{"id":492,"date":"2013-10-21T17:57:51","date_gmt":"2013-10-21T15:57:51","guid":{"rendered":"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=492"},"modified":"2015-05-11T21:59:11","modified_gmt":"2015-05-11T19:59:11","slug":"viele-offene-fragen-zur-gebaeudesicherheit-betroffene-hauseigentuemer-fordern-die-fortsetzung-der-eroerterung-zum-grundwassermanagment","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/netzwerke-21.de\/?p=492","title":{"rendered":"Netzwerke der betroffenen Eigent\u00fcmer fordern vom Regierungspr\u00e4sidium endlich eine Fortsetzung der Er\u00f6rterung zum Grundwassermanagement"},"content":{"rendered":"<p><strong>Pressemitteilung:<\/strong> Die Netzwerke der von den Bauarbeiten zu Stuttgart betroffenen Eigent\u00fcmer fordern das Regierungspr\u00e4sidium auf, die Mitte September abgebrochene Er\u00f6rterung zur Erh\u00f6hung des Grundwassermanagments wieder fortzusetzen. Bei der stattgefundenen Er\u00f6rterung blieben aus Zeitmangel zahlreiche Fragen, die f\u00fcr die Geb\u00e4udesicherheit ihrer H\u00e4user entscheidend sind, offen. Vertreter der Netzwerke Kernerviertel, Killesberg, Wangen und Untert\u00fcrkheim haben sich daher in den letzten Wochen mehrfach schriftlich an das Regierungspr\u00e4sidium gewandt und auf die Notwendigkeit der Beantwortung von 35 Fragen hingewiesen. Dennoch steht die Entscheidung \u00fcber eine Fortsetzung der Er\u00f6rterungsverhandlung weiterhin aus.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><em> &#8222;Viele der Fragen und Forderungen haben sich insbesondere daraus ergeben, dass einige <\/em><em>Tagesordnungspunkte nur gestreift bzw. unzureichend behandelt wurden und viele der <\/em><em>Wortmeldungen der Netzwerke nicht angemessen beantwortet oder Einwendungen bzw. <\/em><em>Vortr\u00e4ge nur unvollst\u00e4ndig pr\u00e4sentiert werden konnten.&#8220; s<\/em>o Ulrich Hangleiter, Sprecher des Netzwerks Killesberg e.V.<em> &#8222;Die Fragen haben sich auch nach den kritischen Vortr\u00e4gen von Dr. Lueger zum Grundwassermodell der Bahn ergeben, die die\u00a0 realistischen geologischen Verh\u00e4ltnisse in Frage stellen, und zu den Auswirkungen auf die Geb\u00e4udesicherheit ergeben.&#8220;<\/em> Er fordert auch, dass der beauftragte Geologe, Dr. Hermann Behmel seine Pr\u00e4sentation zu den geologischen Risiken f\u00fcr den Killesberg zu Ende halten kann.<\/p>\n<p>Auch Frank Schweizer vom Netzwerk Kernerviertel fordert eine Fortsetzung der Er\u00f6rterung zum Grundwassermanagement, da viele Fragen zur Geb\u00e4udesicherheit, aber auch zum Plan\u00e4nderungsverfahren selbst offen blieben. <em>&#8222;Die Vertreter der Bahn gingen beispielsweise nicht auf die vorgebrachten Einw\u00e4nde ein, dass der das Kernerviertel betreffenden Abschnitt 1.2.\u00a0 in der Plan\u00e4nderung zum Grundwassermanagement schlichtweg fehlt. Es ist fraglich, dass die beantragten deutlich h\u00f6heren Grundwasserentnahmemengen und die daraus resultierenden Absenktrichter sich an die Grenzen der Planfeststellungsabschnitte der DB halten bzw. vor dem unmittelbar neben der Baustelle f\u00fcr den Tiefbahnhof liegenden Kernerviertel halt machen. &#8222;<\/em><\/p>\n<p>Die Antr\u00e4ge der Netzwerke sind mit der Empfehlung an die Gespr\u00e4chsleitung des Regierungspr\u00e4sidiums verbunden, bei der weiteren Er\u00f6rterung die Verhandlungs-f\u00fchrung zu straffen. Dazu wurden dem RP konkrete Vorschl\u00e4ge gemacht.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p><strong>Aktualisierung:<\/strong> Die Stuttgarter Nachrichten berichteten dar\u00fcber am<a title=\"StN Eigent\u00fcmer wollen \u00fcber Grundwasser sprechen\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Stuttgarter-Nachrichten-22.10.13.jpg\"> 22.10.13<\/a>. Das Regierungspr\u00e4sidium erkl\u00e4rte auf Nachfrage der Stuttgarter Nachrichten, dass ihm noch die Stellungnahmen der Bahn und des BUND f\u00fcr eine Entscheidung fehlten. Erst dann k\u00f6nne \u00fcber eine Fortsetzung der Er\u00f6rterung entschieden werden.<\/p>\n<p>Die Stuttgarter Zeitung berichtete ebenfalls am <a title=\"\/ Kritiker wollen nicht mehr warten - Verwunderung \u00fcber die lange Pr\u00fcfdauer\" href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.grundwassermanagement-fuer-stuttgart-21-verwunderung-ueber-die-lange-pruefdauer.31dca629-3d73-488d-82d2-7eaad350415d.html\">29.10.2013<\/a>, dass sowohl der BUND als auch die betroffenen Eigent\u00fcmer ein Fortsetzung anmahnen.