StZPLus: CDU fordert Klarheit von Hermann

StZPlus:CDU fordert Klarheit von Hermann: „Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU im Landtag, Nicole Razavi, hält den jüngsten Vorstoß von Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) zu einem Teilerhalt des Kopfbahnhofs in Stuttgart für falsch. Der Minister solle sich lieber an einer anderen Stelle engagieren.“

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StZN: Der Widerstand gegen Stuttgart 21 hört nicht auf

StZN:Der Widerstand gegen Stuttgart 21 hört nicht auf: „Auch Jahre nach dem S-21-Volksentscheid treffen sich die Obenbleiber in Stuttgart-Degerloch noch immer einmal im Monat. Sogar den Ausstieg aus dem Bahnprojekt halten sie noch für möglich.[…] Derzeit sorgt sich die Gruppe vor allem um den Brandschutz. „In großer Sorge: Stuttgart 21 brandgefährlich!“ lautet die Überschrift einer Petition, die man im Laufe des Jahres dem Landtag überreichen will. Viel zu schmal seien die Fluchtwege in den Tunnels, erklärt Gerald Kampe, ein Ingenieur im Ruhestand, der die monatlichen Treffen organisiert.“

Anmerkung: Die Online-Petition der Degerlocher Obenbleiber finden Sie hier.

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StZPlus: Grüne S-21-Partner streiten um Flächen / SWR: Studie sorgt für neue Unruhe rund um den Bahnhof S21 / Kommentar: Hiobsbotschaften für S21

StZPlus:Grüne S-21-Partner streiten um Flächen: „Der Haussegen zwischen Landesverkehrsministerium und Stuttgarter Rathaus hängt schief, seit Minister Winfried Hermann über den Erhalt von Kopfbahnhofgleisen nachdenkt. Nun hat Hermanns Ministerium ohne Wissen der Stadt bei Planern angefragt, ob der Erhalt von Gleisen möglich ist. Der Minister gibt sich unwissend.“

SWR: Studie sorgt für neue Unruhe rund um den Bahnhof S21: „Eine Studie des Verkehrsclubs Deutschland hat die Regionen rund um Stuttgart aufgerüttelt. Deren Vertreter sind entsetzt: Denn demnach ist der neue Bahnhof nicht für den geplanten Deutschland-Takt geeignet und das könnte bedeuten: Regionen im Umland wären ziemlich abgehängt.“

SWR: Kommentar: Hiobsbotschaften für S21: „Es darf nicht passieren, dass wichtige Städte und Regionen in Baden-Württemberg vom Deutschlandtakt abgehängt werden. Das fordert S21-Experte Harald Kirchner.“

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StZN: Grüne und CDU im Landtag streiten über S 21 / StZPlus: Fahrplantüftler sehen noch Luft nach oben

StZN: Grüne und CDU im Landtag streiten über S 21: „Die Fraktionen verständigen sich darauf, Experten zu den möglichen Engpässen in neuen System zu hören.“

StZPlus: Fahrplantüftler sehen noch Luft nach oben: „Die Bahn und das Land sollen im Rathaus Auskunft über die Kapazität des neuen Bahnhofs bei Stuttgart 21 geben. Zuletzt wurden wieder Zweifel laut, dass die neue Station dem gewünschten Zuwachs auf der Schiene gewachsen sei.“

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Kontext: „Verbohrt und verblendet“ / Demolition Art

Kontext: „Verbohrt und verblendet“: „Stuttgart 21 war noch nie im Lot. Werden, wie jüngst wieder, Belege dafür öffentlich, vollzieht sich das immergleiche Ritual: Namhafte BefürworterInnen, allen voran aus der CDU, igeln sich ein in ihrem Kokon aus Halbwissen und Realitätsverweigerung.“

Kontext: Demolition Art: „Die von S 21 verursachten Risse und Abrisse müssen vom Bürger geduldet werden, weil das Jahrhundertprojekt ein Gesamtkunstwerk ist. Geschaffen von dem DB-Künstlerkollektiv Teufel, Dürr, Schuster und wie-heißt-der/die-noch gleich?“

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Report München: Milliarden-Grab Stuttgart 21. Wenn der Tunnel zur Bedrohung wird

Durch die Berichterstattung des SWR ist auch der Report München auf die Bauschäden im Kernerviertel aufmerksam geworden und hat heute im Ersten (hier) einen sechsminütigen Beitrag über Stuttgart 21 gebracht.

In der Ankündigung heißt es: „Stuttgart 21 sollte ursprünglich einmal 2,5 Milliarden Euro kosten. Mittlerweile sind die Kosten auf rund acht Milliarden gestiegen, Kritiker rechnen mit weit über 10 Milliarden. Doch das ist bei weitem nicht alles: Die Leistungskapazität des neuen Bahnhofs ist möglicherweise nicht ausreichend und bei Häusern in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs sind nun Risse aufgetreten.“

Im TV-Beitrag gezeigt wird auch der aktuelle Zustand der Risse in der Kernerstr.47, das stark von Risssen durch den Tunnelbau betroffen ist. Immer neue Reperaturen sind erforderlich. Die Mieterin sorgt sich nicht nur wegen der herausbrechenden Putz- und Mauerteile, sondern auch dass sich ein neuer Riss nahe an der Gasleitung gebildet hat.Der Hausbesitzer konstatiert: „Die Summe der Schäden, die wir im Haus haben, die sind halt dramatisch. Und dadurch, dass es sehr viele Schäden sind, weiß ich nicht, wie wir das in absehbarer Zeit wieder repariert bekommen.“ Er hat sogar Angst, dass sein Haus am Ende – wie auch der Anbau der Kernerstraße 30– abgerissen werden muss.

Wie im letzten Beitrag berichtet, haben sich die Risse an diesem Haus, das nicht untertunnelt wird, durch die ungleichmäßige Absenkung der Gebäudeecken des Hauses gebildet. Beim Tunnelbau trafen die Mineure auf einen Hohlraum im ausgelaugten Gipskeuper, der zur Stabilisierung mit Beton verfüllt werden musste.

Report München berichtet auch über den Fassadenschaden, der sich am 19.Juni am gegenüberliegenden denkmalgeschützten Wohnhaus Kernerstraße 32 ereignet hat.  Ausgelöst durch die Vortriebsarbeiten fielen zwei, je 3 bzw. 4 kg schwere, Fassadenteile (vom Sims rechts neben dem grünen Fenster) aus mehreren Metern Höhe auf den Gehweg. Es wäre lebensgefährlich gewesen, wenn diese Platten jemand auf den Kopf bekommen hätte:

Report München hat bei der Pressestelle der Projektgesellschaft nachgehakt. Zur Reaktion der Projektgesellschaft auf die vortriebsbedingten Bauschäden im Kernerviertel heißt es im TV-Beitrag: „Ein Interview vor der Kamera ist für die Bahn nicht möglich, obwohl sie sogar in Stuttgart eine eigene Pressestelle für das Großprojekt betreibt. Schriftlich heißt es, die Standsicherheit der Gebäude sei nach derzeitigem Stand nicht gefährdet. Und: „Schadensmeldungen sind grundsätzlich individuell zu behandeln, die jeweiligen Ursachen sind unterschiedlich und komplex.“

Im Film kommentiert dies Frank Schweizer verärgert: „Bauschäden wurden ja von der Bahn nicht angekündigt, sondern in Abrede gestellt. ‚Wir haben alles im Griff!‘ Nur das Eintreten der Bauschäden hat auch die Verantwortlichen bei der Bahn eines Besseren belehrt.“

Im Zusammenhang mit den Bauschäden möchten wir an zwei Gespräche der Netzwerke erinnern: Die Projektgesellschaft hat im Gespräch mit Vertretern des Netzwerks Kernerviertel zugesichert, dass sie die Anwohner über und neben den Tunneln noch vor den Sommerferien in zwei Veranstaltungen über die Ursachen informiert. Im Termin mit Vertretern des Netzwerks Killesberg wurden von Seiten der Bahn und der Versicherung Besserung bei der Kostenübernahme von baubedingten Gebäudeschäden versprochen.

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SWR: BW will weitere Kostenexplosionen bei Bauprojekten verhindern

SWR: BW will weitere Kostenexplosionen bei Bauprojekten verhindern: „Erst werden die Kosten beziffert, dann wird doch alles teurer und teurer. So wie bei Stuttgart 21 oder dem neuen Rottweiler Gefängnis. Die BW-Landesregierung will das jetzt verhindern – und hat einen Plan. Bei großen Bauprojekten muss der baden-württembergische Landtag in Zukunft zweimal zustimmen. Zunächst soll das Parlament klären, ob es ein Bauvorhaben grundsätzlich will. Nach einer gründlichen Planung ist eine zweite Zustimmung auf der Grundlage einer konkreten Kostenangabe fällig. Diesem Verfahren stimmte das grün-schwarze Kabinett am Dienstag in Stuttgart zu.“

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StZN: Palmer: Vier zusätzliche Gleise nötig

StZN: Palmer: Vier zusätzliche Gleise nötig: „Wer mehr Verkehr auf der Schiene will, muss mehr Gleise bauen, fordert der Tübinger OB für Stuttgart. Er sieht dabei auch seinen Stuttgarter Amtskollegen in der Pflicht. […] Wer den Deutschlandtakt und auch aus Klimaschutzgründen die Verdoppelung des Bahnverkehrs wolle, brauche weitere Gleise. „Mindestens sechs, besser aber acht weitere Bahnsteigkanten und damit vier Gleise durch den Schlossgarten betreffen aber unmittelbar das Geschäft meines OB-Kollegen Fritz Kuhn“, so Palmer.“

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Tagesspiegel: Für den Umbau der Deutschen Bahn fehlt das Geld

Tagesspiegel: Für den Umbau der Deutschen Bahn fehlt das Geld: „Ehrlich machen sollte sich die Regierung auch beim problematischsten Bahn-Projekt Stuttgart 21, dessen Kosten schon auf mehr als acht Milliarden Euro explodiert sind und wohl noch weiter steigen werden. Mehr als fünf Milliarden Euro soll die klamme DB AG als Bauherr tragen, für die das politisch erzwungene und teure Tunnelprojekt komplett unwirtschaftlich ist – und zudem für den künftigen Taktverkehr kontraproduktiv und hinderlich. Kanzlerin Merkel hat die Entscheidung zur hoch umstrittenen Fortführung von S 21 damals quasi zur Chefsache gemacht. Doch die Bahn soll dafür zahlen und muss dafür bei anderen wichtigen Vorhaben sparen.[…] Sollen neue ICE-Züge abbestellt werden, damit die Baurechnungen für 59 Kilometer Tunnel in Stuttgart bezahlt werden können?“

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Spiegel+: Feinstaubgefahr jetzt auch unterirdisch

Spiegel+: Feinstaubgefahr jetzt auch unterirdisch: „Züge produzieren Dreck. Im umstrittenen Stuttgarter Tiefbahnhof wird daraus ein ernstes Problem.“

Kontext hat darüber bereits Ende April in Ungesund im Untergrund berichtet.

