{"id":24746,"date":"2017-08-08T21:12:57","date_gmt":"2017-08-08T19:12:57","guid":{"rendered":"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=24746"},"modified":"2017-12-07T23:46:09","modified_gmt":"2017-12-07T21:46:09","slug":"bericht-ueber-die-informationsveranstaltung-zum-geplanten-entrauchungsbauwerk-prag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/netzwerke-21.de\/?p=24746","title":{"rendered":"Bericht \u00fcber die Informationsveranstaltung im Rathaus zum geplanten Entrauchungsbauwerk Prag"},"content":{"rendered":"<p>Anfang Juli berichteten die beiden Stuttgarter Zeitungen \u00fcber Eigent\u00fcmer des Wartbergs, <a title=\"StZN: Stadt \u00fcberweist 930.000 Euro an die Bahn \/ Eigent\u00fcmer am ZA Prag fordern in Schreiben an den OB Ausgleichzahlung\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=24313\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">die sich in Schreiben an den Oberb\u00fcrgermeister Fritz Kuhn wegen der geplanten Verlagerung des Entrauchungsbauwerks Killesberg an den Zwischenangriff Prag <\/a>gewandt hatten. Sie forderten von der Stadt einen Ausgleich der Wertminderung ihrer Grundst\u00fccke, nachdem die Stadt Stuttgart f\u00fcr die Verlegung des Entrauchungsbauwerks vom Augustinum-Gel\u00e4nde an den Zwischenangriff Prag an die Bahn 930.000 Euro als nachtr\u00e4gliche Ausgleichszahlung von Seiten des K\u00e4ufers weiterreichte.<\/p>\n<p>Daraufhin fand letzten Donnerstag im Rathaus auf Einladung der B\u00fcrgerbeauftragten Alice Kaiser eine geschlossene Informationsveranstaltung \u00fcber die geplante Verlegung des Entrauchungsbauwerk an den Zwischenangriff (ZA) Prag statt. Geladen waren betroffene Anwohner des Wartberg und Dornbusch sowie Vertreter des Netzwerks Killesberg und Umgebung e.V. , des B\u00fcrgervereins Prag und des Infoladens Stuttgart-Nord. Die Stadt Stuttgart war u.a. mit <a title=\"Gerhard Rotermund Projektleiter im Tiefbauamt: ein Job mit vielen Facetten\" href=\"http:\/\/www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de\/mediathek\/interviews\/gerhard-rotermund\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gerhard Rotermund, Projektleiter Stuttgart 21 im Tiefbauamt<\/a>,\u00a0 vertreten. Von der Bahn bzw. der Projektgesellschaft sa\u00dfen zahlreiche Vertreter mit am Tisch, u.a. Dr. Florian Bitzer, Leiter Fachbereich Projektbeteiligte und Umwelt, sowie Klaus-J\u00fcrgen Bieger, Brandschutzbeauftragter der DB AG, und stellten die Plan\u00e4nderung f\u00fcr die Verlagerung des Entrauchungsbauwerks an den ZA Prag vor. Die Folien des Vortrags finden Sie <a href=\"http:\/\/www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de\/mediathek\/detail\/media\/buergerinformation-tunnel-feuerbach-entrauchungsbauwerk-rettungsausfahrt-prag\/mediaParameter\/show\/Medium\/\">hier<\/a>.<\/p>\n<p>Die Stadt Stuttgart hatte sich 2012 gegen\u00fcber der Bahn &#8222;wegen der st\u00e4dtebaulich unbefriedigenden L\u00f6sung&#8220; f\u00fcr eine Verlagerung des Entrauchungsbauwerks Killesberg weg von der &#8222;hochwertigen&#8220; Bebauung auf dem Augustinum-Gel\u00e4nde stark gemacht. Dementsprechend mussten sich jetzt die Vertreter der Stadt auf der Veranstaltung heftige Kritik von Seiten der Anwohner anh\u00f6ren. Sie beklagten fehlende Informationen, zum Teil unbeantwortete Briefe und auch eine Haltung der Stadt, die anscheinend nur die Bebauung des Investors am Killesberg als sch\u00fctzenswert einsch\u00e4tze. Nicht jedoch die Wohnh\u00e4user am Wartberg und am Dornbusch, die ohnehin durch die Bauarbeiten f\u00fcr Stuttgart 21 jahrelang stark belastet seien. Gerhard Rothermund r\u00e4umte ein, dass man von Seiten der Stadt die subjektiven Betroffenheiten der Anwohner durch das geplante Entrauchungsbauwerk am ZA Prag falsch eingesch\u00e4tzt habe und bat wegen der in diesem Kontext ungl\u00fccklichen Formulierung &#8222;hochwertige Bebauung&#8220; um Entschuldigung. Durch die Einladung zur Gespr\u00e4chsrunde sollen jetzt die Informationen zur Verdeutlichung der objektiven Betroffenheiten nachgeholt werden.