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Die 35 offenen Punkte der Netzwerke zur Plan\u00e4nderung Grundwassermanagement finden Sie hier:<\/strong><\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">I.Fragen des Netzwerks Kernerviertel <\/span><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">1.Formfehler wegen dem fehlenden PFA 1.2.<\/span> : Am ersten Tag der Er\u00f6rterung wies das Netzwerk Kernerviertel darauf hin, dass PFA 1.2. zu Unrecht nicht in die Plan\u00e4nderung einbezogen, da<\/p>\n<p>&#8211; das Argument der DB AG nicht greift, dass im PFA 1.2. weniger Grundwasser abgepumpt werden muss und daher der 0,5 Absenktrichter geringer ausf\u00e4llt. Dies ist jedoch nach den ausgelegten Unterlagen explizit auch beim PFA 1.6a. der Fall, dennoch ist dieser Abschnitt in der Plan\u00e4nderung zum Grundwassermanagement enthalten.<\/p>\n<p>&#8211; der PFA 1.2. ist auch von den erh\u00f6hten Wasserandrangsraten unmittelbar betroffen. Zum einen erstrecken sich die\u00a0 vergr\u00f6\u00dferten\u00a0 Absenktrichter aus dem PFA 1.1. bis in den Hang des Kernerviertels. Zum anderen muss auch angefallenes Wasser aus dem PFA 1.1. in die Brunnen des PFA 1.2. infiltriert werden. Auch nach dem Bau des Anfahrbereiches des Fildertunnels sollen die Rohre und Infiltrationsbrunnen im Kernerviertel weiterhinf\u00fcr die\u00a0 Infiltration von Wasser aus dem PFA 1.1. genutzt werden.<\/p>\n<p>&#8211; diese Brunnen im Kernerviertel aus dem PFA 1.2. wurden von der DB zu Unrecht dem PFA 1.6. zugeschlagen. Dies widerspricht eindeutig auch den offiziellen PFA-Grenzen der DB-AG.<\/p>\n<p>Die Versammlungsleitung erkl\u00e4rte, dass der Einwand noch an einem der n\u00e4chsten Er\u00f6rterungstage aufgegriffen werden soll. Dennoch ist die Frage der Abschnittsbildung bzw. der fehlende PFA 1.2., der unmittelbar das Kernerviertel betrifft, wie viele andere Tagungsordnungspunkte nicht behandelt worden.<\/p>\n<p>2. <span style=\"text-decoration: underline;\">Welches Wasservolumen pro Brunnen<\/span> soll w\u00e4hrend der gesamten Bauzeit in die Brunnen des PFA 1.2. infiltriert werden? In den Unterlagen der DB fehlen sowohl die Angaben l\/s l\/Std. m\u00b3\/ Tag als auch die Gesamtmenge pro Brunnen. Ohne diese Information k\u00f6nnen keine konkreten Aussagen bzgl. der geotechnischen Risiken gemacht werden.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">3. Aufnahmekapazit\u00e4t der Gesteinsschichten:<\/span> Die Analysen der Bohrkerne des Brunnenbohrprogramms 2009 ergaben f\u00fcr das Kernerviertel sehr niedrige Durchl\u00e4ssigkeitsbeiwerte. Nach Aussage der DB bei der Er\u00f6rterung betr\u00e4gt die Sickergeschwindigkeit der infiltrierten Wassers nur 2,5cm pro Tag. Ich zweifle daran, dass die hohen Absenktrichter (bis zu 10 Meter) beim Anfahrtsbereich des Tunnels<br \/>\n\u00fcber die Infiltration in diesem Ma\u00dfe abgefangen werden k\u00f6nnen, ohne dass<br \/>\nmein dar\u00fcberliegendes Haus \u00a0besch\u00e4digt wird.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">4. Wasserwegsamkeiten:<\/span><\/p>\n<p>4.1.Wie will die DB im Kernerviertel sicherstellen, dass das infiltrierte Wasser tats\u00e4chlich im \u00a0Bochinger Horizont verbleibt und nicht aufgrund von Dolinen, Verwerf- ungen und sonstige Wasserwegsamkeiten in die darunterliegenden Grundgipsschichten flie\u00dft ? Nicht sulfatges\u00e4tigtes Wasser k\u00f6nnte hier Gips ausl\u00f6sen und durch weitere Hohlr\u00e4ume die Stabilit\u00e4t des Hangs gef\u00e4hrden.Das Umweltamt der Stadt Stuttgart hat<br \/>\njetzt wegen dieser Gefahr auf Stilllegung des bereits ausgebauten Brunnens 202 in der Werastr. gedr\u00e4ngt. Er soll nun nur noch als Messstelle fungieren. Durch die von der DB selbst einger\u00e4umten inhomogenen und kleinr\u00e4umigen Verlauf des Gipsspiegels kann m.E. die Gefahr auch bei den anderen nahegelegenen Brunnen im Kernerviertel nicht<br \/>\nausgeschlossen werden.<\/p>\n<p>4.2. Ebenfalls offen ist,\u00a0 wie eine Infiltration in den Bochinger Horizont funktionieren soll, wenn diese Schicht laut einem geologischen Schnitt der Stadt Stuttgart\u00a0 bereits unterhalb der Willy-Brandt-Stra\u00dfe durch eine Verwerfung nicht durchg\u00e4ngig ist.