{"id":21449,"date":"2016-12-05T20:15:48","date_gmt":"2016-12-05T18:15:48","guid":{"rendered":"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=21449"},"modified":"2016-12-05T21:39:39","modified_gmt":"2016-12-05T19:39:39","slug":"pressemitteilungen-des-aktionsbuendnisses-und-mdb-matthias-gastl-zum-kpmg-gutachten-der-bahn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/netzwerke-21.de\/?p=21449","title":{"rendered":"Pressemitteilungen des Aktionsb\u00fcndnisses und MdB Matthias Gastl zum KPMG-Gutachten der Bahn"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.kopfbahnhof-21.de\/stuttgart-21-wegen-anhydrit-nicht-betriebstauglich\/\" target=\"_blank\">Pressemitteilung Aktionsb\u00fcndnis vom 3.12.2016<\/a>:<\/strong> &#8222;<em>Die Deutsche Bahn AG hatte das von ihrem Aufsichtsrat beauftragte Gutachten der Wirtschaftspr\u00fcfungsgesellschaft KPMG und des Ingenieurb\u00fcros Ernst Basler+Partner als Best\u00e4tigung ihrer Termin- und Kostenkalkulation gefeiert. Der Bundesrechnungshof wurde mit Verweis auf KPMG\/Basler abgekanzelt, es bleibe bei 6,5 Milliarden Euro und in etwa bei den angek\u00fcndigten Fertigstellungsterminen. Nachdem das Gutachten nun bekannt geworden ist, wird verst\u00e4ndlich, warum es mit hohem Aufwand geheim gehalten werden sollte.<\/em><\/p>\n<p><em>Den Gutachtern wurde nur der Termin- und Kostenbericht (T&amp;K) der Deutschen Bahn AG \u00fcbermittelt. So k\u00f6nne man \u201enicht beurteilen, ob der Bericht s\u00e4mtliche relevanten Kosten f\u00fcr das Vorhaben Stuttgart 21 beinhaltet. Interviews bzw. Gespr\u00e4che mit Personen au\u00dferhalb der Sph\u00e4re der PSU (Projektgesellschaft Stuttgart-Ulm) sollten ebenfalls nicht gef\u00fchrt werden\u201c. \u201eDeshalb war die Nachvollziehbarkeit des Berichts nur eingeschr\u00e4nkt und mit erheblichem Aufwand m\u00f6glich\u201c, so die Gutachter (siehe hierzu die <a class=\"mtli_attachment mtli_pdf\" href=\"http:\/\/www.kopfbahnhof-21.de\/wp-content\/uploads\/Stellungnahme-von-Prof.-Dr.-B%C3%B6ttger.pdf\" rel=\"mtli_filesize527,37kB\">Stellungnahme von Professor B\u00f6ttger<\/a>).<\/em><\/p>\n<p><em>Trotz dieser Einschr\u00e4nkungen listen die Gutachter reihenweise Wenns und Abers, untersch\u00e4tzte Risiken und \u00fcbersch\u00e4tzte Kostensenkungsversprechen auf. Eine Quantifizierung all dieser Risiken w\u00fcrde die Kostenprognose sehr schnell in den Bereich der 8 bis 10 Milliarden Euro und dar\u00fcber hinaus katapultieren, die sowohl der Bundesrechnungshof als auch das B\u00fcro Dr. Vieregg ermittelt hatten. Die Geheimhaltung des Gutachtens und die selektive Herausstellung der 6,3 bis 6,7 Milliarden muss, so B\u00fcndnissprecher von Loeper, \u201eals erneuter Versuch der DB gewertet werden, Politik und \u00d6ffentlichkeit \u00fcber die Kostenentwicklung von Stuttgart 21 zu t\u00e4uschen\u201c.<\/em><\/p>\n<p><em>Einen Schwerpunkt der Begutachtung stellt das von der Bahn nicht kommunizierte v\u00f6llig untersch\u00e4tzte Risiko des Tunnelbaus durch 14 Kilometer Anhydrit dar. In ganz Deutschland und der Schweiz wurden in den letzten Jahren nur 12 Kilometer Verkehrswege durch Gipskeuper gebaut und dies mit oft sp\u00e4ter hohen Sanierungskosten\u00a0(siehe die <a class=\"mtli_attachment mtli_pdf\" href=\"http:\/\/www.kopfbahnhof-21.de\/wp-content\/uploads\/Stellungnahme-von-Dr.