{"id":24723,"date":"2017-08-02T23:37:11","date_gmt":"2017-08-02T21:37:11","guid":{"rendered":"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=24723"},"modified":"2017-08-03T23:40:34","modified_gmt":"2017-08-03T21:40:34","slug":"infobuendnis-zukunft-schiene-obere-neckarvororte-durchgewunken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/netzwerke-21.de\/?p=24723","title":{"rendered":"Infob\u00fcndnis Zukunft Schiene \u2013 Obere Neckarvororte: Durchgewunken!"},"content":{"rendered":"<p lang=\"de-DE\" align=\"LEFT\">\u00dcber die <a title=\"EBA genehmigt Plan\u00e4nderung zum Wegfall des Einschubbauwerks in Obert\u00fcrkheim. Weiterhin Stillstand des Tunnelvortriebs unter dem Sportplatz in Untert\u00fcrkheim\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=24576\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Genehmigung der 9. Plan\u00e4nderung im PFA 1.6a zum Wegfall des Einschubbauwerks in Obert\u00fcrkheim<\/a> haben wir am 27.Juli kurz berichtet.Jetzt analysiert ein <strong>Gastbeitrag des des Infob\u00fcndnis Zukunft Schiene<\/strong> diese Plan\u00e4nderung:<em><br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Das Bemerkenswerte an der <a title=\"\" href=\"https:\/\/www.eba.bund.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/PF\/Beschluesse\/Baden_W\/51_S_21_PFA_1_6a_9_PAE.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">am 3. Juli 2017 vom Eisenbahnbundesamt (EBA) genehmigten 9. Pl\u00e4nderung<\/a> zum Wegfall des Einschubbauwerks ist nicht die Tatsache der Genehmigung an sich, sondern das vollst\u00e4ndige Abschmettern aller Bedenken, Anregungen und Forderungen.<\/p>\n<p>Nicht nur die umfangreichen Einwendungen des Landesnaturschutzverbands Baden-W\u00fcrttemberg e.V. (LNV) wurden weggewischt, sondern auch die Forderung des Regierungspr\u00e4sidiums (RP) Stuttgart nach einer Darstellung der Auswirkungen der Plan\u00e4nderung auf das Entrauchungskonzept, ebenso wie die Kritik der H\u00f6heren Naturschutzbeh\u00f6rde (RP Stuttgart) und die Forderungen des Landesamts f\u00fcr Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) (RP Freiburg) wegen sekund\u00e4rem Luftschall.<\/p>\n<p>Die planfestgestellte Spundwand in und am Uhlbach (Neckarersatzbach) wurde um mehr als die H\u00e4lfte auf nunmehr 639 Meter verl\u00e4ngert. Laut Plan\u00e4nderungsbescheid ist der Vorhabentr\u00e4ger verpflichtet, die Spundwand nach Ende der Bauma\u00dfnahme wieder zu entfernen (S. 15). Indes gab es bei der Rettungszufahrt Untert\u00fcrkheim eines Tages nahezu unbemerkt eine <a title=\"\" href=\"http:\/\/(https:\/\/www.eba.bund.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/PF\/Beschluesse\/Baden_W\/23_Stg21_1.6a_4.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">4. Plan\u00e4nderung, die u.a. das dauerhafte Belassen einiger Spundw\u00e4nde nachtr\u00e4glich erlaubte<\/a>.<\/p>\n<p>In dem in Rede stehenden Bereich gibt es &#8222;<em>hochdurchl\u00e4ssige Neckarkiese<\/em>&#8220; (S. 15), &#8222;<em>gebr\u00e4che Gebirgsverh\u00e4ltnisse<\/em>&#8220; (S. 54, vulgo: &#8222;br\u00f6seliger Untergrund&#8220;, hat ebenso gute Chancen zum Unwort des Jahres wie die &#8222;<em>fossilen Rutschmassen<\/em>&#8220; &#8211; ) und \u00a0\u2013 \u00a0Gashochdruckleitungen (S. 23)!