<\/p>\n<p>4.3. Wurde die gro\u00dfe Verwerfung am Ameisenberg, die in unmittelbarer N\u00e4he zum Anfahrtsbereich des Fildertunnels und \u00a0einiger \u00a0Infiltrationsbrunnen (204,205,206) liegt, in die Berechnungen des Grundwassermodells miteinbezogen ? Der Sachverst\u00e4ndige des BUND, Dr. Lueger, hatte in der Er\u00f6rterung darauf hingewiesen, dass bei den Modellen keine (!) Verwerfungen einberechnet wurden. \u00dcber diese k\u00f6nnte das infiltrierte Wasser vertikal in andere Schichten eindringen. Dazu soll die DB auch im Interesse der Geb\u00e4udesicherheit in einer m\u00fcndlichen Er\u00f6rterung Stellung nehmen, wie realistisch der Ameisenberg im Grundwassermodell der DB mit seinen Dolinen und Verwerfungen abgebildet wurde. Eine schriftliche Antwort der DB an das RP \u00a0ist f\u00fcr uns betroffene Hausbesitzer nicht transparent bzw. ausreichend.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">5. Risiken durch Anhydrit:<\/span> Die DB hat in der Er\u00f6rterung eine Karte \u00fcber den Anhydrit-Spiegel gezeigt. \u00a0Danach ist \u00a0mit dem Anhydrit erst ab der H\u00f6he Werastr.\/Hausmannstr. zu rechnen. \u00a0Wie will die DB sicherstellen, dass das Wasser vom nah gelegenen Brunnen 206 (Kernerstr. \/Werastr.) nicht in diese quellf\u00e4hige Schicht gelangt ?<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">6. Grundwassererh\u00f6hung im Kernerviertel:<\/span> Auf Nachfrage hat die DB in der ersten Er\u00f6rterung im Juli einger\u00e4umt, dass in den letzten Bauphasen deutlich mehr Wasser infiltriert als abgepumpt werden soll\u00a0 Dies f\u00fchrt \u00a0zu deutlichen Erh\u00f6hungen. Beispielsweise zeigt das Schaubild 5.47 in der folgenden Plan\u00e4nderungsunterlage : <a title=\"http:\/\/www.rp-stuttgart.de\/servlet\/PB\/show\/1342146\/rps-ref24-pfv-dbgrundw-5.1%20Anlage_5_544-549.pdf\" href=\"http:\/\/www.rp-stuttgart.de\/servlet\/PB\/show\/1342146\/rps-ref24-pfv-dbgrundw-5.1%20Anlage_5_544-549.pdf\" target=\"_blank\">http:\/\/www.rp-stuttgart.de\/servlet\/PB\/show\/1342146\/rps-ref24-pfv-dbgrundw-5.1%20Anlage_5_544-549.pdf<\/a> , dass es gro\u00dffl\u00e4chig im Kernerviertel zu Erh\u00f6hungen um 1 bis 2 Meter, direkt bei meinem Haus sogar um 2 bis 5 Meter kommen soll !<\/p>\n<p>6.1. Woher kommt das Wasser, wenn in den letzten Bauphasen mehr infiltriert als abgepumpt werden soll?<\/p>\n<p>6.2. Wie realistisch ist dies angesichts der geringen Durchl\u00e4ssigkeitswerte ? Welche Aus- wirkungen hat diese Wassererh\u00f6hung auf die Stabilit\u00e4t des Hangs bzw. auf mein Haus ?<\/p>\n<p>6.3. Kann das Wasser kapillar in h\u00f6here Schichten, im schlimmsten Fall in den Anhydrit, gelangen?<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">7. Petrusfaktor im Kernerviertel:<\/span> In der Er\u00f6rterung kam zur Sprache, dass die DB aufgrund der neuen Erkenntnisse im &#8222;Stuttgarter Kessel&#8220; \u00a0bei \u00dcberschreitung eines bestimmten Grundwasserstands (&#8222;Petrus-Faktor&#8220;) das Wasser unbegrenzt abpumpen m\u00f6chte. Als einziger Abschnitt ist der PFA 1.2. davon ausgenommen. Wir haben jedoch im Amt f\u00fcr \u00f6ffentliche Ordnung die Messdaten der DB eingesehen. Danach wurden \u00fcber das letzte Jahrzehnt auch im Grundwasser unterhalb des Kernerviertels hohe Schwankungen von bis zu drei Metern gemessen. Es ist unklar, wie diese gro\u00dfen Schwankungsbreiten innerhalb der bislang genehmigten Werte aufgefangen werden sollen? Dies ist einer der Gr\u00fcnde, warum aus meiner Sicht der PFA 1.2. unbedingt in die Plan\u00e4nderung zum Grundwassermanagement einbezogen werden soll.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">8. Hangstabilit\u00e4tsmessungen: <\/span>Die DB hat in der Er\u00f6rterung einger\u00e4umt, dass in der Vergangenheit Trivec-Messungen zur Beobachtung der Hangstabilit\u00e4t gemacht wurden. Wieviele Me\u00dfstellen gibt es am Ameisenberg, wo liegen sie ? Die Me\u00dfergebnisse m\u00fcssen unbedingt noch nachtr\u00e4glich ver\u00f6ffentlicht und von fachkundiger Seite (Landesamt f\u00fcr Geologie) \u00fcberpr\u00fcft werden.