{"id":26122,"date":"2017-11-27T21:21:00","date_gmt":"2017-11-27T19:21:00","guid":{"rendered":"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=26122"},"modified":"2017-11-27T22:49:40","modified_gmt":"2017-11-27T20:49:40","slug":"hoellenlaerm-am-za-prag-und-immer-noch-kein-ende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/netzwerke-21.de\/?p=26122","title":{"rendered":"H\u00f6llenl\u00e4rm am ZA Prag \u2013 und immer noch kein Ende"},"content":{"rendered":"<p><em>Beitrag des Netzwerks Killesberg und Umgebung: <\/em>Der L\u00e4rm an der Rettungszufahrt ZA Prag gleicht einer unendlichen Geschichte. Die Anwohner am Wartberg sp\u00fcren nichts von den angeblich L\u00e4rm reduzierenden Ma\u00dfnahmen des aktiven Schallschutzes, die die Bahn hat einbauen lassen. Nach einem Schriftwechsel zwischen dem Netzwerk Killesberg und der PSU konnten sich die betroffenen Anwohner am 20. November ein Bild davon machen, woher der L\u00e4rm wirklich kommt. Viele Fragen blieben offen.<\/p>\n<p>Uli Hangleiter hatte am 9.10.17 f\u00fcr das Netzwerk Killesberg und Umgebung an den Leiter des Fachbereichs Projektbeteiligte und Umwelt der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH (PSU), Dr. Florian Bitzer, wie folgt geschrieben: \u201e<em>Mitglieder des Netzwerks Killesberg berichten uns ver\u00e4rgert und genervt, dass der L\u00e4rm durch die L\u00fcfter am ZA Prag immer weiter zunimmt und in den letzten Wochen unertr\u00e4glich geworden ist. Die von Ihnen eingef\u00fchrten neuen Ma\u00dfnahmen des aktiven Schallschutzes bewirken offensichtlich wenig bis gar nichts. Die Anwohner wundern sich sehr, dass das, was jetzt als \u201eEinhausung\u201c neu eingebaut ist, Ausdruck dessen sein soll, wof\u00fcr Sie \u201enoch einmal sehr viel Geld in die Hand nehmen<\/em>\u201c. Er hatte dann um einen Vororttermin zur Besichtigung der Baustelle am ZA Prag, und zwar vor dem Tunnelsaustritt, gebeten. Und weiter: \u201e<em>Zugleich bitten wir um Darlegung der Gr\u00fcnde, weshalb sich der Tunnelvortrieb der Feuerbacher Tunnelr\u00f6hren so lange hinzieht und warum nicht wenigstens eine der beiden R\u00f6hren schon l\u00e4ngst durchgeschlagen ist\u201c.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment-900x900 \" src=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20171010-Einhausung-ZA-Prag.jpg\" sizes=\"auto, (max-width: 866px) 100vw, 866px\" srcset=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20171010-Einhausung-ZA-Prag.jpg 866w, http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20171010-Einhausung-ZA-Prag-300x196.jpg 300w, http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20171010-Einhausung-ZA-Prag-768x501.jpg 768w\" alt=\"\" width=\"620\" height=\"404\" \/><em><a title=\"Zur Pr\u00e4sentation der Bahn im Bezirksbeirat Nord\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=25531\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Folie aus der Pr\u00e4sentation der PSU vor dem Bezirksbeirat Nord<\/a><\/em><\/p>\n<p>Dr. Bitzer antwortete am 18.10.2017, dass \u201e<em>die angek\u00fcndigten Ma\u00dfnahmen, Einbau der Elastomerlager der L\u00fcfter zur Schwingungsentkopplung (am 31.09.2017) und die Motoreneinhausung (am 11.10.2017) zwischenzeitlich umgesetzt worden<\/em>\u201c sind. Er verwies darauf, dass die Immissionsmessungen nun durch den Immissionsschutzbeauftragten Fritz in eigener Verantwortung durchgef\u00fchrt werden. Bitzer schrieb weiter: \u201e<em>Der Tunnelvortrieb des Tunnels Feuerbach gestaltet sich aufgrund der angetroffenen Geologie wie bereits kommuniziert schwieriger als zu Beginn der Arbeiten prognostiziert. In den Anhydritbereichen ist ein trockener Vortrieb zwingend erforderlich\u2026<\/em>\u201c. Die Sicherungsma\u00dfnahmen seien sehr zeitaufwendig, mit dem ersten Durchschlag am Portal Kriegsberg (J\u00e4gerstra\u00dfe) sei im ersten Halbjahr 2018 zu rechnen.