{"id":18341,"date":"2016-06-28T22:37:16","date_gmt":"2016-06-28T20:37:16","guid":{"rendered":"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=18341"},"modified":"2016-07-11T23:07:00","modified_gmt":"2016-07-11T21:07:00","slug":"wo-liegen-die-probleme-beim-bau-des-fildertunnel-ueber-den-univortrag-von-dr-martin-wittke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/netzwerke-21.de\/?p=18341","title":{"rendered":"Wo liegen die Probleme beim Bau des Fildertunnels? \u00dcber den Univortrag von Dr. Martin Wittke"},"content":{"rendered":"<p>Von dem insgesamt 19,8 Kilometer langen Fildertunnel sind fast zwei Jahre nach der Tunneltaufe mit 4,8 Kilometer rund ein Viertel aufgefahren; davon rund 4 Kilometer maschinell zum Bau der Ostr\u00f6hre des oberen Filderabschnitts zwischen Fasanenhof und Hoffeld. Seit 7. Juni l\u00e4uft der maschinelle Vortrieb zum Bau der Westr\u00f6hre dieses Tunnelabschnitts. Unterhalb des Kernerviertels wird seit Fr\u00fchjahr 2015 am Verzweigungsbauwerk S\u00fcd gebaut, seit Februar 2016 auch zus\u00e4tzlich an der Ost-R\u00f6hre des Fildertunnels Richtung Wendekaverne. Seit Mai 2016 sind die bergm\u00e4nnischen Vortriebsarbeiten zum Bau des mittleren Tunnelabschnitts unter Degerloch angelaufen. Die aktuellen Vortriebsst\u00e4nde mit den Grafiken der Projektgesellschaft finden Sie <a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/20160627-Fildertunnel.pdf\" target=\"_blank\">hier<\/a>. Doch \u00fcber die &#8222;Herausforderungen&#8220; oder die Schwierigkeiten beim Bau dieses l\u00e4ngsten Tunnels f\u00fcr Stuttgart 21 und des drittl\u00e4ngsten Bahntunnels Deutschlands schweigt sich die Bahn auch gegen\u00fcber den betroffenen Anwohnern weitgehend aus.<\/p>\n<p>Daher m\u00f6chten wir \u00fcber den Vortrag von <a href=\"http:\/\/www.wbionline.de\/unternehmen\/mitarbeiter\/dr-ing-martin-wittke\/?L=1\" target=\"_blank\">Dr.-Ing. Martin Wittke<\/a> &#8222;<em>Der Fildertunnnel des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm, Planung und Bauausf\u00fchrung&#8220;<\/em> berichten, zu dem das <a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Programm_SS2016.pdf\" target=\"_blank\">geotechnische Institut der Universit\u00e4t Stuttgart am 25.April 2016 eingeladen hatte<\/a>. Dr. Martin Wittke, nicht zu verwechseln mit seinem Vater Prof. Dr. Walter Wittke, ist Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der <a href=\"http:\/\/www.wbionline.de\/home\/?L=1\" target=\"_blank\">WBI GmbH<\/a>. Als Tunnelbauspezialisten betreuen sie sowohl in der Planung als auch in der Bauausf\u00fchrung alle Tunnel von Stuttgart 21 und bis auf den Alb-Abstiegstunnel und den Albvorlandstunnel auch die der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm.<\/p>\n<p>Beim Bau der beiden jeweils 9,5 Kilometer langen R\u00f6hren des Fildertunnels sollen fast alle Schichten durchfahren werden, die im Stuttgarter Raum vorkommen (<a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/P1020160.jpg\" target=\"_blank\">Grafik). <\/a>Der Fildertunnel wird als einziger Tunnel bei Stuttgart 21 sowohl konventionell als auch mit der Tunnelvortriebsmaschine aufgefahren (<a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/P1020161.jpg\" target=\"_blank\">Grafik<\/a>). Seinen Vortrag, der einen groben Einblick in die Herausforderungen dieses Tunnelsbaus geben sollte, gliederte Dr. Wittke nach den drei durchfahrenden geologischen Schichten Lias, Stubensandstein und den Schichten des Gipskeupers. Wir haben diese Schichten der besseren Verst\u00e4ndlichkeit jeweils den drei Abschnitten und des Anfahrbereichs des Fildertunnels zugeordnet und mit unseren Anmerkungen erg\u00e4nzt.