{"id":32772,"date":"2019-09-23T23:56:14","date_gmt":"2019-09-23T21:56:14","guid":{"rendered":"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=32772"},"modified":"2019-09-24T09:54:17","modified_gmt":"2019-09-24T07:54:17","slug":"brandirektion-und-bahn-antworten-auf-die-fragen-der-soeslinkeplus-fraktion-zum-brand-im-obertuerkheimer-tunnel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/netzwerke-21.de\/?p=32772","title":{"rendered":"Branddirektion und Bahn antworten auf die Fragen der S\u00d6SLINKEPLUS-Fraktion zum Brand im Obert\u00fcrkheimer Tunnel"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\">Am 10. April 2019 <a title=\"\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=31113\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">geriet <\/a><a title=\"\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=31113\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bei Verschalungsarbeiten eine Betonspritzmaschine <\/a><a title=\"\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=31113\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">knapp 700 Meter vom Zwischenangriff Wangen in einer der beiden Tunnelr\u00f6hre des Obert\u00fcrkheimer Tunnels in Brand\u00a0<\/a>und konnte erst Stunden sp\u00e4ter mit einem Gro\u00dfeinsatz der Feuerwehr gel\u00f6scht werden. Die Rauchschwaden drangen auch \u00fcber das Tunnelportal der Rettungszufahrt neben Wagenburgtunnel aus. Die Anwohner des Kernerviertels wurden gebeten Fenster und T\u00fcren zu schlie\u00dfen. Als Grund f\u00fcr die lang andauernden L\u00f6scharbeiten gab die StZN (<a title=\"StZN: Arbeiten k\u00f6nnen nach Maschinenbrand weitergehen\" href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.feuer-in-der-s-21-baustelle-bauleiter-arbeiten-koennen-nach-maschinenbrand-weitergehen.8f6bd4c7-17d2-482d-b034-f640751867e7.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>) an, dass die Feuerwehr neben dem langen Weg zur Brandstelle noch mit einer zweiten Herausforderung zu k\u00e4mpfen hatte: &#8222;<em>An der Brandstelle konnte aus technischen Gr\u00fcnden nur mit L\u00f6schpulver und Kohlendioxid gearbeitet werden, nicht mit Wasser.&#8220; <\/em>Die Ingenieure22 schrieben damals in ihrer\u00a0 kritischen Betrachtung (<a title=\"Ingenieure22: 10.4.2019: Brand in einem Tunnel von Stuttgart 21 Eine kritische Betrachtung der Ingenieure22\" href=\"http:\/\/ingenieure22.de\/cms\/index.php\/kommentare\/225-2019-04-10-tunnelbrand-wangen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>), dass sich die Stuttgarter Medien allesamt sehr bedeckt und uneinheitlich hielten, was den Hergang angeht. Deutlich mehr erfuhren die Leser des Konstanzer S\u00fcdkuriers (<a title=\"Brand im S21-Tunnel \u2013 Auch die Projektgegner sind h\u00f6chst alarmiert\" href=\"https:\/\/www.suedkurier.de\/baden-wuerttemberg\/Brand-im-S21-Tunnel-Auch-die-Projektgegner-sind-hoechst-alarmiert;art417930,10114252\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>). Dort fand sich die Information, dass der Brand in einem Tunnelabschnitt mit dem quellf\u00e4higen Anhydritgestein lag und daher nicht mit Wasser gel\u00f6scht werden konnte.\u00a0 <em><br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Damals stellte die Gemeinderatsfraktion S\u00d6SLINKEPLUS eine <a title=\"\" href=\"https:\/\/www.parkschuetzer.de\/blog\/951\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Anfrage an die Stadt Stuttgart zum Brand im S-21-Tunnel,\u00a0<\/a>u.a. nach dem Brandschutz bei S21-Tunneln, den durch den Brand entstandenen Sch\u00e4den am Tunnelbau, den kurz- und langfristigen Gefahren durch emittierte Giftstoffe und dem Einsatz einer Rettungswehr der Baufirmen. Die Fragestellungen zum Brandgeschehen wurden bereits am 30.August von der Branddirektion Stuttgart unter Beteiligung der DB AG beantwortet. Wir m\u00f6chten etwas versp\u00e4tet auf die Stellungnahme hinweisen. Lesen Sie <a title=\"\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20190830-Stellungnahme-Brandgeschehen.