SWP: Stuttgart 21. Hermann: Größte Fehlentscheidung der Geschichte / StZ: Grün-schwarzer Zoff über Stuttgart 21

SWP: Hermann: Stuttgart 21. Größte Fehlentscheidung der Geschichte: „Nach Ansicht des grünen Ministers könnte Ex-Bahnvorstand Sarrazin in Sachen Kostenexplosion bei S 21 richtig liegen. […] Am Montag wird der Verkehrsausschuss des Bundestags über einen Aus- und Umstieg diskutieren. Für Hermann ist klar, dass es kein Zurück mehr geben wird. Zwei Drittel aller Tunnel seien gebohrt und Stuttgart aufgewühlt. Trotzdem moniert er: „Wir geben einen Haufen Geld aus und versenken einen Bahnhof und haben dadurch keinen Vorteil. Stuttgart 21 ist die größte Fehlentscheidung der Eisenbahngeschichte.“

StZ: Grün-schwarzer Zoff über Stuttgart 21: „Verkehrsminister Winfried Hermann nennt Stuttgart 21 die „größte Fehlentscheidung der Eisenbahngeschichte“ und sieht keinen Nutzen in dem Vorhaben. Beim Koalitionspartner und in der Opposition ist man verblüfft. Das Staatsministerium geht auf Distanz.“

Veröffentlicht unter Allgemein, Bund, Kosten, Land BW, Leistungsfähigkeit | Kommentare deaktiviert für SWP: Stuttgart 21. Hermann: Größte Fehlentscheidung der Geschichte / StZ: Grün-schwarzer Zoff über Stuttgart 21

StZN: Linke nehmen Bahn-Chef Lutz ins Visier / SWR: Legt Bahn „absichtlich“ zu hohe Kosten vor?

StZN: Linke nehmen Bahn-Chef Lutz ins Visier: „Die von unserer Redaktion exklusiv veröffentlichen Aussagen von Ex-Bahn-Vorstand Thilo Sarrazin über die Unwirtschaftlichkeit von S21 lösen Unruhe aus. Bahn-Chef Richard Lutz gerät wegen seiner Aussage unter Druck, wonach die Kostensteigerungen bei Stuttgart 21 erst im Verlauf des Projekts deutlich geworden seien. Das hatte der Vorsitzende der Deutschen Bahn am 18. April bei einer Anhörung im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestags erklärt. Die Verkehrsexpertin der Linken im Parlament, Sabine Leidig, wirft Lutz jetzt vor, er habe im Ausschuss „die Unwahrheit gesagt“.

SWR: Legt Bahn „absichtlich“ zu hohe Kosten vor?: „An den internen Berechnungen der Bahn zum Tiefbahnhof „Stuttgart 21″ gibt es Kritik. Experten klagen, dass die Kosten für einen Abbruch des Projekts zu hoch angesetzt seien – und das mit Absicht.“

Veröffentlicht unter Bund, Kosten | Kommentare deaktiviert für StZN: Linke nehmen Bahn-Chef Lutz ins Visier / SWR: Legt Bahn „absichtlich“ zu hohe Kosten vor?

StZN: Dritte Leuze-Röhre treibt die Kosten hoch

StZN: Dritte Leuze-Röhre treibt die Kosten hoch:  „Nicht nur der Stuttgart-21-Tiefbahnhof wird deutlich teurer als geplant: Auch der Rosensteintunnel, eines der größten Tunnelbauprojekte der Stuttgarter Geschichte, kratzt mittlerweile an der 300-Millionen-Euro-Marke. Gestartet war es 2012 mit einer Kostenschätzung von knapp 200 Millionen Euro. Nach Informationen unserer Zeitung erhöhen sich die Gesamtkosten für das Vorhaben, das auch die Verbindung B 10/B 14 – den sogenannten Leuzeknoten – umfasst, aktuell auf 293 Millionen Euro. Das geht aus einem Papier hervor, über das der Technische Ausschuss des Gemeinderats am 12. Juni berät. Zuletzt hatte die Kostenschätzung bei rund 277 Millionen Euro gelegen.“

Veröffentlicht unter Stadt Stuttgart | Kommentare deaktiviert für StZN: Dritte Leuze-Röhre treibt die Kosten hoch

Kontext: Augen zu und durch den Anhydrit / Wasser Marsch!

Kontext: Augen zu und durch den Anhydrit: „Kommenden Montag diskutiert der Verkehrsausschuss im Bundestag über das Thema „Ausstieg und Umstieg bei dem Bahnprojekt Stuttgart 21″. Union und SPD benennen Profiteure des Projekts als Sachverständige. Einer von ihnen feierte jüngst seinen 83. Geburtstag in einem S-21-Tunnel.“

Kontext: Wasser Marsch!: „Stuttgart ist die Stadt mit dem größten Starkregenrisiko Deutschlands. Dass der geplante S-21-Tiefbahnhof das daraus folgende Hochwasserrisiko noch deutlich erhöht, wollen Projektgegner in einer neuen Studie belegen. Darin sind auch bemerkenswerte Pläne der Bahn im Falle eines Hochwassers dokumentiert. „

Veröffentlicht unter Allgemein, Anhydrit, Bund, Ökologie, Stadt Stuttgart | Kommentare deaktiviert für Kontext: Augen zu und durch den Anhydrit / Wasser Marsch!

StZN: Thilo Sarrazin rechnet mit der Bahn und S21 ab

StZN: Thilo Sarrazin rechnet mit der Bahn und S21 ab: „Der ehemalige Bahn-Vorstand Thilo Sarrazin redet Klartext. Nach seiner Darstellung war das finanzielle Risiko bei dem umstrittenen Großprojekt den Beteiligten bei der Bahn und im Bundesfinanzministerium mindestens seit 2001 „vollständig bekannt“. […] Schon im Sommer 2001 sei aber „völlig klar“ gewesen, dass „die wie immer berechnete Wirtschaftlichkeit des Projekts Stuttgart 21 in sich zusammenbrechen würde, wenn sich nur ein kleiner Teil der Risiken, etwa im Tunnelbau, materialisierte“. 

Die schriftliche Stellungnahme von Thilo Sarrazin zur öffentlichen Anhörung am 11. Juni 2018  finden Sie auf der Webseite des Bundestages.

Veröffentlicht unter Allgemein, Bund, Kosten, Land BW | Kommentare deaktiviert für StZN: Thilo Sarrazin rechnet mit der Bahn und S21 ab

Pressemitteilung des Aktionsbündnisses: Studie zu Überflutungsrisiken bei Stuttgart 21 vorgestellt. Die Katastrophe ist absehbar

Pressemitteilung des Aktionsbündnisses:  Studie zu Überflutungsrisiken bei Stuttgart 21 vorgestellt. Die Katastrophe ist absehbar: Als unglaublich fahrlässig und verantwortungslos bezeichnen es Hans Heydemann und Christoph Engelhardt, dass in Zeiten des rapiden Klimawandels in einer extrem Starkregen gefährdeten Stadt wie Stuttgart ein Risiko-Projekt wie Stuttgart21 realisiert werden soll. Dipl.-Ing Heydemann und der Analyst und Physiker Dr. Engelhardt sind die Autoren einer Studie zu den „Überflutungsrisiken durch Stuttgart 21″, die das Aktionsbündnis heute in Stuttgart veröffentlichte. In ihrer 80-seitigen Arbeit beschreiben Heydemann und Engelhardt zunächst die topografische Ausgangslage, die in der Geschichte der Stadt zu zahllosen Überschwemmungskatastrophen geführt hat. Grund ist der Stuttgarter Kessel, eine Wetterfalle, die Stuttgart unter deutschen Großstädten das höchste Starkregen-Risiko beschert. Verstärkend kommt hinzu, dass der Kessel wie ein Trichter das Oberflächenwasser sammelt.“

Veröffentlicht unter Ökologie, Stadt Stuttgart, Tiefbahnhof | Kommentare deaktiviert für Pressemitteilung des Aktionsbündnisses: Studie zu Überflutungsrisiken bei Stuttgart 21 vorgestellt. Die Katastrophe ist absehbar

StZ: Bund sieht keinen Engpass zwischen Zuffenhausen und Feuerbach

StZ: Bund sieht keinen Engpass zwischen Zuffenhausen und Feuerbach: Die Grünen im Bundestag werfen der Großen Koalition „Rechentricks“ vor, um die Strecke bei Zuffenhausen nicht ausbauen zu müssen. Schwarz-Rot setze die Taktik des „sich Dummstellens“ fort, sagt der Grünen-Bundestagsabgeordnete Matthias Gastel“

Veröffentlicht unter Allgemein, Bund, Feuerbach, Leistungsfähigkeit | Kommentare deaktiviert für StZ: Bund sieht keinen Engpass zwischen Zuffenhausen und Feuerbach

Kontext: Rette sich, wer kann

Kontext: Rette sich, wer kann:Die Bahn jubelte über die Genehmigung des Eisenbahn-Bundesamts, die Flucht-Treppenhäuser im Tiefbahnhof Stuttgart 21 verschieben zu dürfen. Behindertenverbände äußern massive Bedenken – die Klage gegen das Rettungskonzept aber überlassen sie einem S-21-Gegner. „

Veröffentlicht unter Brandschutz, Eisenbahn-Bundesamt, Ingenieure22, Klageverfahren, Planfeststellung | Kommentare deaktiviert für Kontext: Rette sich, wer kann

StZ: Wenn das Erdreich eine Geschichte erzählt

StZ: Wenn das Erdreich eine Geschichte erzählt:  „Forscher nutzen die Aushubarbeiten am Hauptbahnhof in Stuttgart für ihre Arbeit. Sie suchen nicht nur nach historischen Gegenstände, sondern analysieren auch Bodenproben – und kommen zu überraschenden Erkenntnissen“.

Veröffentlicht unter Land BW, Tiefbahnhof | Kommentare deaktiviert für StZ: Wenn das Erdreich eine Geschichte erzählt

StZN: Bahn lehnt Hilfe von Hobbygärtnern ab

StZN: Bahn lehnt Hilfe von Hobbygärtnern ab: „Viele Hobbygärtner aus Stuttgart und dem ganzen Land wollen Eidechsen retten. Die Tiere müssen auf den Stuttgart-21-Baustellen weichen. Doch wegen hoher Auflagen geht die Bahn nicht auf die Angebote ein.“

Veröffentlicht unter Ökologie, Untertürkheim | Kommentare deaktiviert für StZN: Bahn lehnt Hilfe von Hobbygärtnern ab

SWR: Endstation Stuttgart-Vaihingen / SB: Gäubahn: Vaihingen bald Endstation für Pendler?

SWR: Endstation Stuttgart-Vaihingen:Auf Reisende der Gäubahn kommen in Zukunft erhebliche Einschränkungen zu. Die Strecke könnte nach SWR-Recherchen über Jahre am Stuttgarter Stadtrand enden. Durch Verzögerungen beim Bau des Projekts Stuttgart 21 wird die Gäubahn von Singen nach Stuttgart voraussichtlich für zwei Jahre oder länger in Stuttgart-Vaihingen enden. Ursprünglich sollte die Unterbrechung nur ein halbes Jahr dauern. Betroffen wären täglich rund acht- bis zehntausend Menschen.“

SB: Gäubahn: Vaihingen bald Endstation für Pendler?:Mit großer Sorge und Verärgerung reagiert die SPD des Landkreises auf eine Nachricht über die Gäubahn.“

Veröffentlicht unter Filderbereich, Land BW, S-Bahn, Verkehr, Zeitplan | Kommentare deaktiviert für SWR: Endstation Stuttgart-Vaihingen / SB: Gäubahn: Vaihingen bald Endstation für Pendler?