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StN: Hermann: Kombi-Bahnhof besprechen / BUND fordert Einstieg in „KombiBahnhof“

StN: Hermann: Kombi-Bahnhof besprechen: „Weil die Kapazität bei Stuttgart für die Verkehrswende zu knapp ist, plädiert der Verkehrsminister für Zusatzgleise unter dem neuen Wohngebiet. […] Ist die Idee des Kombi-Bahnhofs neu? Nein, der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) hat sie im Interview mit unserer Zeitung 2018 belebt, statt „light“ spricht man vom Kombi-Bahnhof. „Wir haben Gespräche mit der Bahn und der Landesregierung geführt, in der Sache geben die uns recht, aber jeder verharrt in seiner Position, weil jeder die Kosten fürchtet“, sagt die BUND-Landesvorsitzende Brigitte Dahlbender. Ihr Appell: „Alle müssen sich rasch an einen Tisch setzen!“

Pressemitteilung BUND: BUND-Kommentar: Neuausrichtung von Stuttgart 21 – BUND fordert Einstieg in „KombiBahnhof:  „Der BUND fodert die Umsetzung des „Kombi-Modells“ beim Bau von Stuttgart 21, um den steigenden Passagierzahlen und dem Deutschland-Takt gerecht werden zu können. „Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Stuttgart 21, so wie jetzt realisiert, hätte nie gebaut werden dürfen. Was wir schon seit Mitte der 90er Jahre kritisiert und in der Faktenschlichtung 2010 konkretisiert haben, bewahrheitet sich jetzt. Stuttgart 21 ist mit viel zu wenig Gleisen den Anforderungen an die Mobilität von morgen nicht gewachsen. Die baden-württembergische Landeshauptstadt und mit ihr das halbe Land wird vom Deutschland-Takt abgehängt. Weder ist ein Halbstunden-Takt in zahlreiche Großstädte möglich, noch sind kurze Umsteigezeiten realisierbar. Die angestrebte Verdoppelung der Fahrgastzahlen erweist sich als Papiertiger“, bilanziert die BUND-Landesvorsitzende Brigitte Dahlbender anlässlich der „SWR-Thementage Bahnreport“. Noch sei es aber nicht zu spät umzusteuern.“

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StZPlus: Der Kampf um die Deutungshoheit bei S 21 / Die Last der Grünen mit dem ungeliebten Projekt

StZPlus: Der Kampf um die Deutungshoheit bei S 21:Der Streit um Kosten, Termine und Leistungsfähigkeit ebbt auch 25 Jahre nach der Vorstellung der Projektidee nicht ab. Zudem erhält er immer wieder neue Nahrung.“

StZPlus: Die Last der Grünen mit dem ungeliebten Projekt: „Die Diskussion über den Erhalt oberirdischer Gleise könnte die Städtebauidee infrage stellen. Das bringt vor allem die Grünen in die Bredouille, die unterschiedliche Ziele verfolgen.“

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Bauschäden in SWR-Sendung: Risse in der Kernerstraße 47 werden immer breiter und tiefer

update: Gestern ging es in der SWR-Fernsehsendung „mal ehrlich…wer fährt noch auf die Bahn ab?“ auch um Stuttgart 21 und die vom Tunnelbau betroffenen Anwohner des Kernerviertels (ab Minute 40:40).

Im Studio waren neben Frank Schweizer, Sprecher Netzwerk Kernerviertel, auch der Eigentümer und eine Mieterin des Wohnhauses in der Kernerstraße 47, das von starken Rissen durch den Tunnelbau betroffen ist. Die Risse hatten sich Anfang Mai gebildet, sich im Laufe der letzten Wochen deutlich verbreitert und jetzt teilweise auch das Mauerwerk tief aufgerissen. Die Mieterin zeigte in der Sendung aktuelle Fotos aus ihrem Schlafzimmer mit gravierenden Schäden:

Die Risse bereiten Angst. Sie übernachtet inzwischen auf der Schlafcouch im Wohnzimmer und berichtete von schlaflosen Nächten wegen der Sorge um die Standfestigkeit der betroffenen tragenden Wand. Mittlerweile kämen morgens täglich Messingenieure in die Wohnung um die Rissbildung zu überwachen. Auch ein Prüfingenieur des städtischen Baurechtsamts wurde einbezogen, der dem Haus jedoch aktuell die statische Standfestigkeit bescheinigt hat.

Angesichts der Fotos und der eindrücklichen Schilderung der betroffenen Anwohnerin forderte der in der Sendung als Gast anwesende Verkehrsminister Winfried Hermann, dass die Bahn in solch einem gravierenden Fall vorübergehenden Ersatzwohnraum bereitstellen und Entschädigungen leisten müsste.

Das Wohnhaus Kernerstraße 47 wird zwar nicht unterfahren, wurde jedoch durch den Absenktrichter und aufgrund einer beim Tunnelbau dort angetroffenen geologischen Störung (Hohlraum im ausgelaugten Gipskeuper) deutlich stärker als ursprünglich von den Sachverständigen der Projektgesellschaft eingeschätzt gesenkt. Die Risse haben sich mit der ungleichmäßige Setzung der Gebäudeecken gebildet. Laut dem von der  Projektgesellschaft dem Eigentümer zur Verfügung gestellten Messprotokoll  liegen die Setzungen der Gebäudeecken aktuell mit ca. 4,4 cm Differenz zwischen 2 und 6,4 cm. Die Setzungen dauerten die letzte Woche noch an und die Risse werden nach Aussage des Eigentümers immer noch breiter.

Nur zum Vergleich: das gegenüberliegende, denkmalgeschützte Wohnhaus in der Kernerstraße 32 wurde bei der Unterfahrung der ersten Tunnelröhre gleichmäßig um ca. 5 cm gesenkt. Hier gab es bislang nur wenige Rissbildungen durch die Bauarbeiten zu melden. Allerdings steht bei diesem Wohnhaus noch der Vortrieb der zweiten Tunnelröhre noch an. Beide Gebäude liegen außerhalb des erweiterten Hebungsfeldes, d.h. wurden nicht vorher mit Hebungsinjektionen angehoben.

Die Projektgesellschaft zeigte sich im Gespräch mit Vertretern des Netzwerks Kernerviertel über die noch vor den Sommerferien stattfindenden Informationsveranstaltungen für die Anwohner optimistisch und überzeugt, dass es trotz der schwierigen Geologie unter dem Kernerviertel bei den bisher bekannten Schäden an den Wohnhäusern in der Wera- und Kernerstraße bleiben wird.

Zurück zur SWR-Sendung: Auch der Konzernbeauftragte der DB AG für Baden-Württemberg, Thorsten Krenz, war dort zu Gast. Er versprach der Mieterin Unterstützung und dass man gemeinsam eine Lösung finden werde. Auch er hält eine verstärkte Informationspolitik seitens der Bahn über die Bauschäden im Kernerviertel für notwendig und spricht von einer Bürgerversammlung. Als er allerdings erwähnte, dass bei dem abzureißenden Gebäudeteil des Nachbargebäudes Kernerstraße 30 ein nicht nach dem Bauantrag erfolgter Wiederaufbau nach dem Krieg ursächlich für den Schaden sei und den Tunnelbau dabei außen vorlässt, ging ein doch etwas empörtes Raunen durch das Publikum.

