{"id":21539,"date":"2016-12-12T00:28:54","date_gmt":"2016-12-11T22:28:54","guid":{"rendered":"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=21539"},"modified":"2017-11-15T00:44:57","modified_gmt":"2017-11-14T22:44:57","slug":"wo-und-wieviel-anhydrit-wurde-durchfahren-zum-aktuellen-tunnelvortrieb-fuer-stuttgart-21-anfang-dezember-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/netzwerke-21.de\/?p=21539","title":{"rendered":"Wo und wieviel Anhydrit wurde durchfahren? Wie hoch ist laut der KPMG das Risiko f\u00fcr Hebungen? Zum aktuellen Tunnelvortrieb f\u00fcr Stuttgart 21 Anfang Dezember 2016"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\">\n<div class=\"entry-content\">\n<p>Die Informationspolitik der Bahn auf die kritischen Berichterstattung zum untersch\u00e4tzten Anhydrit-Risiko ist haneb\u00fcchen. Die Kritik der von der Bahn selbst beauftragten Pr\u00fcfer wird weiter mit Hinweis auf die langj\u00e4hrige Forschungsarbeit und Erfahrung ihres Sachverst\u00e4ndigen Prof. Dr-Ing. Walter Wittke (WBI) abgetan. Dabei kennt Prof. Wittke nach eigenen Angaben nicht einmal das Gutachten der KPMG und Ernst Basler + Partner. Auch nicht der Umstand, dass die vom Sachverst\u00e4ndigen empfohlenen Absicherungsma\u00dfnahmen beim Tunnelbau unter dem Killesberg zum Schutz gegen eindringendes Wasser<a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=21311\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"> seit der Schlichtung 2010 komplett umgeplant wurden, <\/a>ist f\u00fcr die Bahn ein Anlass an der Beherrschbarkeit der Risiken bei fast 16 Kilometer Tunnelbau im t\u00fcckischen, stark quellf\u00e4higen Gestein zu zweifeln. Auch dass die KPMG-Pr\u00fcfer bei ihrem Beuch im Cannstatter Tunnel eindringendes Wasser festgestellt haben, ficht die Bahn nicht an.<\/p>\n<p>Hinzu kommt noch, dass st\u00e4ndig neue Zahlen \u00fcber die Tunnelstrecken, die bereits f\u00fcr Stuttgart 21 im Anhydrit vorgetrieben wurden, von der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH (PSU) an die \u00d6ffentlichkeit gegeben werden. Erst hie\u00df es in der <a title=\"F\u00fcr Stuttgart-21-Tunnel \u00fcber die H\u00e4lfte der Anhydritlinsen erfolgreich durchfahren Deutsche Bahn weist Berichte \u00fcber nicht beherrschbare Risiken im Anhydrit zur\u00fcck\" href=\"http:\/\/www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de\/turmforum\/aktuell\/newsdetail\/news\/fuer-stuttgart-21-tunnel-ueber-die-haelfte-der-anhydritlinsen-erfolgreich-durchfahren\/newsParameter\/detail\/News\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Presseerkl\u00e4rung vom 2.12.2016<\/a>: <em>&#8222;Im Rahmen des Projekts Stuttgart 21 sind bereits \u00fcber die H\u00e4lfte der relevanten Anhydritlinsen erfolgreich durchfahren worden<\/em>.&#8220; Im ZDF-Beitrag &#8222;<a title=\"ZDF: Stuttgart 21 und die Kosten\" href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/zdf-mittagsmagazin\/linke-petersen-s21--gutachten--kosten-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Stuttgart 21 und die Kosten<\/a>&#8222;erkl\u00e4rte Projektleiter Christoph Lienhardt, dass bereits &#8222;61% der Strecken hergestellt&#8220; sind. In der letzten <a title=\"Bahn baut Stuttgart-21-Tunnel mit Maximum an Sicherheit f\u00fcr Betrieb und Geb\u00e4ude Prof. Wittke: \u201eBautechnik erm\u00f6glicht sichere und unterhaltsfreie Nutzung \u00fcber Jahrzehnte hinweg\u201c\" href=\"http:\/\/www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de\/no_cache\/projekt\/aktuell\/newsdetail\/news\/bahn-baut-stuttgart-21-tunnel-mit-maximum-an-sicherheit-fuer-betrieb-und-gebaeude\/newsParameter\/detail\/News\/datum\/20161208\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Pressemitteilung vom 8.12.