{"id":20979,"date":"2016-11-10T22:48:28","date_gmt":"2016-11-10T20:48:28","guid":{"rendered":"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=20979"},"modified":"2016-11-11T10:51:40","modified_gmt":"2016-11-11T08:51:40","slug":"stz-stuttgart%e2%80%8921-bremst-fussballer-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/netzwerke-21.de\/?p=20979","title":{"rendered":"StZ: Stuttgart\u200921 bremst Fu\u00dfballer aus \/ Extrem hoher Wasserandrang beim Tunnelbau in Untert\u00fcrkheim"},"content":{"rendered":"<p><a title=\"UZ: Vortrieb in Untert\u00fcrkheim wegen Hohlr\u00e4umen gestoppt \u2013 Vereinsgel\u00e4nde wird f\u00fcr Bohrungen Monate lang gesperrt\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=20659\" target=\"_blank\">Die Untert\u00fcrkheimer Zeitung hat bereits am 25.Oktober dar\u00fcber berichtet<\/a>. Heute ver\u00f6ffentlicht die Stuttgarter Zeitung einen Artikel (<a title=\"StZ: Stuttgart\u200921 bremst Fu\u00dfballer aus\" href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.stuttgart-21-stuttgart-21-bremst-fussballer-aus.c256480c-2fff-4d88-80eb-34049f368154.html\" target=\"_blank\">hier<\/a>) \u00fcber die Probleme beim Tunnelbau f\u00fcr Stuttgart 21 in Untert\u00fcrkheim. Seit September ruht der Baubetrieb auf H\u00f6he der Albert-Dulk-Stra\u00dfe wegen des starken Wassereinbruchs, der zwar gestoppt werden konnte. Doch um einen weiteren f\u00fcr die Mineure gef\u00e4hrlichen Wassereinbruch in dem mit Hohlr\u00e4umen durchzogenen Gestein zu vermeiden, muss quer \u00fcber den nahgelegenen Fu\u00dfballplatz mit schweren Ger\u00e4t Beton in den Boden gepresst werden. Der von elf Teams bespielte Fu\u00dfballplatz kann laut StZ ab Mitte Dezember f\u00fcr ein halbes Jahr wegen den Bauarbeiten f\u00fcr Stuttgart 21 nicht mehr genutzt werden.<\/p>\n<p>Interessant ist die Antwort der Stadt Stuttgart auf eine Anfrage des Stadtrats Ralph Schertlen, <span style=\"font-family: Arial;\">STAdTISTEN<\/span>, \u00fcber die die StZ folgendes schreibt:<\/p>\n<p>&#8222;<em>Nach den Vorg\u00e4ngen auf der Tunnelbaustelle hat sich auch Ralph Schertlen, Stadtrat der \u201eStadtisten\u201c, erkundigt. Den Kommunalpolitiker trieb die Frage um, ob Vergleichbares an anderen Stellen in der Stadt, wo die Bahn an Stuttgart\u200921 baut, auch passieren k\u00f6nne \u2013 insbesondere im Kernerviertel. Die Stadtverwaltung zeigt sich in ihrer Antwort zuversichtlich, dass ein \u00e4hnliches Ereignis dort nicht zu erwarten sei. Aus der Zusammenstellung aus dem Rathaus geht auch hervor, dass in Untert\u00fcrkheim gut <strong>f\u00fcnf Millionen Liter Wasser<\/strong> in die Baustelle gelaufen sind, ehe sie wieder abgedichtet werden konnte.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Die Antwort der Stadt Stadt Stuttgart k\u00f6nnen Sie <a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20161027-Antwort-Stadt-Anfrage-Wassereinbruch-UT.pdf\" target=\"_blank\">hier<\/a> lesen. Sie zeigt u.a. mit welchem extremen Wassereinbruch die Mineure auf der Tunnelbaustelle Anfang September zu k\u00e4mpfen hatten. Allein in den ersten drei Tagen rund 4.750 Kubikmeter Wasser und einen H\u00f6chststand am 7.September mit 2.030 Kubikmeter. Dies entspricht nach unser Umrechnung an diesem Tag ca. 23 l\/s. Die Stadt schreibt lediglich dazu: &#8222;A<em>us hydrologischer Sicht wird der Vorgang als au\u00dfergew\u00f6hnlich eingestuft.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Dabei haben laut Projektsprecher J\u00f6rg Hamann in der UZ weitere Untersuchungen ergeben,<em> &#8222;dass sich in der ausgelaugten Gipskeuperschicht noch weitere Hohlr\u00e4ume befinden. \u201eWenn die Arbeiter bei der bergm\u00e4nnischen Vor<em>triebsweise auf eine solche Wasserblase sto\u00dfen, besteht eine gro\u00dfe Gefahr f\u00fcr Leib und Leben\u201c, sagt Projektsprecher J\u00f6rg Hamann.