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StZN: Kosten für Stuttgart 21 steigen erneut

StZN: Kosten für Stuttgart 21 steigen erneut: „Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG hat wegen vieler Bauprobleme die Risikoreserve von 495 Millionen Euro freigegeben. Bisher bezeichnete DB-Vize Pofalla dies als Spekulation. Nun wird das Tunnelprojekt noch teurer.  […] Als Grund für die weitere Kostensteigerung werden intern unterirdische Bauprobleme und hohe Preissteigerungen bei Auftragsvergaben für den Tiefbahnhof und die 59 Kilometer Tunnel im Stadtgebiet genannt.[…] Dass die Risikoreserve jetzt schon benötigt wird, lässt vermuten, dass im Blick auf mehr als sechs Jahre weitere Bauzeit auch der bisherige Finanzrahmen von 8,2 Milliarden Euro nicht reichen wird. Noch sind Aufträge von mehr als 3 Milliarden Euro zu vergeben.“

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StZN: Designierter Regionalchef will Klarheit zu S 21

StZN:Designierter Regionalchef will Klarheit zu S 21: „Der designierte Regionalpräsident André Reichel (Grüne) erwartet angesichts der Verzögerungen beim Flughafenabschnitt des Bahnprojekts Stuttgart 21 Klarheit von der Deutschen Bahn AG. „Ich hoffe, dass die Bahn ihre Versprechungen halten kann und der Anschluss Ende 2025 in Betrieb geht“, so Reichel. Wenn nicht, müsse dazu spätestens in der nächsten Sitzung des Lenkungskreises zu S 21 „eine klare Ansage der Bahnspitze kommen“. Dieser Kreis tagt am 11.  November.“

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StZN: Hermann bleibt dabei: Stuttgart 21 ist eine Fehlentscheidung / SWR: S21: Hermann für Teilerhalt des Stuttgarter Kopfbahnhofs

StZN: Winfried Hermann bleibt dabei. Stuttgart 21 ist eine Fehlentscheidung: „Das Mega-Projekt Stuttgart 21 prägt die Amtszeit von Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann. Und der Grünen-Politiker würde lieber heute auf morgen darauf verzichten. Er nennt den Tiefbahnhof eine Fehlinvestition – und hat einen Vorschlag. […] Im SWR brachte Hermann einen „Kopfbahnhof light“ ins Spiel. Demnach könne ein Teil des Kopfbahnhofes erhalten bleiben, um unter anderem Engpässe im Tunnel auszugleichen. Darüber müsse gesprochen werden, bevor das Gleisbett mit Gebäuden verplant werde, sagte Hermann dem Sender.“ auch bei ntv

SWR: S21: Hermann für Teilerhalt des Stuttgarter Kopfbahnhofs: „Nach SWR-Recherchen würde der geplante Deutschlandtakt am Tiefbahnhof Stuttgart 21 nicht funktionieren. Verkehrsminister Hermann fordert Nachbesserungen – und Gespräche über einen „Kopfbahnhof light“.

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SWR: Stuttgart 21 kann 30-Minuten-Takt nicht einhalten

SWR: Stuttgart 21 kann 30-Minuten-Takt nicht einhalten: „Der Deutschlandtakt sieht vor, dass im Fernverkehr zwischen den Großstädten künftig alle 30 Minuten ein Zug fährt. Doch Stuttgart könnte vom neuen Fahrplankonzept abgekoppelt werden. Nach Recherchen des SWR benötigt der Stuttgarter Bahnknoten zusätzliche Gleise am neuen Tiefbahnhof, um den von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) geplanten Deutschlandtakt in Baden-Württemberg realisieren zu können. […] Auch die von Bundesverkehrsminister Scheuer angepeilte Verdoppelung der Fahrgastzahl ist so nach Fertigstellung des neuen Stuttgarter Bahnknotens samt Tiefbahnhof mit nur noch acht Gleisen nicht realisierbar.“

SWR: BW-Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) zu Pkw-Maut und S21: „Zum Problem, dass der neue Stuttgarter Bahnhof S21 möglicherweise nicht an den geplanten Deutschland-Takt angeschlossenen werden könne, sagte Hermann, hier müsse ebenfalls nachgearbeitet werden. Es gebe noch „Korrekturmöglichkeiten“.“ (ab Min. 4:30)

SWR-Sendungen TV: Stuttgart 21: Viel Kritik aus Baden-Württemberg zum DeutschlandtaktDer Bahnreport – was läuft hier schief?

StZN: Stuttgart könnte zum Engpass werden: „[…] VCD-Experte Matthias Lieb fordert dagegen ein Kombimodell wie in Zürich, wo ebenfalls ein Tunnelbahnhof gebaut wurde, aber – anders als bei S 21 – der oberirdische Bahnhof mitsamt Gleisen erhalten blieb. Dadurch sei der Bahnverkehr Zürichs leistungsfähiger geworden. Projektkritiker warnen seit einem Jahrzehnt vor einer teuren Fehlplanung, die Kapazitäten verringere.“

StZ: Bahn erwartet keine Probleme: „Die Bahn sieht keine Probleme bei dem geplanten „Deutschland-Takt“ am künftigen Stuttgarter Hauptbahnhof. Das Unternehmen widersprach damit einem entsprechenden Bericht.“

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Netzwerk im Gespräch wegen Schadensregulierungen am Kriegsberg – Bahn und Versicherung sagen Besserung zu

Bericht von Ulrich Hangleiter, Netzwerk Killesberg und Umgebung:

Bei der Bürgerinformation für den Norden am 25.11.2018 hatte der Rechtsberater der Bahn, RA Dr. Schütz, auf Nachfrage die Regulierung von Bauschäden infolge der Baumaßnahmen für S21 auf eine ganz einfache Formel gebracht: „Sie melden uns (der Bahn) die Schäden, wir geben sie an die Versicherung weiter, und diese regelt das“. Diese forsche Aussage haben die von Schäden betroffenen Eigentümer und das Netzwerk Killesberg in den letzten Monaten leider nicht bestätigt bekommen. Vielmehr schleppte sich die Klärung von Einzelfällen am Kriegsberg nunmehr seit einem halben Jahr – von Anfang Dezember bis Anfang Juni – hin.

Am 6. Juni fand auf Einladung der Projektgesellschaft Stuttgart–Ulm (PSU) nun endlich ein Gespräch zur Regulierung der Schäden statt. An diesem nahmen drei betroffene Eigentümer und mehrere Vertreter des Netzwerks Killesberg sowie dessen Sachverständige teil. Das Netzwerk hatte im Vorfeld gefordert, dass auch ein Vertreter der Versicherung mit am Tisch sein sollte. Es war dann gleich mehrere Vertreter der HDI-Versicherung, die teilweise von weit her angereist waren. Ganz sicher nicht nur wegen der hier anhängigen Fälle, aber auch…

Bahn und HDI räumten ein, dass in der Vergangenheit nicht alles optimal gelaufen ist in den Schadensfällen. Der Wortführer der HDI bat daher darum, den Blick nach vorne zu richten. Bahn und HDI hatten sich aus gegebenem Anlass in einem voraus laufenden Gesprächen intensiv mit den zurückliegenden Fehlern und dem künftigen Vorgehen auseinandergesetzt. Der HDI-Sprecher benannte das Procedere, das künftig gelten soll: Sobald die Schäden, z.B. durch die Beweissicherungen, eindeutig festgestellt sind, soll sich der beauftragte Sachverständige mit einem Generalsanierer um die Sache kümmern. Dieser – oder auch Handwerker, die vom Eigentümer gewählt sind – sollen ein 100%-Angebot machen und mit der Behebung der Schäden beauftragt werden. Das Problem der Abzüge bei den Versicherungsleistungen, die sich aus dem Zeitwert der geschädigten Teile ergeben, blieb dabei freilich offen. Hier müsste ein Ermessensspielraum zugunsten der Betroffenen ausgenutzt werden. Ob der Vertrauensvorschuss, um den HDI und PSU bitten, damit zu halten ist, muss die Zeit zeigen. Stimmen aus den Reihen des Netzwerks äußerten Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Bahn. Hier hoffen die Betroffenen auf neue positive Erfahrungen, an denen sich Versicherung und Bahn messen lassen müssen.

Dr. Behmel, der Sachverständige des Netzwerks für Geologie, wies mit Bildern massiver Risse an einem der Häuser auf die Gefahren für Gas- und Wasserrohre hin. Die Risse sind Folgen der extremen Steillagen und des partiell lockeren Gesteins, die am Kriegsberg anzutreffen sind. Die geologische Situation eines labilen Gleichgewichts könne hier zu weiteren Bewegungen führen. Der vom Netzwerk hinzugezogene Sachverständige für Schäden an Bauwerken, wies darauf hin, dass es Widersprüche zwischen den Beweissicherungen einerseits und den Gutachten der Versicherung andererseits gibt. Er forderte für ein besonders betroffenes Haus, dass vor der Sanierung ein Statiker hinzugezogen werden soll. Für eine Garten-Stützwand auf einem anderen Grundstück, die talwärts gekippt ist, stellte er fest, dass diese noch Jahrzehnte ohne Schaden gestanden hätte, wenn die Tunnel darunter nicht gesprengt worden wären.

PSU und HDI gingen am Ende auf die betroffenen Eigentümer zu mit den Worten: „Wir wollen nicht die gleichen Fehler machen wie in der Vergangenheit. Messen Sie uns an dem, was wir jetzt tun.“

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StZN: Fernwärmeleitung wieder abgebaut

StZN: Fernwärmeleitung wieder abgebaut: „Um Platz für die Baugruben für Stuttgart 21 zu schaffen, musste eine Fernwärmeleitung provisorisch fünf Jahre lang oberirdisch über die Friedrich- und die Kriegsbergstraße geführt werden. Seit kurzem sind die wenig schmucken Leitungen wieder abgebaut. […] Anders als die Umleitungsstrecke für die Fernwärme werden die GWM-Rohre aber weiterhin gebraucht. […] Das System zur Grundwasserabsenkung wird weiterhin benötigt, um die Baugruben für den Durchgangsbahnhof trocken zu halten. Sie können erst nach Inbetriebnahme von Stuttgart 21 abgebaut werden.“

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Bahn will vom Tunnelbau betroffene Anwohner im Kernerviertel noch vor den Sommerferien informieren

Gestern waren Vertreter des Netzwerk Kernerviertels auf Einladung von S21-Geschäftsführer Manfred Leger zum Gespräch bei der Projektgesellschaft DB Stuttgart-Ulm GmbH (PSU). Es ging darum, ob und wie die Eigentümer und Mieter im Kernerviertel über und neben den Tunnelröhren über den aktuellen Stand, den weiteren Bauverlauf und die Ursachen der aufgetretenen Bauschäden informiert werden können.

Das Netzwerk hatte angesichts der im Zuge des Tunnelbaus aufgetretenen Bauschäden und den Sorgen vieler Anwohner im Viertel eine Informationsveranstaltung eingefordert und einen Fragenkatalog (hier) erarbeitet. Auch die Fraktion der Grünen im Gemeinderat hat dies in einer Anfrage an die Stadt Stuttgart gefordert sowie eine Information von Bahnvertretern im Umwelt und Technikausschuss. Die Beantwortung der schriftlichen Anfrage erfolgt über die Stadtverwaltung, die im Internetauftritt der Stadt eingestellt wird.