Das Erste Plusminus: Baumängel ohne Ende

Plusminus: Baumängel ohne Ende (Sendung am 30.Mai um 21:40 Das Erste): „Jahrelang wurde um „Stuttgart 21″ erbittert gestritten. Das Milliarden-Projekt war für die Bahn ein Zukunftssymbol, für seine Gegner ein Beispiel für Geldverschwendung und Umweltzerstörung. Inzwischen sind die ständigen Bauverzögerungen und Kostensteigerungen sogar für den Bahnvorstand ein Ärgernis. Wie konnte es nur soweit kommen?“

Den Beitrag zu Stuttgart 21 finden Sie im Video der Plusminus-Sendung ab Minute 27:08.

Veröffentlicht unter Allgemein, Anhydrit, Kosten, Zeitplan | Kommentare deaktiviert für Das Erste Plusminus: Baumängel ohne Ende

MdB Matthias Gastel zur Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage zu Kostenanstieg und Zeitverzug bei Stuttgart 21

Einige Abgeordnete der Fraktion Bündnis90/Die Grünen im Bundestag, darunter MdB Matthias Gastel, haben erneut eine Anfrage an die Bundesregierung zum Zeitverzug, den Ursachen des Kostenanstiegs, den drohenden Unterhaltskosten bei den Tunneln durch Anhydrit, der Leistungsfähigkeit und der Wirtschaftlichkeit von Stuttgart 21 gestellt. Die Anfrage wurde von der Bundesregierung Anfang April beantwortet. Nach Einschätzung von Matthias Gastel jedoch nur sehr unzureichend. Er hat die Antwort der Bundesregierung auf seiner Webseite (hier) Mitte Mai 2018 ausführlich bewertet.  Drei Zitate daraus:

„Die Aussage der Bundesregierung, wonach „Aufgrund noch ausstehender Ausschreibungen und laufender Vergabe- und Nachtragsverfahren derzeit keine näheren Angaben zu den konkreten Planfeststellungsabschnitten und den Gewerken gemacht werden“ könnten irritiert. Denn die Antwort bedeutet, dass offenbar noch immer für keinen einzigen Planfeststellungsabschnitt Kostensicherheit gilt, obwohl die Deutsche Bahn seit längerem immer wieder behauptet, für große Teile der Gewerke bestehe ein hohes Maß an Kostensicherheit“ […]

Meine Bewertung: Die Bahn will das Kunststück schaffen, aus vielen Unbekannten konkrete Gesamtkosten zu ermitteln. Würde ihr dies gelingen, wäre sie Anwärterin für den Nobelpreis in Mathematik. Bisher ist ihr das Kunststück leider nicht gelungen. Vielmehr sind die Kosten regelmäßig explodiert. Da die Bahn immer noch nicht weiß, welche Kosten für einzelne Gewerke und Planungsabschnitte zu erwarten sind, müssen weitere Kostenanstiege befürchtet werden! Stuttgart 21 ist ein Fass ohne Boden und hätte spätestens im Jahr 2013 gestoppt werden müssen. […]

Es gibt keine klare Aussage darüber, ob alle Züge, die durch Stuttgart fahren sollen, auch am künftigen neuen Hauptbahnhof halten werden. Auch meine Frage an den Konzernvorstand im Bundestags-Verkehrsausschuss im April 2018, ob womöglich einige Fernzüge den neuen Tiefbahnhof ohne Halt nur durchfahren werden, blieb unbeantwortet.“

Veröffentlicht unter Allgemein, Anhydrit, Filderbereich, Kosten, Leistungsfähigkeit, Tiefbahnhof, Zeitplan | Kommentare deaktiviert für MdB Matthias Gastel zur Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage zu Kostenanstieg und Zeitverzug bei Stuttgart 21

StZN: Wie dicht sind die S21-Tunnel?

Unsere Chronik zum Risiko Anhydrit und die Salami-Taktik der Bahn, die wir Mitte Februar 2018 veröffentlicht haben, muss ergänzt werden.  Die Stuttgarter Zeitung berichtet in seiner gestrigen Ausgabe (hier) über Unterbrechungen beim Vortrieb des Feuerbacher Tunnels (eine Woche) und den Abdichtungsarbeiten mittels Injektionen (vier Wochen). Eine Meldung, die online unverständlicherweise nicht unter der Rubrik „Stuttgart 21“ veröffentlicht wurde.

 Die StZ schreibt  dazu: „Der Baustopp wirft in Fachkreisen Fragen auf. Ein Informant unserer Redaktion, der mit den Vorgängen vertraut ist, sagt, es habe zwischen den Baufirmen und der Bahn sowie deren Projektfirma DB PSU massiven Streit gegeben. Dabei gehe es um die Kosten für geänderte Bauverfahren und die komplizierte Abdichtung der Tunnel.“

Und zur Kritik des vom Aufsichtsrat der DB AG beauftragten KPMG-Gutachten an der Bauweise, die beim Feuerbacher Tunnel bis zur Inbetriebnahme von Stuttgart 21 mit 13,5%iger Wahrscheinlichkeit von Schäden rechnet, schreibt die StZ: „Die Bahn weist solche Szenarien zurück und vertraut bei der schwierigen Abdichtung der Tunnel auf das Ingenieurbüro WBI von Walter Wittke, dessen Methoden in der Branche nicht unumstritten sind. Bei den Baufirmen vor Ort stoßen die Vorgehensweisen teils auf Kritik, wie Informanten berichten. „Bewährte Bauabläufe im Tunnelbau werden gestört, und manche Maßnahmen zur Abwehr der Quellrisiken erscheinen wenig nachhaltig“, sagt ein Informant.“

Die StZ stellt daher die Frage, wir dicht die Tunnel sind, die vor dem eindringenden Wasser in das quellfähige Gestein durch Injektionen die Kunstharz geschützt werden sollen. Immerhin sollen „rund 3,8 Millionen Liter Acrylatgele und Polyurethane in den Boden gepresst werden, wie die Bahn auf Nachfrage mitteilt. Zum Vergleich: Mit dieser Menge Chemikalien ließen sich rund 19 000 Badewannen oder anderthalbmal die 139 Meter hohe Cheops-Pyramide füllen. Der Konzern betont, die Umweltverträglichkeit sei vom Amt für Umweltschutz geprüft und bescheinigt worden.“

Eine modifizierte Meldung ist online heute in „Die Rheinpfalz“ (hier) erschienen. Darin heißt es: „Denn zur Abschottung der umliegenden Gesteinsschichten gegen Wasser sind Tausende komplizierter Bohrungen und gigantische Mengen Dichtungsmaterial erforderlich. Die Folgen haben am Ende die Steuerzahler zu tragen. Denn S21 wird allein durch öffentliche Mittel und den Staatskonzern finanziert.

Doch nicht nur der Steuerzahler hat am Ende die Folgen zu tragen. Laut dem KPMG-Gutachten sind im schlimmsten Fall bei starken Quellungen bzw. Hebungen an der Geländeoberfläche auch Schäden an den über den Tunnel befindlichen Gebäude nicht auszuschließen.

Wir möchten noch einmal dran erinnern, dass die Bahn auf einzigen öffentlichen Anwohnerveranstaltung für den Stuttgarter Norden im November 2015 die betroffenen Anwohnern am Kriegs- und Killesberg trotz der eingereichten Fragen des Netzwerks Killesberg weder über die Risiken des tiefliegenden Anhydrits noch über den erstmaligen Einsatz dieser Injektionstechnik im Anhydrit informierte. Erst im Zuge einer Kostenexplosion von 623 Millionen Euro räumte die Projektgesellschaft im Juni 2016 öffentlich ein, dass das noch in der Schlichtung präsentierte Bauverfahren beim Cannstatter und Feuerbacher Tunnel doch nicht ausreichend ist.

Veröffentlicht unter Anhydrit, Bauarbeiten, Gebäuderisiken, Killesberg, Vortriebsstand, Zeitplan | Kommentare deaktiviert für StZN: Wie dicht sind die S21-Tunnel?

SWR: S-21: Evergreen oder Endlosstory?

SWR: S-21: Evergreen oder Endlosstory?: „Kein Thema hat uns in zehn Jahren Zur Sache Baden-Württemberg so oft beschäftigt wie Stuttgart-21. Wir schauen zurück: Warum sind die Kosten so explodiert? Und wie hat sich der Blick der Politik auf das Projekt gewandelt?“

Veröffentlicht unter Allgemein, Kosten, Land BW | Kommentare deaktiviert für SWR: S-21: Evergreen oder Endlosstory?

StZ: S-21-Ausstellung soll ans Baufeld ziehen / Rosenstein-Schau soll an den Bahnhof ziehen

StZ: S-21-Ausstellung soll ans Baufeld ziehen:   „Das für Stuttgart 21 werbende Turmforum wird 20 Jahre alt. Weil die bisherigen Räume saniert werden, entsteht eine neue Schau an den Baugruben. Georg Brunnhuber, Chef des S-21-Vereins, erklärt überraschend seinen Abschied.“

StZ: Rosenstein-Schau soll an den Bahnhof ziehen: „Die Stadt will die Ideen für das neue Rosensteinviertel in dem neu zu bauenden Ausstellungsturm zeigen, in den auch die Stuttgart-21-Schau ziehen soll.“

StZ: „Eine Idee mit Charme“: „Die Schau über das geplante Rosensteinviertel wäre am Bahnhof gut aufgehoben. Die dortigen Bauarbeiten eröffnen erst die Möglichkeit, das Quartier überhaupt zu verwirklichen, kommentiert StZ-Autor Christian Milankovic.“

Veröffentlicht unter Stadt Stuttgart, Städtebau | Kommentare deaktiviert für StZ: S-21-Ausstellung soll ans Baufeld ziehen / Rosenstein-Schau soll an den Bahnhof ziehen

StZ: Stadt sucht neuen Ansprechpartner für die Bürger

StZ: Stadt sucht neuen Ansprechpartner für die Bürger:Alice Kaiser, seit neun Jahren städtische Bürgerbeauftragte für Stuttgart 21 koordiniert künftig die Stuttgarter IBA-Aktivitäten. Das Rathaus muss nun einen neuen Ansprechpartner für Bürger suchen, die Probleme mit den Stuttgart-21-Baustellen haben. „

Veröffentlicht unter Stadt Stuttgart | Kommentare deaktiviert für StZ: Stadt sucht neuen Ansprechpartner für die Bürger

SWP: S 21: „Brandschutz ist unlösbares Problem“

SWP: S 21: „Brandschutz ist unlösbares Problem“: „Der Tiefbahnhof wird keine Brandschutzgenehmigung bekommen. Das ist ein unlösbares Problem“, ist sich Hans-Joachim Keim sicher. Der Maschinenbau-Ingenieur, seit Jahren entschiedener Kritiker des Bahnprojekts, hat sich das geplante Brandschutzkonzept angeschaut. Er ist der Überzeugung, dass sich spätestens bei Brandübungen vor der Inbetriebnahme des neuen Stuttgarter Bahnhofs zeigen wird, dass die „Entfluchtung der Fahrgäste nicht machbar ist“. Dies bedeutet, dass aus Keims Sicht bei einem Feuer nicht gewährleistet werden kann, dass die Fahrgäste in Sicherheit gebracht werden.“