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig davon, ob die Veranstaltung f\u00fcr die betroffenen Anwohner zur Kl\u00e4rung der Sachlage abschlie\u00dfend befriedigend war, m\u00f6chten wir eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte der Pr\u00e4sentation der Bahn und der Fragen von Seiten der Anwohner geben:<\/p>\n<p><strong>Warum wurde umgeplant? <\/strong>Ein Ansto\u00df bzw. ein &#8222;Plan\u00e4nderungsbegehren&#8220; f\u00fcr eine Verlagerung des Entrauchungsbauwerks Killesberg kam 2012 von der Stadt, nachdem sie das Baugel\u00e4nde an die Augustinum-Gesellschaft verkauft hatte. Das Entrauchungsbauwerk w\u00e4re dort unter einem Parkplatz\/Gr\u00fcnfl\u00e4che mit umgebenden Wohngeb\u00e4uden gebaut worden. Der\u00a0 Entrauchungsschacht \u00fcber dem Tunnel h\u00e4tte auch den Dauerl\u00e4rm des Bahnbetriebs an die Oberfl\u00e4che \u00fcbertragen.<\/p>\n<p><strong>Warum das Entrauchungsbauwerk am ZA Prag und nicht an einem anderen Standort?<\/strong> Die Bahn hat das &#8222;Plan\u00e4nderungsbegehren&#8220; der Stadt zur Verlagerung des Entrauchungsbauwerks Killesberg aufgegriffen und sich f\u00fcr ein bahneigenes Gel\u00e4nde am Zwischenangriff Prag entschieden. Die Vorteile bzw. Synergieeffekte stellt die Bahn wie folgt dar: am Zwischenangriff Prag kann das Entrauchungsbauwerk auf bahneigenem Gel\u00e4nde in unmittelbarer N\u00e4he zur Bahninfrastruktur des Zwischenangriffs Prag realisiert werden, der sp\u00e4ter als Rettungszufahrt fungieren soll. Zudem entfalle damit der am Killesberg erforderliche aufwendige Vertikalschacht und es k\u00f6nnten bei diesem oberirdischen Bauwerk die technischen Anlagen komplett oberirdisch eingebaut werden. Dies sei auch im Hinblick auf einen aller 10-15 Jahre erforderlichen Austausch der Hochleistungsventilatoren von Vorteil. Andere Grundst\u00fccke, wie beispielsweise das vom Netzwerk Killesberg vorgeschlagene Gel\u00e4nde des abgebrannten Restaurants &#8222;On top&#8220;, h\u00e4tten mit Entsch\u00e4digungen f\u00fcr die Inanspruchnahme abgegolten werden m\u00fcssen. Zudem h\u00e4tten dort auch die Betroffenheiten durch den Bau und Betrieb, wie den Eingriff in Flora und Fauna und die Belastungen durch die Baulogistik und den Baul\u00e4rm abgekl\u00e4rt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>Warum sollen die betroffenen Anwohner am Wartberg und am Dornbusch von der Stadt keine Entsch\u00e4digung erhalten?<\/strong> Ein Entsch\u00e4digungsanspruch h\u00e4tte laut Bahn nur f\u00fcr den Eigent\u00fcmer des urspr\u00fcnglich vorgesehenen Grundst\u00fccks am Killesberg bestanden und zwar f\u00fcr den Eingriff in Grund und Boden zum Zwecke des Baus des planfestgestellten Entrauchungsbauwerks. Diese Entsch\u00e4digung sei jetzt beim ZA Prag nicht erforderlich, da es auf bahneigenem Gel\u00e4nde gebaut werden soll. Doch die betroffenen Anwohner hatten nicht von der Bahn, sondern von der Stadt eine Entsch\u00e4digung gefordert. Denn bei den nachtr\u00e4glich von der Stadt an die Bahn weitergereichten 930.000 Euro handelt es sich weniger um eine Entsch\u00e4digung f\u00fcr die Inanspruchnahme eines Grundst\u00fcckteils, sondern eher um eine pauschale Minderung der Kaufsumme wegen des Vermarktungsrisikos. Dies wurde auf der Veranstaltung nicht thematisiert.