliche natürliche Grundwasser auf (Stellungnahme des SVWW vom 08.03.2017 –Seite 6). Auch auf Nachfrage bei der unteren Wasserbehörde konnten
keine konkreten Anhaltspunkte einer möglichen Gefährdung durch den Gutachter erkannt werden. Fachliche oder rechtliche Gründe stehen einer Inbetriebnahme des IBr 202 nicht entgegen. In der durch die Planfeststellungsbehörde durchzuführenden Abwägung greifen die in den Stellungnahmen der unteren Wasserbehörde angeführten  wasserwirtschaftlichen Begründungen zur Ablehnung der Infiltration in den IBr 202
(Benetzung nur potentiell vermuteter, tieferliegender, nicht vollständig ausgelaugter Bereich der Dunkelroten Mergel, erhöhter Wasserumsatz durch Infiltration) nicht durch.
Da keine habhaften Versagensgründe vorgetragen werden konnten, ist die beantragte
Infiltration in den IBr 202 durch die Planfeststellungsbehörde zu genehmigen.“

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dmm: Regierung gibt Gutachten zu Stuttgart 21 nicht heraus

Der Mobilitätsmanager: Regierung gibt Gutachten zu Stuttgart 21 nicht heraus: „Die Bundesregierung ist nicht bereit, den Wortlaut von Gutachten wiederzugeben, die Unternehmensberatungen im Vorfeld der Kreditvergabe für die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin und zum Projekt Stuttgart 21 verfasst haben. Das geht aus der Antwort (19/1647) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/1496) hervor.“

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Pressemitteilung Aktionsbündnis: Gutachter fordert Ermittlungen gegen Bahn-Verantwortliche wegen Untreue

Pressemitteilung Aktionsbündnis: Gutachter fordert Ermittlungen gegen Bahn-Verantwortliche wegen Untreue: „Der Mannheimer Strafrechtler Prof. Jens Bülte hält Ermittlungen der Berliner Staatsanwaltschaft gegen die Bahnverantwortlichen wegen strafbarer Untreue bei ihren Weiterbauentscheidungen zu Stuttgart 21 für dringend geboten. Das ist das Ergebnis eines umfangreichen Gutachtens mit einer Vielzahl von Belegen und etwa 300 Seiten Materialien, das das Aktionsbündnis heute veröffentlichte. Bülte erklärt mit Bezug auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs: „Nach Art eines Spielers und entgegen den Regeln der kaufmännischen Sorgfalt“ habe man bei S21 „eine äußerst gesteigerte Verlustgefahr“ auf sich genommen, um einer „höchst zweifelhaften Gewinnaussicht“ willen. Auch der ehemalige Richter am Bundesgerichtshof, Wolfgang Neskovic, bestätigte in einer schriftlichen Erklärung, dass Ermittlungen wegen Untreue „evident“ geboten seien.“

Der Pressemitteilung sind auch das Gutachten von Prof. Jens Bülte und die schriftliche Erklärung von Wolfgang Neskovic beigefügt. Das Video der Pressekonferenz finden Sie hier.

Update 16.5.2018: StZ: Zäher Kampf der S-21-Gegner mit der Justiz: „Seit mehr als fünf Jahren erheben Kritiker des Umbaus des Bahnknotens Vorwürfe in Richtung DB-Vorstand und -Aufsichtsrat wegen deren Festhalten an Stuttgart 21. Nach sechs erfolglosen Strafanzeigen ruhen nun die Hoffnungen auf dem Gutachten eines Rechtsprofessors. „

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S-Bahnchaos: Neue, noch längere Umwege in Feuerbach ab 2. Mai

S-Bahn-Chaos: Neue, noch längere Umwege in Feuerbach ab 2. Mai: „Anfangs haben wir über die Stuttgart 21 geschuldeten „Bauwochenenden“ in und um den Bahnhof Feuerbach geschrieben, an denen keine S-Bahn in Feuerbach hält. Mittlerweile sind diese so zahlreich, dass wir aufgehört haben mitzuzählen. Am kommenden verlängerten Wochenende (Brückentag plus Feiertag) ist es wieder mal soweit: Die Schienen sollen erneut verlegt werden und ab 2. Mai 2018 fahren die S-Bahnen in Feuerbach stadteinwärts wieder vom Hausbahnsteig 1 ab (Zugang über das Bahnhofsgebäude). Dass dieser während seiner langen Sperrung von der Deutschen Bahn nicht wie vereinbart halbwegs barrierefrei erhöht wurde ist ein Ärgernis, aber eigentlich schon eine altbekannte Geschichte. Das andere, neue Ärgernis ist die geplante neue Wegführung oder anders ausgedrückt, die neuen, nun noch längeren Umwege.“

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Kontext: Die Tricks des Herrn Lutz

Kontext: Die Tricks des Herrn Lutz: „Stuttgart 21 hat den Bundesverkehrsausschuss in Berlin bei seinem vergangenen Treffen beschäftigt. Bahnchef Lutz redete das defizitäre Milliardengrab schön, meint Winfried Wolf in seiner Rede auf der Montagsdemo. Wir veröffentlichen Auszüge.“

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