<\/a>hei\u00dft es: &#8222;<em>Von den bisher bereits aufgefahrenen rund 23 Kilometern befinden sich 3,7 Kilometer im <dfn title=\"Anhydrit ist ein Mineral, das in Stuttgarter B\u00f6den vorkommt. Kristallisiert ist es ein fester Stoff, in Kontakt mit Wasser dehnt es sich stark aus und geht in Gips \u00fcber. Durch die Ausdehnung kann es enorme Kr\u00e4fte entwickeln.\">Anhydrit<\/dfn>.&#8220; <\/em>Damit sind nicht 61% sondern 23%<em> d<\/em>er insgesamt 15,8 Kilometer in anhydritf\u00fchrenden Tunnelstrecken vorgetrieben<em>.<\/em> Zur Verwirrung trug sicherlich unbeabsichtigt bei, dass die beiden Stuttgarter Zeitungen in ihrer Ausgabe am Freitag Folgendes schrieben: &#8222;<em>Bisher hat die Bahn allerdings erst 21 Prozent (1150 Meter) der im Anhydrit liegenden Abschnitte des Feuerbacher Tunnels gebohrt, nach Bad Cannstatt sind es acht, nach Obert\u00fcrkheim 17, beim Fildertunnel wurde der Anhydrit noch gar nicht erreicht. &#8222;<\/em><\/p>\n<p>Dabei wurden auf der Pressekonferenz der PSU am 8.12. die Zahlen des zu erwartenden Anhydrit und die Ist-Zahlen der bereits im Anhydrit vorgetriebenen Meter pro Tunnel in einem Schaubild pr\u00e4sentiert. Zu sehen ist dies im <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=s9yJfJIdn_I&amp;feature=youtu.be&amp;t=202\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Fl\u00fcgel TV-Video ab Minute 3;20<\/a>. Diese von der PSU ver\u00f6ffentlichten Zahlen ergeben folgendes Bild:<\/p>\n<p><em><a href=\"http:\/\/www.drehscheibe-online.de\/foren\/read.php?113,8020665\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment-900x900\" src=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20161205-Ist-Anhydrit-neu.jpg\" alt=\"20161205-ist-anhydrit-neu\" width=\"612\" height=\"238\" \/><\/a><br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten den Schwerpunkt unseres Monatsberichts \u00fcber den aktuellen Baufortschritt beim Tunnelbau f\u00fcr Stuttgart 21 ausnahmsweise auf den Anhydrit legen. Alle weiteren Informationen zum Tunnelbau finden Sie in unseren letzten Beitr\u00e4gen vom <a title=\"Zum Vortriebsstand August 2016: erstmals 1.000-Meter-Marke \u00fcberschritten. Noch 41 Kilometer m\u00fcssen f\u00fcr Stuttgart 21 vorgetrieben werden\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=19654\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">August<\/a>, <a title=\"Zum Baufortschritt beim Tunnelbau f\u00fcr Stuttgart 21 Ende September 2016: Ein Drittel der Tunnelstrecke f\u00fcr Stuttgart 21 vorgetrieben. Suse legt eine \u201ePause\u201c ein\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=20258\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">September<\/a> und <a title=\"Zum aktuellen Baufortschritt bei den Tunneln f\u00fcr Stuttgart 21: SUSE steckt weiterhin fest. Sprengungen belasten Anwohner\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=20779\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Oktober 2016<\/a>.\u00a0 Hier noch die \u00dcbersicht der Netzwerke \u00fcber den Vortriebsstand der einzelnen Tunnel zum 05.Dezember 2016 sowie die detaillierten Wochen- und Monatszahlen in unseren \u00dcbersichten <a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/16_12_05-Tunnelvortrieb-S21.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">ab Oktober 2015<\/a> \/ <a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Juni-2014-bis-Sept-2015-Tunnelvortrieb-S-21.