&#8220;<\/em><br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Vergleichsweise &#8222;bescheiden&#8220; waren die Wasserandrangsraten, die in der 7.Plan\u00e4nderung Grundwassermangement f\u00fcr diesen Tunnelbauabschnitt zwischen Wangen und Untert\u00fcrkheim prognostiziert wurden, d.h. auf S.18f im Erl\u00e4uterungsbericht Hydrogeologie und Wasserwirtschaft f\u00fcr den PFA 1.6a \/ Anlage 20.1B (<a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Auszug-PAE-GWM-Wasserandrang-UT.jpg\" target=\"_blank\">hier<\/a>). Dort ist bei Mittelwasserverh\u00e4ltnissen von Werten mit gerade einmal 0,1 bis 0,2 l\/s die Rede und f\u00fcr die Summe aller Bauabschnitte ein Wasservolumen von rund 3.800 Kubikmeter. Dieses Volumen f\u00fcr die gesamte Bauzeit wurde allein an den ersten drei Tagen beim Wassereinbruch \u00fcberschritten. Man fragt sich auch, wie die Bahn dazu kam, das Gesamtvolumen in diesem Bauabschnitt gegen\u00fcber dem Wert der Planfeststellung von 61.800 auf 3.800 Kubikmeter zu verringern. Schlie\u00dflich lagen der 2011 beantragten Plan\u00e4nderung Grundwassermanagment weitere Erkundungsbohrungen des 5. Bohrprogramms zugrunde.<\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten noch einmal daran erinnern, dass im Zuge der Plan\u00e4nderung zum Grundwassermanagement der <a title=\"BUND: Grundwassermodell der Bahn ist f\u00fcr Prognosen unbrauchbar\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=1559\" target=\"_blank\">BUND und die Ingenieure 22 das Wassermodell der Bahn f\u00fcr die Prognose als unzureichend kritisiert haben<\/a>. Auch das Netzwerk Untert\u00fcrkheim hatte in den Er\u00f6rterungen zum Grundwassermanagement und mehreren unbeantworteten Anfragen an die Bahn auf die unzureichende Ber\u00fccksichtigung der Aufsch\u00fcttungen im ehemaligen Neckar-Flu\u00dfbett beim Tunnelbau hingewiesen. So stehen die am Sportplatz angrenzenden Geb\u00e4ude des Bruckwiesenwegs, darunter auch Wohnh\u00e4user, wegen des kritischen Untergrunds auf Pf\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Die Antwort an den Stadtrat Ralph Schertlen ist insoweit auch bemerkenswert, als die Stadt Stuttgart noch am 27.Oktober schreibt, dass au\u00dfer zus\u00e4tzlichen Erkundungsbohrungen keine weiteren Ma\u00dfnahmen erforderlich seien und von erkundeten Hohlr\u00e4umen entlang der geplanten Tunnelstrecke nicht die Rede ist:<\/p>\n<p><em>&#8222;Durchgef\u00fchrte Rammsondierungen im Bereich der Albert-Dulk-Stra\u00dfe zeigen bisher, dass keine weiteren Hohlr\u00e4ume vorhanden sind&#8230;. Weitere Ma\u00dfnahmen im Hinblick auf den eingetretenen Wassereintritt sind derzeit aus Sicht der Verwaltung nicht erforderlich&#8230;\u00a0 Es sind weitere Erkundungsbohrungen entlang der geplanten Tunneltrasse ab Albert-Dulk-Stra\u00dfe bis zur Bruckwiesenbr\u00fccke geplant.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Dabei berichtete bereits zwei Tage vorher die Untert\u00fcrkheimer Zeitung \u00fcber die zus\u00e4tzlich erforderlichen Betonverf\u00fcllungen des Untergrunds und die monatelange Sperrung des Fu\u00dfballplatzes. Dies zeigt, dass m\u00f6glicherweise die\u00a0 Stadt Stuttgart von der Bauherrin Bahn nicht \u00fcber die tats\u00e4chlichen Konsequenzen des Wassereinbruchs in Kenntnis gesetzt wurde und die Untert\u00fcrkheimer Zeitung nicht gerade zur bevorzugten Lekt\u00fcre im Rathaus geh\u00f6rt. Oder die Stadt wollte in ihrer Antwort an den Stadtrat nicht umfassend informieren.<\/p>\n<p>Auf eine Begleiterscheinung des Wassereinbruchs in Untert\u00fcrkheim m\u00fcssen wir noch hinweisen, \u00fcber die weder in den Zeitungsmeldungen noch in der Antwort der Stadt Stuttgart berichtet wurde: W\u00e4hrend des Wassereinbruchs auf der Tunnelbaustelle drang auch in Kellern des nahgelegenen Lindenschulviertels Wasser ein. Gestoppt wurde dies erst, als die Mineure auch das Wasser auf der Tunnelbaustelle mit Beton in den Griff bekamen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Untert\u00fcrkheimer Zeitung hat bereits am 25.Oktober dar\u00fcber berichtet. Heute ver\u00f6ffentlicht die Stuttgarter Zeitung einen Artikel (hier) \u00fcber die Probleme beim Tunnelbau f\u00fcr Stuttgart 21 in Untert\u00fcrkheim. 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