{"id":25729,"date":"2017-10-27T22:38:47","date_gmt":"2017-10-27T20:38:47","guid":{"rendered":"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=25729"},"modified":"2017-11-19T21:23:52","modified_gmt":"2017-11-19T19:23:52","slug":"bahn-auf-dem-lenkungskreis-naechste-kostenexplosion-wird-im-dezember-2017-bekanntgegeben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/netzwerke-21.de\/?p=25729","title":{"rendered":"Bahn auf dem Lenkungskreis: n\u00e4chste Kostenexplosion von Stuttgart 21 wird im Dezember 2017 bekanntgegeben"},"content":{"rendered":"<p><a title=\"Warum auf dem S21-Lenkungskreis trotz Bauverz\u00f6gerungen nicht mit einem neuen Zeit- und Kostenrahmen zu rechnen ist\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=25686\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wie zu erwarten war,<\/a> blieb die Bahn auf dem Stuttgart 21-Lenkungskreis gegen\u00fcber ihren Projektpartnern von Land, Stadt und Region einen neuen konkreten Zeit- und Kostenrahmen schuldig. Die von der Bahn auf dem Lenkungskreis vorgestellte Pr\u00e4sentation finden Sie <a href=\"http:\/\/www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de\/no_cache\/mediathek\/detail\/media\/sitzungen-des-lenkungskreises\/\">hier.<\/a><\/p>\n<p>Die Stuttgarter Nachrichten (<a title=\"\" href=\"http:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.stuttgart-21-es-kann-2024-werden-und-noch-teurer.e24f61fb-7d9c-40cb-acfa-ac872d3ffeb4.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Es kann 2024 werden \u2013 und noch teurer<\/a>\/ <a title=\"StN: Showdown bei Stuttgart 21\" href=\"http:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.die-bahn-und-ihr-projekt-showdown-bei-stuttgart-21.b967d57c-4a22-41a7-a594-8e266de55716.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u201eShowdown bei Stuttgart 21\u201c<\/a>) , die Stuttgarter Zeitung (<a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.lenkungskreis-zu-stuttgart-21-gutachter-pruefen-s-21-zahlen-der-bahn.97a12b4b-ea2c-46a1-8f1e-17330a94b11c.html\">Bei S\u200921 zeichnet sich weiterer Verzug ab<\/a> \/ <a title=\"\" href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.lenkungskreis-stuttgart-21-realitaeten-bitte.0bcc820e-66bb-44f1-9477-1f47f1cf9684.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u201eRealit\u00e4ten bitte\u201c<\/a>), der SWR (<span class=\"headline small\"><a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/bw\/s21-lenkungskreis-trifft-sich\/-\/id=1622\/did=20535360\/nid=1622\/1wpvogr\/index.html\">Zwei Jahre Verzug \u2013 Bahn l\u00e4sst S21-Pl\u00e4ne pr\u00fcfen<\/a>) und FAZ (<\/span><span class=\"headline small\"><a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/zeitverzug-und-hohe-kosten-aerger-auf-der-baustelle-von-stuttgart-21-15266717.html\">Stuttgart 21 wird teurer \u2013 Bahn l\u00e4sst pr\u00fcfen<\/a> \/ &#8222;<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/hohe-kosten-und-zeitverzug-die-lehren-aus-stuttgart-21-15266724.html\">Ewiges Stuttgart 21&#8243;<\/a>) berichten dar\u00fcber.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Nach offiziellen Angaben sind die <a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/201710-Zeitplan.jpg\">Bauarbeiten von Stuttgart 21 weiterhin &#8222;nur&#8220; zwei Jahre im Verzug.<\/a> Bahnvorstand Roland Pofalla r\u00e4umte jedoch ein, dass bei Stuttgart 21 erhebliche Mehrkosten drohen. Daher soll jetzt nach 18 Monaten erneut eine Wirtschaftspr\u00fcfungsgesellschaft die Zeit- und Kostenpl\u00e4ne der Bahn \u00fcberpr\u00fcfen, bevor im Dezember 2017 der Aufsichtsrat der DB AG und die Projektpartner \u00fcber die neuen Zahlen informiert werden. Dieses Mal werden die Wirtschaftspr\u00fcfer von pwc\u00a0 und das Ingenieurb\u00fcro Emch+Bergerine damit beauftragt.