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">9. Ver\u00f6ffentlichung der Wasserwerte im Internet:<\/span> In der ersten Er\u00f6rterung im Juli hat das Netzwerk die Ver\u00f6ffentlichung der Berichte des Sachverst\u00e4ndigen Wasserwirtschaft im Internet gefordert. Der Rechtsanwalt der DB AG, Herr Dr. Kirchberg, hatte damals den Vorschlag aufgenommen und wollte ihn bahnintern diskutieren. Wie ist das Ergebnis der Beratungen ? Die betroffenen Anwohner haben nach dem Umweltinformationsgesetz ein Recht auf Information. Dies kann durch das Internet am einfachsten realisiert werden.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">10. Messungen au\u00dferhalb der Beweissicherungsgrenzen:<\/span> Das Landesamt f\u00fcr Geologie hat auch Messungen au\u00dferhalb der Beweissicherungsgrenzen gefordert. Dies sei auch bei anderen Tunnelbauprojekten in Stuttgart Standard. Im Interesse der Hausbesitzer au\u00dfer- halb der Beweissicherungsgrenzen fordere ich die Umsetzung dieser Auflage. Wird die DB diese Forderung umsetzen und wenn ja, wo sollen die Messpunkte liegen ?<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">11. Funktion der zweiten Anlage:<\/span> Welche Funktionen soll die zweite Grundwassermanage-mentanlage \u00fcbernehmen ? Alle Funktionen wie die bereits bestehende Anlage oder nur<br \/>\ndie Infiltration ? Dies muss die DB AG in der Er\u00f6rterung noch erl\u00e4utern. Auf mehrmalige Nachfrage des Netzwerks gab Herr Enge \/DB AG bei der ersten Er\u00f6rterung im Juli keine klare Antwort. Falls die beantragte zweite Anlage nur die Infiltration steuern soll, weise ich auf daraufhin, dass damit auch die Brunnen des PFA 1.2. betroffen sind und die Plan\u00e4nderung aus formalen Gr\u00fcnden wegen des fehlenden Abschnitts PFA 1.2. aufzuheben ist.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">12. Oberfl\u00e4chenwasser:<\/span> Das Grundwassermodell der Vorhabenstr\u00e4gerin als auch das des Landesgutachters basieren auf regionalisierten Niederschlagsdaten, die der DWD gemessen hat. Extreme Niederschlagsereignisse wurden nicht ber\u00fccksichtigt. Die Relevanz von Starkregen und der daraus resultierenden Hochwasserereignisse wurden lediglich mit dem Hinweis der<br \/>\nVersiegelung in der City-Lage beurteilt.(Die unverbauten W\u00e4lder in Hanglagen tragen offenbar nicht zur Grundwasseranreicherung bei). Es wurde bei der Er\u00f6rterung stets nur von Grundwasser aber nie von Oberfl\u00e4chenwasser gesprochen, das bei Starkregen in die Baugruben fliessen wird und ebenfalls abgepumpt werden muss.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">13. Langzeitpumpversuch:<\/span> Beim sogenannten Langzeitpumpversuch k\u00f6nnte Mineralwasser in das GW-Stockwerk aufgestiegen sein. Wurde das abgepumpte Wasser auf Mineralgehalte analysiert und welche dbzgl. Konzentrationen wurden festgestellt ?<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">14. Bohrloch 203:<\/span> Die Ursachen f\u00fcr den Wegfall des Bohrlochs 203 als Schluckbrunnen wurden nicht ausreichend und schl\u00fcssig dargelegt. Die Menge des eingebrachten Betons zur Abdichtung des Wasserandrangs wurde nicht mitgeteilt. (Dar\u00fcber m\u00fcsste es ja Lieferscheine geben).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">15. Absenktrichter:\u00a0<\/span> In einer Pr\u00e4sentation wurde aufgezeigt, dass der Absenktrichter<br \/>\naufgrund der Grundwasserabsenkung weit in den Bereich des Kernerviertels hineinreicht. Diese Darstellung konnte mangels Zeit nicht erneut aufgerufen und erl\u00e4utert werden. Die Darstellung ist ein klarer Hinweis, dass\u00a0 der PA 1.2 in das 7. Plan\u00e4nderungsverfahren h\u00e4tte mit einbezogen werden. Insofern liegt ein klarer Formfehler bei der 7.P\u00c4 vor.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">16. St\u00fctzmauern:<\/span> Mein Hinweis auf die Einbeziehung der zahlreichen St\u00fctzmauern im Kernerviertel in das Beweissicherungsverfahren wurde nicht aufgegriffen. Der Ausschluss dieser Bauwerke von der Beweissicherung wurde nicht begr\u00fcndet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">II. Fragen des Netzwerks Killesberg <\/span><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">1. Geb\u00e4udesch\u00e4den:\u00a0<\/span> Im Erl\u00e4uterungsbericht zu den Plan\u00e4nderungen werden die aus der<br \/>\nGrundwasserabsenkung resultierenden Senkungen mit einer Gr\u00f6\u00dfenordnung von<br \/>\n5 \u2013 8 mm angegeben, die \u201ekeine Geb\u00e4udesch\u00e4den erwarten\u201d lassen: Schiefstellungen<br \/>\nund kleinr\u00e4umige Senkungsunterschiede seien \u201eunwahrscheinlich\u201c hei\u00dft es im Bericht.