Veröffentlicht unter Brandschutz, Eisenbahn-Bundesamt, Stadt Stuttgart, Tiefbahnhof | Kommentare deaktiviert für SWP: S 21: „Brandschutz ist unlösbares Problem“

StZN: Brücke muss sieben Jahre auf Zug warten

StZN: Brücke muss sieben Jahre auf Zug warten: „Die neue Brücke bei Bad Cannstatt ist über den Neckar geschoben worden. Den Fußgängersteg darunter können Passanten voraussichtlich Ende 2019 nutzen. […] Ende 2019 könne der Fuß- und Radweg genutzt werden, sagt Teamleiter Daniel Wäschenbach (38), das Datum sei aber auch abhängig vom Umbau der B 10, die ihren Anschluss an den Rosensteintunnel erhält. Weil sich beim Infrastrukturvorhaben Stuttgart 21 der Fertigstellungstermin von Ende 2021 auf Ende 2025 verschoben hat, wird die 35 Millionen Euro teure Brücke ihre eigentliche Funktion erst in sieben Jahren aufnehmen können.“

Veröffentlicht unter Bad Cannstatt, Bauarbeiten, Baufortschritt, Fahrradwege, Fußwege, Zeitplan | Kommentare deaktiviert für StZN: Brücke muss sieben Jahre auf Zug warten

Fragen des Netzwerks Kernerviertel für die Anwohnerveranstaltung am 5.Juni 2018 im Rathaus

Am 5.Juni 2018 laden die Bürgerbeauftragte Alice Kaiser und die Bezirksvorsteherin Veronika Kienzle um 19.30 Uhr zu einer Infoeranstaltung für die Anwohner des Kernerviertels in den großen Saal des Rathauses ein. Die Ankündigung auf der Webseite der Stadt Stuttgart finden Sie hier. Ab morgen wird ein Flyer in die Briefkästen des Kernerviertels verteilt.

Wie bei den letzten Veranstaltungen auch hat das Netzwerk Kernerviertel der Bürgerbeauftragten, der Bahn und der SSB einen Fragenkatalog zu den im nächsten Jahr rund um das Kernerviertel anstehenden Bauarbeiten und den damit verbundenen Beeinträchtigungen zukommen lassen. Lesen Sie hier. Die Initiative hakt u.a. auch zu den Hebungsinjektionen, der Erreichbarkeit der neuen SSB-Haltestelle sowie dem Zeitplan für die Rohbauarbeiten rund um das Kernerviertel nach.

Veröffentlicht unter Anwohnerveranstaltungen, Bauarbeiten, Fußwege, Hebungsinjektionen, Kernerviertel, Lärm, Schreiben Netzwerke, SSB, Stadt Stuttgart, Tiefbahnhof, Unterfahrung, Zeitplan | Kommentare deaktiviert für Fragen des Netzwerks Kernerviertel für die Anwohnerveranstaltung am 5.Juni 2018 im Rathaus

StZN: Bahn schreibt Bau am Airport erneut aus

StZN: Bahn schreibt Bau am Airport erneut aus: „Nach den Verzögerungen durch zwei Klagen, unter anderem der Schutzgemeinschaft Filder, will das Projektbüro für Stuttgart 21 die Bauarbeiten für den Anschluss des Flughafens an die neue ICE-Strecke Stuttgart-Ulm ab Juli erneut ausschreiben. Allerdings ist immer noch unklar, wann der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim (VGH) über die Klagen gegen diesen Anschluss entscheiden wird.“

Veröffentlicht unter Filderbereich, Klageverfahren, Planfeststellung, Zeitplan | Kommentare deaktiviert für StZN: Bahn schreibt Bau am Airport erneut aus

Presseberichte zur Umsiedelung der Eidechsen

StN+: Eidechsen könnte das letzte Stündlein schlagen: „Entweder raus aufs Land – oder gleich in die ewigen Jagdgründe. Diese Schicksalsfrage stellt sich für 5000 Stuttgarter Eidechsen. Weil die Bahn keine Ausweichfläche findet, müssen die Naturschutzbehörden eine schwierige Entscheidung treffen.“

StN: Land steckt in der Zwickmühle:Doch die Zeit drängt. Denn noch immer fehlt die Baugenehmigung für den künftigen Abstellbahnhof in Untertürkheim, wo die Tiere bisher leben. Nach diversen Änderungen will die Bahn die Unterlagen demnächst einreichen. Darin muss auch der Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung vom Naturschutzgesetz enthalten sein. Die wird aber nur erteilt, wenn die Naturschutzbehörden einer Umsiedlung in andere Teile des Landes oder gar einer Tötung der Eidechsen zustimmen. Darüber führen die Beteiligten schwierige Gespräche.“

StZ: Umsiedlung von Tausenden Eidechsen problematisch: „Mehr als 200 mögliche Flächen hat die Bahn geprüft – und alle wieder verworfen. Die Umsiedlung von 5000 streng geschützten Eidechsen für Stuttgart 21 gestaltet sich problematisch.“

StZ: Mehr geschützte Echsen in Stuttgart als gedacht: In Stuttgart leben weit mehr der geschützten Mauereidechsen als bisher gedacht, das hat ein Gutachten ergeben. Für das Bahnprojekt Stuttgart 21 soll ein Teil der Tiere umgesiedelt werden, aber was passiert mit den restlichen Echsen“

Veröffentlicht unter Killesberg, Land BW, Ökologie, Untertürkheim | Kommentare deaktiviert für Presseberichte zur Umsiedelung der Eidechsen

Tagesspiegel: Und wer zahlt jetzt für Stuttgart 21?

Tagesspiegel: Und wer zahlt jetzt für Stuttgart 21?: „Bahn, Land und Bund streiten über die Mehrkosten in Höhe von 3,7 Milliarden Euro für das Großprojekt Stuttgart 21. Das Verfahren um die Finanzierung könnte sich über Jahre ziehen.“

Veröffentlicht unter Allgemein, Bund, Klageverfahren, Kosten, Land BW, Stadt Stuttgart | Kommentare deaktiviert für Tagesspiegel: Und wer zahlt jetzt für Stuttgart 21?

N24-Welt: Bohren, Buddeln, Sprengen – Maschinen am Ende des Tunnels

Wer sich nicht an der ständig im Hintergrund dröhnenden Musik stört, den möchten wir auf den Film „Bohren, Buddeln, Sprengen – Maschinen am Ende des Tunnels“ (hier) aufmerksam machen, der noch sechs Tage auf der Webseite des Senders N24-Welt abrufbar ist. Das TV-Team hat mehrere Tage die Arbeiten unter Tage im Albvorlandtunnel (maschinell)  und im  Obertürkheimer Tunnel (bergmännisch) begleitet.

Veröffentlicht unter Bauarbeiten, Neubaustrecke Stgt-Ulm, Untertürkheim | Kommentare deaktiviert für N24-Welt: Bohren, Buddeln, Sprengen – Maschinen am Ende des Tunnels

StZN: Wegen Stuttgart 21. Auf der Wolframstraße drohen sieben Jahre Verkehrschaos

Die beiden Stuttgarter Zeitungen (hier) berichten heute, dass wegen Stuttgart 21 auf der Wolframstraße „sieben Jahre Verkehrschaos“ drohen. Zu dieser Erkenntnis kommt der Bezirksbeirat Nord, der sich am Montag in seiner Sitzung vom Bahn-Abschnittsleiter Dr. Florian Bitzer über die Planung der Bahn informierte. Die StZN schreibt: „Ein siebenjähriges Provisorium an der Querverbindung von der Heilbronner zur Cannstatter Straße treibt die Bürger auf die Barrikaden. Der Bezirksbeirat Nord fordert die Verkürzung der Bauzeit an der Wolframstraße und den Erhalt der Radwege. „

Die Ursache: Weil der neue S-Bahn-Tunnel auf Höhe der Brücken an der Wolframstraße wegen des vorhandenen Mineralwassers nicht tief gebaut werden kann, soll der neue S-Bahn-Tunnel ca. 2,50 m über das Straßenniveau herausragen. Nach der Planfeststellung soll die Wolframstraße während der Bauzeit in zwei kühnen einspurigen Serpentinen-Behelfsrampen und entlang der kürzeren Nordrampe auch noch ohne Fuß- und Radweg über diesen geplanten S-Bahn-Tunnel  geführt werden:

Für die Bezirksbeiräte ein Skandal, dass dies die Stadt zugelassen hat. Die StNZ schreiben: „SPD-Bezirksbeirat Sebastian Sage kritisierte diese Planung der Bahn als eine „grauenhafte Streckenführung“ und geißelte die Tatsache, „dass diese Achterbahn sieben Jahre lang“ einem Dauerzustand gleich komme. Am Ende fragte Sage auch: „Wo war bei diesen Planungen die Stadt?“

Wir möchten daran erinnern, dass die Stadt Stuttgart damals in der Planfeststellung zum PFA 1.5. kein Veto eingelegt hatte und Dr. Hans-Jörg Jäkel, Nordlichter,  seit Jahren auf diese Fehlplanung darauf aufmerksam gemacht haben. Beispielsweise bereits 2014 bei einem Spaziergang entlang der Baulogistikstraße, über den Cam21 (hier) berichtete. Hier der Ausschnitt aus dem Cam21-Video, in dem Dr. Hans-Jörg Jäkel unter den Brücken an der Wolframstraße die Auswirkungen der Planung näher erläutert:

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://youtu.be/tw7cB_mXdzU?t=3520

Weitere Beiträge zur Straßenführung Wolframstraße:

Veröffentlicht unter Bauarbeiten, Fahrradwege, Fußwege, Nordbahnhofviertel, Planfeststellung, S-Bahn, Stadt Stuttgart, Verkehr, Zeitplan | Kommentare deaktiviert für StZN: Wegen Stuttgart 21. Auf der Wolframstraße drohen sieben Jahre Verkehrschaos

StZN: Streit um Kultur auf dem S-21-Gelände / SWP: Feuerwehr zufrieden mit Brandschutz

StZN: Streit um Kultur auf dem S-21-Gelände: „Im Blickpunkt des Ausschusses stand auch die Genehmigung der neuen Fluchtwege im Tiefbahnhof. Sie liegen jetzt an den Enden. Die Bahn verzichtet auf extra Treppenhäuser auf den Bahnsteigen. Reisende müssen somit nicht mehr auf das Dach flüchten, über das weiterhin der Rauch abziehen soll. Laut Markus Heber von der Branddirektion bleibe nun ein Bahnsteigende rauchfrei. „Die Fluchtwege gehen über das normale Maß hinaus. Aber die Reisenden können nun ohne Rauch ins Freie kommen, daher die Zustimmung von uns“, so Heber.“

SWP: Feuerwehr zufrieden mit Brandschutz: „Eine grundlegende Umsetzbarkeit und Machbarkeit ist gegeben“, sagte Markus Heber zum Brandschutzkonzept  im Tiefbahnhof von Stuttgart 21. Es gelte nur noch Details zu regeln, ergänzte der stellvertretende Leiter der Branddirektion Stuttgart, der im Gemeinderatsausschuss Stuttgart 21/Rosenstein den Brandschutz im künftigen Tiefbahnhof bewerten sollte. Damit gebe die Feuerwehr „Grünes Licht“, entnahm der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Alexander Kotz, Hebers Bericht“.