<\/p>\n<p>Nach Aussage Pofallas seien deutlich h\u00f6here Baukostenpreise bei Vergaben die Ursache f\u00fcr die Kostensteigerungen. Bei einem Bauauftrag im Sommer wurde trotz deutlich erh\u00f6hter Kosten der Zuschlag erteilt, um einen weiteren Zeitverzug durch eine erneute Ausschreibung zu vermeiden. F\u00fcr das n\u00e4chste Jahr st\u00fcnden weitere Vergaben im Gesamtvolumen von 1,4 Milliarden Euro an.<\/p>\n<p>Zu der angek\u00fcndigten, aber in den Lenkungskreisunterlagen nicht bezifferten Kosten\u00fcberschreitung schreiben die Stuttgarter Nachrichten: <em>&#8222;Pofallas Amtsvorg\u00e4nger hatte Stuttgart\u200921 erst vor 18 Monaten auch teils extern \u00fcberpr\u00fcfen lassen. Er hatte dem Aufsichtsrat \u00fcber Mehrkosten durch Risiken von 623 Millionen Euro berichtet. Um den vom Kontrollgremium freigegebenen Kostenrahmen zu halten, h\u00e4tten in weiteren Vergaben 524 Millionen Euro eingespart werden m\u00fcssen. Dieser \u201eGegensteuerungsbedarf\u201c war bisher in \u00f6ffentlichen Unterlagen aktualisiert und genannt worden. Die Bahn stellt diese Position nun nicht mehr dar. Der Konzern muss nun von der gegenteiligen Entwicklung ausgehen: statt Einsparungen h\u00f6here Bausummen. Der Kostendeckel von 6,526 Milliarden Euro scheint akut gef\u00e4hrdet. Das ist nicht nur bedeutsam, weil sich Bahn und Land vor Gericht dar\u00fcber streiten, wer wie viel des bereits zwei Milliarden Euro \u00fcber der verhandelten Finanzierung liegenden Budgets stemmt. Sondern auch weil Kefer betont hatte, dass die Wirtschaftlichkeit des Projekts f\u00fcr die Aktiengesellschaft Bahn bei 6,526 Milliarden Euro nur noch knapp gegeben sei.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Die Stuttgarter Zeitung merkt zu den Kostensteigerungen an: &#8222;<em>Die sich nun abzeichnenden Mehrkosten allein mit steigenden Baupreisen zu erkl\u00e4ren, w\u00e4re zu kurz gesprungen. Nat\u00fcrlich brummt es beim Baugewerbe derzeit \u2013 und entsprechend hoch k\u00f6nnen die Unternehmen bei der Angebotsabgabe pokern. Aber das d\u00fcrfte nicht der ausschlie\u00dfliche Grund f\u00fcr Kosten\u00fcberschreitungen sein. Das Bauen im Anhydrit stellt sich eben doch als komplizierter und damit kostentr\u00e4chtiger dar, als es bisher behauptet wurde. Die Vielzahl an Plan\u00e4nderungen wirken ebenfalls keineswegs kostend\u00e4mpfend.&#8220;<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Das Aktionsb\u00fcndnis sieht in den angek\u00fcndigten Kostensteigerungen in einer <a title=\"Bahn k\u00fcndigt n\u00e4chste Runde der Kostensteigerungen an\" href=\"http:\/\/www.parkschuetzer.de\/blog\/886\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Pressemitteilung <\/a><em>&#8222;die Vorbereitung f\u00fcr den n\u00e4chsten Offenbarungseid, nachdem der Aufsichtsrat der Bahn vor f\u00fcnf Jahren &#8222;bereits\u00a0 nach \u00e4hnlichen Vorank\u00fcndigungen einer Erh\u00f6hung um 50 % auf derzeit 6,5 Milliarden zugestimmt hatte&#8220;. <\/em>Im Vorfeld der Sitzung hatte das Aktionsb\u00fcndnis in einem <a href=\"http:\/\/www.parkschuetzer.de\/assets\/termine\/2017\/von_Loeper_an_Winfried_Hermann.pdf\">Brief an den Verkehrsminister Winfried Hermann<\/a> und den Oberb\u00fcrgermeister Fritz Kuhn auf die Parallelen zu Rastatt beim Tunnelbau von Stuttgart 21 im Anhydrit und im Neckarkies hingewiesen.