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">bis September 2015<\/a>:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment-900x900\" src=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20161205-Ueberssicht.jpg\" alt=\"20161205-ueberssicht\" width=\"611\" height=\"338\" \/><\/p>\n<p>Von den f\u00fcr Stuttgart 21 geplanten 59 Tunnelkilometern sind fast 40% aufgefahren. Rund 60% der Strecke einschlie\u00dflich der Innenverschalung bei 44 bergm\u00e4nnischen Tunnelkilometern m\u00fcssen noch realisiert werden. Der Bau von 12,2 Tunnelkilometern, d.h. des Nord- und S\u00fcdkopfs am \u201eTiefbahnhof\u201c, der Tunnel am Flughafen und des S-Bahn-Tunnels Los 4 S\u00fcd, sind noch nicht einmal angelaufen. Dass die Inbetriebnahme Ende Dezember 2021 bei einem Zeitverzug von mehr als zwei Jahren nicht mehr realistisch ist, r\u00e4umt mittlerweile auch Bahnchef R\u00fcdiger Grube ein.<\/p>\n<p>Die Wirtschaftspr\u00fcfungsgesellschaft KPMG schlie\u00dft wegen des Anhydrit-Risikos eine weitere verz\u00f6gerte Inbetriebnahme zwischen Dezember 2022 und Dezember 2024 nicht aus. Sie beziffern in ihrem Gutachten die Risiken durch Anhydrit-Quellungen bzw. Hebungen bis zur Inbetriebnahme von Stuttgart 21. Gef\u00e4hrdet sind zum einen die \u00dcbergangsbereiche vom ausgelaugten zum anhydritf\u00fchrenden unausgelaugten Gipskeuper. Zum anderen, wenn der Anhydritspiegel im unteren Tunnelquerschnitt liegt.<\/p>\n<p>So rechnen die KPMG bzw. Ernst Basler + Partner mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 20 bis 50%, dass bei den Tunneln unter dem Killesberg w\u00e4hrend der ein bis zweij\u00e4hrigen Standzeit Sch\u00e4den an der Spritzbetonschicht entstehen. Mit einer 50-70% Eintrittswahrscheinlichkeit nach Einbau der Innenschale und 10-20% nach Einbau der bahntechnischen Ausstattung beziffern sie f\u00fcr alle Tunnel das Risiko, dass sich besonders kritische Tunnelabschnitte zwischen 1,5 bis 10 cm heben. Bis zu 10 cm k\u00f6nnen beim Einbau der bahntechnischen Ausstattung bzw. Korrektursystemen noch ausgeglichen werden.<\/p>\n<p>Doch die Pr\u00fcfer schlie\u00dfen nicht aus, dass es entlang der kritischen Tunnelabschnitte zu Hebungen \u00fcber 10 cm kommt, die eine Betriebsuntauglichkeit der Tunnel nach sich ziehen. Damit k\u00f6nnen auch Hebungen an der Gel\u00e4ndeoberfl\u00e4che und Sch\u00e4den an den dar\u00fcber liegenden Geb\u00e4uden verbunden sein. Die Eintrittswahrscheinlichkeit haben die Pr\u00fcfer allerdings nur den kurzen Zeitraum bis zur Inbetriebnahme von Stuttgart 21 und nicht f\u00fcr den auf 100 Jahre geplanten Bahnbetrieb ermittelt. Mit einem l\u00e4ngeren Betrachtungszeitraum, z.B den ersten 10 oder 20 Jahren des Betriebs, w\u00fcrden die im KPMG-Gutachten genannten Prozentzahlen nach deutlich h\u00f6her liegen.<\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten daher in unserem Monatsbericht zum Vortriebsstand anhand der geologischen Schnitte einen groben \u00dcberblick geben, wie viel Anhydrit in den einzelnen Tunneln durchfahren wurde und mit welchen Eintrittswahrscheinlichkeit die Pr\u00fcfer bei Hebungen \u00fcber 10 cm f\u00fcr Sch\u00e4den an den Tunneln und Geb\u00e4uden rechnen. Die geologischen Schnitte geben jedoch nur das anhand von Erkundungsbohrungen erwartete Anhydritvorkommen wieder. Das tats\u00e4chliche Anhydritvorkommen beim Tunnelbau kann erst mit aufwendigen chemischen Untersuchungen verifziert werden.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"entry-content\">\n<p><strong>1. Fildertunnel \/ PFA 1.2.