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>.<\/p>\n<p>In dem neunseitigen Papier hei\u00dft es zur Frage, warum der Brand nicht mit Wasser gel\u00f6scht konnte: &#8222;<em>Dass beim Brand am 10.04.2019 zun\u00e4chst nicht mit Wasser gel\u00f6scht wurde, stellte eine Vorsichtsma\u00dfnahme aufgrund des Anhydritgesteins dar. Nachdem die betroffene Baumaschine in einen Bereich au\u00dferhalb des Anhydritbereichs verbracht wurde, in dem mit Wasser vorgegangen werden kann, wurde Wasser eingesetzt. Wenn sich im Einsatzverlauf ergeben h\u00e4tte, dass eine Menschenrettung im Tunnel erforderlich gewesen w\u00e4re, h\u00e4tten wir \u2013 unabh\u00e4ngig von m\u00f6glichen Sch\u00e4den am Bauwerk \u2013 sofort mit Wasser gel\u00f6scht. Nach dem vollst\u00e4ndigen Einbau der Innenschale kann in allen Tunneln ohne R\u00fccksicht auf Anhydrit mit Wasser gel\u00f6scht werden.&#8220; <\/em><\/p>\n<p>Zur Frage nach der Giftigkeit der Rauchwolken, die auch \u00fcber das Kernerviertel zogen, schreibt die DB AG, dass die Feuerwehr erst zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt Luftmessungen durchf\u00fchren konnte. Die Branddirektion erg\u00e4nzt: &#8222;<em>Erfahrungsgem\u00e4\u00df unterscheiden sich die entstandenen Verbrennungsprodukte bei Br\u00e4nden von Pkw, Lkw, Wohnungen o.\u00e4. nicht signifikant. Je nach brennendem Stoff w\u00e4ren zwar Unterschiede erkennbar, diese sind aber nicht praxisrelevant und werden daher nicht n\u00e4her untersucht oder bewertet. Brandrauch ist grunds\u00e4tzlich toxisch und korrosiv.&#8220; <\/em><\/p>\n<p>Auch vier Monate nach dem Brand kann die Bahn keine Auskunft zur Brandursache machen. In der Stellungnahme hei\u00dft es: &#8222;<em>Welche \u00d6le oder Stoffe genau in einer Baumaschine enthalten sind, dazu kann die ARGE keine Aussage t\u00e4tigen, weil es ihr nicht bekannt ist. <\/em><em>Was genau gebrannt hat, dazu konnte die ARGE noch keine Aussage machen, da es hierzu momentan noch eine Untersuchung gibt.&#8220;<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Auch keine konkrete Antwort geben die Branddirektion und die Bahn auf die Frage der Fraktion: &#8222;<em>Wie ist die Menge Hydraulik\u00f6l der verbrannten Betonspritzmaschine zu bewerten im Vergleich zu einem ICE-Triebkopf<\/em>?&#8220; Die Branddirektion kann dazu keine Aussage treffen. Die DB AG verweist auf die ihre Merkbl\u00e4tter, die auch die jeweils mitgef\u00fchrten Betriebsmittel enthalten w\u00fcrden und der Branddirektion jederzeit zug\u00e4nglich seien.<\/p>\n<p>Interessant ist, dass laut der Stellungnahme nach dem Brand s\u00e4mtliche Bauarbeiten im Obert\u00fcrkheimer Tunnel nur 48 Stunden ruhten und keine weitere zeitliche Verz\u00f6gerung eintrat. Wir hatten noch in unserem <a title=\"Zur Informationsveranstaltung in Obert\u00fcrkheim: Tunnelbau ruht und laute, oberirdische Trogbauarbeiten stehen an\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=32142\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bericht \u00fcber die letzte Informationsveranstaltung in Obert\u00fcrkheim<\/a> spekuliert, ob der geringe Baufortschritt bei der Innenverschalung des Tunnels auf den Brand zur\u00fcckzuf\u00fchren sei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 10. 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