{"id":3904,"date":"2014-08-13T23:25:10","date_gmt":"2014-08-13T21:25:10","guid":{"rendered":"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=3904"},"modified":"2014-08-21T12:56:00","modified_gmt":"2014-08-21T10:56:00","slug":"antwort-des-eba-auf-die-anfrage-zum-ehoehten-wasserandrang-beim-zwischenangriff-ulmerstrasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/netzwerke-21.de\/?p=3904","title":{"rendered":"Antwort des EBA auf die Anfrage des Netzwerks Wangen \/ Untert\u00fcrkheim zum erh\u00f6hten Wasserandrang"},"content":{"rendered":"<p>Die Bahn musste Mitte Juni einr\u00e4umen, dass die Bauarbeiten am Stollen beim Zwischenangriff Ulmerstra\u00dfe wegen des deutlich erh\u00f6hten Wasserandrangs nur in sehr geringem Umfang vorankommen. Daher hatte das Netzwerk Wangen\/Untert\u00fcrkheim in einem Brief beim Eisenbahn-Bundesamt wegen der Auswirkungen auf die Standsicherheit der H\u00e4user und der dem EBA vorliegenden Gutachten nachgehakt (<a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=3014\" target=\"_blank\">hier<\/a>). Auch auf der Bezirksbeiratssitzung in Wangen am 22.7.2014 musste Matthias Breidenstein, der Projektleiter des Bauabschnitts PFA 1.6., von erschwerten Bedingungen der Vortriebsarbeiten berichten (<a href=\"http:\/\/www.parkschuetzer.de\/assets\/statements\/174290\/original\/Bahn_Info_Wangen.jpg?1406189030\" target=\"_blank\">hier<\/a>). Statt der urspr\u00fcnglich geplanten Wassermenge von max. 1 l\/s w\u00fcrden bis zu 3 l\/s, d.h. die dreifache Menge, auftreten. Von dem 90 Meter langen Stollen seien daher nur 12 Meter fertiggestellt.<\/p>\n<p>Jetzt hat das Eisenbahn-Bundesamt dem Netzwerk Wangen \/ Untert\u00fcrkheim in einem Brief geantwortet, dass trotz des erh\u00f6hten Wasserandrangs keine Auswirkungen auf die Geb\u00e4ude zu bef\u00fcrchten seien. Lesen Sie <a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/AnwortEBA_Wasserandrang.pdf\" target=\"_blank\">hier<\/a>. Vier Stellungnahmen l\u00e4gen zwar dem EBA vor, aber jedoch keine Gutachten. Ob die Bahn Gutachten dar\u00fcber besitzt, entzieht sich schlicht &#8222;<em>der Kenntnis des Eisenbahn-Bundesamtes&#8220;<\/em>, das eigentlich hier als Aufsichtsbeh\u00f6rde agieren m\u00fcsste. Unterlagen k\u00f6nnte das Netzwerk derzeit auch nicht einsehen. Das Netzwerk will jedoch nachhaken.<\/p>\n<p>Die deutlich erh\u00f6hten Wassermengen werfen auch die Frage nach der Planungsqualit\u00e4t f\u00fcr die langj\u00e4hrigen Bauarbeiten auf.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Noch in der beantragten und immer noch nicht vom EBA genehmigten Plan\u00e4nderung\u00a0 Grundwassermanagement war f\u00fcr die ersten f\u00fcnf Bauschritte des PFA 1.6a eine Reduzierung der Wasserentnahmemenge vom <a href=\"http:\/\/www.rp-stuttgart.de\/servlet\/PB\/show\/1341826\/rps-ref24-pfv-dbgrundw-05%20PFA16a_T3%20Anhang%202_Anl_2_entf%E4llt.pdf\" target=\"_blank\">80.000<\/a> auf <a href=\"http:\/\/www.rp-stuttgart.de\/servlet\/PB\/show\/1341825\/rps-ref24-pfv-dbgrundw-05%20PFA16a_T3%20Anhang%202_Anl_2_B.pdf\" target=\"_blank\">60.000 m\/3 <\/a>bzw. durchschnittlich von <a href=\"http:\/\/www.rp-stuttgart.de\/servlet\/PB\/show\/1341826\/rps-ref24-pfv-dbgrundw-05%20PFA16a_T3%20Anhang%202_Anl_2_entf%E4llt.pdf\" target=\"_blank\">0,5<\/a> auf <a href=\"http:\/\/www.rp-stuttgart.de\/servlet\/PB\/show\/1341825\/rps-ref24-pfv-dbgrundw-05%20PFA16a_T3%20Anhang%202_Anl_2_B.pdf\" target=\"_blank\">0,3 l\/s<\/a> die Rede. Die geringere