<br \/>\n<strong>Frage: Gehe ich recht in der Annahme, dass sie also nicht auszuschlie\u00dfen sind?<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">2. Risiken durch Anhydrit:<\/span> Im Bereich des Kriegsbergs \u2013 insbesondere unter der Birkenwaldstra\u00dfe und der M\u00f6nchhaldenstra\u00dfe \u2013 m\u00fcssen die Tunnels die besonders gef\u00e4hrdeten \u00dcberg\u00e4nge vom ausgelaugten in den nicht ausgelaugten Gipskeuper und den Anhydrit mehrfach durchfahren. Dazu sei (Behmel, 2012) zitiert: \u201eAuch bei hoher \u00dcberdeckung der Tunnels sind Auswirkungen \u2026 auf die Gel\u00e4ndeoberfl\u00e4che nicht auszuschlie\u00dfen. Das sind Senkungen und Hohlraumzusammenbr\u00fcche (Dolinen) im Bereich tiefgreifender Subrosion (unterirdische Aufl\u00f6sung) im Gips, Hebungen im Bereich von Anhydritgestein und Hangbewegungen.\u201c Der vor allem von Prof. Wittke immer wieder herangezogene direkte Vergleich mit dem Hasenbergtunnel ist nach (Behmel, 2013) aus topographischen und geologischen Gr\u00fcnden nicht zul\u00e4ssig. Der schmale Bergsporn des Hasenbergs \u201ehat einen hohen Oberfl\u00e4chen-abfluss der Niederschl\u00e4ge, geringe Versickerungsraten und geringe Wasserzutritte durch die St\u00f6rungen. Die weiter gespannten Gebiete Killesberg und Gablenberg haben h\u00f6here Versickerungsraten mit einer gr\u00f6\u00dferen Wahrscheinlichkeit des Wasserzutritts in den Anhydrit\u201c.<br \/>\n<strong>Frage: Kann der Vorhabenstr\u00e4ger die Aussage von Dr. Behmel widerlegen und <\/strong><strong>damit solche Auswirkungen ausschlie\u00dfen?<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">3. Neue Pl\u00e4ne der DB :<\/span> Der geologische L\u00e4ngsschnitt zwischen Hauptbahnhof und Feuerbach, den Herr Dr. Behmel bei der Anh\u00f6rung zeigte, stammt vom 17.02.02 und geht auf Herrn Dr. Westhoff zur\u00fcck. Er ist sehr detailreich und unterscheidet sich deutlich von dem, den Herr Wittke zeigte. Der Wittke-Plan enth\u00e4lt in viel gr\u00f6\u00dferem Umfang unausgelaugten Gipskeuper (quellf\u00e4hig), als der alte Plan. Bemerkenswert ist, dass im Zeitraum zwischen beiden Pl\u00e4nen keine Erkundungsbohrungen vorgenommen wurden. Die Bahn kann sich also nicht auf irgendeinen &#8222;Erfahrungszugewinn&#8220; berufen. Es liegt der Verdacht nahe, dass die Bahn zur ersten Planfeststellung gesch\u00f6nte Unterlagen vorgelegt hat, in denen die anhydritf\u00fchrenden Gipsschichten zwar mit &#8222;vermutet&#8220; angegeben wurden; in den ausf\u00fchrungsn\u00e4heren Pl\u00e4nen erfuhren diese nun pl\u00f6tzlich eine wunder- same Vermehrung.<br \/>\n<strong>Forderung: Diese Diskrepanz muss aufgekl\u00e4rt werden.<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">4. Grundwasserentnahme:<\/span> Im PFA 1.5 soll die Grundwasserentnahme zwar nur geringf\u00fcgig erh\u00f6ht werden (von 1.8 Mio m3 auf 1.9 Mio m3), die effektive Grundwasser- entnahmemenge wird aber von 170.000 m3 auf 680.000 m3 erh\u00f6ht. Dies ist genau die 4-fache Menge der urspr\u00fcnglich genehmigten Werte. Die Begr\u00fcndung lieferte Herr Dr. Westhoff: da die Durchl\u00e4ssigkeit des Grenzdolomits geringer als urspr\u00fcnglich angenommen ist, kann nur eine stark verringerte Wassermenge wieder infiltriert werden.<br \/>\n<strong>4.1. Frage: Was sagt Herr Dr. Westhoff heute dazu?<\/strong><\/p>\n<p>Mit dem Grundwasserentzug geht auch der Entzug von \u201eklebenden\u201c Bodenpartikeln, eine<br \/>\nAush\u00f6hlung der Gesteinslagen und eine Hohlraumbildung einher, was den Grund instabil<br \/>\nmacht und zu Setzungen f\u00fchren kann. Es ist bekannt, dass der Gleichgewichtszustand<br \/>\ndie Stuttgarter Hanglagen labil ist, weshalb k\u00fcnstliche Ver\u00e4nderungen des Gel\u00e4ndes<br \/>\ndestabilisierend wirken und neue Bewegungen ausl\u00f6sen k\u00f6nnen. (ROGOWSKI, 1998)<br \/>\n<strong>4.2.Forderung: Diese Gef\u00e4hrdung muss ausgeschlossen werden!