<\/strong> (Innenstadt, d.h. Rettungszufahrt S\u00fcd \/ Kernerviertel \/ G\u00e4nsheide incl. Uhlandsh\u00f6he, Degerloch, M\u00f6hringen Fasanenhof):<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>a) Fildertunnel \/ Vortriebsstand zum 5.12.2016:<\/strong><\/p>\n<p>Die Grafik der Projektgesellschaft zeigt dass der Vortrieb der beiden R\u00f6hren des Fildertunnels vom Verzweigungsbauwerk aus wie in den Vormonaten auf H\u00f6he der Hau\u00dfmann-\/Gerokstra\u00dfe stockt:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment-900x900\" src=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20161205-FT-1-a.jpg\" alt=\"20161205-ft-1-a\" width=\"592\" height=\"406\" \/><\/p>\n<p>Der maschinelle Vortrieb der Westr\u00f6hre ist am SI-Zentrum vorbei auf H\u00f6he der Sternh\u00e4ule angelangt. In Degerloch l\u00e4uft weiterhin der bergm\u00e4nnische Vortrieb unter der Falterausiedlung:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment-900x900\" src=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20161205-FT-1-b.jpg\" alt=\"20161205-ft-1-b\" width=\"592\" height=\"407\" \/><\/p>\n<p><strong>b) Fildertunnel \/ Geologischer Schnitt und Vortriebsstand<\/strong><\/p>\n<p>Im geologischen Schnitt ist die m\u00e4chtige Anhydrit-Schicht (rot) gut erkennbar. Bislang war in den offiziellen Bahnunterlagen davon die Rede, dass in jeder R\u00f6hre rund 4,3 Kilometer durch den Anhydrit aufgefahren werden muss, d.h. insgesamt 8,6 Kilometer. Jetzt war auf der Pressekonferenz von imsgesamt 8.260 m die Rede. Von der Innenstadt ist nach dem folgenden Schnitt mit Anhydrit hinter der H\u00f6he der Gerok-\/Hau\u00dfmannstra\u00dfe und im Laufe der Untertunnelung von Degerloch zu rechnen:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment-900x900\" src=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20161205-FT-Grafik.jpg\" alt=\"20161205-ft-grafik\" width=\"621\" height=\"466\" \/><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Wir haben in den geologischen Schnitt ma\u00dfst\u00e4blich umgesetzt grob mit den blauen Pfeilen den Vortrieb zum 5.12. markiert. Dies zeigt, dass wie auf der Pressekonferenz erw\u00e4hnt noch kein Anhydritgestein im Fildertunnel durchfahren wurde.<\/p>\n<p><strong>c) Fildertunnel \/ Risiko im Anhydrit<\/strong><\/p>\n<p>Als kritischen Bereich machen die KPMG-Gutachter\u00a0 im Fildertunnel wegen der hohen \u00dcberdeckung des Anhydritgesteins lediglich pro Tunnelr\u00f6hre die ca. 500 Meter langen \u00dcbergangsbereiche zum Anhydrit aus. Sie sind damit der Argumentation des Tunnelbausachverst\u00e4ndigen, Prof. Dr. Wittke (WBI) gefolgt. In diesen \u00dcbergangsbereichen sollen Abdichtungsbauwerke vor dem Wasserzutritt sch\u00fctzen. <a title=\"Wo liegen die Probleme beim Bau des Fildertunnels? \u00dcber den Univortrag von Dr. Martin Wittke\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=18341\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Dr. Martin Wittke erl\u00e4uterte die Vorgehensweise in seinem Vortrag<\/a> vor dem geotechnischen Institut der Uni Stuttgart. St\u00e4rkere Hebungen als 10 cm an der Innenschale und Hebungen auch an der Gel\u00e4ndeoberfl\u00e4che einschlie\u00dflich Geb\u00e4udesch\u00e4den beziffern die KPMG- Gutachter beim Fildertunnel mit einer sehr geringen Wahrscheinlichkeit von 1%. Die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr Quellprozesse \u00fcber die Inbetriebnahme hinaus wurde von den KPMG-Gutachtern nicht betrachtet.<\/p>\n<p>Dass jedoch gerade im \u00dcbergangsbereich zum Anhydrit unter der Gerokstra\u00dfe eine fabrikhallen gro\u00dfe Wendekaverne vorgesehen ist, wurde im KPMG-Gutachten nicht erw\u00e4hnt. So schreibt der <a href=\"https:\/\/www.bei-abriss-aufstand.de\/wp-content\/uploads\/Stellungnahme_zu_KPMG_von-Dr._Laternser.