Wasserentnahmemenge f\u00fcr den PFA 1.6a wurde auch von den Gutachtern der Bahn auf der Er\u00f6rterung zum Grundwassermanagement betont. Einw\u00e4nde von betroffenen Eigent\u00fcmern \u00fcber den schwierigen Stuttgarter Untergrund entlang der ehemaligen Flussauen des Neckartals und seiner angrenzenden H\u00e4nge wurden damals von den Bahngutachtern mit dem Hinweis auf die Erkenntnisse aus den zahlreichen Bohrungen und das verifizierte Grundwassermodell abgeschmettert. Auch die <a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=1559\" target=\"_blank\">Kritik des BUND- Sachverst\u00e4ndigen Dr. Lueger an der Prognosetauglichkeit der Grundwassermodelle<\/a> wurde<a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=2230\" target=\"_blank\"> vom Regierungspr\u00e4sidium in seinem Anh\u00f6rungsbericht\u00a0 durchweg als unbegr\u00fcndet eingesch\u00e4tzt<\/a>.<\/p>\n<p>Jetzt zeigen jedoch die ersten Vortriebsmeter am Stollenbau, der vom Schacht an der Ulmerstra\u00dfe vorangetrieben wird, wie sehr die Bahn mit ihren gutachterlichen Einsch\u00e4tzungen daneben lag. F\u00fcr den Zwischenangriff Ulmer Stra\u00dfe sah die <a href=\"http:\/\/www.rp-stuttgart.de\/servlet\/PB\/show\/1341758\/rps-ref24-pfv-dbgrundw-04%20PFA%201.6a_Anhang.pdf\" target=\"_blank\">Anlage 20.1. wasserrechtliche Tatbest\u00e4nde der Plan\u00e4nderung auf S. 37<\/a>\u00a0 sogar eine Reduzierung des anfallenden Grundwassers\u00a0 um fast 60 % von 11.000 auf 4.200 m\/3 vor. Ingesamt rechnete die Bahn beim Bau des Stollens nach diesen Planungsunterlagen aufgrund der geologischen Verh\u00e4ltnisse mit einem Wasserandrang von nur 0,2 bis 0,4 l\/s (statt bis zu 3 l\/s !). In der Erl\u00e4uterung hie\u00df es auf Seite 37 unten:<\/p>\n<p>&#8222;<em>Der geplante Zwischenangriff kommt &#8211; mit Ausnahme des Eingriffsbereich des Schachtbauwerks in das ergiebig quart\u00e4re Grundwasservorkommen &#8211; \u00fcberwiegend in <span style=\"text-decoration: underline;\">Grundwassergeringleitern bzw. -hemmern<\/span> mit sehr geringen Grundwasserflie\u00dfgeschwindigkeiten und geringem hydraulischem Gef\u00e4lle zum liegen&#8230;<\/em>&#8220;<\/p>\n<p>Dass bereits bei den ersten Vortriebsarbeiten f\u00fcr einen Stollen so starke Abweichungen von den Prognosen\u00a0 festzustellen sind, l\u00e4sst leider bef\u00fcrchten, dass nicht nur der Wasserandrang, sondern auch die Risiken beim Tunnelbau f\u00fcr die dar\u00fcberliegenden Geb\u00e4ude nur unzureichend eingesch\u00e4tzt wurden.<\/p>\n<p>Ebenfalls stellt sich die Frage, ob durch den erh\u00f6hten Wasserandrang die Gefahr besteht, dass das unterhalb eines Grundst\u00fccks an der Ulmerstra\u00dfe mit Schadstoffen belastete Grundwasser\u00a0 (siehe 4.2.2. S.38) verschleppt wird. Die Planungsunterlagen sahen jedenfalls auch bereits bei den geringen Wasserandrangsraten eine Reinigung des schadstoffhaltigen Wassers, z.B. durch Aktivkohlefilter, vor.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zu den Bauverz\u00f6gerungen wegen des erh\u00f6hten Wasserandrangs in Wangen finden Sie auf der Webseite<a href=\"http:\/\/www.geologie21.de\/archiv-geologie21\/138.html\" target=\"_blank\"> www.geologie.de<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bahn musste Mitte Juni einr\u00e4umen, dass die Bauarbeiten am Stollen beim Zwischenangriff Ulmerstra\u00dfe wegen des deutlich erh\u00f6hten Wasserandrangs nur in sehr geringem Umfang vorankommen. 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