{"id":22958,"date":"2017-03-22T22:29:27","date_gmt":"2017-03-22T20:29:27","guid":{"rendered":"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=22958"},"modified":"2017-03-23T09:17:54","modified_gmt":"2017-03-23T07:17:54","slug":"bericht-des-netzwerks-killesberg-ueber-bahn-brechendes-gespraech-wegen-rissen-gutachter-der-bahn-sieht-jedoch-keinen-zusammenhang-mit-tunnelbau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/netzwerke-21.de\/?p=22958","title":{"rendered":"&#8222;Bahn-brechendes&#8220; Gespr\u00e4ch des Netzwerks Killesberg wegen Geb\u00e4udesch\u00e4den. Gutachter der Bahn sieht jedoch keinen Zusammenhang mit Tunnelbau"},"content":{"rendered":"<p><em>Bericht Ulrich Hangleiter, Netzwerk Killesberg und Umgebung e.V.:<\/em><\/p>\n<p>Eine <a title=\"Pressemitteilung: Der Kriegsberg rutscht\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=22096\" target=\"_blank\">Pressemitteilung des Netzwerks Killesberg<\/a> und ein nachfolgender <a title=\"StZN: Bewegungen im Kriegsberg durch Tunnelbau\" href=\"http:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.stuttgart-21-bewegungen-im-kriegsberg-durch-tunnelbau.14b07a50-05c8-4af7-aa08-8d5223228877.html\" target=\"_blank\">Artikel in den Stuttgarter Zeitungen am 1. Februar<\/a> \u00fcber Risse an H\u00e4usern am Kriegsberg haben viel Furore gemacht. Und die Bahn, die mit den Sch\u00e4den schon im Dezember konfrontiert worden war, r\u00fchrte sich ungew\u00f6hnlich schnell und lud f\u00fcr den 13. Februar zu einem Gespr\u00e4ch ein. Bei diesem Gespr\u00e4ch sollten die Ursachen f\u00fcr die Risse an Geb\u00e4uden in den Stra\u00dfen Am Kriegsbergturm, Wilhelm-Hertz- und Panoramastra\u00dfe hinterfragt und diskutiert werden.Diese liegen ja bis zu 70 Meter von der Ostr\u00f6hre des Cannstatter Tunnels und damit vom Ort der Sprengungen entfernt. Insbesondere sollten auch die Ungereimtheiten bei den Trivec-Messungen, die verl\u00e4ssliche Aussagen \u00fcber die Hangbewegungen h\u00e4tten liefern sollen, diskutiert werden.<\/p>\n<p>Das Gespr\u00e4ch am 13.02. fand in gro\u00dfer Runde statt. Die Bahn kam mit neun Personen sowie mit Unterst\u00fctzung von Professor Walter Wittke und Dr. Martin Wittke als Gutachter. Auch das Netzwerk war in \u201estarker Besetzung\u201c \u2013 n\u00e4mlich mit drei Mitgliedern des Vorstands sowie mit Rechtsanwalt Dr. Wirsing und dem Geologen Dr. Behmel \u2013 anger\u00fcckt. \u00dcber zwei Stunden lang dauerte die Diskussionsrunde. Die Aussagen, die dabei gemacht wurden, waren \u201eBahn-brechend\u201c.<\/p>\n<p>Bemerkenswert war u.a. die Aussage von Dr. Florian Bitzer: \u201e<em>Ein Anfangsverdacht dr\u00e4ngt sich auf<\/em>.\u201c (Sie passt zu der von Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Leger am 01.02.17 ge\u00e4u\u00dferten Vermutung: \u201e\u2026<em>dass sie (die Sch\u00e4den) auf uns zur\u00fcckzuf\u00fchren sind\u201c<\/em>. Noch bedeutsamer, ja geradezu revolution\u00e4r, sind zwei Aussagen, die Prof. Wittke bei dem Gespr\u00e4ch ge\u00e4u\u00dfert hat: \u201e<em>Es traten Sch\u00e4den an Geb\u00e4uden auf, von denen wir bei der Planung nicht ausgegangen sind\u201c<\/em> und \u201e<em>Wir lagen mit dem 30m-Korridor bislang immer richtig. Hier ist es zum ersten Mal nicht so.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Im Diskurs mit der Bahn wurde deutlich, dass es sich am Kriegsberg \u2013 so wie an anderen Stellen im Stuttgarter Untergrund auch \u2013 um eine labile Formation handelt. Dr. Behmel hat hier mit kritischen Fragen sowie mit Folgerungen aus der Geologie Wirkung erzielt. In seiner Pr\u00e4sentation stellte er u.a. fest: \u201e<em>Durch Sprengen und Mei\u00dfeln beim Tunnelbau reagiert der Hangschutt mit Schwingungen h\u00f6herer Amplituden als das Festgestein. Dabei entstehende Gef\u00fcgelockerungen bewirken ein verst\u00e4rktes Kriechen und Rutschungen.