Veröffentlicht unter Brandschutz, Stadt Stuttgart, Städtebau, Tiefbahnhof | Kommentare deaktiviert für StZN: Streit um Kultur auf dem S-21-Gelände / SWP: Feuerwehr zufrieden mit Brandschutz

Hans Heydemann, Ingenieure 22, zum „Verschieben der Fluchttreppen“ und Einsicht in die Risikenliste bei Stuttgart 21

Hans Heydemann von den Ingenieuren 22 hatte bereits Anfang April 2018 auf der 411.Montagsdemo Kritik an dem genehmigten Entfluchtungskonzept mit den an die Bahnsteigenden verschobenen Fluchttreppenhäuser geäußert. Jetzt hat er seine Einwände in der „Bewertung des Änderungsplanfeststellungsbeschlusses der 18.Planänderung „Verschieben der Fluchttreppen“ im Detail dargelegt.

Update: 08.05.2018: Die Ingenieúre 22 haben vor Gericht die Einsichtnahme in die Risikenliste bei Stuttgart 21 insoweit erstritten, als dass die Bahn zumindest Einsicht in umweltbezogene Risiko-Sachverhalte gewähren muss. In vier Einsichtsrunden vorort bekamen die Ingenieure 300 der noch bestehenden 900 Risiken präsentiert, darunter die Risikeneinschätzung zu den aufwendigeren Tunnelbau durch den Anhydrit und die Anzahl der Risiken beim Brandschutz. Hans Heydemann hat in seiner Rede auf der gestrigen 415. Montagsdemo darüber berichtet.

Veröffentlicht unter Anhydrit, Brandschutz, Ingenieure22, Kernerviertel, Killesberg, Kosten, Planfeststellung, Stadt Stuttgart | Kommentare deaktiviert für Hans Heydemann, Ingenieure 22, zum „Verschieben der Fluchttreppen“ und Einsicht in die Risikenliste bei Stuttgart 21

Zur Lenkungskreisunterlage vom 4. Mai 2018 mit den neuen Zeitplänen, dem Baufortschritt und den Tunnelvortriebsständen bei Stuttgart 21

Es lohnt sich wieder einen Blick in die Lenkungskreisunterlage (hier) zu werfen, die die Bahn letzten Freitag den S21-Projektpartnern von Stadt, Land und Region präsentierte. Wir möchten unsere Zusammenstellung aufgrund der zahlreichen Folien in einzelne Abschnitte gliedern:

  1. Zeitplan von Stuttgart 21 und der Feuerbacher Tunnel als „kritischer Pfad“

Anfang des Jahres hatte der Aufsichtsrat die Verschiebung des Inbetriebnahmetermins von Stuttgart 21 um vier weitere Jahre auf Ende 2025 und die Erhöhung des Projektbudgets auf 8,2 Milliarden Euro genehmigt. Deshalb enthält jetzt die Lenkungskreispräsentation einen komplett neuen Zeitplan für die einzelnen Planfeststellungsabschnitte und Tunnel:

Der rote Pfeil markiert den kritischen Pfad für den neuen Inbetriebnahmetermin von Stuttgart 21. Dabei handelt es sich nicht – wie man annehmen könnte – um die Bauabschnitte 1.3b auf den Fildern und 1.6b für den Abstellbahnhof Untertürkheim, bei denen noch nicht einmal die Planfeststellung vorliegt. Und auch nicht der Bauabschnitt 1.3a mit dem Flughafenbahnhof und -tunnel, dessen Hauptbauarbeiten vor der anhängigen Klage vor dem Verwaltungsgerichtshof noch nicht einmal vergeben sind, wird als kritisch ausgewiesen.

Der kritische Pfad bei Stuttgart 21 hängt nach diesem Zeitplan allein vom Feuerbacher Tunnel und den zeitlichen Abhängigkeiten für den Bau des „Tiefbahnhofs“ ab. Mit dem Ausbau der Bahntechnik für den „Tiefbahnhof“ kann erst gestartet werden, wenn beim Feuerbacher Tunnel die Arbeiten der Innenverschalung  abgeschlossen sind und der Einbau der Bahntechnik bereits einige Zeit am Laufen ist. Dies lässt sich so erklären: Zum einen soll die Materialanlieferung für den Innenausbau des Feuerbacher Tunnels über das Baufeld 1 des Tiefbahnhofs am Nordkopf abgewickelt werden. Zum andern soll die Materialanlieferung für den Technikausbau des „Tiefbahnhofs“ über den Feuerbacher Tunnel erfolgen. Schließlich habe der „Tiefbahnhof“ – so S21-Chef Manfred Leger – kein „Schiebedach“ (StN). Der Start und Fortgang des Innenausbaus des Feuerbacher Tunnels hängt jedoch maßgeblich von der Realisierung der Injektionen in das umliegende Gebirgé und dem Verhalten des quellfähigen Gesteins entlang der drei kritischen, tiefliegenden Anhydritlinsen ab.

Wie schwierig der Bau des Feuerbacher Tunnels ist, lässt sich auch daran erkennen, dass S21-Chef Manfred Leger Anfang Februar vor dem S21-Ausschuss des Gemeinderats laut den StN (hier) noch davon sprach, dass dessen Rohbau „bis Mitte 2020 stehen [soll], „allerdings gebe es „keinen Vertrag mit der Baufirma“. In dem am Freitag präsentierten Zeitplan ist der Abschluss der Rohbauarbeiten mit Mitte 2021 bereits ein Jahr später geplant. Nicht von ungefähr sprach Abschnittsleiter Christoph Lienhard Anfang März anlässlich des ersten Tunneldurchschlags vom „vielleicht kompliziertesten Tunnelbau Deutschlands“.

Die Stuttgarter Zeitung (hier) schreibt über die Reaktion der Projektpartner auf die Lenkungskreis-Präsentation: „Pofallas Erklärungen in der Sitzung machten [OB] Kuhn zuversichtlich, dass „mit Verlässlichkeit von einer Inbetriebnahme im Jahr 2025 ausgegangen werden könne“. 

2. Keine oberirdischen Baustellen bis Ende 2021? Zum Stand der Bauarbeiten für den  Tiefbahnhof und dessen Zeitplan

Bahnvorstand Roland Pofalla konnte sich auf Nachfrage des SWR (unten Audiobericht von Jürgen Waibel ab Min. 1:40) nicht mehr an das selbstgesetzte Zeitlimit erinnern, dass die Bahn mit ihren Baustellen im öffentlichen (Verkehrs-)Raum bis 2021 verschwunden sein will. Dies hatte S21-Chef Manfred Leger laut SWR-Meldung noch im Februar 2018 vor dem Unterausschuss des Gemeinderats angekündigt. Doch der Zeitplan in der Lenkungskreisunterlage geht davon aus, dass sich zumindest die Rohbauarbeiten für den „Tiefbahnhof“ bis Mitte 2022 hinziehen werden. Die Folie in der Lenkungskreisunterlage zum PFA 1.1..  listet nur die aktuellen Aktivitäten/Meilensteine und gibt keine Auskunft über den geplanten Fortgang des Baus wie beispielsweise der ersten Kelchstütze:

3. Tunnelvortriebsstände und Stand der Bauarbeiten in den einzelnen S21-Abschnitten

Interessant sind auch die Folien in der Lenkungskreisunterlage zum Stand der Bauarbeiten und Tunnelvortriebsstände in den einzelnen Planfeststellungsabschnitten:

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Anhydrit, Bad Cannstatt, Bauarbeiten, Baufortschritt, Baulogistik, Degerloch, Denkendorf, Feuerbach, Filderbereich, Gablenberg, Gänsheide, Hebungsinjektionen, Kernerviertel, Killesberg, Land BW, Lenkungskreis, Obertürkheim, Ökologie, Planfeststellung, S-Bahn, Stadt Stuttgart, Tiefbahnhof, Tunnelstrecken, Untertürkheim, Vortriebsstand, Wangen, Zeitplan | Kommentare deaktiviert für Zur Lenkungskreisunterlage vom 4. Mai 2018 mit den neuen Zeitplänen, dem Baufortschritt und den Tunnelvortriebsständen bei Stuttgart 21

Presseberichte zum Lenkungskreis am 4. Mai 2018

SWR: Die „Wendlinger Kurve“ wird gebaut: „Der Lenkungskreis zu Stuttgart 21 hat sich in Stuttgart getroffen. Dabei hat die Bahn eine Neuerung verkündet: Die von Kritikern geforderte sogenannte Große Wendlinger Kurve kommt. Damit sollen Bahnfahrer künftig besser und schneller von der Region Neckar-Alb nach Stuttgart und zurück kommen.“

StZ: S-21-Partner fordern Geld aus Berlin: „Der Lenkungskreis von Stuttgart 21 will den Bund wegen einer Mitfinanzierung in die Pflicht nehmen. Berlin hatte zuletzt auch mit zusätzlichen Mitteln den Weg für eine verbesserte Anbindung im Neckartal freigemacht.“

StN: Neubaustrecke erhält erweiterten Anschluss: „Die Projektpartner sind sich über ein zweites Gleis bei der Wendlinger Kurve einig und appellieren an den Bund, Mehrkosten bei S 21 zu übernehmen.“

PM Stadt Stuttgart: Stuttgart 21: Stadt drängt auf zügige Fertigstellung:  „Die Partner des Bahnprojekts Stuttgart 21 haben sich am Freitag, 4. Mai, zu einer Sitzung des Lenkungskreises getroffen. Themen waren der Projektfortschritt, die Kosten und die Finanzierung einer „Großen Wendlinger Kurve“. Sie verbindet die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm mit der Bestandsstrecke Plochingen-Tübingen. Züge aus und in Richtung Tübingen können so über den Flughafenbereich zum neuen Stuttgarter Hauptbahnhof geführt werden. Bei einer „Großen Kurve“ erfolgte dies über zwei Gleise.“

StZ: Lenkungskreis für Stuttgart 21. Die ungewohnte Herzlichkeit: „An diesem Freitag tagt der Lenkungskreis von Stuttgart 21 zum 20. Mal. Im Gremium aus Vertretern von Bahn, Land, Stadt und Region treffen unterschiedlichste Interessen aufeinander. Trotzdem hat man sich halbwegs zusammengerauft. Was ist da bloß passiert?“

Veröffentlicht unter Allgemein, Bund, Esslingen, Land BW, Leistungsfähigkeit, Lenkungskreis, Neubaustrecke Stgt-Ulm, Stadt Stuttgart | Kommentare deaktiviert für Presseberichte zum Lenkungskreis am 4. Mai 2018

SWR: Bau des Fildertunnels erreicht Stadtgebiet

Aufgrund eines an die Haushalte im Umkreis der Sonnenbergstraße verteilten Flyers meldet der SWR (hier), dass der Bau des Fildertunnels  den Stadtbezirk Stuttgart Ost erreicht hat. Nach der im Flyer veröffentlichten Grafik mit dem Vortriebsstand zum 26.4. hat die Tunnelvortriebsmaschine die Wohnbebauung erreicht und steht zwischen der Dobelklinge und der Sonnenbergstraße:

Als nächstes steht die Unterfahrung der Gebäude in der Sonnenbergstraße und auf der oberen Gänsheide an. Laut dem Flyer fährt die Tunnelvortriebsmaschine täglich durchschnittlich 20 Meter auf.

Entgegen der bisherigen Informationen wird die Tunnelvortriebsmaschine an der Erdoberfläche zu hören und die Vibrationen zu spüren sein. Dies haben auch Anwohner rückgemeldet. Der SWR zitiert aus einem Flyer, der jetzt an die Haushalte im Umkreis der Sonnenbergstraße ging:  „Trotz des großen Abstands zwischen Tunnelröhre und Erdoberfläche von mehr als 100 Metern, so die Bahn, könnten die Bohrungen der Maschine noch im Umkreis von 200 Metern zu hören sein. Ein dumpfes Summen sei wahrnehmbar. Beeinträchtigungen sind demnach nicht völlig auszuschließen. Nach aktuellem Stand soll die Tunnelvortriebsmaschine im Sommer dieses Jahres im Bereich des Hauptbahnhofs ankommen.“

Die Wendekaverne unter der Gerokstraße, in der die Maschine wenden soll,  ist bereits vorgetrieben.