<\/p>\n<p><strong>Warum kommt erst jetzt der Plan\u00e4nderungsantrag f\u00fcr die Verlagerung? <\/strong>2012 hatte die Bahn bereits einen Plan\u00e4nderungsantrag gestellt, den sie jedoch wegen des <a title=\"StZ: Gutachten: gro\u00dfe M\u00e4ngel beim Brandschutz\" href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.mangel-beim-s-21-brandschutz-gutachten-grosse-maengel-beim-brandschutz.fd8cc389-2f04-4e4f-ba29-fda2575e4284.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">damals nicht tragf\u00e4higen Brandschutzkonzepts f\u00fcr Stuttgart 21<\/a> und der damit erforderlichen kompletten Neuplanung zur\u00fcckgezogen hatte. Im Zuge dieses neuen Gesamtbrandschutzkonzepts wurde auch das Entrauchungskonzept f\u00fcr den &#8222;Tiefbahnhof&#8220; neugeplant, das 2016 mit den Beh\u00f6rden,<a title=\"Bisherige Brandschutzkonzepte bei Stuttgart 21 laut Chef der Stuttgarter Branddirektion \u201eIngenieursquatsch\u201c\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=15028\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"> auch mit der Brandschutzdirektion der Stadt Stuttgart<\/a>, abgestimmt wurde. Ende 2016 wurde die erste Plan\u00e4nderung f\u00fcr das neue Entrauchungskonzept mit dem<a href=\"https:\/\/www.eba.bund.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/PF\/Beschluesse\/Baden_W\/51_S21_PFA_1.1_15PAE.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=2\"> Einsatz der vier Hochleistungsventilatoren am Schwallbauwerk S\u00fcd vom Eisenbahn-Bundesamt<\/a> genehmigt.<\/p>\n<p><strong>Welches Entrauchungskonzept liegt der Plan\u00e4nderung zugrunde? <\/strong>Dar\u00fcber berichtete der Brandschutzbeauftragte der DB AG Klaus-J\u00fcrgen Bieger, der bereits <a title=\"SWR: S21-Sicherheitskonzept der Bahn: Pr\u00e4sentation von Bef\u00fcrworter Bieger\" href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/bw\/-\/id=1622\/did=7189908\/pv=video\/nid=1622\/1hsd6y0\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">2010 in der Schlichtung<\/a> das Sicherheitskonzept von Stuttgart 21 vertrat. Allerdings referierte er in der Veranstaltung \u00fcber das Entrauchungskonzept am geplanten ZA Prag unverst\u00e4ndlicherweise ohne eine einzige Folie. (Informationen zum neuen Entrauchungskonzept &#8211; jedoch ohne n\u00e4here Angaben zur Funktion des Entrauchungsbauwerks Prag- findet man in der <a href=\"http:\/\/www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de\/mediathek\/detail\/media\/gemeinderat-stuttgart-21-oeffentliche-sitzungen\/mediaParameter\/show\/Medium\/\">Pr\u00e4sentation von Klaus-J\u00fcrgen Bieger in der Sondersitzung des Gemeinderates im November 2016<\/a>). Das neue Entrauchungskonzept f\u00fcr den &#8222;Tiefbahnhof&#8220; sieht vor, dass insgesamt acht Hochleistungsventilatoren per Luftzufuhr den Rauch \u00fcber die Lamellen der Lichtaugen des &#8222;Tiefbahnhofs&#8220; nach au\u00dfen dr\u00fccken. Im Brandfall des &#8222;Tiefbahnhofs&#8220; m\u00fcssten die L\u00fcfter des Entrauchungsbauwerks Prag nicht unter Volllast laufen. Vier der Ventilatoren sind f\u00fcr das Schwallbauwerk S\u00fcd geplant und je zwei f\u00fcr die beiden Entrauchungsbauwerke im Norden. Die L\u00fcfter des geplanten Entrauchungsbauwerks Prag sind reversibel f\u00fcr den Druck- und Saugbetrieb. In 95 % aller theoretisch denkbaren Brandf\u00e4lle w\u00fcrde die Luft \u00fcber das Entrauchungsbauwerk Prag eingesaugt werden. Lediglich bei einem Brand im n\u00f6rdlich gelegenen eingleisigen Abschnitt des Feuerbacher Tunnels soll das Entrauchungsbauwerk Prag den Rauch absaugen. Nur in diesem nach Einsch\u00e4tzung von Klaus-J\u00fcrgen Bieger extrem unwahrscheinlichen Brandfall w\u00fcrden die Anwohner am ZA Prag vom aufsteigenden Rauch betroffen sein. Er w\u00fcrde die Gefahrensituation jedoch mit Null (&#8222;nada&#8220;) Wahrscheinlichkeit einsch\u00e4tzen.