Die nächste Informationsveranstaltung für das Kernerviertel, die seit 2013 mindestens einmal jährlich im Großen Sitzungsaal des Rathauses stattfinden, ist dieses Mal erst für Januar 2020 geplant und daher deutlich zu spät um die Anwohner zu informieren. Von daher wurde in der Besprechung, -an der u.a. auch S21-Bürgerbeauftragte Ronja Griegel, Abschnittsleiter Günther Osthoff und der technische Projektleiter Andreas Dörfel teilnahmen-  nach einer kurzfristigen Lösung gesucht mit folgendem Ergebnis:

  • Es wird noch vor den Sommerferien voraussichtlich in den Räumen der Projektgesellschaft gemeinsam mit der S21-Bürgerbeauftragten zwei Informationsveranstaltungen geben, zu denen die Eigentümer und die Mieter über und neben den Tunnelröhren eingeladen werden. Wahrscheinlich mit einer Aufteilung des Wohngebiets, das bereits unterfahren ist und dem, bei dem noch der Tunnelvortrieb ansteht. Da nicht immer davon auszugehen ist, dass die Eigentümer ihre Mieter auch über diese Veranstaltung informieren, sind auch Wurfzettel in die Briefkästen geplant.
  • Bei den Veranstaltungen sollen dabei auch die vom Netzwerk formulierten Fragen besprochen werden. Allerdings will die PSU wegen dem aus ihrer Sicht dafür anzuwendenden Datenschutz keine Prognosen und Ist-Werte der Anhebungen und Senkungen von einzelnen Häusern nennen, sondern nur Spannen. Dass solche Werte bereits auf Informationsveranstaltungen, z.B. 2014 bereits vom Sachverständigen der Bahn für den Tunnelbau präsentiert wurde (Folie 1/Folie2) und Prognosewerte des Kernerviertels auch auf Fachtagungen wie dem 5. WBI-Felsmechanik-und Tunnelbautag gezeigt werden, überzeugte nicht. Eigentümer sollen jedoch auf Wunsch nach der Infomationsveranstaltung die Messdaten ihres Gebäudes erhalten.
  • Die Projektgesellschaft zeigt sich überzeugt, dass mit weiteren Schäden beim Tunnelbau im Kernerviertel nicht mehr zu rechnen sei. In den beiden Veranstaltungen soll daher auch auf die speziellen Ursachen für die irreparablen Bauschäden an dem Zwischenbau des Gebäudes Kernerstraße 30 (Baustatik) und die Rissbildung in der Wera- und Kernerstr. (Geologie) eingegangen werden.

Es ist darüber hinaus vorgesehen, dass die Anwohner im Kernerviertel mindestens einmal im Monat einen übersichtlichen Vortriebsstand als Briefkasteneinwurf erhalten werden.

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Kontext: Alte Köpfe und neue Töpfe

Kontext: Alte Köpfe und neue Töpfe:In der Baugrube des Tiefbahnhofs treffen sich vier ältere Herren, die noch einmal daran erinnern wollen, wie großartig ihre Idee war, Stuttgart 21 auszurufen. Wie teuer sie kommt, merken derweil die Projektpartner an immer mehr ausgelagerten Extratöpfen.“

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Vortriebsstände und Zeitpläne beim Tunnelbau für Stuttgart 21 zum 3.Juni 2019

Zuletzt hatten wir Anfang März 2019 über den Baufortschritt beim Tunnelvortrieb für Stuttgart 21 berichtet. Jetzt möchten wir wieder einen Überblick über den Vortriebsstand zum 3.Juni 2019 geben. Ergänzt mit Grafiken und Infos zum Zeitplan und Baufortschritt aus der Lenkungskreisunterlage vom 3.Mai 2019, die den Projektpartnern präsentiert wurde. Über den auf der Pressekonferenz beiläufig erwähnten Wassereintritt in den Anhydrit hatten wir bereits berichtet.

  1. Übersicht zum Vortriebsstand von Stuttgart 21

Vorneweg unsere Tabelle über den Vortriebsstand zum 3.Juni 2019, die wir aus den Zahlen zusammenstellen, die wöchentlich auf der Webseite der Projektgesellschaft veröffentlicht werden:Aktuell sind mit 45,8 km 78 % der Tunnelstrecke für Stuttgart 21 vorgetrieben. In den letzten vier Wochen waren es rund 500 m und durchschnittlich 18 m pro Tag. Die detaillierten Stände in den einzelnen Tunnelröhren finden Sie in unseren Übersichten ab Oktober 2015/ bis September 2015. In den drei Monaten seit unserer letzten Aufstellung vom 25.Februar wurden insgesamt bei allen Tunnelbaustellen 2.030 m aufgefahren. Davon entfallen ca. 1.202 m auf den maschinellen Vortrieb des Fildertunnels (wir haben für den in den Zahlen enthaltenen bergmännischen Vortrieb unter dem Kernerviertel geschätzte 160 m abgezogen) und ca. 828 m auf den bergmännischen Vortrieb der anderen Tunnelbaustellen. Auffällig ist, dass im Feuerbacher Tunnel in den letzten drei Monaten gerade einmal 16 m vorgetrieben wurden.

Die Lenkungskreisunterlage enthält Zahlen zur Innenverschalung und dem Aushub:

  •   Rund 16 der 59  Tunnelkilometer sind innenverschalt (S.5 ). Allerdings dürfte diese Zahl vorwiegend aus dem maschinellen Vortrieb des Fildertunnels resultieren, bei dem in einem Arbeitsgang auch die Tübbinge zur Innenverschalung gesetzt werden.
  •  7 der 8,8 Mio. Tonnen Aushub aus dem Stuttgarter Kessel und 6,8 der 12 Mio. Tonnen von den Fildern und dem Neckarbereich sind abtransportiert. (S.6) Eine Zahl, wie viele Tonnen Beton zur Innenverschalung der restlichen 43 km Tunnel noch angeliefert werden müssen, findet sich nicht in den Unterlagen.

2. Zeitplan von Stuttgart 21

Nach dem in der Lenkungskreispräsentation enthaltenen Zeitplan soll Stuttgart 21 nach einem rund zweijährigen Test- und Probebetrieb (hellblau) zum Dezember 2025 in Betrieb gehen, jedoch ohne den Filderabschnitt 1.3b. Aus der Übersicht ist erkennbar, wann jeweils der Rohbau (hellgrau) fertiggestellt sein soll und wann der Ausbau mit der Bahntechnik (dunkelgrau) starten soll:

Interessant sind auch Detailbetrachtungen zu den Terminen (Teil 1 / Teil 2). Weiterhin werden der noch nicht rechtskräftig planfestgestellte Filderabschnitt PFA 1.3a  und die sich noch in den Anhörungsverfahren befindlichen Abschnitte auf den Fildern PFA 1.3b und für den Abstellbahnhof Untertürkheim PFA 1.6b als nicht kritisch für die Inbetriebnahme eingeschätzt. Gegenüber der letzten Lenkungskreisunterlage fällt Folgendes auf:

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StZPlus: Bahn kämpft am Flughafen mit Plänen und Personal

StZPlus: Bahn kämpft am Flughafen mit Plänen und Personal: „Bahn und Land bemühen sich abermals um eine Genehmigung für Stuttgart 21 am Flughafen und die Umgehungsstraße von Plieningen. Beides war im Dezember vom Verwaltungsgerichtshof gestoppt worden. Zudem muss sich die Bahn für diesen Abschnitt einen neuen Bauleiter suchen.“

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Bahn muss mehr als sechs Jahre vor geplanter Inbetriebnahme Risikopuffer für Stuttgart 21 angreifen

Noch im Januar 2018 hatte der Aufsichtsrat der DB AG für Stuttgart 21 wegen steigender Baukosten weitere 1,7 Milliarden einschließlich eines Risikopuffers von 495 Millionen Euro genehmigt. Damals wurde als Grund für die Kostensteigerung  nicht erwartete Abweichungen bei Ausschreibungen zwischen der internen Kalkulation und Angeboten der Baufirmen angegeben.

Jetzt muss die S21-Projektgesellschaft wegen erneut steigender Baukosten diese  Notreserve angreifen. Darüber berichtete gestern Spiegel Online (hier). In der Meldung heißt es: „So sei die Bahn bei Vergaben an Baufirmen etwa für aufwendige Brücken und Tunnel „zum Teil mit über 20 Prozent höheren Geboten konfrontiert“. Diese Marktpreiseffekte hätten sich etwa bei Aufträgen an der Anschlussstelle Esslingen und der Haltestelle Staatsgalerie „mit rund 60 Millionen Euro Mehrkosten gegenüber den Budgetansätzen niedergeschlagen“.

SPON schreibt weiter: „Eine Garantie, dass es beim ursprünglich festgesetzten Budget bleibt, kann Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla nicht geben. Das Unternehmen verspricht dennoch: „Die DB hält weiter an der Kostenprognose in Höhe von maximal 8,2 Milliarden Euro fest. […] Die Fertigstellung des Projekts im Jahre 2025 soll davon nicht beeinflusst werden, heißt es aus Aufsichtsratskreisen.“

Matthias Gastel, der bahnpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Bundestag, fordert laut einer StZN-Meldung (hier) erneut die Offenlegung der Kostenentwicklung. Die StZN zitiert ihn mit den Worten: „Das kann niemanden wundern. Verwunderung auslösen kann höchstens, dass die Deutsche Bahn erklärt, der zuletzt festgesetzte Kostenrahmen von 8,2 Milliarden Euro solle nicht überzogen werden“, sagt der Bundestagsabgeordnete. Das glaube niemand, der das Projekt kenne und die bisherige Projektentwicklung beobachtet habe. Bei Stuttgart 21 würden zwei Dinge zusammenkommen: „Das Projekt wird bis heute nicht ehrlich und seriös geplant. Hinzu kommen teils exorbitante Preissteigerungen im Bahnbau allgemein, von denen Stuttgart 21 nicht verschont bleiben kann.