Update 04.05.2018: Laut dem aktuell von der PSU veröffentlichte Vortriebsstand vier Tage später, zum 30.04.2018,  ist die TBM jedoch noch deutlich von der Wohnbebauung bzw. der Dobelklinge entfernt. Da die beiden, innerhalb einer Woche veröffentlichten und sich widersprechenden Vortriebsstände für Anwohner doch etwas verwirrend sind, hat das Netzwerk Kernerviertel gestern bei der Bauinfo nachgehakt und heute eine Antwort erhalten. Die Bauinfo bedankt sich für den Hinweis, bedauert diesen Fehler und schreibt: „Versehentlich wurde der Vortrieb der KW16 in der Onlinegrafik nicht berücksichtigt. Tatsächlich ist die TVM schon unter dem Wohngebiet, ungefähr kurz nach der Sonnenbergstraße.“ Die korrigierte Grafik des Vortriebstand zum 30.4.2018 wird spätestens am Montag online gestellt.

Veröffentlicht unter Anhydrit, Bauarbeiten, Baufortschritt, Degerloch, Gänsheide, Kernerviertel, Lärm, Tunnelstrecken, Unterfahrung, Vortriebsstand, Zeitplan | Kommentare deaktiviert für SWR: Bau des Fildertunnels erreicht Stadtgebiet

Anträge im Bezirksbeirat Nord und im Gemeinderat zu den Folgen des Brückenabrisses für den S-Bahn-Tunnelbaus

Für den Bau des S-Bahn-Tunnels im Bereich der Wolframstraße soll jetzt kurzfristig die Brücke abgerissen und damit die Baulogistikstraße unterbrochen werden. Die hat zur Folge, dass noch rund 1 Mio. Tonnen Aushub per LkW auf den öffentlichen Straßen durch das Nordbahnhofviertel transportiert werden muss. Das sind rund 100.000 Lkw Fuhren (incl. Rückfahrten) bzw. täglich 200 Lkws. Die Nordlichter hatten sich deswegen Ende März erneut an das Eisenbahn-Bundesamt gewandt. Hans-Jörg Jäkel, Ingenieure 22, thematisierte die Folgen der vorzeitigen Unterbrechung auf der 410. Montagsdemo. Nicht nur die Anwohner des Nordbahnhofsviertels sind betroffen. Auch der Autoverkehr entlang der Wolframstraße muss wegen des S-Bahn-Tunnelbaus in „kühnen Serepentinen“ herum geführt werden.

Die Stadt Stuttgart hatte keine Bedenken gegen die Pläne der Bahn. Doch jetzt regt sich Widerstand in den kommunalen Gremien. Bereits am 09.April hat der Bezirksbeirat Nord in seiner Sitzung einstimmig einen Antrag der SPD angenommen, nachdem die Planung der Bahn Denkfehler unterläge und die Stadtverwaltung selbst eine bessere Planung erarbeiten solle. Die Bahn hatte die anstehenden Bauarbeiten mit den gravierenden Auswirkungen Ende März in der Öffentlichkeit vorgestellt, ohne vorher den Bezirksbeirat Nord oder den Gemeinderat zu beteiligen.

Auch die Fraktion der Grünen im Gemeinderat fordert jetzt in einem aktuellen Antrag, dass die Stadt mit der Bahn mit dem Ziel verhandelt, „den geplanten Abriss der Baulogistikbrücke zu verschieben bis die Bahn folgende Punkte geklärt sind:

1. Die DB legt dem Gemeinderat schnellstmöglich einen Bericht vor, in dem die bestehenden Planungen zu einer deutlich vor der Fertigstellung des Gesamtprojektes S21 vorgesehenen Inbetriebnahme der S-Bahn-Station Mittnachtstraße und die dabei bestehenden Abhängigkeiten zum Gesamtprojekt dargestellt werden.

2. Falls den in der Antragsbegründung aufgeführten Nachteilen einer vorzeitigen Inbetriebnahme der S-Bahn-Station Mittnachtstraße keine deutlichen Vorteile gegenübergestellt werden können bzw. die Nachteile nicht entkräftet werden können, fordert die Stadt die DB auf, die Baumaßnahmen zur Inbetriebnahme der S-Bahn – wie in der Planfeststellung vorgesehen – auf die Endphase des Projektes Stuttgart 21 zu verschieben.“

Allerdings läuft bereits seit heute der Abriss der Brücke. Die StZN (hier) berichteten über die dazu notwendige Straßensperrung.  Eine Übersichtskarte findet man in der Pressemitteilung der Projektgesellschaft (hier).

Veröffentlicht unter Bauarbeiten, Baulogistik, Lärm, Nordbahnhofviertel, S-Bahn, Stadt Stuttgart, Verkehr, Zeitplan | Kommentare deaktiviert für Anträge im Bezirksbeirat Nord und im Gemeinderat zu den Folgen des Brückenabrisses für den S-Bahn-Tunnelbaus

EBA genehmigt weiteren Infiltrationsbrunnen im Kernerviertel trotz Bedenken der Stadt Stuttgart

Ohne die Anwohner zu informieren wurden letztes Jahr wurden am Schützenplatz blaue Rohre installiert und dort ein weiterer Infiltrationsbrunnen angeschlossen. Das Netzwerk Kernerviertel hatte daher bei der Bürgerbeauftragten Alice Kaiser wegen der Gründe, der Risikoabklärung für diesen Brunnen und der Auswirkungen auf den geplanten Umbau des Schützenplatzes nachgehakt und Anfang Oktober über die  ausführliche Antwort berichtet.

Jetzt müssen die Anwohner des Kernerviertels damit rechnen, dass weitere blaue Rohe vom Schützenplatz entlang der Sängerstaffel bis hoch zur Werastraße verlegt werden. Dass Eisenbahn-Bundesamt hat mit seinem Bescheid zur 19.Planänderung im PFA 1.1. vom 25.April 2018 neunzehn weitere Infiltrationsbrunnen im Umkreis der Baustelle des „Tiefbahnhofs“  genehmigt; darunter auch den Brunnen 202 in der Werastraße/Ecke Sängerstaffel.

Dabei wurde dieser Infiltartionsbrunnen noch 2013 auf die Einwendung des Amts für Umweltschutz der Stadt Stuttgart (AfU) hin wegen geologischer Risiken (Hohlraumbildung durch Sulfatauslaugung bei Gipsvorkommen) aus dem geplanten Brunnenprogramm genommen und nur als Steuerpegel genutzt. Die Bedenken gegen die Nutzung dieses stillgelegten Brunnen hat das AfU letzten Herbst in der Anhörung zur 19.Planänderung wiederholt. Dem Netzwerk Kernerviertel liegt eine Stellungnahme des AfUs vom 10.10.2017 vor, aus der wir zitieren möchten:

Doch das EBA sieht die geologischen Bedenken der Stadt Stuttgart in seinem Genehmigungbescheid („Da keine habhaften Versagensgründe vorgetragen werden konnten“ ) als nicht substantiiert an und begründte die Genehmigung des Brunnens im Kernerviertel wie folgt:

„B.4.2.2.1.3 Betrieb des Infiltrationsbrunnens IBr 202
Der Infiltrationsbetrieb am IBr 202 kann, abweichend von den Festlegungen aus dem
Beschluss zur 7. Planänderung im PFA 1.1, zugelassen werden. Zur Begründung können die seitens des fachtechnischen Gutachters der Vorhabenträgerin dargelegten Sachverhalte herangezogen werden. Das Infiltrationskonzept für den IBr 202 sieht nunmehr ein maximales Infiltrationsniveau im Bereich des langjährigen,
vom Baugeschehen unbeeinflussten mittleren Grundwasserspiegels vor. Somit
befinden sich die wenigen verbliebenen noch dazu nur geringmächtig ausgebildeten
Gipslagen in den Dunkelroten Mergeln oberhalb des durch künftig infiltriertes Wasser
benetzten Bereichs. Gemäß der Stellungnahme des Sachverständigen Wasserwirtschaft weist die zwischenzeitlich bekannte hydrochemische Zusammensetzung des Infiltrationswassers eine wesentlich geringere Gipslösekapazität als das im Bochinger Horizont befindliche natürliche Grundwasser auf (Stellungnahme des SVWW vom 08.03.2017 –Seite 6). Auch auf Nachfrage bei der unteren Wasserbehörde konnten
keine konkreten Anhaltspunkte einer möglichen Gefährdung durch den Gutachter erkannt werden. Fachliche oder rechtliche Gründe stehen einer Inbetriebnahme des IBr 202 nicht entgegen. In der durch die Planfeststellungsbehörde durchzuführenden Abwägung greifen die in den Stellungnahmen der unteren Wasserbehörde angeführten  wasserwirtschaftlichen Begründungen zur Ablehnung der Infiltration in den IBr 202
(Benetzung nur potentiell vermuteter, tieferliegender, nicht vollständig ausgelaugter Bereich der Dunkelroten Mergel, erhöhter Wasserumsatz durch Infiltration) nicht durch.
Da keine habhaften Versagensgründe vorgetragen werden konnten, ist die beantragte
Infiltration in den IBr 202 durch die Planfeststellungsbehörde zu genehmigen.“

Veröffentlicht unter Eisenbahn-Bundesamt, Gebäuderisiken, Grundwassermanagement, Kernerviertel, Planfeststellung, Stadt Stuttgart | Kommentare deaktiviert für EBA genehmigt weiteren Infiltrationsbrunnen im Kernerviertel trotz Bedenken der Stadt Stuttgart

dmm: Regierung gibt Gutachten zu Stuttgart 21 nicht heraus

Der Mobilitätsmanager: Regierung gibt Gutachten zu Stuttgart 21 nicht heraus: „Die Bundesregierung ist nicht bereit, den Wortlaut von Gutachten wiederzugeben, die Unternehmensberatungen im Vorfeld der Kreditvergabe für die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin und zum Projekt Stuttgart 21 verfasst haben. Das geht aus der Antwort (19/1647) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/1496) hervor.“

Veröffentlicht unter Allgemein, Bund, Kosten | Kommentare deaktiviert für dmm: Regierung gibt Gutachten zu Stuttgart 21 nicht heraus

Pressemitteilung Aktionsbündnis: Gutachter fordert Ermittlungen gegen Bahn-Verantwortliche wegen Untreue

Pressemitteilung Aktionsbündnis: Gutachter fordert Ermittlungen gegen Bahn-Verantwortliche wegen Untreue: „Der Mannheimer Strafrechtler Prof. Jens Bülte hält Ermittlungen der Berliner Staatsanwaltschaft gegen die Bahnverantwortlichen wegen strafbarer Untreue bei ihren Weiterbauentscheidungen zu Stuttgart 21 für dringend geboten. Das ist das Ergebnis eines umfangreichen Gutachtens mit einer Vielzahl von Belegen und etwa 300 Seiten Materialien, das das Aktionsbündnis heute veröffentlichte. Bülte erklärt mit Bezug auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs: „Nach Art eines Spielers und entgegen den Regeln der kaufmännischen Sorgfalt“ habe man bei S21 „eine äußerst gesteigerte Verlustgefahr“ auf sich genommen, um einer „höchst zweifelhaften Gewinnaussicht“ willen. Auch der ehemalige Richter am Bundesgerichtshof, Wolfgang Neskovic, bestätigte in einer schriftlichen Erklärung, dass Ermittlungen wegen Untreue „evident“ geboten seien.“

Der Pressemitteilung sind auch das Gutachten von Prof. Jens Bülte und die schriftliche Erklärung von Wolfgang Neskovic beigefügt. Das Video der Pressekonferenz finden Sie hier.