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Geologe Dr.Ralf Laternser in seiner Stellungnahme<\/a>: <em>&#8222;<\/em><em>Hier wird insbesondere die geplante gro\u00dfvolumige Wendekaverne in einem besonders kritischen Bereich zwischen Gips -und Anhydritspiegel nicht erw\u00e4hnt und bewertet, bei jedoch vergleichbarer &#8211; wenn nicht deutlich kritischerer Situation als am Feuerbacher <\/em><em>&#8211; und Cannstatter Tunnel. Hier im Bereich einer geologischen Verwerfung und Dolinen zwischen Gips &#8211; und Anhydritspiegel unter dichter Hangbebauung ist mit einer sehr hohen <\/em><em>Eintrittswahrscheinlichkeit von Anhydritquellungen zu rechnen. Ein Vergleich mit dem hochproblematischen Engelberg-Basistunnel ist hier absolut angebracht. Zudem verl\u00e4uft der Fildertunnel vom Portal in der Innenstadt in Richtung Flughafen neben und \u00fcber dem schon quellenden Wagenburgtunnel mit Tunnel -Rekordhebungsraten von \u00fcber 1m. Der zweite \u00dcbergang des Tunnels in AGK bei Stuttgart -Degerloch liegt zudem im Bereich einer bekannten geologischen St\u00f6rungszone.&#8220; <\/em>Eine ausf\u00fchrlichere\u00a0 Stellungnahme von Dr. Ralf Katernser zur Wendekaverne unter der Gerokstra\u00dfe mit geologischen Karten k\u00f6nnen Sie <a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Laternser-zu-Anhydrit-Kaverne-1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier<\/a> abrufen.<em><br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Auch andere kritische Geologen, wie beispielsweise Dr. Jakob Sierig in der Schlichtung und Dr. Hermann Behmel f\u00fcr die Netzwerke, wiesen darauf hin, dass auch in der m\u00e4chtigen Anhydrit-Schicht des Fildertunnel vertikale Durchl\u00e4ssigkeiten, St\u00f6rungen und undichte Bohrkernverf\u00fcllungen ggf. Wasserwegsamkeiten er\u00f6ffnen und damit auch das Risiko des Wasserzutritts und der Quellungen entlang der rund 4 Kilometer langen anhydritf\u00fchrenden Schicht gegegeben sei.<em><br \/>\n<\/em><\/p>\n<div class=\"entry-content\">\n<div class=\"entry-content\">\n<p><strong>2. PFA 1.5. \/ Tunnel Bad Cannstatt <\/strong>(Kriegsberg, Killesberg, M\u00f6nchshalde, Bad Cannstatt):<\/p>\n<p><strong>a) Tunnel Bad Cannstatt \/ Vortriebsstand zum 5.12.2016:<\/strong><\/p>\n<p>Die Vortriebe der beiden R\u00f6hren des Bad Cannstatter Tunnels vom Zwischenangriff Nord Richtung Innenstadt haben unterhalb des Killesberges die Wohngebiete der Birkenwaldstra\u00dfe \/ Himmelsberg (Ostr\u00f6hre) sowie der Rebhalde (Westr\u00f6hre) erreicht. Weiterhin wird unter dem Kriegsberg das Verzweigungsbauwerk hergestellt. F\u00fcr den 19.12. wird f\u00fcr die Ostr\u00f6hre der erste Tunneldurchschlag bei Stuttgart 21 erwartet:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment-900x900\" src=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20161205-CT.jpg\" alt=\"20161205-ct\" width=\"608\" height=\"418\" \/><\/p>\n<p><strong>b) Tunnel Bad Cannstatt \/ Geologischer Schnitt<\/strong><\/p>\n<p>Nach diesem geologischen Schnitt der Projektgesellschaft, der auf geologische Vorerkundungen alle 100 Meter erstellt wurde, war nur eine Anhydritlinse unter dem Kriegsberg mit 215 m eingezeichnet:<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment-900x900\" src=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Anhydrit-Cannstatt1.jpg\" alt=\"anhydrit-cannstatt\" width=\"624\" height=\"443\" \/><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"entry-content\">\n<p>Update: Laut der PSU m\u00fcssen jedoch zwei Anhydritlinsen mit einer Gesamtl\u00e4nge von 750 Meter durchfahren werden. Die KPMG-Gutachter gingen bei ihrer Risikoberechnung lediglich noch von einem Anhydritvorkommen von insgesamt nur 425 Meter (225 Westr\u00f6hre\/ 190 Meter Ostr\u00f6he) aus. Nach der Pressekonferenz am 8.12.2016 ist die eine der beiden Anhydritlinsen von beiden R\u00f6hren durchfahren. Die zweite Linse mit einer R\u00f6hre, d.h. zu 50%. Dies ist auf der leider sehr schlechten Bildqualit\u00e4t der Videoaufnahme erkennbar:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment-900x900\" src=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20161205-Anhydriilinsen-PFA-1.5.