{"id":941,"date":"2013-11-18T06:05:39","date_gmt":"2013-11-18T04:05:39","guid":{"rendered":"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=941"},"modified":"2015-05-11T22:00:12","modified_gmt":"2015-05-11T20:00:12","slug":"keine-alibiveranstaltung-an-nur-einem-tag-eigentuemer-fordern-umfassende-abklaerung-der-gebaeuderisiken-bei-der-fortsetzung-der-eroerterung-zum-grundwassermanagement-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/netzwerke-21.de\/?p=941","title":{"rendered":"Keine Alibiveranstaltung an nur einem Tag &#8211; Eigent\u00fcmer fordern umfassende Abkl\u00e4rung der Geb\u00e4uderisiken bei der Fortsetzung der Er\u00f6rterung zum Grundwassermanagement"},"content":{"rendered":"<p><strong>Pressemitteilung:<\/strong> Die Netzwerke der von Stuttgart 21 betroffenen Eigent\u00fcmer haben sich in einem offenen Brief an den Regierungspr\u00e4sidenten Johannes Schmalzl (lesen Sie <a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/131116-Schreiben-an-RP-wegen-Risiken.pdf\">hier<\/a>) gewandt. Sie fordern, dass bei der Fortsetzung der Er\u00f6rterung zum Grundwasser-management zwingend die offenen Fragen zur Standsicherheit ihrer H\u00e4user mit der gebotenen Gr\u00fcndlichkeit behandelt werden, anders k\u00f6nne Transparenz nicht hergestellt werden. \u00d6ffentlich gekl\u00e4rt werden muss auch die Frage, warum ausgerechnet der Abschnitt formal aus der Plan\u00e4nderung zum Grundwassermanagment ausgeklammert wurde, der das Kernerviertel betrifft.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Nach der Presseerkl\u00e4rung des Regierungspr\u00e4sidiums sollen am 12.Dezember 2013 lediglich die Themen L\u00e4rm, Ersch\u00fctterungen und verkehrliche Belange behandelt werden. Dabei sind noch immer 35 Fragen zur Geb\u00e4udesicherheit, die die Eigent\u00fcmer unmittelbar nach der abgebrochenen Er\u00f6rterung dem Regierungspr\u00e4sidium vorgelegt hatten, nicht beantwortet und jetzt auch nicht mehr Teil der Tagungsordnung sind. Die Behandlung der Geb\u00e4uderisiken in der Er\u00f6rterung ist aus Sicht der Netzwerke zwingend erforderlich, zumal im Oktober 2013 erstmals die vollst\u00e4ndige bahninterne Risiken-Liste aus dem Jahr 2011 im Internet ver\u00f6ffentlicht wurde. Diese enth\u00e4lt Baurisiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 49%, Risiken, auf die die Betroffenen in ihren Einwendungen immer wieder hingewiesen hatten, die aber von der Bahn stets abgestritten wurden.<\/p>\n<p>\u201e<em>Die Bahn rechnet intern zu 49% damit, dass die Geb\u00e4udeanhebungen im unteren Teil des Kernerviertels, an der S\u00e4nger- und Urbanstra\u00dfe, nicht funktionieren und dabei Geb\u00e4udesch\u00e4den eintreten. Dennoch erhielten noch vor wenigen Tagen betroffene Eigent\u00fcmer auf der Informationsveranstaltung im Rathaus von einem Rechtsanwalt der Bahn die Auskunft, dass dies ein vielfach erprobtes Verfahren sei. Im Falle eines Geb\u00e4udeschadens m\u00fcsse der Eigent\u00fcmer nachweisen, dass die Bahn oder die Baufirma tats\u00e4chlich ein Verschulden trifft<\/em>\u201c so Frank Schweizer, Sprecher des <em>Netzwerks Kernerviertel<\/em> \u201e<em>Es kann nicht angehen, dass die Bahn in diesem weichen Gestein riskante bautechnische Verfahren w\u00e4hlt und das Risiko einer Haftung und damit den \u201eschwarzen Peter\u201c den betroffenen Eigent\u00fcmern zuschiebt<\/em>.\u201c<\/p>\n<p>Die Bahn hatte in den Planfeststellungsverfahren alle Einwendungen von betroffenen Eigent\u00fcmern zu den Anhydrit-Risiken als absolut abgesichert und beherrschbar abgewiesen. Dabei wird jetzt bekannt, dass die Bahn dabei intern zu fast 50% mit Baurisiken -insbesondere durch den Kontakt mit Wasser- rechnet. Die Baugenehmigung erhielt die Bahn zur Planfeststellung 2005 mit geologischen L\u00e4ngsschnitten zwischen Hbf und Feuerbach, in dem nur einige kleine quellf\u00e4hige Anhydrit-Blasen im Bereich des Tunnels ausgewiesen und mit dem Hinweis &#8222;vermutet&#8220; versehen waren. Bei der Er\u00f6rter- ung zur Plan\u00e4nderung Grundwassermanagement im September wurde jedoch von Prof. Wittke ein neuer geologischen L\u00e4ngsschnitt f\u00fcr den Tunnel nach Feuerbach pr\u00e4sentiert (abgebildet auch in der StZ vom 14.09.13), der eine Anhydrit-Blase am Wartberg, eine am Kriegsberg und eine gro\u00dfe zusammenh\u00e4ngende Blase vom Bereich Birkend\u00f6rfle\/ M\u00f6nchhalde bis zum Augustinum aufzeigt. Bodenuntersuchungen wurden jedoch nur 2002 im Vorfeld der Planfeststellung gemacht, danach gab es weder Bohrungen noch Messungen durch Schallreflexionen.<\/p>\n<p>\u201e<em>Die Bahn kann sich hier nicht mit Erkenntniszugewinnen herausreden.