<\/p>\n<p>Der vom Netzwerk geforderte Ortstermin kam schlie\u00dflich am 20.11. zustande, an einem eiskalten, nassen Novemberabend. Achtzehn Anwohner und Netzwerkmitglieder waren gekommen. Die Einhausung der Ventilatoren konnten wir sehen, die elastischen Lager f\u00fcr die Bewetterungslutten waren nicht zug\u00e4nglich bzw. sichtbar. Leider zeigte man uns auch kein Bildmaterial dazu. Dass die durchgef\u00fchrten Ma\u00dfnahmen zur L\u00e4rmreduzierung nur gering wirksam sind, wie Bahn und ARGE Tunnel Feuerbach behaupten, konnten wir sogar nachvollziehen. Denn der L\u00e4rm aus der Bel\u00fcftung wird massiv \u00fcberlagert von dem H\u00f6llenl\u00e4rm der aus dem Tunnel str\u00f6menden Abluft, die zugleich mit Rauch und Gestank daher kommt. Der Grad der Emissionen ist dabei abh\u00e4ngig von den Arbeitsabl\u00e4ufen in den Tunnelr\u00f6hren und ist am st\u00e4rksten nach den Sprengungen. Es war zu beobachten, dass die weichen Kunststoff-Lutten, die ca. 80m hinter den Stahl-Lutten im Tunnel weiterf\u00fchren, heftigst schlagen und Vibrationen erzeugen, die in den H\u00e4usern dar\u00fcber massiv zu sp\u00fcren sind.<\/p>\n<p>Die mehrfach ge\u00e4u\u00dferte Frage nach den n\u00e4chtlichen L\u00e4rmspitzen, die teilweise den in diesem Wohngebiet maximal zul\u00e4ssigen Spitzenpegel im Nachtzeitraum (20-7 Uhr) von 60 dB(A) \u00fcberschreiten, wurde nicht beantwortet, Dr. Bitzer will dem aber nachgehen. Marianne Pauli-Aretz wies auf den letzten ver\u00f6ffentlichten Messbericht zur L\u00e4rmimmission am ZA Prag vom 9.11.17 hin, der zeigt, dass der Prognosewert des Planfeststellungsbeschlusses von 44 dB\/A (Nacht) mit einem aktuell durchschnittlichen Nachtwert von 53,6 dB\/A um fast 10 dB\/A deutlich \u00fcberstiegen wird. (Dabei ist zu beachten, dass eine Erh\u00f6hung um 3 dB\/A einer Verdoppelung des Schalldrucks entspricht). Des Weiteren wurde gefragt, warum im April 2016 wegen eines n\u00e4chtlichen L\u00e4rmpegels von 55 dB\/A die Weiterarbeit \u201eunverz\u00fcglich einzustellen\u201c war (Messbericht vom 18.4.2016), ein Beurteilungspegel von 53,6 dB\/A vom Herbst 2017 aber lediglich als \u201edeutlich \u00fcberschreitend\u201c bezeichnet wird. Konsequenzen sind in den \u201eabschlie\u00dfenden Bemerkungen\u201c des Messberichts vom 9.11.17 nicht zu finden. Das Netzwerk wird hierzu um schriftliche Erl\u00e4uterung bitten.<\/p>\n<p>In diesem Kontext ist auch eine Initiative von Mitgliedern des Netzwerks zu sehen: In einem Brief vom 26.09.2017 wurde der Freiburger Rechtsanwalt Dr. Lieber gebeten, angesichts der hohen Immissionswerte und der unbefriedigenden Ma\u00dfnahmen des aktiven und passiven Schallschutzes eine Einsch\u00e4tzung der Rechtslage abzugeben. Dr. Lieber, Fachanwalt f\u00fcr Verwaltungsrecht mit Schwerpunkt Immissionsrecht, hat am 11.10.17 eine ausf\u00fchrliche Stellungsnahme an das Netzwerk geschickt. Darin liefert er allerdings keine Patentantwort. Vielmehr stellt er fest, dass anhand von Gutachten und ggf. einem Gerichtsverfahren \u00fcberpr\u00fcft werden m\u00fcsse, in wieweit die Immissionen aus den Tunneln tats\u00e4chlich den genehmigten Werten der Planfeststellung widersprechen. Wie das Netzwerk hier weiter vorgeht, ist noch offen. Entschieden wird dar\u00fcber, wenn weitere Stellungnahmen der PSU vorliegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beitrag des Netzwerks Killesberg und Umgebung: Der L\u00e4rm an der Rettungszufahrt ZA Prag gleicht einer unendlichen Geschichte. Die Anwohner am Wartberg sp\u00fcren nichts von den angeblich L\u00e4rm reduzierenden Ma\u00dfnahmen des aktiven Schallschutzes, die die Bahn hat einbauen lassen. 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