<\/strong><\/p>\n<p>Durch die h\u00f6here Entnahme von Grundwasser steigen die Baugrundrisiken. Je h\u00f6her die<br \/>\nRisiken desto mehr Wertverlust &#8211; deshalb besteht ein Zusammenhang zwischen<br \/>\nGrundwasser-Entnahmemenge mit den Entsch\u00e4digungszahlungen, vor allem aber mit<br \/>\nden Haftungsgarantien, die wir bei der Bahn einfordern.<br \/>\n<strong>4.3.<\/strong> <strong>Forderung: Die Haftungsgarantien m\u00fcssen im Gestattungsvertrag verankert sein.<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">5. Beweissicherungsgrenzen und -messungen:<\/span> Nach den Anlagen zu den beantragten Plan\u00e4nderungs-verfahren ist auch in PFA 1.5 mit Vergr\u00f6\u00dferungen der Absenktrichter zu rechnen. Deren R\u00e4nder liegen teilweise weit au\u00dferhalb der Beweissicherungsgrenzen, die notwendige Anpassung wurde unter Bezug auf eine \u00e4u\u00dferst d\u00fcrre Begr\u00fcndung unterlassen. Die Beweissicherungsgrenzen orientieren sich im \u00dcbrigen nur am Trassenverlauf (stur parallel in einer Streifenbreite von beidseitig 25 m) und nehmen \u00fcberhaupt keinen Bezug auf die geologischen Gegebenheiten.<br \/>\n<strong>5.1.Forderung: Die Beweissicherungsgrenzen sind analog zu den Grenzen der<\/strong><br \/>\n<strong>Heilquellenschutzgebiete nach der geologischen Struktur auszuweisen.<\/strong><\/p>\n<p>Wir erheben die Empfehlung des LGRB zur Forderung: \u201eDas LGRB empfiehlt, wie bei<br \/>\nanderen Bauvorhaben in Stuttgart praktiziert, jenseits der Beweissicherungsgrenzen<br \/>\nSetzungsmessungen an Geb\u00e4uden entlang der Tunneltrassen entsprechend dem<br \/>\nBaufortschritt so lange durchzuf\u00fchren, bis nachweislich keine Setzungen mehr auftreten.\u201c<br \/>\nWas die Gefahr der Hebungen betrifft, muss diese Forderung noch erweitert werden: Die<br \/>\nKontrollmessungen sind weit \u00fcber die Bauma\u00dfnahme hinaus, und zwar noch viele Jahre<br \/>\nlang weiter zu f\u00fchren.<br \/>\n<strong>5.2. Forderung: Die Beweissicherungsmessungen m\u00fcssen \u00fcber die Bauma\u00df- nahme <\/strong><strong>hinaus durchgef\u00fchrt werden.<\/strong><\/p>\n<div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>III. Fragen des Netzwerks Untert\u00fcrkheim<br \/>\n<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">1. Fehlende Antwort der DB\u00a0 in der Er\u00f6rterung:<\/span> wie mir von Frau Reichert (LNV) berichtet wurde, war meine Frage nach den berechneten Winkelverdrehungen, geologischen Bodenbeschaffenheiten und daraus resultierende Folgesch\u00e4den f\u00fcr die Geb\u00e4ude nochmals Thema am Freitag. Da sich Herr Prof. Dr. Wittke leider am Mittwoch bei der Er\u00f6rterung zum Gebiet Untert\u00fcrkheim\/Obert\u00fcrkheim nicht \u00e4u\u00dfern konnte und mir die Antwort nur schriftlich geben m\u00f6chte, sie somit kein Bestandteil des Er\u00f6terungsverfahrens darstellt, bitte ich Sie freundlichst bei \u00a0einem Zusatztermin- der wohl zwingend notwendig ist-, diesen Punkt nochmals auf die Tagesordnung zu setzen. Schlie\u00dflich konnte die Vorhabenstr\u00e4gerin nicht antworten, ich h\u00e4tte durchaus noch Nachfragen gehabt.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Fragen zur zusammenfassenden Stellungnahme Geotechnik, Auftraggeber DB Projektbau GmbH<\/span>:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">2. Geologische Ausgangssituation \u201ewestliches Neckarufer\u201c Tunnel Untert\u00fcrkheim\/Obert\u00fcrkheim :\u00a0<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> S.32f Stellungnahme Geotechnik<\/span><\/span> der DB: <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Der ausgelaugte Gipskeuper wird westlich des Neckars nur in 2 kurzen Abschnitten sowie \u00f6stlich des Neckars am Ende der Tunnel- und Trogstrecken angeschnitten.<\/i><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong>2.1. Frage dazu:<\/strong> Als besonders kritisch wurde auf der Er\u00f6rterung von Herrn Prof. Wittke dargelegt, dass es zu Sch\u00e4den kommen kann wenn der Anhydrit \u201eangeschnitten wird. Hier aus dem Text ist zu entnehmen, dass er 2x angeschnitten wird. Welche Sicherungsma\u00dfnehmen werden ergriffen?