Update 16.5.2018: StZ: Zäher Kampf der S-21-Gegner mit der Justiz: „Seit mehr als fünf Jahren erheben Kritiker des Umbaus des Bahnknotens Vorwürfe in Richtung DB-Vorstand und -Aufsichtsrat wegen deren Festhalten an Stuttgart 21. Nach sechs erfolglosen Strafanzeigen ruhen nun die Hoffnungen auf dem Gutachten eines Rechtsprofessors. „

Veröffentlicht unter Allgemein, Anhydrit, Brandschutz, Gleisneigung, Kosten | Kommentare deaktiviert für Pressemitteilung Aktionsbündnis: Gutachter fordert Ermittlungen gegen Bahn-Verantwortliche wegen Untreue

S-Bahnchaos: Neue, noch längere Umwege in Feuerbach ab 2. Mai

S-Bahn-Chaos: Neue, noch längere Umwege in Feuerbach ab 2. Mai: „Anfangs haben wir über die Stuttgart 21 geschuldeten „Bauwochenenden“ in und um den Bahnhof Feuerbach geschrieben, an denen keine S-Bahn in Feuerbach hält. Mittlerweile sind diese so zahlreich, dass wir aufgehört haben mitzuzählen. Am kommenden verlängerten Wochenende (Brückentag plus Feiertag) ist es wieder mal soweit: Die Schienen sollen erneut verlegt werden und ab 2. Mai 2018 fahren die S-Bahnen in Feuerbach stadteinwärts wieder vom Hausbahnsteig 1 ab (Zugang über das Bahnhofsgebäude). Dass dieser während seiner langen Sperrung von der Deutschen Bahn nicht wie vereinbart halbwegs barrierefrei erhöht wurde ist ein Ärgernis, aber eigentlich schon eine altbekannte Geschichte. Das andere, neue Ärgernis ist die geplante neue Wegführung oder anders ausgedrückt, die neuen, nun noch längeren Umwege.“

Veröffentlicht unter Bauarbeiten, Feuerbach, Fußwege, S-Bahn | Kommentare deaktiviert für S-Bahnchaos: Neue, noch längere Umwege in Feuerbach ab 2. Mai

Kontext: Die Tricks des Herrn Lutz

Kontext: Die Tricks des Herrn Lutz: „Stuttgart 21 hat den Bundesverkehrsausschuss in Berlin bei seinem vergangenen Treffen beschäftigt. Bahnchef Lutz redete das defizitäre Milliardengrab schön, meint Winfried Wolf in seiner Rede auf der Montagsdemo. Wir veröffentlichen Auszüge.“

Veröffentlicht unter Bund, Kosten | Kommentare deaktiviert für Kontext: Die Tricks des Herrn Lutz

S21BauTV: Zeppelinflug Diashow Neubaustrecke und S21

Wer sich einen aktuellen Überblick über den Stand der Bauarbeiten zu Stuttgart 21 insbesondere die Baustelle rund um den Hauptbahnhof machen möchte, kann dies in der Diashow „Zeppelinflug Diashow Neubaustrecke und S21“ von S21BauTV vom 8.April  machen. Die Fotos des Zeppelinflugs über der Stuttgarter Innenstadt starten bei ca. 10 Minuten:

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://youtu.be/iK6wf6y0iLc?t=614
Veröffentlicht unter Bad Cannstatt, Bauarbeiten, Baufortschritt, Bonatz-Bau, Degerloch, Denkendorf, Esslingen, Filderbereich, Gänsheide, Kernerviertel, Killesberg, Neubaustrecke Stgt-Ulm, Nordbahnhofviertel, Tiefbahnhof, Untertürkheim, Wangen | Kommentare deaktiviert für S21BauTV: Zeppelinflug Diashow Neubaustrecke und S21

Stadt Stuttgart: Pfahlgründung war im Zuge der Sanierung des Stadtbads bekannt und Konzept für Tunnelbau abgestimmt

Auch die Cannstatter/ Untertürkheimer Zeitung hat am 19.April über die Verzögerungen beim Tunnelbau unter dem Hallenbad berichtet. Leider ist die Meldung „Stadtbad bereitet Tunnelbauern Sorge“ bislang nicht online erschienen. Die UZ berichtet wie die StZ, dass die Bahn, die noch in der Planfeststellung von einer Flachgründung ausgegangen ist, von der Pfahlgründung des Stadtbades überrascht war. Dies hätten sie aus den städtischen Archiven im Zuge von vertiefenden Untersuchungen erfahren.

Allerdings hat die Untertürkheimer Zeitung auch eine Rückmeldung von der Stadt Stuttgart eingeholt: „Die wundert sich über den Vorgang. „Bereits zum Zeitpunkt der Stadtbad-Sanierung war klar, dass die Gründung des Stadtbads eine Pfahlgründung ist. Damals gab es bereits erste Gespräche mit der Deutschen Bahn, in denen man sich auf ein Konzept für den Tunnelbau verständigt hat“, sagt Rathaus-Sprecherin Ann-Katrin Gehrung. Für den Tunnelbau unter dem Bad gäbe es die Zusage, dass das Gebäude keinen Schaden nehmen werde. „Derzeit gehen wir davon aus, dass die Tunnelbauarbeiten keinen Einfluss auf den Badebetrieb haben werden, so Gehrung.“

Die mit der Pfahlgründung verbundenen Schwierigkeiten bei der Sanierung der Abwasserleitung des Stadtbades wurden im April 2016 im Bezirksbeirat Untertürkheim behandelt. Die Stuttgarter Zeitungen (hier) berichteten darüber.

Veröffentlicht unter Bauarbeiten, Stadt Stuttgart, Unterfahrung, Untertürkheim | Kommentare deaktiviert für Stadt Stuttgart: Pfahlgründung war im Zuge der Sanierung des Stadtbads bekannt und Konzept für Tunnelbau abgestimmt

Zippert zappt: Bahn will die Fahrgäste künftig besser stapeln

Welt/ Zippert zappt: Bahn will die Fahrgäste künftig besser stapeln: „Bahn-Chef Lutz hat erklärt, man würde Stuttgart 21 heute nicht mehr bauen. Unser Kenntnisstand ist völlig anders. Man weiß heutzutage einfach, dass es Jahrhunderte dauern kann, bis man bei planlosen Ausgrabungen auf einen unterirdischen Bahnhof stößt. Im Jahre des Herrn 2010, zu Beginn der Bauarbeiten, war das noch nicht absehbar.“

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Zippert zappt: Bahn will die Fahrgäste künftig besser stapeln

FAZ: Rastatt-Havarie verursachte 2 Milliarden Euro Schaden / SWR: Rastatt Erneut Absenkung über Rastatter Bahntunnel

FAZ: Rastatt-Havarie verursachte 2 Milliarden Euro Schaden: „Mehrere Wochen lang war die wichtige Rheintal-Strecke zwischen Rastatt und Baden-Baden komplett gesperrt. Die Auswirkungen dadurch waren gigantisch. […] In der Analyse wird die Bahn für ihr Krisenmanagement gerügt. Es habe weder Notfallpläne gegeben noch praktikable Umleitungsstrecken. Auch die Haupt-Ersatzstrecke, die „Gäubahn“ zwischen Stuttgart und Singen, sei wegen Bauarbeiten teilweise gesperrt gewesen. Die Koordination der Baustellen sei „absolut unzureichend“. „Die Studie deckt die wahren Schäden auf, für die sich in Berlin bisher niemand interessiert hat“, sagte NEE-Geschäftsführer Peter Westenberger der F.A.Z. Bisher gebe es nur geringe Hinweise, dass die Deutsche Bahn Konsequenzen in der Notfallvorsorge, der staatenübergreifenden Baustellenplanung oder der grenzüberschreitenden Vereinfachung betrieblicher Regeln ziehe. „

Update 24.4. : SWR: Rastatt. Erneut Absenkung über Rastatter Bahntunnel: „Über dem neuen Rastatter Bahntunnel hat es erneut eine Absenkung gegeben. Direkt neben der Kreuzung B3/B36 und B462 bei Rastatt ist nach Angaben der Deutschen Bahn ein 60 Zentimeter tiefes Loch festgestellt worden. Ob ein Zusammenhang mit dem zehn Meter tiefer gelegenen Tunnel besteht, ist derzeit noch unklar, so ein Sprecher der Deutschen Bahn.“

Veröffentlicht unter Haftung im Schadensfall, Kosten, Tunnelbauprojekte außerhalb Stuttgarts | Kommentare deaktiviert für FAZ: Rastatt-Havarie verursachte 2 Milliarden Euro Schaden / SWR: Rastatt Erneut Absenkung über Rastatter Bahntunnel

Wusste die Bahn 2009 wirklich nicht, auf was sie sich mit dem Megaprojekt Stuttgart 21 einlässt? / Bahn informiert Verkehrsausschuss nur unzureichend über die Erfahrungen mit dem neuen Bauverfahren im Anhydrit

Dass die Bahn 2009 nicht wusste, auf welches Megaprojekt sie sich bei Stuttgart 21 einlässt, ist definitiv nicht glaubwürdig. Dazu ein Zitat aus dem Artikel „S 21 – ein Lehrbeispiel für die Folgen fehlender Transparenz“ von Hartmut Bäumer, Transparency, Ex-Amtschef des Verkehrsministeriums des Landes BW:

Es fing bereits sehr früh an: Als die Deutsche Bahn an die damalige Landesregierung in Stuttgart meldete, dass ein Kostenrahmen von 2,8 oder auch 3,1 Milliarden Euro nicht realistisch sei, blieb diese Meldung auf Veranlassung des damaligen Ministerpräsidenten in der Schublade. Man wollte das Projekt unbedingt und fürchtete eine neue politische Debatte. In den Folgejahren behalf man sich nach außen mit Schönrechnereien. Damals sagten allerdings unbeteiligte Gutachter voraus, dass selbst der nunmehr angepeilte Kostenrahmen von 4,5 Milliarden Euro gerissen werde und eher ein Kostenrahmen von 6,5 Milliarden Euro realistisch sei. Aber nicht nur sie, auch der Chef der Stuttgarter Projektleitung und Baustelle wies im Jahre 2009/2010 darauf hin, dass die Kosten realistisch über 6 Milliarden Euro lägen. Er wurde vom damals verantwortlichen Infrastrukturchef der Bahn zum Schweigen verdonnert und verlor letztlich seinen Posten.“

Bei dem erwähnten Chef der Projektleitung und Baustelle handelt es sich um Hany Azer, der sein Amt im Mai 2011 überraschend niederlegte. Die Motive seines Rückzugs wurden von der Bahn in der Öffentlichkeit anders kommuniziert. Die StZ (hier) schrieb damals: „Als Gründe gab die Deutsche Bahn auf Nachfrage an, Azer habe unter der „angespannten Situtation in Stuttgart rund um das Bahnprojekt gelitten“. Persönliche Anfeindungen und in der Folge ständiger Personenschutz hätten ein Übriges getan.“

Die von ihm erstellte Risikoliste aus dem Jahr 2010 listete zahlreiche Risiken auf, die im damaligen Projektvolumen von 4,5 Milliarden Euro für Stuttgart 21 nicht eingepreist waren. Die von der Bahn unter Verschluss gehaltene Liste ist bereits 2010 durch die Reportage von Arno Luik im Stern und in weiten Teilen 2013 durch die Ingenieure 22 (Abschrift / Bewertung / Video Pressekonferenz) an die Öffentlichkeit gekommen.