<\/p>\n<p><strong>Lage und Gr\u00f6\u00dfenordnung des Entrauchungsbauwerks Prag?<\/strong> Der vordere Teil des Entrauchungsbauwerk Prag ragt aus dem Zwischenangriff Prag heraus. Die Lage und die Gr\u00f6\u00dfenordnung des Bauwerks zeigen die beiden Folien:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment-900x900 \" src=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20170803-Lage-EBW-Prag.jpg\" sizes=\"auto, (max-width: 869px) 100vw, 869px\" srcset=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20170803-Lage-EBW-Prag.jpg 869w, http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20170803-Lage-EBW-Prag-300x208.jpg 300w, http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20170803-Lage-EBW-Prag-768x533.jpg 768w\" alt=\"\" width=\"608\" height=\"422\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment-900x900 \" src=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20170803-Visualisierung-EBW-Prag.jpg\" sizes=\"auto, (max-width: 869px) 100vw, 869px\" srcset=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20170803-Visualisierung-EBW-Prag.jpg 869w, http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20170803-Visualisierung-EBW-Prag-300x207.jpg 300w, http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20170803-Visualisierung-EBW-Prag-768x530.jpg 768w\" alt=\"\" width=\"612\" height=\"423\" \/><\/p>\n<p>Beim Entrauchungsbauwerk Prag ist kein Schornstein vorgesehen. Bei der Visualisierung des geplanten Entrauchungsbauwerks kam der Vorschlag eines Anwohners, dass das Geb\u00e4ude bis auf die R\u00fcstfl\u00e4chen begr\u00fcnt werden soll. Der Vorschlag wurde von den anderen Anwohnern aus \u00f6kologischen, optischen und akustischen (Schallreflexion) Gr\u00fcnden begr\u00fc\u00dft. Herr Rotermund sicherte zu, dass die Stadt diesen Vorschlag in ihrer Stellungnahme an das EBA aufgreifen wird.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Welcher L\u00e4rm geht vom Entrauchungsbauwerk Prag aus? <\/strong>Nach Aussage des Gutachters und Immssionsschutzbeauftragten Peter Fritz soll \u00fcber das rund 350 Meter vom Feuerbacher Tunnel entfernte und mit Schalld\u00e4mpfern vor und hinter den Hochleistungsventilatoren ausgestattete Entrauchungsbauwerk kein &#8222;relevanter&#8220; L\u00e4rm des Bahnbetriebs nach au\u00dfen dringen. Was unter &#8222;relevant&#8220; zu verstehen ist, wurde jedoch nicht erl\u00e4utert. Der Einsatz der beiden Ventilatoren des am ZA Prag geplanten Entrauchungsbauwerks seien auch nicht f\u00fcr eine Dauerbel\u00fcftung, sondern nur f\u00fcr den Brandfall vorgesehen. Die Ventilatoren m\u00fcssten allerdings zu Wartungsarbeiten bis maximal zehn Mal im Jahr tags\u00fcber (Mo-Fr. zwischen 7-20 Uhr) f\u00fcr eine Stunde getestet werden. Die konkrete Anzahl der j\u00e4hrlichen Wartungstests hinge vom Hersteller der Ventilatoren ab. Weitere Informationen finden sich in den beiden Folien der Veranstaltung:<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment-900x900 \" src=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20170803-Immission-a-EBW-Prag.jpg\" sizes=\"auto, (max-width: 868px) 100vw, 868px\" srcset=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20170803-Immission-a-EBW-Prag.jpg 868w, http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20170803-Immission-a-EBW-Prag-300x208.jpg 