<\/p>\n<p>Wie tr\u00f6stlich, dass \u201edie Vorhabentr\u00e4gerin\u201c auf S. 24 zusagt, \u201e<em>Arbeiten am Bestandsnetz grunds\u00e4tzlich nur au\u00dferhalb der Heizperiode durchzuf\u00fchren<\/em>\u201c. Jedoch &#8211; die Termintreue der Bahn ist bekannt &#8211; folgt die Einschr\u00e4nkung auf dem Fu\u00dfe: \u201e<em>Im Einzelfall kann der Einsatz von Provisorien gepr\u00fcft werden.<\/em>\u201c<\/p>\n<p>Im Plan\u00e4nderungsbescheid ist f\u00fcr die st\u00e4dtischen Abwasseranlagen eine Beweissicherung &#8222;v<em>or Baubeginn und nach Bauende<\/em>&#8220; vorgesehen, wobei ausdr\u00fccklich in Klammern &#8222;bzw. nach Abklingen m\u00f6glicher Setzungen&#8220; hinzugef\u00fcgt ist (S. 20): Was man den von S21 betroffenen Grundst\u00fcckseigent\u00fcmern nicht zugesteht, dass es n\u00e4mlich eine zeitliche Differenz zwischen dem Ende der Bauma\u00dfnahmen und dem Abklingen m\u00f6glicher Setzungen geben kann, wird hier explizit als M\u00f6glichkeit erw\u00e4hnt!<\/p>\n<p>Interessant ist auch noch ein Satz auf Seite 56: &#8222;<em>Die vorhabenbedingte Beeintr\u00e4chtigung von Eigentums- und Nutzungsrechten ist durch den Vorhabentr\u00e4ger zu entsch\u00e4digen<\/em>.\u201c<br \/>\nDavon k\u00f6nnen die bislang von S21 betroffenen Grundst\u00fcckseigent\u00fcmer nur tr\u00e4umen!<\/p>\n<p>Die mehrfach geforderte nasse, d.h. Wasser f\u00fchrende L\u00f6schleitung wird mit der \u00fcblichen Argumentation weggewischt, dass sie &#8222;<em>zwar durchaus geeignet w\u00e4re, die Sicherheit weiter zu erh\u00f6hen und das Risiko f\u00fcr Personensch\u00e4den zu reduzieren<\/em>&#8222;, dass &#8222;<em>eine solche Leitung<\/em>&#8220; (\u2026) aber nicht verlangt werden kann, weil die EBA-Richtlinie halt nur trockene Leitungen vorsieht (s. 39\/40).<\/p>\n<p>Immer wieder bezeichnet das EBA die Planunterlagen als sachgerecht und nachvollziehbar, muss auf S. 48 aber einr\u00e4umen, dass &#8222;<em>die Sicherheitsdrainagen (\u2026) in den Anh\u00f6rungsunterlagen allerdings (\u2026) falsch bema\u00dft&#8220;<\/em> waren.<\/p>\n<p>Unklares wird stets auf die sp\u00e4tere &#8222;<em>Ausf\u00fchrungsplanung<\/em>&#8220; und &#8222;<em>Abstimmung mit den Beh\u00f6rden<\/em>&#8220; oder gar &#8222;<em>Unternehmensinterne Genehmigungen<\/em>&#8220; verschoben. Es f\u00e4llt auf, dass das EBA vom Vorhabentr\u00e4ger\u00a0keine Ausnahmen zugunsten einer h\u00f6heren Sicherheit verlangt, zahlreiche Ausnahmen, die die Sicherheit reduzieren, sind aber mit den o.g. abenteuerlichen &#8222;Unternehmensinternen Genehmigungen&#8220; ohne Weiteres m\u00f6glich: Wo&#8217;s klemmt, genehmigt sich die Bahn die Ausnahmen der Einfachheit halber selbst!<\/p>\n<p>\u201e<em>Unternehmensinterne Genehmigungen<\/em>\u201c sollen ausreichen f\u00fcr:<\/p>\n<ul>\n<li><em>\u201eSonderl\u00f6sung Entw\u00e4sserungssch\u00e4chte (\u2026) auf Grund der \u00f6rtlich beengten Verh\u00e4ltnisse\u201c<\/em><\/li>\n<li><em>\u201eOptimierter Tunnelquerschnitt (\u2026) aufgrund der Verl\u00e4ngerung des bergm\u00e4nnischen Abschnitts\u201c<\/em><\/li>\n<li><em>\u201eBauzeitliche Sonderl\u00f6sung f\u00fcr Abst\u00e4nde und Leitungsl\u00e4ngsf\u00fchrungen (\u2026) wegen zwingender \u00f6rtlicher Verh\u00e4ltnisse\u201c<\/em><\/li>\n<li><em>\u201eEinsatz von GFK-Ortsbrustankern f\u00fcr die Sicherung (\u2026) in gebr\u00e4chen Gebirgsverh\u00e4ltnissen\u201c<\/em><\/li>\n<li><em>\u201eEinsatz des D\u00fcsenstrahlverfahrens (Hochdruckinjektion) (\u2026) zur statischen Sicherung des Vortriebs und zur Abdichtung (\u2026) hinsichtlich des Grundwasserandrangs\u201c<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Bonmot von den Schnecken, die auf den Salat aufpassen, kommt einem wieder in den Sinn. (Eventuelle Parallelen zur jahrelangen Praxis des Kraftfahrt-Bundesamtes sind rein zuf\u00e4llig.)