-1024x576.jpg\" alt=\"20161205-anhydriilinsen-pfa-1-5\" width=\"613\" height=\"345\" \/><\/p>\n<p>Da die zweite Linse entlang der Strecke nicht eingezeichnet und der Vortrieb beim Cannstatter Tunnel relativ vorangeschritten ist, haben wir auf eine Umsetzung des Vortriebstandes im geologischen Schnitt verzichtet.<\/p>\n<p><strong>c) Tunnel Bad Cannstatt \/ Risiko im Anhydrit<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<p>Nach Einsch\u00e4tzung der KPMG-Gutachter sind beim Cannstatter Tunnel insgesamt 250 Meter wegen der geringen \u00dcberlagerung und dem tiefliegenden Anhydritschichten trotz der gew\u00e4hlten Sicherungsma\u00dfnahmen (Abdichtungsbauwerke, U-Profil, Kunstharzinjektionen) kritisch. F\u00fcr den Bahnbetrieb sehr kritische Hebungen von \u00fcber 10cm rechnen die KPMG-Gutachter beim Cannstatter Tunnel mit einer Wahrscheinlichkeit je Tunnelachse zwischen 0,5 bis 6,0%. Die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr Hebungen an der Gel\u00e4ndeoberfl\u00e4che bis zur Inbetriebnahme betr\u00e4gt 50% dieser Werte.<\/p>\n<p>Der von den Netzwerken beauftragte Geologe, Dr.Hermann Behmel rechnete ebenfalls wegen der schwierigen Geologie unter dem Killesberg mit Wasserzutritt in den Anhydrit. Ein bereits zitierter Abschnitt aus seiner Pr\u00e4sentation zur Plan\u00e4nderung Grundwassermanagement: I<em>m Vergleich zum Hasenbergtunnel werden die st\u00e4rker bebauten Gebiete Kriegsberg, Killesberg, Wartberg, Feuerbach, Kernerviertel und Stuttgart Ost mit einer gr\u00f6\u00dferen Anzahl von Tunnelr\u00f6hren unterfahren. Eine gr\u00f6\u00dfere Zahl tektonischer St\u00f6rungen, Anhydrit- und Auslaugungsfronten werden in viel k\u00fcrzeren Abst\u00e4nden viel h\u00e4ufiger gequert. Der schmale Bergsporn des Hasenbergs hat einen hohen Oberfl\u00e4chenabfluss der Niederschl\u00e4ge, geringe Versickerungsraten und geringe Wasserzutritte durch die St\u00f6rungen. Die gr\u00f6\u00dferen Fl\u00e4chen Killesberg und Gablenberg haben h\u00f6here Versickerungsraten mit einer gr\u00f6\u00dferen Wahrscheinlichkeit des Wasserzutritts in den Anhydrit. Sch\u00e4den an Rohrleitungen und Geb\u00e4uden sind auch au\u00dferhalb den Beweissicherungsgrenzen nicht auszuschlie\u00dfen&#8220;. <\/em><\/p>\n<div class=\"entry-content\">\n<p><strong>\u00a0PFA 1.5. \/ Tunnel Feuerbach<\/strong> (Kriegsberg, Killesberg, Feuerbach):<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>a) Tunnel Feuerbach \/ Vortrieb zum 5.12.2016:<\/strong><\/p>\n<p>Der Vortrieb des Feuerbacher Tunnels hat Richtung Innenstadt die obere Birkenwaldstra\u00dfe (West- und Ostr\u00f6hre). In Richtung Feuerbach steht der Vortrieb seit Wochen auf H\u00f6he der R\u00fcdigerstra\u00dfe (Ostr\u00f6hre) und seit Wochen auf der H\u00f6he des Freibads (Westr\u00f6hre):<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment-900x900\" src=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20161205-FbT.jpg\" alt=\"20161205-fbt\" width=\"591\" height=\"404\" \/><\/p>\n<p><strong>b) Tunnel Feuerbach \/ Geologischer Schnitt und Vortriebsstand<\/strong><\/p>\n<p>Laut diesem geologischen Schnitt wird im Feuerbacher Tunnel mit 3 Anhydritlinsen und insgesamt 1.290 Meter pro R\u00f6hre &#8222;potentiell anhydritf\u00fchrend&#8220; gerechnet. Laut Pressekonferenz rechnet die PSU mit insgesamt 2.145 m anhydritf\u00fchrendes Gestein entlang des Feuerbacher Tunnels.