Im Dezember 2009 räumt die Bahn ein, dass dass der Kostenrahmen um fast eine Milliarde Euro teurer wird. 8oo Millionen Einsparungen wurden als Gegenmaßnahmen präsentiert um unter der ausstiegsrelevanten Grenze von 4,5 Milliarden Euro zu bleiben, so dass ein Baustart im Februar 2010 möglich ist. Als eine der Einsparpotentiale werden geringere Röhrenquerschnitte und dünnere Betonwände der Tunnel ausgemacht. Dabei waren die dicken Tunnelwände auch den Quelldrücken durch den Anhydrit geschuldet. Die StZ zitierte Bahnchef Rüdiger Grube: „Wir wollen sichere Tunnel bauen, aber keine Bunker“.

Mittlerweile sind die Mehrkosten für die deutlich aufwendigeren Verfahren beim Tunnelbau im Anhydrit einer der Hauptfaktoren für die Kostenexplosion bei Stuttgart 21. Dies geht auch laut dem Web-Baufachmagazin www.baulinks.de (hier) aus einer aktuellen Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Einen Rückblick auf die Salamitaktik der Bahn bei diesem Risiko finden Sie in unserem Beitrag vom 11.Februar 2018. Ansonsten werden als Hauptkostentreiber umfangreiche Genehmigungsverfahren und die spätere Inbetriebnahme im Jahr 2025 genannt. Der in der letzten dpa-Meldung (hier) wieder einmal vom Bahnchef erwähnte Artenschutz ist nicht dabei. Die Bundesregierung musste auch auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Matthias Gastel Anfang des Jahres einräumen, dass der Artenschutz kein Grund für Kostenexplosion bei Stuttgart 21 ist.

Doch auch heute wird der Verkehrsausschuss des Bundestages nur unzureichend vom Vorstand der DB AG über die Erfahrungen mit dem Einsatz des neuen Verfahrens beim Tunnelbau im Anhydrit informiert. So heißt es am 17.4.2018 in www.baulinks.de (hier) : „Das genutzte Verfahren zum Tunnelbau im quellfähigen Gestein Anhydrid nannte Pofalla „teuer, aber sicher“. Mit dem vom Tunnelbauexperten Professor Walter Wittke entwickelten und betreuten Verfahren seien auf anderen Baustellen gute Erfahrungen gemacht worden, sagte der Bahn-Vorstand.“

Dabei ergab beispielsweise  eine Anfrage zum Tunnelbau im Anhydrit an die Bundesregierung des Bundestagsabgeordneten Matthias Gastel im Januar 2017, dass dieses Bauverfahren mit den Kunstharzinjektionen zum Schutz vor Wasserzutritt noch nicht beim Tunnelbau im stark quellfähigen Anhydritgestein eingesetzt wurde. Matthias Gastel stellt auf seiner Webseite fest, dass die Bundesregierung erschreckend ahnungslos sei“Er hatte bei der Bundesregierung nachgefragt, „ob es bereits fertiggestellte Tunnel gibt, die nach diesem Verfahren gebaut wurden und ob es im Nachhinein Probleme durch aufquellendes Anhydrit gegeben hat. Die Bundesregierung konnte jedoch trotz mehrmaliger Nachfragen – und obwohl sie sich erfahrungsgemäß bei derartigen Fragen bei der Deutschen Bahn erkundigt – keinen einzigen Tunnel benennen, der in dieser Bauweise gebaut und in bereits in Betrieb genommen wurde.“

Hier noch eine aktuelle  Twittermeldung, die an die Plakataktion der Projektgegner 2010 erinnert:

Veröffentlicht unter Allgemein, Anhydrit, Kosten, Land BW | Kommentare deaktiviert für Wusste die Bahn 2009 wirklich nicht, auf was sie sich mit dem Megaprojekt Stuttgart 21 einlässt? / Bahn informiert Verkehrsausschuss nur unzureichend über die Erfahrungen mit dem neuen Bauverfahren im Anhydrit

StZN: Bahnchef Lutz erntet viel Kritik für späte Einsicht / StZN: Hätten Stuttgart 21 mit heutigem Wissen nicht gebaut

StZN: Bahnchef Lutz erntet viel Kritik für späte Einsicht: „Nachdem Richard Lutz als Chef des Staatskonzerns Deutsche Bahn eingestanden hat, dass die DB Stuttgart 21 heute nicht mehr in Angriff nehmen würde, wird viel Kritik an dem Schienenkonzern und dessen Haltung zum Milliardenprojekt sowie zu den Verlusten laut. […] Der erwartete Milliardenverlust bei S 21 für die DB AG sei „absolut erschreckend“, erklärte Wirtschaftsprofessor Alexander Eisenkopf von der Zeppelin Universität Friedrichshafen. Das unwirtschaftliche Großprojekt konterkariere alle Bemühungen der DB-Spitze und Politik, das Staatsunternehmen rentabler und weniger abhängig von Finanzhilfen zu machen. „S 21 beschädigt die wirtschaftliche Basis  der Bahn massiv“, kritisiert Eisenknopf, der im wissenschaftlichen Beirat des Bundesverkehrsministeriums sitzt. Allerdings sei der Abbruch des Projekts wegen der hohen Kosten keine Alternative mehr. „Die Fehler wurden früher gemacht, die Kosten geschönt und Risiken ausgeblendet, weil das Großprojekt politisch gewollt war.“ Am Ende werde der Steuerzahler für das Debakel zur Kasse gebeten. Milliardenprojekt sowie zu den Verlusten laut. „

StZN: Hätten Stuttgart 21 mit heutigem Wissen nicht gebaut: „Das Projekt Stuttgart 21 ist seit dem Beginn im Jahr 2010 immer teurer geworden. Jetzt gab Bahnchef Richard Lutz zu, dass man das Projekt „mit dem Wissen von heute“ nicht mehr bauen würde.“

SPON: „Heute würde man Stuttgart 21 nicht mehr bauen“: „Der neue Vorstandschef der Deutschen Bahn distanziert sich deutlich von dem umstrittenen Milliardenprojekt Stuttgart 21. Er würde das Projekt nicht noch einmal angehen.“

Handelsblatt: Deutsche Bahn hätte Stuttgart 21 „mit heutigem Wissen nicht gebaut“: „Die Demonstranten gegen Stuttgart 21 können sich nachträglich bestätigt fühlen: Der aktuelle Bahnchef hält das Projekt im Nachhinein für falsch.“

Veröffentlicht unter Allgemein, Bund, Kosten, Land BW | Kommentare deaktiviert für StZN: Bahnchef Lutz erntet viel Kritik für späte Einsicht / StZN: Hätten Stuttgart 21 mit heutigem Wissen nicht gebaut

StZ Plus: Ein Leben überm Tunnel

Im Februar 2018 berichtete die Südwestpresse über das Ehepaar aus dem Lehrer Tal, das wie weitere 26 Eigentümer auf dem Ulmer Michelsberg auf den Schäden, die nach nach dem Tunnelvortrieb aufgetreten sind, sitzen bleiben. Wir wiesen daraufhin, dass auch in Stuttgart Eigentümer vergeblich Schäden nach den Sprengungen bei der Versicherungs der Bahn geltend gemacht haben.

Heute veröffentlichte die StZ in ihrer Printausgabe einen ganzseitigen Artikel Ein Leben überm Tunnel über zwei, völlig unterschiedliche Perspektiven auf das „teuerste Bauprojekt der Republik„. Berichtet wird über das Ehepaars aus dem Lehrer Tal und den Projektleiter der Ulmer Abschnitts an der Neubaustrecke. Online ist der sehr lesenswerte Artikel in der StZ Plus erschienen.

Auch die Quote der Schadensregulierungen wird in der StZ-Meldung erwähnt: „Ingesamt 27 Schadensmeldungen gingen im Zuge des Baus des Albabstiegszunnels bei der Bahn ein, genauer gesagt, bei der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH. In fünf Fällen sei reguliert worden, acht Schäden werden noch bearbeitet, 14 wurden als unbegründet zurückgewiesen, gibt deren Sprecher Auskunft. Alles laufe über deren Versicherer, der beauftrage die Gutachter. In Stuttgart, wo Anwohner am Kriegsberg oder in Untertürkheim über Risse klagen, wurden 160 Schäden gemeldet, klärt der Sprecher auf, insgesamt 30 Hausbesitzer erhielten Schadensersatz.

Sprich mehr als 80% der betroffenen Eigentümer in Stuttgart blieben bislang auf den Reperaturkosten sitzen.

Veröffentlicht unter Bauschäden, Haftung im Schadensfall, Killesberg, Kosten, Neubaustrecke Stgt-Ulm, Sprengungen, Untertürkheim | Kommentare deaktiviert für StZ Plus: Ein Leben überm Tunnel

StZ: S 21: Milliardendefizit der Bahn noch größer / Schwäbische: Bahnchef rechnet bei Stuttgart 21 mit einem Minus von 2,2 Milliarden Euro

StZ: S 21: Milliardendefizit der Bahn noch größer: „Eine aktuelle Analyse der DB-Spitze beziffert das erwartete Defizit für den Staatskonzern beim teuren Stuttgarter Tunnelprojekt auf inzwischen mehr als 2,2 Milliarden Euro. […] Nach Informationen unserer Zeitung hat die neue DB-Spitze nun im Verkehrsausschuss erstmals die Unwirtschaftlichkeit von S 21 offen eingestanden. In der nicht öffentlichen Anhörung in Berlin bekamen die Verkehrsexperten des Parlaments demnach von DB-Chef Lutz und Ex-Kanzleramtschef Pofalla das vertrauliche DB-Papier zur Kenntnisnahme. Nach Angaben von Teilnehmern soll der Bahn-Chef dabei betont haben, dass die Belastungen vor Baubeginn noch nicht bekannt gewesen seien. 2009 habe man das nicht gewusst, denn „so hätten wir das Projekt nicht gemacht“, wird Lutz zitiert.“

Schwäbische: Bahnchef rechnet bei Stuttgart 21 mit einem Minus von 2,2 Milliarden Euro: „Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages, Cem Özdemir (Grüne), forderte von den Verantwortlichen für den Bau von „Stuttgart 21“ eine Entschuldigung. „Die verantwortlichen Treiber dieses Projektes dürfen gerne mal ein Mea Culpa aussprechen. Nahezu alle Aussagen und Behauptungen der Befürworter, ob Bahnvorstand oder Politiker, haben sich mehr oder weniger als falsch erwiesen“, erklärte er am Donnerstag im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“. „Da wäre etwas mehr Demut angemessen“, sagte er.“

SWR: S21 laut Bahnchef mit heutigem Wissen nicht gebaut: „So hätte er S21 nicht gebaut, sagte Bahnchef Richard Lutz diese Woche. Offenbar wurde nun festgestellt, auf welchen Kosten die Bahn tatsächlich sitzen bleiben könnte. [..] Interview mit Harald Kirchner „.