300w, http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20170803-Immission-a-EBW-Prag-768x532.jpg 768w\" alt=\"\" width=\"623\" height=\"431\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment-900x900 \" src=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20170803-Immission-b-EBW-Prag.jpg\" sizes=\"auto, (max-width: 863px) 100vw, 863px\" srcset=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20170803-Immission-b-EBW-Prag.jpg 863w, http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20170803-Immission-b-EBW-Prag-300x209.jpg 300w, http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20170803-Immission-b-EBW-Prag-768x535.jpg 768w\" alt=\"\" width=\"624\" height=\"435\" \/><\/p>\n<p>Bei den lauten Test beruft sich die Bahn auf die Ausnahmevorschrift der Nr. 7.2. der TA L\u00e4rm f\u00fcr sogenannte \u201eSeltene Ereignisse\u201c, d.h. <i>voraussehbare Besonderheiten beim Betrieb einer Anlage<\/i>, bei denen es trotz Einhaltung des Standes der Technik nicht m\u00f6glich ist, die Immissionsrichtwerte einzuhalten. Die \u00dcberschreitung der Immissionsrichtwerte auf einen H\u00f6chstwert von 70 dB(A) darf jedoch an nicht mehr als zehn Tagen eines Kalenderjahres auftreten.<\/p>\n<p>Die Bahn verwies auf die Berechnungen einer <a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/97450-ABS-4-DBPSU-S21-PFA_1_5-Entrauchungsbauwerk_Prag-1-1.pdf\">schalltechnischen Untersuchung f\u00fcr das geplante Entrauchungsbauwerk Prag<\/a>, in dem der zu erwartenden maximale Schalldruckpegel vor den naheliegenden Geb\u00e4uden von rund 72 db(A) und der auf die 16 Stunden gemittelte Beurteilungspegel von maximal 60 dB(A) ermittelt wurde. Dies betrifft insbesondere die ca. 150 Meter entfernten Wohnh\u00e4user am Dornbusch.<\/p>\n<p>Aus dieser Untersuchung geht hervor, dass jeder der beiden Hochleistungsventilatoren im Volllastbetrieb einen Schallleistungspegel von 133 dB(A) aufweist. Als Schalld\u00e4mpfer sollen vor und hinter den Ventilatoren Schalld\u00e4mpfer mit einer Einf\u00fcged\u00e4mmung von 15 dB(A) eingebaut werden. Auch das Tor zur Rettungszufahrt Prag soll w\u00e4hrend der Wartungstest geschlossen und mit einer D\u00e4mmung ausgestattet sein, da &#8222;<em>auch im Bereich der Rettungszufahrt unterhalb der Ventilatoren \u00e4hnlich hohe Pegel innerhalb des Bauwerkes vorliegen.&#8220; <\/em>Die Tabelle im Anhang der Untersuchung ist jedoch f\u00fcr die Anwohner wenig aussagekr\u00e4ftig, da sie nur die \u00fcber den den 16 Stunden-Zeitraum gemittelten Beurteilungspegel und nicht den Immissionswert vor den jeweiligen Fenstern w\u00e4hrend des einst\u00fcndigen Test ausweist.<\/p>\n<p><strong>Werden die Wartungstest angek\u00fcndigt?<\/strong> Nein, dies sei nicht \u00fcblich. Man wolle hier kein neues &#8222;Regime&#8220; einf\u00fchren. Die einst\u00fcndigen Test w\u00fcrden jeweils Montag bis Freitag zwischen 7 bis 20 Uhr durchgef\u00fchrt. Beim Entrauchungsbauwerk Heilbronnerstra\u00dfe kam allerdings bei einer Informationsveranstaltung von Seiten der Schulen der Wunsch nach Tests an den schulfreien Samstagen auf.<\/p>\n<p><strong>Wurden bei der Berechnung der durch das Entrauchungsbauwerk Prag zu erwartenden Immissionen die Vorbelastung der Wohngebiete durch Auto-und Schienenl\u00e4rm ber\u00fccksichtigt? <\/strong>Nein, es best\u00fcnde keine rechtliche Verpflichtung diese Vorbelastungen bei der TA L\u00e4rm im Sinne einer Gesamtpegelbelastung miteinzubeziehen.<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Werden f\u00fcr die Bauarbeiten zur Errichtung des geplanten Entrauchungsbauwerks Prag ein neues schalltechnisches Detailgutachten zur Ermittlung der erforderlichen aktiven und passiven Schutzma\u00dfnahmen erstellt?