Gastel will Ende 2018 aus gut unterrichteten Kreisen erfahren haben, dass weitere Kostensteigerungen für das Mammutprojekt unter Verschluss gehalten werden und  bahnintern bereits mit Gesamtkosten von über 10 Milliarden Euro gerechnet wird.

Dass es nicht bei den 8,2 Milliarden Euro bleiben wird, zeigt ein Blick in die letzte Präsentation des Lenkungskreises vom Mai 2019. Dort findet man auf Seite 7 die Information, dass zum 4.Quartal 2018 erst 55% des Gesamtwertumfangs von 7,7 MIlliarden für Stuttgart 21 vergeben waren. Dass der bereits jetzt benötigte Risikopuffer von 495 Millionen für die restlichen 45% und eine Bauzeit von mehr als sechs Jahren bis zur geplanten Inbetriebnahme im Dezember 2025 ausreicht, erscheint unwahrscheinlich.

Bereits 2013 berichtete die StZ (hier), dass die Bahn intern für Stuttgart 21 laut den Informationen des damaligen Vorsitzenden des Verkehrsausschusses im Deutschen Bundestag, Anton Hofreiter (Grüne), mit 11 Milliarden Kosten und einer Inbetriebnahme nicht vor 2025 rechnete. Damals schrieb die StZ: „Der bisher von der Bahn genannte Betrag sei „eine politische Zahl, um das Projekt am Leben zu erhalten“, sagt Hofreiter. Er wisse, dass viele Risiken ausgeblendet worden seien. Die Bahn habe zudem nicht ausreichend Vorsorge für Preissteigerungen während der langen Laufzeit des Projekts geschaffen.“

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StZN: Bahn schafft Provisorien rund um Bonatz-Bau / StZPlus: Rollstuhlfahrer müssen Erschwernisse in Kauf nehmen

StZN: Bahn schafft Provisorien rund um Bonatz-Bau: „In wenigen Monaten beginnt der tief greifende Umbau des alten Bahnhofsgebäudes. Bis 2025 sollen 250 Millionen Euro investiert werden.“

StZPlus: Rollstuhlfahrer müssen Erschwernisse in Kauf nehmen: „Die Chauffeure von mobilitätseingeschränkten Bahnkunden genießen am Hauptbahnhof keine Vorfahrt mehr, seit die Stellplätze am Nordausgang verschwunden sind.“

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Presseberichte zu 25 Jahre Stuttgart 21 Teil 2

StN: Altersmilder Blick auf Stuttgart 21: „Die Entscheider, die 1994 das Bahnprojekt aus der Taufe hoben, haben sich nach 25 Jahren auf der Tiefbahnhof-Baustelle getroffen.“

StZPLus: Ehemaligentreff an der Kelchstütze: „25 Jahre nach der Idee für Stuttgart 21 kommen die entscheidenden Protagonisten von damals auf der Baustelle zusammen. Sie mahnen an, dass die Verwirklichung von großen Infrastrukturvorhaben deutlich schneller werden müsse.“

Tagblatt: Dürrs Werk und Teufels Beitrag: „Vor 25 Jahren stellten die „Väter“ von Stuttgart 21 die Idee für den Tiefbahnhof vor. Bei einer Besichtigung zeigen sie sich weiter voll vom Projekt überzeugt.“

RegioTV: 25 Jahre Projektidee Stuttgart 21: „Das vergangene Vierteljahrhundert war begleitet von Diskussionen, Umweltdebatten und Montagsdemos. Nach sämtlichen Verzögerungen soll der neue Tiefbahnhof 2025 fertiggestellt sein.“

SWR: S21-Gründerväter-Treffen – Viel Lob und wenig Kritik: Doch inzwischen ist klar: Es gibt Schwierigkeiten beim Tunnelbau, Bedenken beim Brandschutz, das Ganze wird niemals 2021 fertig und wird viel mehr kosten als geplant. Was sagen die Gründerväter dazu, 25 Jahre später? SWR-Reporter Martin Klein war mit ihnen auf der Bahnhofsbaustelle.“

siehe auch Presseberichte 25 Jahre Stuttgart 21 Teil 1

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Frank Schweizer, Netzwerk Kernerviertel, auf der 467.Montagsdemo

Frank Schweizer, Sprecher des Netzwerks Kernerviertel, sprach auf der 467. Montagsdemo (Video ab Min. 7:00)  zu den Rissen im Kernerviertel und erinnert an die Verantwortung der Politik in der Anfangs- und Wiederbelebungsphase von Stuttgart 21.

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DLF Kultur: Problemkinder Stuttgart 21 und Karlsruher Kombilösung

DLF Kultur: Problemkinder Stuttgart 21 und Karlsruher Kombilösung: „Große Bauprojekte werden immer teurer und nicht fertig – zumindest nicht pünktlich. Dass dieses Vorurteil allzu oft zutrifft, zeigen zwei Beispiele aus Baden-Württemberg: Besonders eklatant ist das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21.“

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SWR: Risse in Hauswänden- verursacht durch Stuttgart 21 / StZ+: Nachbarn von Abrisshaus müssen bis zum Jahresende ins Hotel

Update 01.06.: Die SWR-Landesschau berichtete vorgestern (hier) über den Abriss des bei den Hebungsinjektionen stark beschädigten Zwischenbaus in der Kernerstraße 30 (nicht 20) und Rissen in weiteren Nachbarhäusern, die im Zuge der Vortriebsarbeiten aufgetreten sind.

Hier ein Scan aus dem SWR-Film von den Rissen in der Kernerstraße 47, die sich Anfang Mai gebildet haben und immer mehr auseinander klaffen:

Dabei wird das Wohnhaus Kernerstraße 47 nicht einmal unterfahren. Sondern es haben sich während des Tunnelbaus Risse aufgrund des Senkungstrichters gebildet. Im SWR-Bericht heißt es dazu: „Jede Menge Risse. Sie werden immer mehr und tiefer. […] Gutachter überprüfen die Risse fast täglich. Fast alle Wohnungen haben Schäden“. Die Mieterin, die es besonders getroffen hat, berichtet von Alpträumen und Schlaflosigkeit.

Die Eigentümer der Wohnhäuser rechts und links vom Tunnel sind zwar im Kernerviertel in der Beweissicherung (rot schrafiert), waren jedoch mangels Unterfahrung nicht berechtigt mit der Bahn einen Gestattungsvertrag einschließlich Haftungsklausel abzuschließen. Ein Eigentümer spricht von einem Wertverlust durch die starken Risse von mittlerweile 10%. Hier ein Auszug aus der biss21-Karte (von den angegebenen Unterfahrungstiefen müssen noch die Keller und mehr als 6 Meter Tunnelquerschnitt angezogen werden) :

Die Sorge um eine vorübergehende Unbewohnbarkeit der Wohnungen geht bei  Anwohnern im Kernerviertel um, zumal durch den Abriss des Zwischenbaus der Kernerstraße 30 und der angrenzenden Hauswand auch Bewohner des Nachbarhauses in der Schützenstraße 14 betroffen sind. Mieter müssen vorübergehend bis Jahresende ins Hotel umziehen. Darüber berichtet die StZ in einer aktuellen Meldung (hier).

Die StZ schreibt: „Damit diese [Giebelwand] beim Abriss kein Schaden nimmt, wurden Stützen eingezogen. Dadurch hätten die betroffenen fünf Einzimmerwohnungen „einen erheblichen Anteil nutzbaren Wohnraums“ eingebüßt, erklärte Stuttgart-21-Sprecher Jörg Hamann. Der Abriss sei „zwingend auch aus Sicht der Baurechtsbehörde“, sagt Rathaussprecher Sven Matis.“

Weiterhin sieht die Projektgesellschaft die Ursache der Schäden am Kernerstraße 30 in der Besonderheit der Baukonstruktion und geht nicht darauf ein, dass nur eines der beiden aneinander gebauten Häuser Kernerstr.30/Schützenstraße 14 nach den Plänen mit Hebungsinjektionen angehoben werden sollte. Die anderen, von Rissen betroffenen Gebäuden der Wera- und Kernerstraße sind hingegen nicht angehoben worden. Die Risse haben sich bei diesen Häusern während des Tunnelvortriebs eingestellt.

Die StZ schreibt: „Unterdessen zeigen sich auch im Gebäude Werastr.33, das in Sichtweite der anderen betroffenen Häuser liegt, Risse in der Wand.“Bei einigen Anwohnern lassen sich die Türen nicht mehr richtig öffnen und schließen“, sagt der Anwohner Tim Jordan. Er hat im Treppenhaus Klebemarken angebracht und dokumentiert die Entwicklung der Schäden.“Ein Gefahr für das Gebäude hat zu keinem Zeitpunkt bestanden und wird auch in Zukunft nicht bestehen“, sagt Jörg Hamann.“

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Kontext: Ungebremst in den Anhydrit

Die Wochenzeitschrift Kontext berichtet (hier), dass der Bürgermeister von Staufen im Vorfeld der Geothermie-Bohrungen Warnungen eines Freiburger Ingenieurbüros für Geologie und Hydrologie wegen des quellfähigen Anhydrit ignoriert hatte. Der Wasserzutritt bei den Bohrungen verursachte, dass sich seit zwölf Jahren die historische Altstadt um bis zu 62 Zentimeter gehoben und sich der Boden in horizontaler Richtung um 42 Zentimeter verschoben hat. 270 Häuser wurden zum Teil massiv beschädigt.