-Laternser.pdf\" rel=\"mtli_filesize348,13kB\">Stellungnahme des Geologen Dr. Laternser<\/a>). F\u00fcr das Projekt \u201eStuttgart 21\u201c halten die bahneigenen Gutachter deshalb Bauverz\u00f6gerungen bis zu 36 Monaten f\u00fcr m\u00f6glich und sehen \u201eein im Ingenieurbau un\u00fcblich hohes Risiko f\u00fcr die Betriebstauglichkeit\u201c von Stuttgart 21. Was eine infrage stehende Betriebstauglichkeit des Stuttgarter Bahnknotens f\u00fcr die Metropolregion und die B\u00fcrger der Stadt bedeutet, sollte zum Thema f\u00fcr die Verantwortlichen in Stadt und Land werden, so von Loeper.<\/em><\/p>\n<p><em>Das Aktionsb\u00fcndnis hat in einer <a class=\"mtli_attachment mtli_pdf\" href=\"http:\/\/www.kopfbahnhof-21.de\/wp-content\/uploads\/B%C3%BCndnissprecher-an-den-Aufsichtsrat-der-Bahn.pdf\" rel=\"mtli_filesize990,81kB\">umfangreichen Stellungnahme<\/a>\u00a0die zwanzig Bahn-Aufsichtsr\u00e4te aufgefordert, in der Sitzung am 14. Dezember in Berlin die neue Lage nicht weiter zu leugnen. Der Kostenrahmen bewege sich un\u00fcbersehbar auf 10 Milliarden Euro zu. \u00dcber die H\u00e4lfte dieser Summe ist im Streit und w\u00fcrde am Ende den Bundes-, Landes oder st\u00e4dtischen Haushalt belasten \u2013 allen Dementis der Beteiligten zum Trotz. Dass dieses Projekt, wenn \u00fcberhaupt, erst zum Jahreswechsel 2024\/25 fertig werden k\u00f6nnte, best\u00e4tigen selbst die Bahngutachter. Zudem w\u00e4re es durch nichts zu rechtfertigen, wenn sich der Bahn-Aufsichtsrat \u00fcber die gutachterlich best\u00e4tigten hohen Risiken der Betriebstauglichkeit durch Anhydrit hinwegsetzen w\u00fcrde&#8230;&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Weitere Informationen unter der Webseite von<a href=\"http:\/\/www.kopfbahnhof-21.de\/stuttgart-21-wegen-anhydrit-nicht-betriebstauglich\/\" target=\"_blank\"> Kopfbahnhof 21.<\/a><\/p>\n<p><strong>Pressemitteilung <a href=\"http:\/\/www.matthias-gastel.de\/\" target=\"_blank\">MdB Matthias Gastl<\/a>: \u201e<\/strong><em>Die Deutsche Bahn wollte von KPMG keine ehrliche Analyse, sondern ein Gef\u00e4lligkeitsgutachten. Der Aufsichtsrat hat den Pr\u00fcfauftrag so stark eingeschr\u00e4nkt, dass die Ergebnisse die bisherigen Aussagen der Bahn nur in Teilbereichen ersch\u00fcttern konnten. KPMG war weder befugt, \u00fcber die von der DB bereitgestellten Dokumente hinausgehende Daten anzufordern noch notwendige Gespr\u00e4che mit externen Experten zu f\u00fchren. Dass die Ergebnisse zu den Gesamtkosten und zum Inbetriebnahmezeitpunkt eine entsprechend beschr\u00e4nkte Aussagekraft haben gibt KPMG auch zu. Trotz der Einschr\u00e4nkungen ist das Gutachten ein R\u00fcffel f\u00fcr die Deutsche Bahn. Es legt offen, dass die Bahn Risiken vertuscht, das Anhydritproblem stark untersch\u00e4tzt und beim Reporting nicht auf dem aktuellen Stand ist. Zudem wird deutlich, dass der Zeithorizont f\u00fcr die Inbetriebnahme nicht zu halten ist und bei den Gesamtkosten nicht absch\u00e4tzbare Risiken f\u00fcr Kostensteigerungen bestehen. Wer ein Risikomanagement wie die Deutsche Bahn betreibt braucht sich nicht zu wundern, wenn fortw\u00e4hrend die Kosten entgleiten und Vertrauen zerst\u00f6rt wird.\u201c<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pressemitteilung Aktionsb\u00fcndnis vom 3.12.2016: &#8222;Die Deutsche Bahn AG hatte das von ihrem Aufsichtsrat beauftragte Gutachten der Wirtschaftspr\u00fcfungsgesellschaft KPMG und des Ingenieurb\u00fcros Ernst Basler+Partner als Best\u00e4tigung ihrer Termin- und Kostenkalkulation gefeiert. 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