<\/strong> Nein, dies sei nicht vorgesehen. Es w\u00fcrden bei den Bauarbeiten keine h\u00f6here Emissionspegel als jetzt beim Tunnelvortrieb mit den L\u00fcftern oder den Transportfahrten w\u00e4hrend des Innenausbaus der Tunnelr\u00f6hren anfallen.<\/p>\n<p><strong>Wie l\u00e4uft das Plan\u00e4nderungsverfahren ab?<\/strong> Nur die Tr\u00e4ger \u00f6ffentlicher Belange (z.B. Naturschutz) sollen im Rahmen des Plan\u00e4nderungsverfahrens angeh\u00f6rt werden, nicht jedoch die betroffenen Anwohner. Aus Sicht des EBA best\u00fcnde aufgrund des vom Gutachter ermittelten maximalen Beurteilungspegel von 59,9 dB(A) keine besondere Betroffenheit der Anwohner. Die Anwohner hatten jedoch eine solche Beteiligung beim EBA beantragt. Eine Folie der Veranstaltung zeigt den Zeitplan des Verfahrens:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment-900x900 \" src=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20170803-PAE-EBW-Prag.jpg\" sizes=\"auto, (max-width: 867px) 100vw, 867px\" srcset=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20170803-PAE-EBW-Prag.jpg 867w, http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20170803-PAE-EBW-Prag-300x208.jpg 300w, http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20170803-PAE-EBW-Prag-768x531.jpg 768w\" alt=\"\" width=\"628\" height=\"435\" \/><\/p>\n<p><strong>Warum stockt der Bau des Entrauchungsbauwerks an der Heilbronnerstra\u00dfe und wurden dort wie <a href=\"http:\/\/ted.europa.eu\/udl?uri=TED:NOTICE:292879-2017:TEXT:DE:HTML&amp;src=0\">in einem Baunachtrag<\/a> \u00fcber 1,64 Millionen Euro erw\u00e4hnt kontaminierte Erde vorgefunden? <\/strong>Ja, w\u00e4hrend des Aushubs musste zum Teil kontaminiertes Erdreich einer ehemaligen Stuttgarter M\u00fclldeponie entsorgt werden. Dadurch verz\u00f6gerten sich die Aushub- und Bauarbeiten. Jetzt sei der untere Rohbau des Entrauchungsbauwerks soweit erstellt. In einem weiteren Schritt wird dann zu gegebener Zeit die technische Innenausr\u00fcstung eingebaut und das Bauwerk fertig gestellt.<\/p>\n<p>Am Ende der Veranstaltung wurde erneut die Dauerbelastung am ZA Prag und der von den L\u00fcftern zur Tunnelbewetterung ausgehende L\u00e4rmpegel und K\u00f6rperschall thematisiert. Insbesondere die Befestigung der L\u00fcfter auf den Metallcontainern verursache &#8211; wie schon oft erw\u00e4hnt &#8211; eine unn\u00f6tige zus\u00e4tzliche Belastung. Daraufhin entgegnete der Immissionsschutzbeauftragte Peter Fritz, dass es sich um eine tempor\u00e4re Baustelleneinrichtung handle. Dr. Florian Bitzer versprach jedoch, dass eine elastische Lagerung der L\u00fcftereinhausung in den n\u00e4chsten Wochen umgesetzt werde. Es sei auch absehbar, dass die Belastungen durch die Tunnelbel\u00fcftung mit dem Ende der Vortriebsarbeiten f\u00fcr den Feuerbacher Tunnel abnehmen werde. Man sch\u00e4tze, dass wahrscheinlich der Vortrieb der Westr\u00f6hre Ende des ersten Quartals 2018 und der Ostr\u00f6hre Ende des zweiten Quartals 2018 abgeschlossen sei. Allerdings m\u00fcssen die Anwohner noch mit Belastungen durch die Transportfahrten f\u00fcr die Innenverschalung und den Innenausbau der Tunnelr\u00f6hren rechnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anfang Juli berichteten die beiden Stuttgarter Zeitungen \u00fcber Eigent\u00fcmer des Wartbergs, die sich in Schreiben an den Oberb\u00fcrgermeister Fritz Kuhn wegen der geplanten Verlagerung des Entrauchungsbauwerks Killesberg an den Zwischenangriff Prag gewandt hatten. 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