{"id":7138,"date":"2015-02-21T13:34:53","date_gmt":"2015-02-21T11:34:53","guid":{"rendered":"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=7138"},"modified":"2017-12-27T00:48:42","modified_gmt":"2017-12-26T22:48:42","slug":"ingenieure22-kritisieren-pruefberichte-zum-rostwasser-in-den-blauen-rohren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/netzwerke-21.de\/?p=7138","title":{"rendered":"Ingenieure22 kritisieren Pr\u00fcfberichte zum Rostwasser in den blauen Rohren"},"content":{"rendered":"<p>Die Stuttgarter Zeitung berichtete am letzten Dienstag (<a title=\"StZ Gegner sehen sich best\u00e4tigt\" href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.s21-grundwassermanagement-gegner-sehen-sich-bestaetigt.1f707d15-4910-4276-9815-5171f3495cf8.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier<\/a>), dass die Ingenieure22 sich erneut an die Staatsanwaltschaft wegen der unzureichenden Messdaten gewendet haben. Der Briefwechsel zwischen dem Eisenbahn-Bundesamt und dem Amt f\u00fcr Umweltschutz der Stadt Stuttgart zeige deutlich, dass die Unbedenklichkeit des \u00fcber die rostenden blauen Rohre infiltrierte Wasser nicht gegeben sei. Sie kritisieren massive M\u00e4ngel in den\u00a0 Pr\u00fcfberichten.<\/p>\n<p>Den aktuellen Brief an den Pr\u00e4sidenten des Eisenbahn-Bundesamtes, die Stellungnahme von Dipl. Ing. Hans Heydemann und weitere Unterlagen finden Sie auf der Webseite der Ingenieure22 (<a title=\"S21-Grundwassermanagement Rostwasser \" href=\"http:\/\/www.ingenieure22.de\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=103:bewertung-gwm&amp;catid=36:projekte&amp;Itemid=59\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier<\/a>). Wir ver\u00f6ffentlichen hier noch die Kurzfassung seiner Stellungnahme <strong>\u201e<\/strong><em>Ergebnis der Einleitungs-\u00dcberwachung GWM<\/em>\u201c zur EBA-Mitteilung vom 19.12.2014 , die auch an die Stuttgarter Zeitung ging:<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&#8222;<em>Am 24. Juni 2014 hatte ein Baustellen-LKW auf der S-21-Baustelle an der J\u00e4gerstra\u00dfe die \u201eBlauen Rohre\u201c des GWM-Infiltrationswassers umgerissen; aus den Rohren flo\u00df f\u00fcr jedermann deutlich sichtbar stark rosthaltiges Wasser in gro\u00dfer Menge aus (die STZ hatte berichtet, s. Bilder v. 24.6.14). Dies stand den bisherigen Verlautbarungen des Amtes f\u00fcr Umweltschutz (AfU) Stuttgart sowie auch des Eisenbahnbundesamtes (EBA) entgegen, wonach das Wasser in den \u201eBlauen Rohren\u201c angeblich klar und die Einleitung in den Untergrund des Heilquellen-Schutzgebietes unbedenklich sei. <\/em><\/p>\n<p><em>Bei einer daraufhin untersuchten \u201camtlichen\u201c Wasserprobe aus dem betreffenden Rohrstrang war der Einleit-Grenzwert an abfiltrierbaren Stoffen auff\u00e4llig \u00fcberschritten. Deshalb ordnete das EBA auf Vorschlag des AfU eine zus\u00e4tzliche, \u00fcber zwei Monate laufende \u00dcberwachung (sogen. \u201emonitoring\u201c) des Infiltrationswassers an. Einmal w\u00f6chentlich sollten an allen jeweils in Betrieb befindlichen Sickerbrunnen Proben entnommen werden und auf die Einhaltung der Einleit-Grenzwerte \u00fcberpr\u00fcft werden. <\/em><br \/>\n<em>Diese zus\u00e4tzliche \u00dcberwachung lief am 17. Oktober 2014 aus; ein Ergebnis dar\u00fcber wurde bis heute nicht ver\u00f6ffentlicht; Nachfragen besorgter B\u00fcrger blieben ohne Antwort. Das ist nicht hinnehmbar, die \u00d6ffentlichkeit hat ein Anrecht auf umfassende und vollst\u00e4ndige Unterrichtung. Auch der BUND hatte mit Schreiben v. 15.12.2014 an das Eisenbahn-Bundesamt Akten-Einsicht nach LUIG gefordert. <\/em><\/p>\n<p><em>Auf Nachfrage der STZ Anfang November 2014 hat schlie\u00dflich \u2013 nach fast zwei Monaten (!) &#8211; das Eisenbahn-Bundesamt am 19.12.2014 folgendes geantwortet: \u201eDas Grundwasser-Monitoring war bis zum 17. Oktober 2014 befristet \u2013 im Ergebnis wurden die Einleitwerte f\u00fcr abfiltrierbare und absetzbare Stoffe eingehalten.\u201c In der nicht\u00f6ffentlichen Sitzung des Umweltbeirates am 1. Dezember 2014 hatte der Leiter des Umweltamtes Stuttgart, Herr Flad, auf eine Frage des LNV-Vertreters, warum es geduldet werde, dass die Bahn Rostwasser in den Untergrund des Heilquellen-Schutzgebietes einleitet, w\u00f6rtlich erkl\u00e4rt: \u201cDie Bahn leitet kein Rostwasser in den Untergrund\u201c. Er merkte weiter an, \u201edass beim 2-monatigen Monitoring es zu keinen \u00dcberschreitungen der 20 mg Tr\u00fcbstoffe gekommen sei. Einige Werte l\u00e4gen zwar knapp unterhalb\u201c, aber es gab lt. Herrn Flad \u201edefinitiv keine \u00dcberschreitungen\u201c. <\/em><\/p>\n<p><em>Beide Aussagen, sowohl die des EBA vom 19.12.14 als auch die des Herrn Flad, Leiter des Umweltamtes Stuttgart vom 1.12.14, sind jedoch falsch und wider besseres Wissen! <\/em><br \/>\n<em>Wie aus den vorliegenden Pr\u00fcfberichten v. 7.10.14 [Anlage 01 + 02] wie auch dem Schreiben der DB Projektbau v. 27.10.2014 [Anlage 03] und dem Schreiben des Amtes f\u00fcr Umweltschutz Stuttgart v. 14.11.2014 an das EBA [Anlage 04] eindeutig hervorgeht, sind sehr wohl \u00dcberschreitungen des Einleitgrenzwertes an abfiltrierbaren Stoffen festgestellt worden, diese jedoch als \u201enicht plausibel\u201c aus der Wertung herausgenommen und der Pr\u00fcfbericht f\u00fcnf Tage sp\u00e4ter durch einen neuen, ge\u00e4nderten Pr\u00fcfbericht ersetzt, in welchem die Brunnen mit den festgestellten \u00dcberschreitungen nicht mehr aufgef\u00fchrt sind (!!!). Das ist eine unzul\u00e4ssige, nachtr\u00e4gliche Verf\u00e4lschung der Pr\u00fcfberichte!&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Hans Hedemann<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Stuttgarter Zeitung berichtete am letzten Dienstag (hier), dass die Ingenieure22 sich erneut an die Staatsanwaltschaft wegen der unzureichenden Messdaten gewendet haben. 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