Veröffentlicht unter Bund, Kosten | Kommentare deaktiviert für StZ: S 21: Milliardendefizit der Bahn noch größer / Schwäbische: Bahnchef rechnet bei Stuttgart 21 mit einem Minus von 2,2 Milliarden Euro

StZN: Archäologen legen altes Nesenbach-Stauwehr frei / SWW: Archäologische Ausgrabungen am Nesenbach

StZN: Archäologen legen altes Nesenbach-Stauwehr frei: „Bei den Grabungen für den neuen Tiefbahnhof sind die Arbeiter schon öfter auf histotische Funde gestoßen. Nachdem zunüchst der Nesenbachkanal entdeckt worden ist, wurde nun ein altes Nesenbach-Stauwehr freigelegt.“

SWW: Archäologische Ausgrabungen am Nesenbach: „Seit Anfang Februar sind im Baufeld des künftigen Stuttgarter Hauptbahnhofs archäologische Ausgrabungen im Gange. Mitarbeiter des Landesamts für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart haben unter anderem Reste einer steinernen Einfassung des Nesenbachs entdeckt, die vermutlich aus dem 16. oder 17. Jahrhundert stammen, ebenso ein Stauwehr aus Holz, das im 17. Jahrhundert errichtet worden sein könnte.“

Veröffentlicht unter Bauarbeiten, Tiefbahnhof | Kommentare deaktiviert für StZN: Archäologen legen altes Nesenbach-Stauwehr frei / SWW: Archäologische Ausgrabungen am Nesenbach

StZ: Hallenbad ist S21-Tunnel im Weg

Die Stuttgarter Zeitung berichtet heute (hier), dass seit Ende Januar der Vortrieb des Tunnels kurz vor dem städtischen Hallenbad wegen neuer Erkenntnisse über die Gründung des Bauwerks stockt. Im Zuge der Ausführungsplanung sei die Bahn auf alte Pläne gestoßen, nach denen das Bad auf Pfählen gegründet sei. In der Genehmigung sei man noch auf Grundlage der damals bekannten Unterlagen von einer Flachgründung ausgegangen.

Nach den aktuellen Erkenntnissen sind es zwischen Tunnelfirst und dem Ende der Pfähle gerade einmal vier Meter. Die StZ schreibt dazu: „Aber selbst wenn die Pfähle noch länger sein sollten, wird die Bahn den Tunnel unter der Badeanstalt hindurch bauen. In diesem Fall würden die Pfähle „im Rahmen des Tunnelvortriebs konstruktiv abgefangen“, teilt Hamann mit. Dabei würden die Lasten, die auf den Pfählen liegen, auf die Tunnelwand umgeleitet, so der Projektsprecher. […] Die Arbeiten im Untergrund könnten Auswirkungen für die Besucher des Hallenbades haben. „Ob der Badebetrieb wie angestrebt über den gesamten Tunnelvortrieb hinweg aufrechterhalten werden kann, befindet sich derzeit in Abstimmung mit der Landeshauptstadt Stuttgart“, so Hamann. Bei der Stadtverwaltung ist man aber offensichtlich nur bedingt verhandlungsbereit.“

Hier der aktuelle Vortriebsstand der Röhren des Obertürkheimer Tunnels in Untertürkheim zum 16.4.2018:

Es ist nicht das erste Mal, so die StZ, dass die Bahn im Neckartal auf Hindernisse trifft. So der unerwartete hohe Wasserandrang in Wangen 2014, aufgrund dessen die Tunnel mit einer Planänderung um vier Meter tiefer gelegt werden mussten. Und der die Mienure gefährdende Wassereinbruch unter dem Untertürkheimer Sportplatz 2016, der nur mit umfangreichen Betoninjektionen in den Boden unter Stillegung des Trainings– und Spilbetriebs bekämpft werden konnte. Die StZ erinnert daran, dass Anwohner die Bahn immer wieder auf die schwierige Geologie im Neckartal hingewiesen hatten. Wir müssen dazu noch ergänzen, dass das Netzwerk Untertürkheim die Bahn auf die dadurch mögliche Pfahlgründung von Gebäuden aufmerksam gemacht hatten.

Wie sehr sich der Verlauf des Neckars in den letzten vierhundert Jahren zwischen Berg und Untertürkheim verändert hat, zeigt die folgende Grafik aus einem Flyer des Landes Baden-Württemberg (Lehrerhandreichung „Von Fischen und Frachtern“ – Hintergrundwissen: Der Neckar früher und heute: Der Weg vom wilden zum gebändigten Fluss)

Und ein Gemälde des Münchner Landschaftsmalers Franz Frakl (1881-1940) Anfang des 20. Jahrhunderts zeigt, wie nahe der Fluss damals am Ortskern von Untertürkheim (und im Gebiet des heutigen Tunnelbaugeländes) floss sowie die umliegenden Auen:

Darum überrascht es, dass die Sachverständigen der Bahn nicht die Flachgründung eines im alten Neckarbett und unmittelbar an einem Kanal gebauten Gebäudes hinterfragt bzw. überprüft haben. Schließlich handelt es sich bei dem Hallenbad nicht um einen Vorkriegsbau, sondern um ein 1971 eröffnetes, städtisches Gebäude, dessen Bauakten doch in den Archiven aufbewahrt werden müssten und das zwischenzeitlich saniert wurde.

Die StZ schreibt in ihrem (noch) nicht online gestellten Kommentar: „Die Erklärung der Bahn, man habe in den städtischen Archiven alte Pläne gefunden, die zeigen, dass die bisherigen Annahmen für den Abschnitt am Neckar schicht falsch sind, erhöht nicht zwingend das Vertrauen in die Vorbereitung der Bahn. Die will und wird für Stuttgart 21 mehrere tausend Grundstücke in Anspruch nehmen. Jeder einzelne sollte sich darauf verlassen können, dass die Bahn im Bilde ist, welche Verhältnisse sie im Untergrund vorfindet.“

Update 18.04.2018: Das Infobündnis Zukunft Schiene macht im PS-Forum darauf aufmerksam, dass bereits im April 2016 im Zuge der geplanten Sanierung des Untertürkheimer Hallenbads im Bezirksbeirat von der Pfahlgründung die Rede war. Eine „vertiefte Voruntersuchung“ zur Klärung der Gründung wäre also nicht notwendig gewesen, ein Blick in den genau zwei Jahre alten StZ-Bericht (hier) hätte auch darüber informiert. Ein Zitat aus der Meldung vom 15.04.2016: „Die Reparatur wird voraussichtlich sehr aufwendig und kostspielig.Das Problem ist, dass die Abwasserleitung unter den Bodenplatten liegt und das Hallenbad selbst auf Pfählen ruht, die tief im Neckar verankert sind“, erklärt Anita Grube, kommissarische Geschäftsführerin der Stuttgarter Bäderbetriebe. Daher seien die Arbeiten aus statischer Sicht schwierig.“

Das Infobündnis schreibt dazu: „Abgesehen davon gab es damals durchaus kritische Nachfragen in Untertuerkheim zur Vereinbarkeit von Tunnel und Pfahlgründung. Herr S. vom Stuttgarter Bäderamt fand alles völlig unproblematisch. Von Herrn R. (Stabsstelle der LHS für S21) gab es kein Sterbenswort dazu. – Es ist sowas von ungeheuerlich und verlogen, jetzt mit dieser Heuchelei um die Ecke zu kommen, dass einem wirklich die Worte fehlen!“

Veröffentlicht unter Bauarbeiten, Baufortschritt, Gebäuderisiken, Unterfahrung, Untertürkheim, Vortriebsstand, Wangen | Kommentare deaktiviert für StZ: Hallenbad ist S21-Tunnel im Weg

Youtube Echoray1: Eine große rote Eisenbahn baut einen Tiefbahnhof

Seit einer Vergaberechtsreform Mitte April 2016 müssen Nachträge bzw. Vertragsänderungen nach § 132 Abs.5 GWB im Europäischen Amtsblatt bekannt gemacht werden. Diese gesetzliche Auflage aus dem Vergaberecht bietet nebenbei auch der Öffentlichkeit Einblicke in die Nachträge bei Bauprojekten, die dem öffentlichen Vergaberecht unterliegen.

Einige der Nachträge für Stuttgart 21 nimmt auf der youtuber Echoray1 aus Nordrhein-Westfalen als Zitate in „Eine große rote Eisenbahn baut einen Tiefbahnhof. Kleine und größere Katastrophen beim Bau von Stuttgart 21“ aufs Korn.

Veröffentlicht unter Bauarbeiten, Kernerviertel, Kosten, Tiefbahnhof, Untertürkheim | Kommentare deaktiviert für Youtube Echoray1: Eine große rote Eisenbahn baut einen Tiefbahnhof

StZN: Gegner: S 21 verstärkt die Luftschadstoffe

StZN: Gegner: S 21 verstärkt die Luftschadstoffe: „Der Bau des Tiefbahnhofes beim Projekt Stuttgart 21 wird für mehr Feinstaub und Stickstoffdioxid sorgen als der Betrieb des Kopfbahnhofes. Das haben Mitglieder des Aktionsbündnisses gegen S 21 am Montag erklärt. Sie stützen sich dabei auf eine Studie des Verkehrsberaters Karlheinz Rößler aus München.“

Veröffentlicht unter Filderbereich, Leistungsfähigkeit, Luftschadstoffe / Feinstaub, Ökologie, Tiefbahnhof | Kommentare deaktiviert für StZN: Gegner: S 21 verstärkt die Luftschadstoffe

SWP: Fehlende Transparenz bei Kosten-Prognose

SWP: Fehlende Transparenz bei Kosten-Prognose: „Die Bundesregierung hält sich weiter bedeckt zu den Kosten des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm, wenn es um einzelne Bauabschnitte geht. Auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hin erklärte das Verkehrsministerium: „Aufgrund noch ausstehender Ausschreibungen und laufender Vergabe- und Nachtragsverfahren können derzeit keine näheren Angaben zu den konkreten Planfeststellungsabschnitten und den Gewerken gemacht werden.“

Veröffentlicht unter Bund, Kosten | Kommentare deaktiviert für SWP: Fehlende Transparenz bei Kosten-Prognose

Große Wendlinger Kurve soll ausgebaut werden

StZN: Land will Wendlinger Kurve ausbauen: „Führende Vertreter der Region Neckar-Alb unterstützen das Land in dem Ansinnen, Tübingen und Reutlingen zweigleisig an die Neubaustrecke Stuttgart-Ulm anzuschließen. Ein Finanzierungsplan soll bis Sommer stehen.“

Update 19.4.:  StZN: CDU: Große Wendlinger Kurve kommt: „Beim Anschluss der Neubaustrecke an das bestehende Schienennetz im Neckartal deutet sich ein weiterer Ausbau an. Der Bund kündigt an, die Mittel aufzustocken. Das Land will den Vorschlag prüfen.“

StZN: Bund will mehr Geld für besseren Nahverkehr zahlen: „Für einen besseren Schienennahverkehr beim Projekt Stuttgart-Ulm will der Bund mehr Geld geben. Davon wird vor allem der Ausbau der Wendlinger Kurve profitieren.“

Update 22.04.: StZN: Bund: Kein Geld für Gleiskurve nach Tübingen: „Verkehrsstaatssekretär Steffen Bilger (CDU) aus Ludwigsburg hilt der Bahn AG mit einem höheren Zuschuss, nicht aber dem Land. Das soll die große Wendlinger Kurve allein zahlen.“

Veröffentlicht unter Bund, Esslingen, Kosten, Land BW, Leistungsfähigkeit | Kommentare deaktiviert für Große Wendlinger Kurve soll ausgebaut werden