<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">S.32\/33 Stellungnahme Geotechnik der DB: <i>Im Neckartal weisen die quart\u00e4ren Deckschichten einen vergleichsweise einheitlichen Aufbau auf. Dies trifft auch auf den Bereich des geplanten Wartungsbahnhofs in Untert\u00fcrkheim und die Zuf\u00fchrungsstrecke von Bad Cannstatt zu. Die untere Lage bildet dabei der 2 \u2013 6 m m\u00e4chtige Neckarkies. Dar\u00fcber folgen meist &lt; 1 bis 2 m m\u00e4chtige Auelehme, Auesande und Bachablagerungen. \u00d6rtlich kann die M\u00e4chtigkeit der Auelehme, Auesande und Bachablagerungen mit bis zu 5 m auch gr\u00f6\u00dfer sein, wobei dann die M\u00e4chtigkeit des Neckarkieses in der Regel geringer ist. Dementsprechend betr\u00e4gt die M\u00e4chtigkeit der quart\u00e4ren Deckschichten meist 6 \u2013 8 m. Andere Ablagerungsformen, wie Flie\u00dferde, Sumpfton und Terrassenschotter wurden nur lokal in einzelnen Bohrungen nachgewiesen. Oberhalb der quart\u00e4ren Deckschichten folgen im Regelfall Auff\u00fcllungen mit einer Sch\u00fctth\u00f6he um 2 m. Im Bereich der D\u00e4mme von Bahnanlagen und Stra\u00dfen nimmt die Sch\u00fctth\u00f6he auf bis zu 10 m zu. <\/i><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong>2.2. Frage dazu:<\/strong> <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">a) Wie sieht die geologische Situation in der Zuf\u00fchrung nach Obert\u00fcrkheim aus? Hier fehlt jegliche Erw\u00e4hnung (so auch im Planfeststellungsbeschluss vom Mai 2007), dass hier der Untergrund bei einer Untertunnelungstiefel von deutlich unter 10 Metern teilweise auf einer alten Schuttablage erfolgt. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">b) Welche Sicherungsma\u00dfnahmen gibt es hier?<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">3. Allgemeines zu Senkungen Setzungen durch bergm\u00e4nnische Bauweise von Tunneln:<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">S. 75 Stellungnahme Geotechnik der DB: <i>Oberfl\u00e4chennahe Tunnel wirken sich vergleichs- weise stark auf die Gel\u00e4ndeoberfl\u00e4che aus. Mit gr\u00f6\u00dfer werdendem Tunnelquerschnitt nehmen auch die absoluten Betr\u00e4ge der Senkungen sowie die seitliche Erstreckung der Senkungsmulde tendenziell zu. Umgekehrt verhalten sich hingegen die Senkungsbetr\u00e4ge in Bezug auf den Verformungsmodul des Gebirges. Gro\u00dfe vortriebsbedingte Senkungen entstehen bei B\u00f6den mit einem kleinen Verformungsmodul (z. B. quart\u00e4re Locker-gesteine). Im Gegensatz dazu sind die vortriebsbedingten Senkungen bei einem Fels mit einem gro\u00dfen Verformungsmodul (z. B. unausgelaugter Gipskeuper) vergleichsweise gering bzw. praktisch vernachl\u00e4ssigbar.<\/i><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>PFA 1.6a, <\/b>S.119: Die zum PFA 1.6 geh\u00f6renden Tunnel nach Ober- und \/Untert\u00fcrkheim sollen \u00fcber die gesamte L\u00e4nge mit 1gleisigen R\u00f6hren aufgefahren werden. Vom Abzweig aus dem Fildertunnel bis zum Neckartal verlaufen die Tunnelstrecken durchgehend mit gro\u00dfer \u00dcberdeckung in den gesteinsfesten Schichten des unausgelaugten Gipskeupers. Vortriebsbedingte Senkungen werden hier an der GOF nicht auftreten. Auch im Neckartal kommen die bergm\u00e4nnisch aufzufahrenden Tunnelstrecken \u00fcberwiegend unterhalb der Auslaugungsfront im unausgelaugten, gesteinsfesten Gipskeuper zu liegen. Dieser enth\u00e4lt hier allerdings auch Zonen mit Anzeichen einer beginnenden Auslaugung. Die Schichten des ausgelaugten Gipskeupers werden westlich des Neckars in zwei Abschnitten \u00fcber L\u00e4ngen von ca. 200 m bzw. ca. 100 m mit der Tunnelfirste angeschnitten. In Obert\u00fcrkheim schneidet der ansteigende Tunnel \u00fcber eine L\u00e4nge von etwa 350 m in den ausgelaugten Gipskeuper ein. Beim Abzweig Richtung Untert\u00fcrkheim sind die entsprechenden Tunnelabschnitte ca. 270 bzw. 340 m lang, wobei hier am Ende auch der quart\u00e4re Neckarkies angeschnitten wird. Die vortriebsbedingten Senkungen werden bei den vollst\u00e4ndig im gesteinsfesten, unausgelaugten Gipskeuper liegenden Abschnitten bei \u00dcberdeckungen zwischen 12 und 25 m gering sein. Beim Anschneiden von Zonen Anzeichen einer beginnender Auslaugung sowie des ausgelaugten Gipskeupers k\u00f6nnen die vortriebsbedingte Senkungen auf ca. 2 cm zunehmen. Am Ende der bergm\u00e4nnischen Tunnelstrecken sind bei geringerer \u00dcberdeckung vorauseilende Sicherungen mit Bohrrohrschirmen und HDI-Schirmen vorgesehen. Hier k\u00f6nnen die vortriebsbedingten Senkungen auch auf bis zu 3 cm ansteigen. Die Winkelverdrehungen der entstehenden Senkungsmulden d\u00fcrften jedoch unter 1\/1.000 liegen und dementsprechend werden keine nennenswerten Sch\u00e4den an der Bebauung erwartet.