<\/p>\n<p>Wegen der von der Bahn untersch\u00e4tzten Tunnelbaurisiken in Rastatt standen die Risiken des Tunnelbaus im Anhydrit und im Neckarkies auch auf der Tagungsordnung. Die StZ schreibt dazu: &#8222;<em>Lob gab es f\u00fcr die Bahn f\u00fcr ihr Bauen im Anhydrit. Es h\u00e4tten sich bislang keine Risiken gezeigt. Das gew\u00e4hlte Verfahren scheine sich zu bew\u00e4hren. \u201eEs ist aber sehr teuer und zeitraubend\u201c, so Hermann. [&#8230;] Zufrieden zeigte Kuhn sich mit den Antworten, die er auf Fragen zur Sicherheit beim Tunnelbau bekommen habe, etwa ob in Stuttgart Vergleichbares wie in Rastatt passieren k\u00f6nne. Die Bahn habe auf die unterschiedlichen Verfahren und geologischen Voraussetzungen verwiesen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>In der Lenkungskreisunterlage finden sich dazu ab S.36 dazu Folien. Doch es wird beim Tunnelbau im Anhydrit weder eine konkrete Zahl \u00fcber die eingesetzten Hebungen bei den beiden besonders kritischen Tunneln im PFA 1.5. &#8211; dem Bad Cannstatter und Feuerbacher Tunnel- genannt, noch dass die Quellprozesse im t\u00fcckischen Anhydrit auch nach Jahren einsetzen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Die Schwierigkeiten beim Tunnelbau haben auch Auswirkungen auf den Zeitplan, die jedoch offiziell noch nicht ber\u00fccksichtigt sind. Nach dem <a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/201710-Zeitplan.jpg\">Zeitplan in der Lenkungskreisunterlage<\/a> ist weiterhin nur der Feuerbacher Tunnel ein Jahr in Verzug. Doch unten findet sich der Hinweis zu den beiden Tunneln im PFA 1.5.\u00a0 &#8222;<em>Zusatzaufwand zur Anhydritsicherung wird zu weiteren Verz\u00f6gerungen f\u00fchren, Verhandlungen mit Auftragnehmern laufen, Terminauswirkungen nicht absehbar&#8220;<\/em>. Laut der <a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20171027-Feuerbacher-Tunnel.jpg\">Folie zum Bad Cannstatter Tunnel <\/a>sind aktuell erst 11% der Radialinjektionen zum Schutz vor eindringendes Wasser durchgef\u00fchrt. Von einer &#8222;<em>Abstimmung eines aktualisierten Terminplans unter Ber\u00fccksichtigung der Injektionen, der Juchtenk\u00e4ferthematik und der Schnittstellen zum Ausbau Bahntechnik\/Oberbau<\/em>&#8220; ist die Rede.<\/p>\n<p>Weitere Zeitverz\u00f6gerungen drohen laut Folie auf S.5 durch die erneute Vergabe beim Abschnitt PFA 1.4. Denkendorf (&#8222;<em>Auswirkungen erst nach der Vergabe erkennbar&#8220;<\/em>) und dem PFA 1.6b Abstellbahnhof (&#8222;L<em>aufende Verhandlungen mit h\u00f6herer Naturschutzbeh\u00f6rde zur L\u00f6sung der Eidechsenverbringung. Terminauswirkungen nicht absehbar&#8220;).\u00a0<\/em>Zum dem beim Eisenbahn-Bundesamt anh\u00e4ngigen Planfeststellungsverfahren f\u00fcr den Abstellbahnhof PFA 1.6b ist auf S.15 davon die Rede, dass das Verfahren &#8222;<em>infolge \u00c4nderung der verkehrlichen Anforderung sowie offener Themen beim Artenschutz<\/em>&#8220; ruht. In einer <a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/201710-Abstellbahnhof-b.jpg\">weiteren Folie zum Abstellbahnhof<\/a> hei\u00dft es, dass der Planfeststellungsantrag \u00fcberarbeitet wird. Beim Bau des &#8222;Tiefbahnhofs&#8220; befindet sich in der <a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20171027-Kelche.jpg\">Folie auf Seite 7<\/a> unten der Hinweis, dass zwar die f\u00fcr den weiteren Bau der Kelchst\u00fctzen erforderliche Genehmigung der Fluchtwege im Dezember erwartet werde, aber die Fluchtwegbreiten &#8222;<em>noch offen seien&#8220;<\/em>.<\/p>\n<p>Sprich, die Zeitplan\u00fcbersicht, die heute den Projektpartnern pr\u00e4sentiert wurde, ist Makulatur. Es ist daher damit zu rechnen, dass die Bahn im Dezember nicht nur eine weitere Kostenexplosion bei Stuttgart 21, sondern auch einen Zeitverzug von mehr als zwei Jahren einr\u00e4umen wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie zu erwarten war, blieb die Bahn auf dem Stuttgart 21-Lenkungskreis gegen\u00fcber ihren Projektpartnern von Land, Stadt und Region einen neuen konkreten Zeit- und Kostenrahmen schuldig. 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