Zwar sind Geothermiebohrungen nicht mit dem Tunnelbau im Anhydrit vergleichbar. Doch auch beim Tunnelbau im Anhydrit warnten Experten vor den Risiken des quellfähigen Gesteins. Zuletzt in einem Gutachten, das der Aufsichtsrat der DB AG 2016 in Auftrag gegeben hatte. Die Bahn wies damals die Kritik zurück, räumte 2018 jedoch ein, dass das Risiko Anhydrit „neu in die Betrachtung eingezogen werden“ muss.

In der letzten Sitzung des Lenkungskreises erwähnte die Bahn einen Wasserzutritt und Quellung im Anhydrit ein, der beobachtet würde. Bis heute ist dazu weder eine Pressemitteilung noch eine Zeitungsmeldung erschienen, um welchen Tunnel es sich handelt. Wir berichteten, dass laut einem Nachtrag 2017 ein Wasserzutritt im Anhydrit beim Obertürkheimer Tunnel am Rand von Gablenberg stattfand.

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StZ+: Eidechsen-Exodus am Killesberg

Bereits im November 2018 berichtete der SWR  in „Zur Sache Baden-Württemberg“, dass die Umsiedelung der Mauereidechsen auf die extra dafür umgebaute Feuerbacher Heide ein Flop war. Stattdessen tummlen sie sich in den benachbarten Gärten am Killesberg. Jetzt hat lauf einer StZ+Meldung (hier) in Anwohner beim Eisenbahn-Bundesamt den ersten Bericht zur Überwachung der Eidechsen eingesehen, der diese Beobachtung bestätigt. Danach konnten bei der Begehung im April 2018 nur noch 140 der 800 neu angesiedelten Tiere beobachtet werden. Die Bahn relativiert jedoch den Bericht, da entgegen der Planung erst später auch noch Tiere umgesiedelt wurden.

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Weserkurier: Deutsche Bahn-Vorstandschef mit Optimismus für die Zukunft

Weserkurier: Deutsche Bahn-Vorstandschef mit Optimismus für die Zukunft: „Richard Lutz ist Vorstandschef der Deutschen Bahn. Im Interview [mit Thomas Wüpper] spricht er über die Dauerkrise des größten Staatskonzerns und seinen Optimismus für die Zukunft. […]  Zum Problemprojekt Stuttgart 21: Bleibt es bei den Kosten von höchstens 8,2 Milliarden Euro und der Eröffnung Ende 2025?:  Davon gehen wir derzeit aus. Aktuell sehen wir weder weitere Termin- noch Kostenrisiken. Sorgen bereitet uns jedoch die Entwicklung der Baupreise, die es auch bei anderen Projekten der Infrastruktur gibt.“

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Radio Dreyeckland: S21 macht Risse

In der Morgenausgabe der Sendereihe Fokus Südwest von Radio Dryeckland (hier) berichtet Frank Schweizer, Netzwerke 21, in einem fast 10 minütigen Interview über die aktuellen Gebäudeschäden im Kernerviertel durch den Tunnelvortrieb von Stuttgart 21 und die Problematik der Haftung durch die Versicherung der Bahn.

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SWR: Durch S21-Arbeiten beschädigtes Haus wird abgerissen

SWR: Durch S21-Arbeiten beschädigtes Haus wird abgerissen: „Ein Haus, das im Zusammenhang mit den S21-Bauarbeiten beschädigt wurde, wird laut Bahn abgerissen und neuaufgebaut. Es soll nicht das einzige Gebäude sein, an dem Risse festgestellt wurden.“ (u.a. Radio-Interview mit Frank Schweizer, Netzwerk Kernerviertel)

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Dr.-Ing. Hans-Jörg Jäkel, Ingenieure22, auf der 465. Montagsdemo zum geplanten Abstellbahnhof

Dr.-Ing. Hans-Jörg Jäkel, Ingenieure22, hat auf der 465. Montagsdemo zum geplanten Abstellbahnhof in Untertürkheim gesprochen (Text / Video). In seiner Rede heißt es u.a.:

„In der Rechtfertigung der jetzt ausgelegten Planung für 1.6b, heißt es, dass „ausreichend Abstellkapazität in räumlicher Nähe zum Hauptbahnhof zwingend erforderlich“ sei (Erl.-bericht III, S.12). Und nun kommt der Projektchef Herr Leger ins Spiel. Er nimmt seinen Namen wörtlich und legt der Bahn ein richtiges Kuckucksei ins Nest, denn in der Presse wird er zitiert, dass „das Projekt auch ohne Abstellbahnhof in Betrieb gehen“ könne. Was denn nun? Entweder ist die Rechtfertigung der Planung falsch oder Herr Leger ist – gelinde gesagt – einem Irrtum unterlegen. Denn „zwingend erforderlich“ lässt in der Logik keine Alternativen zu.

Sein „Plan B“ sieht vor, die Abstellung nicht nur 5 km entfernt vom Tiefbahnhof, sondern „weit weg“, also vielleicht 20 oder gar 50 km. Und wer soll die laufenden Kosten dafür tragen? Die neuen privaten Anbieter sicher nicht. Sie werden beim Land (Verkehrsministerium) abrechnen und dann kann nur weniger richtige Verkehrs(nutz)leistung bestellt werden.“

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Anfrage der Grünen an die Stadt Stuttgart zu Gebäudeschäden im Kernerviertel

Die Stadträte der Grünen-Fraktion im Gemeinderat haben heute eine Anfrage an die Stadt Stuttgart zu den Gebäudeschäden im Kernerviertel gestellt. Lesen Sie hier. Auch aus ihrer Sicht wirft der Hausabriss im Kernerviertel und die Einschätzung der Bahn Fragen auf. Die Projektgesellschaft soll die offenen Fragen des Netzwerks Kernerviertel in einer  Informationsveranstaltung beantworten und die betroffenen Anwohner transparent informieren. In dieser Anfrage beantragen die Stadträte daher:

„1. Die städtische Bürgerbeauftragte für Stuttgart 21 führt in Abstimmung mit dem Netzwerk Kernerviertel, der PSU und dem Bezirksbeirat Mitte schnellstmöglich eine öffentliche Informationsveranstaltung für die Anwohner*innen des Kernerviertels durch, bei der alle Fragen des Netzwerks beantwortet werden und lückenlos über die Situation des vom Tunnelbau betroffenen Gebäudebestandes im Kernerviertel informiert wird.

2. In einer der nächsten Sitzungen des Ausschusses für Umwelt und Technik wird der Ge-meinderat über die Lage im Kernerviertel informiert (Stand der Tunnelarbeiten, Ergebnisse der Messungen an den Gebäuden, Situation und Hintergründe der bisher festgestellten Beschädigungen an Gebäuden, weiteres Vorgehen der PSU im Bauabschnitt unter dem Kernerviertel).“

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Weitere Eigentümer melden Risse – Netzwerk Kernerviertel fordert Infoveranstaltung

Das Wohnhaus Kernerstraße 30, dessen stark beschädigter Anbau nun abgerissen werden soll, ist nicht der einzige Gebäudeschaden im Kernerviertel. Auch Eigentümer in der Werastraße und der Kernerstraße meldeten der Bahn Risse, die sich jetzt im Zuge der Untertunnelung gebildet haben. Die Sorge um mögliche Bauschäden durch den Tunnelbau treibt inzwischen auch Anwohner im Kernerviertel um, die nicht unmittelbar unterfahren werden, wie beispielsweise rund um den Schützenplatz. Die Eigentümer und Mieter sind verunsichert, was noch auf sie zukommt.

Das Netzwerk Kernerviertel hat sich daher mit einem Fragenkatalog (hier) an die Projektgesellschaft und an die städtische Bürgerbeauftragte Ronja Griegel gewandt, dass kurzfristig eine Infoveranstaltung im Kernerviertel für die vom Tunnelbau betroffenen Eigentümer und Mieter stattfinden soll. Der Fragenkatalog betrifft den Tunnelvortrieb sowie die Messungen, Hebungsinjektionen und die Bauschäden. Das Netzwerk Kernerviertel erwartet, dass diese Fragen zum Tunnelbau und dessen Folgen in aller Öffentlichkeit von der Bahn als Projektträger beantwortet werden, wie dies auch in der Vergangenheit auf den letzten Rathausveranstaltungen geschehen ist.

Zudem fordert das Netzwerk aussagekräftige Tunnelvortriebsstände ein und schreibt: „Für den Vortrieb unter dem Kernerviertel ist wegen des großen Querschnitts der beiden Tunnelröhren, der schwierigen Geologie, der teilweise geringen Unterfahrungstiefe und den Hebungsinjektionen fast drei Jahre angesetzt. Die auf der Webseite der PSU veröffentlichten Grafiken des Vortriebsstands sind nicht aussagekräftig, Veränderungen des Vortriebsstands nicht ablesbar und daher als Information völlig unzureichend. Die PSU erstellt regelmäßig Vortriebstände, aus denen auch die einzelnen Gebäude erkennbar sind. Es wäre für die Kommunikation der Bahn gegenüber den Anwohnern dringend notwendig und würde viele Nachfragen ersparen, wenn diese Grafiken wöchentlich auf der Website der PSU veröffentlicht werden.“

Die StZ berichtet in ihrer heutigen Printausgabe und seit gestern online in einem StZ+-Artikel (hier) darüber. Darin heißt es: „Bei den Anwohnern des Kernerviertels schrillen die Alarmglocken: Nach der Ankündigung der Bahn, einen beim Tunnelbau für Stuttgart 21 beschädigten Teil des Hauses Kernerstrasse 30 abzureißen, sei nun „Feuer unter dem Dach“, sagt Frank Schweizer vom Netzwerk Kernerviertel, der unweit des betroffenen Hauses wohnt. […] Nach seiner Beobachtung würden seit Wochen im Kernerviertel täglich Messungen durchgeführt. Schweizer weist darauf hin, dass weitere Gebäudeeigentümer an der Kerner- und an der Werastrasse Bauschäden melden würden.“