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment-900x900\" src=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20161205-FbT-Grafik.jpg\" alt=\"20161205-fbt-grafik\" width=\"627\" height=\"470\" \/><\/p>\n<p><strong>Update:<\/strong> Wir haben in den geologischen Schnitt ma\u00dfst\u00e4blich umgesetzt grob mit den blauen Pfeilen den Vortrieb zum 5.12.206 markiert. Dies zeigt, dass wahrscheinlich die linke kleine Anhydritlinse Richtung Feuerbach von beiden R\u00f6hren durchfahren wurde und der Vortrieb beider R\u00f6hren noch entlang der mittleren gro\u00dfen Anhydritlinse am Laufen ist. Die Anhydritlinse unter dem Kriegsberg d\u00fcrfte noch nicht vom Tunnelvortrieb vom Verzweigungsbauwerk aus erreicht worden sein. Laut der Pressekonferenz wurde im Feuerbacher Tunnel 1.260 Meter bzw. 59 % der insgesamt 2.145 Meter Anhydrit durchfahren. Der Vortrieb der Linsen l\u00e4sst sich in der leider schlechten Bildqualit\u00e4t des Videos erkennen:<\/p>\n<\/div>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment-900x900\" src=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20161205-Anhydriilinsen-PFA-1.5.-1024x576.jpg\" alt=\"20161205-anhydriilinsen-pfa-1-5\" width=\"611\" height=\"344\" \/><\/p>\n<p>Danach ist die Anhydritlinse Richtung Feuerbach zu 100% durchfahren, die mittlere gro\u00dfe zu 74% und die Linse unter dem Kriegsberg zu 0%.<\/p>\n<div class=\"entry-content\">\n<p><strong>c) Tunnel Feuerbach \/ Risiko im Anhydrit<\/strong><\/p>\n<p>Nach den KPMG-Gutachtern ist beim Feuerbacher Tunnel trotz der eingesetzten Sicherungsma\u00dfnahmen (Abdichtungsbauwerke, U-Profil und Kunstharzinjektionen) das Quell- und Hebungsrisiko wegen des Anhydritspiegels im unteren Teil des Tunnelquerschnitts und der geringen \u00dcberlagerung am h\u00f6chsten. Das Risiko von Hebungen \u00fcber 10 cm und der damit verbundenen Betriebsuntauglichkeit des Bahntunnels bis zur Inbetriebnahme beziffern sie je nach R\u00f6hre mit 4,5-13,5 % Eintrittswahrscheinlichkeit. Mit 50% dieses Wertes setzen sie die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr Hebungen an der Gel\u00e4ndeoberfl\u00e4che verbunden mit Sch\u00e4den an den Geb\u00e4uden an. Eine Eintrittswahrscheinlichkeit f\u00fcr die Zeit nach Inbetriebnahme des Tunnels wurde von den Pr\u00fcfern nicht berechnet. Der von den Netzwerken beauftragte Geologe, Dr.Hermann Behmel rechnete ebenfalls wegen der schwierigen Geologie unter dem Killesberg mit Wasserzutritt in den Anhydrit (s.o. 2b).<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"entry-content\">\n<p><strong>4. PFA 1.6a\/ Tunnel Obert\u00fcrkheim <\/strong>(Innenstadt, d.h. Rettungszufahrt S\u00fcd,\u00a0 Kernerviertel, Uhlandsh\u00f6he, G\u00e4nsheide, Gabelenberg, Wangener H\u00f6he, Wangen, Untert\u00fcrkheim, Obert\u00fcrkheim):<\/p>\n<p><strong>a) Tunnel Obert\u00fcrkheim \/ Vortrieb zum 5.12.2016:<\/strong><\/p>\n<p>Der Vortrieb der Westr\u00f6hre des Obert\u00fcrkheimer Tunnels vom Verzweigungsbauwerk S\u00fcd Richtung Wangen hat die Plankstra\u00dfe unterfahren und damit Gablenberg erreicht. Der Vortrieb der Ostr\u00f6hre soll nach Aussage der PSU erst Anfang 2017 vom Verzweigungsbauwerk starten:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment-900x900\" src=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20161205-OT-1-b.jpg\" alt=\"20161205-ot-1-b\" width=\"591\" height=\"404\" \/><\/p>\n<p>Die Vortriebe der Ost- und Westr\u00f6hre des Obert\u00fcrkheimer Tunnels vom Zwischenangriff Wangen Richtung Innenstadt verlaufen