Kernerviertel: Bahn kündigt für die Faschingsferien Leitungs- und Bohrpfahlarbeiten im Bauabschnitt 24 an

Die Anwohner vom Kernerviertel sind wegen die seit Jahren laufenden Bauarbeiten der Bahn und der SSB durch Lärm stark belastet; unter anderem durch das Einbringen von mehr als 4.000 Bohr- und Rammpfähle für die Gründung des „Tiefbahnhofs“. Eine Ende der Bauarbeiten ist mit dem aktuell beschlossenen Inbetriebnahmetermin von Stuttgart Ende 2025 noch in weiter Ferne.

Jetzt kündigt die Bahn in einem Flyer (hier) den Anwohnern des Kernerviertels für die Faschingsferien im Bauabschnitt 24 auf Höhe der Kreuzung Willy-Brandt-Straße/ Sängerstraße Leitungs- und Bohrpfahlarbeiten an. Diese sollen ab Samstag, 10. Februar 2018, bis einschließlich Freitag, 16. Februar 2018, jeweils tagsüber zwischen 7 bis 20 Uhr stattfinden. Während dieser Woche ist die Einfahrt in die Sängerstraße von der B 14 aus gesperrt. In der Bauankündigung heißt es:

Dabei werden zunächst Bestandsleitungen verlegt und nicht mehr aktive Leitungen außer Betrieb genommen. Im Anschluss daran werden mit einem Großbohrgerät sechs  Bohrpfähle in der Willy-Brandt-Straße hergestellt. Während der oben genannten Zeiträume ist das Einfahren mit Pkw in die Sängerstraße von der Willy-Brandt-Straße aus nicht möglich. Eine örtliche Umleitung ist ausgeschildert. Während dieser Maßnahmen wird die Buslinie 42 zwischen Hauptbahnhof und Haußmannstraße in beiden Richtungen umgeleitet. Die Haltestellen Staatsgalerie, Friedenstraße und Urachstraße können nicht bedient werden. Ersatzweise können die Haltestellen Staatsgalerie der Linie 40 am Wagenburgtunnel, die Stadtbahnhaltestelle Neckartor und die Haltestelle Haußmannstraße genutzt werden.“

Hier noch zur Übersicht der Bauabschnitte des „Tiefbahnhofs“ am Südkopf. Diese Folie stammt aus der Bahn-Präsentation von der letzten Informationsveranstaltung im März 2017:

Entgegen dem Zeitplan auf der Folie laufen die Bauarbeiten am Bauabschnitt 24 bereits seit 2017, um zumindest einen Teil der Bauverzögerung am Südkopf einzuholen. Im Bericht der Ingenieure 22 über die Baustellenführung mit dem Abschnittsleiter Michael Pradel  vom Juli 2017 heißt es:

„Um zumindest einen Teil der zweijährigen Verzögerung am Südkopf des Tiefbahnhofs einzuholen, wird der BA 24 parallel zum BA 25 gebaut und Bewehrungsarbeiten im BA 25 /24 auch im Nachtbetrieb durchgeführt. Mit dem vorgezogenen Bau des BA 24 soll die B 14 beim Bau des BA 23 über den dann fertiggestellten Trogblock BA 24 verschwenkt werden. Damit sollen rund 8 Monate der zweijährigen Verzögerung eingeholt werden. Mehr sei wegen der komplexen Abläufe am Südkopf nicht machbar.“

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