Die Einschätzung der Bahn, der jetzt abzureißende Anbau in der Kernerstraße 30 sei auf einen nach dem zweiten Weltkrieg nicht fachgerechten Wiederaufbau zurückzuführen, will Schweizer nicht so stehen lassen. Die StZ zitiert ihn: “ „Wie kann man so etwas behaupten. Ob das Gebäude nicht fachgerecht ausgeführt wurde, sieht man doch erst, wenn es abgerissen ist.“ 70 Jahre sei das Gebäude ohne Schaden da gestanden- „und womöglich wäre das auch noch einmal 70 Jahr so gewesen„.“

Näheres zu den Rissen im Kernerviertel beim Wohngebäude Kernerstraße 30 und der Nachbarschaft berichtete Frank Schweizer gestern Abend auf der 465. Montagsdemo (Youtube-Video). Zur Veranschaulichung des geplanten Tunnelverlaufs noch ein Auszug aus der Biss-Karte:

Von den angegebenen Unterfahrungstiefen muss noch der Keller des jeweiligen Gebäudes und die Tunnelhöhe abgezogen werden. Hier ein erläuternde Grafik für die Schützenstraße 10 von Klaus Gebhard:

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Neue SSB-Haltstelle Staatsgalerie soll im September 2020 in Betrieb gehen

Die StZ berichtet (hier) über die neue SSB-Haltestelle Staatsgalerie, die ab 11.September 2020 in Betrieb genommen werden soll. Über die neue Haltstelle werden vorerst nur die U-Bahn-Fahrten Richtung Charlottenplatz laufen. Die Stammstrecke Richtung Hauptbahnhof bleibt weiterhin gesperrt. Die StZ erwähnt in der Meldung , dass direkte Fahrten zum Hauptbahnhof wieder frühestens Ende 2022 möglich sein werden.

Allerdings hängt der Zeitplan für den Bau der beiden SSB-Tunnel Richtung Hauptbahnhof von Bau des Nesenbachdükers ab und diese Bauarbeiten wurden von der Bahn erst im August 2018 ausgeschrieben. Die Bekanntmachung  der Ausschreibung im EU-Amtsblatt und der Zeitplan in den Ausschreibungsunterlagen sahen damals noch einen Baustart für Februar 2019 und eine Fertigstellung der SSB-Tunnelröhren Richtung Hauptbahnhof für Anfang 2023 vor. Doch bis heute ist keine Bekanntmachung im EU-Amtsblatt zu finden, dass dieser Bauauftrag tatsächlich vergeben wurde.

Nicht bekannt ist auch, wie die Anwohner des Kernerviertels während der S21-Bauarbeiten die neue SSB-Haltestelle erreichen können. Anlässlich der „Tage der offenen Baustelle“ schrieben wir im Januar 2019: „Wegen des Zugangs zur neuen Haltstelle, während die Bahn zur Herstellung der Trogblöcke quer über der B14 baut, ist die Bahn derzeit mit der Stadt Stuttgart noch im Gespräch. Der in den letzten Anwohnerveranstaltung am Rande erwähnte Wulle-Steg soll es wegen der fehlenden Barrierefreiheit wahrscheinlich nicht werden. Eher angedacht sei ein Übergang an der B14 neben der Baustelle.“

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StZ+: S 21: Bahn reißt beschädigtes Haus ab

Update 20.5.: Ende Februar berichteten wir darüber, dass durch die vorbereitenden Tunnelbaumaßnahmen (Hebungsinjektionen) ein Teil des Wohngebäudes in der Kernerstraße 30 stark beschädigt wurde (Beitrag 1 / Beitrag 2). Jetzt kann der beschädigte Anbau nicht mehr gerettet und soll daher abgerissen werden. Die Stuttgarter Zeitung berichtet darüber in ihrer heutigen Printausgabe und online als StZ+Meldung (hier).

Die Bahn räumt zwar ein, dass der Tunnelbau Auslöser des Schadens ist, sieht jedoch laut StZ-Bericht das Ausmaß des Schadens auf eine „nicht fachgerechte Ausführung beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg zurückzuführen“. Die StZ schreibt: „Beide Gebäude, sowohl die Kernerstraße 30 wie auch die Schützenstraße 14, waren im Zweiten Weltkrieg beschädigt und auf den bestehenden Fundamenten wieder aufgebaut worden. Dabei sei auch der Zwischenbau entstanden, der nun abgerissen wird. Aus dieser Historie folgert die Bahn, dass das betroffene Bauwerk „nicht vergleichbar mit anderen
Gebäuden im Kernerviertel“ sei.“

Wie allerdings eines (Kernerstraße 30) von zwei mit einem Zwischenbau verbundenen Wohnhäusern angehoben werden kann und das andere (Schützenstraße 14) nicht, ohne dass dabei an diesem Zwischenbau Spannungen und Risse entstehen, bleibt in dem StZ-Artikel offen.

Im Kommentar „Sicherheit muss Priorität haben“ ermahnt die StZ die Bahn, dass sich diese weitere Schäden wie den im Kernerviertel nicht leisten kann und schreibt: „Alle , die im Kernerviertel über den noch zu bauenden Tunneln  wohnen und arbeiten, werden nun mit noch größerer Aufmerksamkeit ihre Wohnungen und Büros betrachten. [..] Es sind noch einige Meter Tunnel unter dem Kernerviertel zu graben, ehe die Mineure an der Sängerstraße wieder Licht sehen. Und je weiter sich die Tunnelbauer in Richtung künftigen Bahnhof vorarbeiten, desto weniger Erdreich bleibt zwischen den Fundamenten der Häuser. So sehr den Projektbetreibern auch der Zeitplan im Nacken sitzt: in diesem sensiblen Bereich muss Sicherheit vor Schnelligkeit gehen. Sicherheit für die Mineure unter Tage bei ihrer gefährlichen Arbeit, aber eben auch Sicherheit für die Bewohner und Besitzer von Immobilien.“

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StZN: Bahnbrücke bald fertig – der Radweg nicht

StZN: Bahnbrücke bald fertig – der Radweg nicht: „Die neue Neckarquerung mit vier Gleisen zwischen Bad Cannstatt und dem Rosensteinpark ist laut Bahn im Zeitplan. Noch nicht klar ist allerdings, was nach 2025, wenn Stuttgart 21 in Betrieb sein soll, mit der alten Bahnbrücke geschieht.“

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StZN: Pläne für Rosensteinviertel lösen Widerspruch aus

StZN: Pläne für Rosensteinviertel lösen Widerspruch aus: „Die Ergebnisse des städtebaulichen Wettbewerbs lassen Befürworter und Gegner von Stuttgart 21 nicht kalt. Die einen fordern bessere Lösungen vor allem beim Umgang mit der Topografie im S-21-Areal. Die anderen werden grundsätzlicher.“

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Planunterlagen zum Abstellbahnhof in Untertürkheim zur Einsicht veröffentlicht / StZN: Bahn bereitet eine Notlösung vor

Seit heute sind wieder Planunterlagen zum Abstellbahnhof in Untertürkheim ausgelegt, die die Bahn jetzt im vierten Anlauf beantragt hat. Wer als Anwohner die Unterlagen einsehen möchte, findet sie auch online auf der Webseite des Regierungspräsidiums.

In den Unterlagen enthalten sind auch die schalltechnischen Untersuchungen über den zu erwartenden Lärm während der Bauzeit und durch den Bahnbetrieb des Abstelbahnhofs, über die wir noch berichten werden.

Die Unterlagen sind bis zum 12.Juni 2019 ausgelegt. Die Einwendefrist endet am 12.August 2019. Nähere Informationen zum Planfeststellungsverfahren des Abschnitts 1.6b findet man im Bekanntmachungstext des Regierungspräsidiums. Die Präsentation der Bahn zum Abstellbahnhof, die am 9.4. 2019 im Bezirksbeirat gezeigt wurde, ist auf der Webseite der Projektgesellschaft (hier) eingestellt. Hier ein Auszug:

Doch die Bahn muss damit rechnen, dass es wegen Artenschutzes zu einem langwierigen Klageverfahren kommen wird und erwägt daher laut einer Meldung der Stuttgarter Nachrichten (hier) einen Plan B, nämlich den provisorischen Betrieb von Bahnabstellflächen außerhalb Stuttgarts.