beide unterhalb der Wangener H\u00f6he. Die Westr\u00f6hre steht am Ende des Plettenbergs. Als n\u00e4chstes steht die Unterfahrung des Stadtteils Gablenberg an. Der seit Juni stockende Tunnelvortrieb der Ostr\u00f6hre vom Zwischenangriff Wangen Richtung Obert\u00fcrkheim ist nach Erkundungsbohrungen seit September wieder angelaufen und hat den Neckar unterfahren. Der Vortrieb der Westr\u00f6hre stockt wegen den zus\u00e4tzlich erforderlichen Bodeninjektionen weiterhin auf H\u00f6he der Albert-Dulk-Stra\u00dfe in Untert\u00fcrkheim:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment-900x900\" src=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20161205-OT-1-a.jpg\" alt=\"20161205-ot-1-a\" width=\"586\" height=\"402\" \/><\/p>\n<p><strong>b) Tunnel Obert\u00fcrkheim \/ Geologischer Schnitt und Vortriebsstand<\/strong><\/p>\n<p>Nach diesem geologischen Schnitt wird im Obert\u00fcrkheimer Tunnel mit zwei gro\u00dfen und Anhydritlinsen unter der Uhlandsh\u00f6he\/G\u00e4nsheide und der Wangener H\u00f6he sowie zwei kleineren Anhydritlinsen unter Gablenberg gerechnet. Die KPMG-Gutachter weisen in ihrem Gutachten folgende geplante Tunnelmeter im Anhydrit auf: Westr\u00f6hre 2.090 Meter \/ Ostr\u00f6hre 2.105 Meter. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment-900x900\" src=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20161205-OT-Grafik.jpg\" alt=\"20161205-ot-grafik\" width=\"617\" height=\"465\" \/><\/p>\n<p>Wir haben in den geologischen Schnitt ma\u00dfst\u00e4blich umgesetzt grob mit den blauen Pfeilen den Vortrieb zum 5.12.206 markiert. Dies zeigt, dass wahrscheinlich die linke gro\u00dfe Anhydritlinse unter der Uhlandsh\u00f6he\/G\u00e4nsheide von der Westr\u00f6hre durchfahren wurde. Die Westr\u00f6he vom Zwischenangriff Wangen aus hat die gro\u00dfe Anhydritlinse entlang der Wangener H\u00f6he fast unterfahren. Die Ostr\u00f6hre ungef\u00e4hr zur H\u00e4lfte. Laut dem StZN-Beitrag am Freitag wurde im Obert\u00fcrkeimer Tunnel 1.920 Meter bzw. 45 % der insgesamt 4.095 Meter Anhydrit durchfahren.<\/p>\n<p><strong>c) Tunnel Obert\u00fcrkheim \/ Risiko im Anhydrit<\/strong><\/p>\n<p>Als kritischen Bereich machen die KPMG-Gutachter im Obert\u00fcrkheimer Tunnel wegen der hohen \u00dcberdeckung des Anhydritgesteins lediglich pro Tunnelr\u00f6hre die \u00dcbergangsbereiche zum Anhydrit aus. Sie sind damit der Argumentation des Tunnelbausachverst\u00e4ndigen, Prof. Dr. Wittke (WBI) gefolgt. In diesen \u00dcbergangsbereichen sollen Abdichtungsbauwerke vor dem Wasserzutritt sch\u00fctzen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit, dass Hebungen \u00fcber 10 cm bis zur Inbetriebnahme von Stuttgart 21 eintreten beziffern die KPMG-Pr\u00fcfer relativ gering mit 0,5-1,5%. Dass sich die Hebungen an der Gel\u00e4nderoberfl\u00e4che auswirken und es zu Sch\u00e4den an Geb\u00e4uden kommt, mit 50% dieses geringen Wertes. Eine Eintrittswahrscheinlichkeit f\u00fcr die Zeit nach Inbetriebnahme des Tunnels wurde von den Pr\u00fcfern nicht berechnet.\u00a0Der von den Netzwerken beauftragte Geologe, Dr.Hermann Behmel schlie\u00dft wegen der schwierigen Geologie auch unter dem &#8222;Gablenberg&#8220; Wasserzutritte in den Anhydrit nicht aus (s.o. 2b).<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Informationspolitik der Bahn auf die kritischen Berichterstattung zum untersch\u00e4tzten Anhydrit-Risiko ist haneb\u00fcchen. Die Kritik der von der Bahn selbst beauftragten Pr\u00fcfer wird weiter mit Hinweis auf die langj\u00e4hrige Forschungsarbeit und Erfahrung ihres Sachverst\u00e4ndigen Prof. Dr-Ing. 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