\u201c<\/em> Er wies \u2013 wie mehrfach seit 2012 (<a title=\"\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Baugrundrisiken-S-21-PF-1.5.pdf\" target=\"_blank\">Oktober 2012 <\/a>\/<a title=\"\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Behmel-S-21-Kriegsberg-Killesberg-Kernerviertel-Juni-13.pdf\" target=\"_blank\"> Juni 2013<\/a> \/ <a title=\"\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Behmel-Protokoll-13.09.13.pdf\" target=\"_blank\">September 2013<\/a>) \u2013 darauf hin, dass \u201es<em>chematische Beweissicherungsgrenzen symmetrisch zur Tunnelfirste geologisch nicht begr\u00fcndet sind, sie m\u00fcssen vielmehr nach der anisotropen geologischen Struktur parzellenscharf ausgewiesen werden\u201c<\/em>.<\/p>\n<p>Dies passt zu der Feststellung von Prof. Wittke, dass die 30m-Grenzen eben nicht immer passen. (Merke: die Geologie h\u00e4lt sich nicht an die Beweissicherungsgrenzen der Bahn-Planer.) Dr. Behmel wies auch auf die <a title=\"\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/rps-ref24-pfv-dbgrundw-stn-lgrb.pdf\" target=\"_blank\">Stellungnahme des Landesamts f\u00fcr <\/a><a title=\"\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/rps-ref24-pfv-dbgrundw-stn-lgrb.pdf\" target=\"_blank\">Geologie, <\/a><a title=\"\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/rps-ref24-pfv-dbgrundw-stn-lgrb.pdf\" target=\"_blank\">Rohstoffe und <\/a><a title=\"\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/rps-ref24-pfv-dbgrundw-stn-lgrb.pdf\" target=\"_blank\">Bergbau <\/a><a title=\"\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/rps-ref24-pfv-dbgrundw-stn-lgrb.pdf\" target=\"_blank\">vom 31.07.2013<\/a> hin, in dieser die Beh\u00f6rde folgende Empfehlung f\u00fcr die Beweissicherung beim S21-Tunnelbau abgab: <em>&#8222;Das LGRB empfiehlt, wie bei anderen Bauvorhaben in Stuttgart praktiziert, jenseits der Beweissicherungs-Grenzen Setzungsmessungen an Geb\u00e4uden entlang der Tunneltrassen entsprechend dem Baufortschritt so lange durchzuf\u00fchren, bis nachweislich keine Setzungen mehr auftreten.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Am Ende des Gespr\u00e4chs wurde dann vereinbart, dass Ersch\u00fctterungsmessungen im Zuge des Vortriebs ausgewertet und dem Netzwerk zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Diese hat die Bahn dann am 27.02. \u2013 zusammen mit dem Gutachten eines Sachverst\u00e4ndigen f\u00fcr Sprengtechnik \u2013 geliefert. Das Gutachten gipfelt in der Aussage: <em>\u201eEs ist \u2026 mit deutlichen Sicherheiten davon auszugehen, dass die \u2026 durchgef\u00fchrten Sprengungen \u2026 nicht zu diesen Geb\u00e4udesch\u00e4den gef\u00fchrt haben.\u201c<\/em> Allerdings bezieht sich der Sachverst\u00e4ndige auf die DIN 4150 Teil 3 (Einwirkungen auf bauliche Anlagen). Dass die Sprengungen und die resultierenden Ersch\u00fctterungen den Kriegsberghang mit seinem Lockergestein ger\u00fcttelt und in Bewegung gebracht haben, ist damit nicht widerlegt.<\/p>\n<p>Die Vertreter des Netzwerks meinen: Das Verhalten des Bergs und seiner Geologie entzieht sich einer DIN-genormten Betrachtung, was hei\u00dft, dass die Fernbeurteilung des Gutachters nicht ausreicht, um den Tunnelbau als Ursache f\u00fcr die aufgetretenen Sch\u00e4den auszuschlie\u00dfen. Die Netzwerker dr\u00e4ngen derzeit nicht auf eine abschlie\u00dfende Kl\u00e4rung der Verantwortlichkeit. Schlie\u00dflich stehen unter dem Kriegsberg noch drei weitere Tunnelvortriebe und weitere Sprengungen an, bei denen weitere Sch\u00e4den auftreten k\u00f6nnen. Allerdings wird die Bahn diese wohl \u2013 gewarnt durch die aktuellen Vorg\u00e4nge \u2013 mit besonderer Sorgfalt durchf\u00fchren. Die Eigent\u00fcmer sind aufgefordert, alle neu auftretenden Sch\u00e4den an die Bahn zu melden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bericht Ulrich Hangleiter, Netzwerk Killesberg und Umgebung e.V.: Eine Pressemitteilung des Netzwerks Killesberg und ein nachfolgender Artikel in den Stuttgarter Zeitungen am 1. Februar \u00fcber Risse an H\u00e4usern am Kriegsberg haben viel Furore gemacht. 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