<\/p>\n<p>Noch w\u00e4hrend Interessierte sich \u00fcber die 9.Plan\u00e4nderung &#8211; 10 Jahre nach dem <a href=\"http:\/\/www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de\/mediathek\/detail\/media\/pfa-16a-zufuehrung-ober-und-untertuerkheim-planfeststellungsbeschluss-planaenderungen\/mediaParameter\/show\/Medium\/\">Planfeststellungsbeschluss am 16.05.2007<\/a>(!) &#8211; wundern, hat das EBA am 26.07.2017 inzwischen auch die 12. Plan\u00e4nderung im PFA 1.6a \u2013 durchgewunken. Bisherige Plan\u00e4nderungen im PFA 1.6a sind :<\/p>\n<ul>\n<li>1.Plan\u00e4nderung: wurde laut Auskunft EBA vom Vorhabentr\u00e4ger wieder zur\u00fcckgezogen, Gegenstand unbekannt<\/li>\n<li>2.Pl\u00e4nderung, 22.09.2014: Wasserrecht (gleichzeitig 7. P\u00c4 im PFA 1.1, 6. P\u00c4 im PFA 1.5), erg\u00e4nzender Bescheid 30.04.2015<\/li>\n<li>3.Plan\u00e4nderung, 05.05.2014: Eidechsen (Umsiedlung und Zwischenh\u00e4lterung)<\/li>\n<li>4.Plan\u00e4nderung 03.06.2014: RZF Benzstra\u00dfe, Vergr\u00f6\u00dferung der Abmessungen der Rettungszufahrt Benzstra\u00dfe sowie dauerhafter Verbleib von\u00a0Spundw\u00e4nden\u00a0im Untergrund<\/li>\n<li>5.Plan\u00e4nderung, 27.04.2015: Tieferlegung Gradiente<\/li>\n<li>6.Plan\u00e4nderung, eingereicht am 17.12.2014 zusammen mit den Planfeststellungsunterlagen f\u00fcr den immer noch nicht planfestgestellten PFA 1.6b (Wartungs- und Abstellbahnhof Untert\u00fcrkheim), zur\u00fcckgezogen am 06.02.2015.<br \/>\nPl\u00e4ne f\u00fcr einen erneuten Versuch, den Abstellbahnhof genehmigt zu bekommen, hat die Bahn laut eigener Verlautbarung am 07.04.2017 eingereicht.<\/li>\n<li>7.Plan\u00e4nderung, 02.09.2016: Anpassung Verbindungsbauwerk (Abspaltung der Entscheidung \u00fcber den Verzicht Verbindungsbauwerk, 9.P\u00c4)<\/li>\n<li>8.Plan\u00e4nderung, 08.08.2016: \u00c4nderung der Bauwerksgeometrie von Technikr\u00e4umen im Bereich von 6 Verbindungsbauwerken (Vergr\u00f6\u00dferung von Innendurchmesser und Tiefe, teilweise Ver\u00e4nderung der H\u00f6henlage)<\/li>\n<li>9.Plan\u00e4nderung, 03.07.2017: Verzicht Einschubbauwerk (s.o.)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.eba.bund.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/PF\/Beschluesse\/Baden_W\/51_Stg21_PFA_1_6a_10_Pae.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=1\">10.Plan\u00e4nderung, 24.07.2017: Zus\u00e4tzliche Ersatzhabitate f\u00fcr Eidechsen<\/a><\/li>\n<li>11.Plan\u00e4nderung, 04.05.2017: Verschub Anschlagwand Untert\u00fcrkheim<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.eba.bund.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/PF\/Beschluesse\/Baden_W\/51_S21_PFA_1_6a_12_Pae.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=1\">12.Plan\u00e4nderung, 26.07.2017: Anpassung Interregio Kurve<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Fortsetzung folgt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber die Genehmigung der 9. Plan\u00e4nderung im PFA 1.6a zum Wegfall des Einschubbauwerks in Obert\u00fcrkheim haben wir am 27.Juli kurz berichtet.Jetzt analysiert ein Gastbeitrag des des Infob\u00fcndnis Zukunft Schiene diese Plan\u00e4nderung: Das Bemerkenswerte an der am 3. 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