<\/em>\u201c so Rudolf R\u00f6der, Vorstand des Netzwerk Killesberg e.V. \u201e<em>Unsere Folgerung daraus: zur Planfeststellung 2005 wurde mit gesch\u00f6nten L\u00e4ngsschnitten gearbeitet, um m\u00f6glichst wenig Einspr\u00fcche zu riskieren bzw. um einen m\u00f6glichst unanfechtbaren Ablauf des Genehmigungsverfahrens zu erreichen. Eine Genehmigung ohne eine plausible Kl\u00e4rung dieses Sachverhalts kann aber im Interesse der B\u00fcrger in den betroffenen Gebieten nicht hingenommen werden. Bei den zum Teil verklausulierten und unvollst\u00e4ndigen Planfest-stellungs- und Er\u00f6rterungsunterlagen der DB AG f\u00e4llt einer ausf\u00fchrlichen und stringenten Er\u00f6rterung die entscheidend wichtige Aufgabe zu, die berechtigte Unsicher- heit der B\u00fcrger zu kl\u00e4ren, ernst zu nehmen und ihren teils existentiellen Anliegen gegen\u00fcber der DB AG zu ihrem Recht zu verhelfen. Einen Verweis auf den Rechtsweg halten wir f\u00fcr eine Bankrotterkl\u00e4rung<\/em>.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fluegel.tv\/beitrag\/6250\" target=\"_blank\">Am 15.03 2013 hat der renommierte Geologe Dr. Behmel in einem \u00f6ffentlichen Vortrag darauf hingewiesen<\/a>, dass die geologischen Verh\u00e4ltnisse in Stuttgart sehr unterschiedlich und von daher die schematischen Beweissicherungszonen unzul\u00e4ssig sind. So zeichnet sich das Neckartal durch einen nicht bindigen Untergrund aus, der bei der Erstellung der Beweissicherungsgrenzen zu ber\u00fccksichtigen ist.<\/p>\n<p>\u201e<em>Die Notwendigkeit einer ausf\u00fchrlichen zeitintensiven Er\u00f6rterung wird an dem aktuellen Schadensfall in der Gaggenauer Stra\u00dfe in Stuttgart-Untert\u00fcrkheim (Bau der Rettungs-zufahrt\/PFA 1.6a) deutlich.\u201c<\/em> so Barbara Weber, Sprecherin des Netzwerks Wangen\/ Untert\u00fcrkheim<em> \u201e Jeder einzelne Bauabschnitt bedarf einer geologischen Darstellung und muss er\u00f6rtert werden. Dies in einem Tag abzuhandeln ist nicht m\u00f6glich!<\/em>\u201c<\/p>\n<p>Besonders \u00e4rgerlich ist f\u00fcr das Netzwerk Wangen\/Untert\u00fcrkheim, dass zentrale Fragestellungen von Prof. Wittke zu dem Bauabschnitt \u201ewestliches Neckarufer\u201c (PFA 1.6a) am Mittwoch (11.09.2013) innerhalb der Er\u00f6rterung nicht beantwortet wurden. Es war Herrn Prof. Wittke nicht einmal m\u00f6glich diesen Bauabschnitt auf der Folie zu lokalisieren. Die Zusicherung, die Fragen schriftlich zu beantworten, wurde bis heute (zwei Monate nach der Er\u00f6rterung) nicht eingel\u00f6st.<\/p>\n<p>Angesichts dieser neuen Erkenntnisse ist aus Sicht der Netzwerke eine Er\u00f6rterung, in der auch die Risiken f\u00fcr die Geb\u00e4udesicherheit \u201eauf den Tisch kommen\u201c, unabdingbar, dazu ist mehr als ein Tag erforderlich.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Update:<\/span> Die Stuttgarter Zeitung berichtet heute in Ihrem Lokalteil dar\u00fcber. Lesen Sie <a title=\"StZ Grundwassermanagement bei Stuttgart 21 Eigent\u00fcmer fordern Kl\u00e4rung der Geb\u00e4uderisiken\" href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.grundwassermanagement-bei-stuttgart-21-eigentuemer-fordern-klaerung-der-gebaeuderisiken.88357e17-8e9a-405b-bf4c-eb171e9e57ad.html\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pressemitteilung: Die Netzwerke der von Stuttgart 21 betroffenen Eigent\u00fcmer haben sich in einem offenen Brief an den Regierungspr\u00e4sidenten Johannes Schmalzl (lesen Sie hier) gewandt. Sie fordern, dass bei der Fortsetzung der Er\u00f6rterung zum Grundwasser-management zwingend die offenen Fragen zur Standsicherheit &hellip; <a href=\"https:\/\/netzwerke-21.de\/?p=941\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[55,23,35,47,12,6,21,20,18,4,22,30],"tags":[],"class_list":["post-941","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-anhydrit","category-eroerterung","category-gablenberg","category-gaensheide","category-gebaeuderisiken","category-grundwassermanagement","category-kernerviertel","category-killesberg","category-schreiben-netzwerke","category-unterfahrung","category-untertuerkheim","category-wangen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/netzwerke-21.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/941","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/netzwerke-21.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/netzwerke-21.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/netzwerke-21.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/netzwerke-21.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=941"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/netzwerke-21.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/941\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2162,"href":"https:\/\/netzwerke-21.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/941\/revisions\/2162"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/netzwerke-21.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=941"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/netzwerke-21.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=941"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/netzwerke-21.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=941"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}