StZ: Bundespolizei ermittelt nach S-21-Kranunfall

Die Stuttgarter Zeitung berichtet in ihrer heutigen Ausgabe (hier), dass die Bundespolizei nach dem Kranunfall in Feuerbach wegen den Sicherheitsvorkehrungen ermittelt. Im Beitrag wird auch die Kritik der Ingenieure 22 erwähnt. Sie hatten sich wegen der nach ihrer Einschätzung nicht beachteten Sicherheit bei den Kranarbeiten an die Bahn gewandt.

Einige Unterlagen der Ingenieure 22 finden Sie hier, so beispielsweise das Schreiben von Hans Heydemann an die DB Projektgesellschaft Stutgart-Ulm GmbH wegen des Baukran-Unfalls in Feuerbach und  das Foto von Ulrich Fetzer. Die Ingenieure 22 schreiben zu diesem Foto: „Grob fahrlässige und vorschriftswidrige Kranarbeiten im Bereich von unter Spannung stehender Oberleitungen auf S-21-Baustelle Bahnhof Stuttgart-Feuerbach.Gefährliche und vorschriftswidrige Baukran-Arbeiten zwischen den unter 15 kV Spannung stehenden Oberleitungen am Bahnhof Feuerbach“.

Dass auch im Bereich des Hauptbahnhofs Kranarbeiten mit Lasten in unmittelbarer Nähe von Passanten stattfinden, zeigt dieses Foto der Ingenieure 22:

Kranarbeiten Sicherheit

Hans Heydemann schreibt dazu: „Wie wenig sich die Bahn um Sicherheitsvorschriften zum Schutz der Öffentlichkeit schert, zeigt auch die weitere angehängte Aufnahme mit der über den Fußgängern schwebenden Kranlast. Dieser vielbenutzte Fußgängerweg auf dem Kurt-Georg-Kiesinger-Platz vor dem Nordausgang des HBF zur LBBW und zu den Bahnsteigen müßte von der Bahn so eingehaust werden, daß  möglicherweise abstürzende Kranlasten die Menschen hier nicht gefährden.  Wenn die Bahn damit wartet, bis ein solcher Unfall eintritt, wird es zu spät sein“.

Schaeferweltweit.de berichtete mit noch deutlicheren Fotos Mitte Juni 2016 im Beitrag „Passanten unter schwebender Last gefährdet“ .Das Dementi des Pressesprechers im StZ-Artikel kommentiert schaeferweltweit.de in seinem aktuellen Beitrag „Bahnsprecher macht sich lächerlich“ .

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