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong>Fragen dazu:<\/strong> Die Geb\u00e4ude entlang des Bruckwiesenwegs weiter in Richtung Obert\u00fcrkheim sind s\u00e4mtlich auf Pf\u00e4hlen gebaut, ansonsten h\u00e4tte es keine Baugenehmigung gegeben. Die Untertunnelungstiefe ist mit deutlich unter 12 Metern (vom Kellerboden aus und von der Tunneldecke gerechnet) sehr gering. Die Geb\u00e4ude im Bruckwiesenweg werden in keine besondere \u201eBauwerkssicherung\u201c einbezogen, obgleich die \u201evortriebsbedingten Senkungen mit bis zu 3 cm angegeben werden und damit h\u00f6her ausfallen (k\u00f6nnen). Die Winkelverdrehung wird sehr vorsichtig im Konjunktiv angeben: <b>\u201ed\u00fcrften jedoch unter 1\/1.000<\/b> <b>liegen<\/b>\u201c. Besonders bemerkenswert finde ich diese Tatsache, wenn man in den Eurocode 7-1 schaut, der ja wohl auch auf nationaler Ebene umgesetzt werden sollte, dort findet man eine zul\u00e4ssige Winkelverdrehung von 1\/1200 bis 1\/1300<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">3.1.Weshalb verzichtet die Bahn auf die Einhaltung des Eurocodes in schwierigem Gel\u00e4nde?<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">3.2. <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was v\u00f6llig fehlt, ist eine Aussage dar\u00fcber, wie die Absenkung des Grundwasser- spiegels und der damit einhergehenden Setzungsgefahr mit der Senkungsgefahr durch den Tunnelvortrieb kumuliert in Bezug auf PFA 1.6a (westlich des Neckars).<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">3.3.Wie sieht die Gef\u00e4hrdung der Geb\u00e4ude aus unter Ber\u00fccksichtigung der Grundwasser-problematik und der Ersch\u00fctterungen durch den Tunnelbau?<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">3.4. Bei den flachen Untertunnelungen: wie gew\u00e4hrleistet die Bahn die st\u00f6rungsfreie Nutzung des Eigentum (L\u00e4rm- und Ersch\u00fctterungsimmissionen) ?<br \/>\n<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pressemitteilung: Die Netzwerke der von den Bauarbeiten zu Stuttgart betroffenen Eigent\u00fcmer fordern das Regierungspr\u00e4sidium auf, die Mitte September abgebrochene Er\u00f6rterung zur Erh\u00f6hung des Grundwassermanagments wieder fortzusetzen. Bei der stattgefundenen Er\u00f6rterung blieben aus Zeitmangel zahlreiche Fragen, die f\u00fcr die Geb\u00e4udesicherheit ihrer &hellip; <a href=\"https:\/\/netzwerke-21.de\/?p=492\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[55,23,12,6,21,20,18,4,22,10],"tags":[67],"class_list":["post-492","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-anhydrit","category-eroerterung","category-gebaeuderisiken","category-grundwassermanagement","category-kernerviertel","category-killesberg","category-schreiben-netzwerke","category-unterfahrung","category-untertuerkheim","category-veranstaltungen","tag-eroerterung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/netzwerke-21.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/492","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/netzwerke-21.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/netzwerke-21.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/netzwerke-21.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/netzwerke-21.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=492"}],"version-history":[{"count":27,"href":"https:\/\/netzwerke-21.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/492\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":530,"href":"https:\/\/netzwerke-21.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/492\/revisions\/530"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/netzwerke-21.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=492"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/netzwerke-21.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=492"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/netzwerke-21.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=492"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}