Die StZN schreibt zur Klageankündigung des NABU : „Kleemann sagt der Bahn im Zweifelsfall einen langwierigen Rechtsweg bis vor den Europäischen Gerichtshof voraus: „Zwei Jahre sind da nichts.“ Beginnen könnte er nach der Entscheidung des Eisenbahn-Bundesamtes (Eba), mit der die Bahn für Mitte 2020 rechnet. Von Mitte 2021 an soll gebaut werden. Bei einem späteren Start wäre der Zeitplan für Stuttgart 21 (Inbetriebnahme Ende 2025) kaum zu halten. Kleemann hält ihn für illusorisch. „Ich nehme nicht an, dass S 21 vor 2028 in Betrieb gehen wird“, sagt er.“

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StZ: Zeit der Provisorien im Norden geht zu Ende / StN: Bald freie Fahrt zum Tiefbahnhof

StZ: Zeit der Provisorien im Norden geht zu Ende: „Ein letztes Mal müssen in Feuerbach für Stuttgart 21 die Gleise gesperrt werden. Für Bahnpendler sollen Umwege dann der Vergangenheit angehören. Der Einbau von Aufzügen dauert aber noch. […] In den gut drei Kilometer langen Röhren unter Killes- und Kriegsberg laufen die nächsten Arbeitsschritte. Weil sich die Tunnelbauer dort durch eine Gesteinsart gearbeitet haben, die bei Kontakt mit Wasser zu quillen beginnt, pressen die Mineure nun ein Acrylharz als Abdichtung in das Gestein. Diese Injektionen seien zu 75 Prozent abgeschlossen, sagt Lienhart, in einem Viertel der Tunnelstrecke sei bereits die Betonschale eingebaut.“

StN: Bald freie Fahrt zum Tiefbahnhof: „In Feuerbach werden Züge der Stuttgart-21-Infrastruktur in die Tunnel zum Hauptbahnhof gelenkt. Die letzten Arbeiten dafür laufen.“

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StZ: Grüne fordern Geld vom Bund

StZ: Grüne fordern Geld vom Bund: „Der bahnpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Matthias Gastel, will, dass Berlin mitfinanziert. Das Bundesverkehrsministerium warnt vor Mehrbelastungen durch die gestiegenen Baupreise.“

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StZ: Auf der Bahnbaustelle wird es jetzt eng

StZ: Auf der Bahnbaustelle wird es jetzt eng: „Nach der Entscheidung, bei Wendlingen die Neubaustrecke und den Bestand mit zwei Gleisen zu verbinden, zeigt die Bahn, wie diffizil sich das Vorhaben gestaltet. An anderen Abschnitten im Albvorland wird die Strecke erkennbar.“

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Bahn räumt im Lenkungskreis Wasserzutritt im Anhydrit ein. Netzwerk Gablenberg hakte dazu bereits mehrfach nach

Letzten Freitag trafen sich Vertreter der Bahn und der Projektpartner von Land, Stadt und Region wieder zur halbjährlichen Sitzung des Lenkungskreises. Die beiden Stuttgarter Zeitungen (hier) berichteten darüber. Im Mittelpunkt der Sitzung stand die Unterzeichnung des Finanzierungsvertrags für den Bau der jetzt zweigleisig geplanten Wendlinger Kurve. Wir werden noch über den Baufortschritt, der in den Lenkungskreisunterlagen vom 3.Mai 2019 präsentiert wurde, berichten.

Ein Satz in der Meldung der Stuttgarter Nachrichten (hier) macht hellhörig: [Verkehrsminister] „Hermann sprach Schwierigkeiten bei Stuttgart 21 an. Die Bahn habe dem Lenkungskreis über Wassereintritt in einem im Anhydrit liegenden Tunnel berichtet. Das werde „beobachtet“. Anhydrit quillt bei Wasserzutritt stark.“

Darüber muss die Bahn ihre Projektpartner nur mündlich informiert haben. Jedenfalls enthalten die Lenkungskreisunterlagen zum Anhydrit dazu keinen Hinweis. Wie auch in den vergangenen Präsentationen finden sich nur nähere Informationen über den Anhydrit im PFA 1.5. beim Bau des Feuerbacher und Bad Cannstatter Tunnels.  Die Folie ist zudem nahezu wortgleich mit der Folie aus der vorletzten Lenkungskreissitzung vom November 2018. Nur in einem Satz auf der Folie 23 beim Vortriebstand des Obertürkheimer Tunnels („Los 1B: Abdichtungsinjektionen im Anhydrit“), informierte die Bahn darüber, dass auch bei diesem Tunnel Injektionen zum Schutz vor eindringendes Wasser durchgeführt werden, über die wir bereits im März 2019 berichtet hatten.

Es ist zu vermuten, dass die Bahn in der Lenkungskreissitzung verspätet über den Wasserzutritt im Anhydrit beim Bau des Obertürkheimer Tunnels informierte, der bereits 2017 am Rande von Gablenberg stattgefunden hat. Den Wasserzutritt und die Injektionen, die zum Schutz vor Quellvorgängen durchgeführt wurden, konnte man einem im EU-Amtsblatt veröffentlichten Nachtrag vom Dezember 2017 zur Durchführung von Injektionen im Gleis 61 HBF (TM 2260-2400)  entnehmen. Darin heißt es:

„Trotz umfangreicher geologischer Erkundungsmaßnahmen im Vorfeld wurden während der Ausführung des Vortriebs im Bereich der Gleisachse (GA) 902 bzw. 62 Hbf Wasserzutritte im Anhydrit führenden Gebirge festgestellt, welche möglicherweise im Zusammenhang stehen mit einer bislang unbekannten geologischen Störung. Nach Maßgabe des Sachverständigen Tunnel müssen die Wasserzutritte in der Formation km 1BH wirkungsvoll unterbunden werden, um unkontrollierte Quellvorgänge mit einhergehenden Folgeschäden dauerhaft auszuschließen. Das Injektionskonzept WBI, so übermittelt am 28.11.2017, ist deshalb zwingend und zeitnah umzusetzen. Die Anordnung führt zu keiner Veränderung des Gesamtcharakters des Hauptauftrages. Die Injektionsmaßnahmen sind erforderlich, um das beauftragte Bau-Soll zu realisieren und das bestehende Baugrundrisiko zu reduzieren.“

Weitere Nachträge vom 31.05.2018 und 10.08.2018 enthielten die Information, dass wegen der erforderlichen Injektionen geplante Injektionsringe in den Tunnelachsen 61 und 62 modifiziert und verschoben werden mussten.

Laut dem Nachtrag fand der Wasserzutritt in der Gleisachse 61 zwischen den Tunnelmetern 2260 bis 2400 statt. Anhand einer Anlage zum Planfeststellungsbeschluss 1.6a (Anlage_02_05_Blatt_01_von_02) dürfte dies am Rande der Gablenberger Bergstraße und dem angrenzenden Hang zu lokalisieren sein:

Das Netzwerk Gablenberg hatte sich daher letztes Jahr Ende August in einem Schreiben mit folgenden Fragen an den damaligen Geschäftsführer der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH, Peter Sturm, gewandt:

Mit Schreiben vom 10.September 2018 antwortete Herr Sturm, dass es sich lediglich um Sickerwasser handle und dieses in einem anhydritfreien Abschnitt aufgetreten wäre:

Allerdings enthielt der EU-Nachtrag den klaren Hinweis, dass der Wasserzutritt im Anhydrit führenden Gebirge stattfand, möglicherweise über eine geologische Störung und nicht über Tunnelwasser. Auch dass Gegenmaßnahmen erforderlich waren, um „unkontrollierte Quellvorgänge mit einhergehenden Folgeschäden“ zu verhindern

Daher hakte das Netzwerk Gablenberg im März 2019 im Nachgang der Tunnelführung unter dem Kernerviertel bei Andreas Dörfel,  Teamleiter Technisches Projektmanagement Abschnitt 1.2/1.6a, nach den Hintergründen und mehr Details zum Wasserzutritt im Anhydrit führenden Gestein während des Vortriebs nach. Doch seine Antwort zu den Injektionen im Obertürkheimer Tunnel, über die wir am 23.März berichtet hatten, ging nicht darauf ein.

Das Eingeständnis der Bahn auf dem Lenkungskreis bestätigt den Wasserzutritt in den Anhydrit und dass dies beobachtet werde. Von daher wäre es an der Zeit, dass nicht nur die Projektpartner, sondern auch die Öffentlichkeit und insbesondere die Anwohner darüber informiert werden.

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Große Wendlinger Kurve wird mit Zuschüssen von Land und Region gebaut

StZ: S-21-Erweiterung im Neckartal wird gebaut: „Der Abzweig von der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm Richtung Tübingen bekommt ein zweites Gleis. Landesverkehrsminister Winfried Hermann und Bahnvorstand Pofalla haben den Finanzierungsvertrag unterzeichnet. Für das Land ist das nicht ohne Risiko.“

StN: Knoten um Wendlinger Kurve gelöst: „Bald neun Jahre nach dem Schlichterspruch von Heiner Geißler haben sich die Partner des Bahnprojekts Stuttgart 21 am Freitag auf den Bau eines Zusatzgleises bei Wendlingen geeinigt. Geißler hatte die Verbesserung als „unabdingbar“ bezeichnet. Die zusätzliche, nun kreuzungsfreie Infrastruktur durch das zweite Gleis zählt nicht zum Projekt Stuttgart 21, sondern zur hauptsächlich vom Bund und vom Land mit 950 Millionen Euro finanzierten Strecke Wendlingen-Ulm (3,7 Milliarden Euro Baukosten), soll sich aber unmittelbar auf die Betriebsqualität des neuen Hauptbahnhofs auswirken.“

SWR: Drohendes Nadelöhr bei Stuttgart 21 abgewendet: „Land und Deutsche Bahn haben sich am Freitag auf einen Finanzierungsvertrag für die sogenannte „Große Wendlinger Kurve“ geeinigt. Bis zu 100 Millionen Euro soll die Neubaustrecke kosten.“

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StZN: Stadt zahlt für Schallschutz im S-Bahn-Tunnel

StZN: Stadt zahlt für Schallschutz im S-Bahn-Tunnel: „Die Bahn soll stand heute 5,2 Millionen Euro dafür erhalten, dass die Schienen im neuen S-Bahn-Tunnel federnd gelagert werden.“

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StZ: Bahnbehörde genehmigt neue Gleise im Neckartal

StZ: Bahnbehörde genehmigt neue Gleise im Neckartal: „Die sogenannte Große Wendlinger Kurve zur besseren Anbindung des Raums Reutlingen/Tübingen kann gebaut werden – sofern sich Geldgeber finden. Das Landesverkehrsministerium ziert sich, Kosten zu nennen.“

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StZN: Heftiger Schlagabtausch zum Rosenstein-Wettbewerb

StZN: Heftiger Schlagabtausch zum Rosenstein-Wettbewerb: Die zwei wichtigsten städtebaulichen Entwürfe für die Stuttgart-21-Viertel werden überarbeitet. Die Projektkritiker möchten darin noch oberirdische Gleise zum Hauptbahnhof sehen. Aber da spielt die Mehrheit im Rathaus nicht mit.“

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