<\/p>\n<p>Unser Fazit: Sein Vortrag vor Studenten und Fachleuten brachte f\u00fcr uns einige neue Erkenntnisse beim Bau des Fildertunnels in den verschiedenen Gesteinsformationen. Aber auch \u00fcber die Schwierigkeiten beim Bau des oberen Fildertunnels und des westlichen Verzweigungsbauwerks, die die Bahn leider nicht transparent kommuniziert. Auch lie\u00df Dr. Wittke kritische Punkte zur Arbeit seines Ingenieurb\u00fcros WBI als Sachverst\u00e4ndige f\u00fcr den Tunnelbau unerw\u00e4hnt.<\/p>\n<p>Hier unsere Zusammenfassung des Vortrages. Die Fotos der meisten gezeigten Folien mit den Grafiken finden sie unter <a href=\"http:\/\/www.schaeferweltweit.de\/archiv\/stuttgart21\/160425_der-fildertunnel_planung-und-bauausfuehrung_W-Wittke\/index.html\" target=\"_blank\">schaeferweltweit<\/a>.\u00a0Soweit sie f\u00fcr das bessere Verst\u00e4ndnis sinnvoll sind, haben wir auf sie direkt verlinkt.<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Maschineller Vortrieb des oberen Fildertunnels (Lias \/ Stubensandstein)<br \/>\n<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>Der Bau der beiden rund 4,035 Kilometer langen R\u00f6hren des oberen Fildertunnels erfolgt mit der Tunnelvortriebsmaschine. Die erste Schildfahrt zum Bau der Ostr\u00f6hre vom Filderportal bis nach Hoffeld startete Ende November 2014 und endete Ende Oktober 2015.<\/li>\n<li>Die Vortriebsmaschine durchfuhr in diesem Abschnitt die geologischen Schichten des Lias und des Stubensandstein.<\/li>\n<li>Es gibt bereits Erfahrungen mit Tunnelbauwerken in diesen Schichten (<a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/P10201661.jpg\" target=\"_blank\">Grafik<\/a>), beispielsweise die S-Bahn-Haltestellen Universit\u00e4t und Flughafen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>a) Lias <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Der Lias enth\u00e4lt Tonsteine sowie Kalk- und Sandstein in verschiedenen Wechselfolgen mit Kl\u00fcften (<a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/P1020163.jpg\" target=\"_blank\">Grafik<\/a>). Innerhalb des Lias gibt es je nach dem Verh\u00e4ltnis der Zusammensetzung noch weitere Unterscheidungen (Lias alpha 1- 3) mit unterschiedlichen H\u00e4rte und Durchl\u00e4ssigkeit. Die Festigkeit im Tonstein ist nach Dr. Wittke &#8222;<em>nicht so berauschend&#8220;<\/em>.<\/li>\n<li>Die Herausforderung im Lias sind erh\u00f6hte Horizontalspannungen im Tonstein, die als Vorlast noch aus den Zeiten herr\u00fchren als die schw\u00e4bische Alb auch im Stuttgarter Raum vorzufinden war (<a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/P1020167.jpg\" target=\"_blank\">Grafik<\/a>) und im Laufe der Zeit abgetragen wurde.<\/li>\n<li>Dies zeigte sich auch beim Bau der S-Bahnstation Universit\u00e4t. Damals hatte sich die Baugrube wegen der erh\u00f6hten Horizontalspannung deutlicher verformt als dies zu erwarten war. Es gab Verschiebung von bis zu 60mm in der Mitte der Baugrube und deutliche Sohlhebung. Die Spannungen mussten daher seitlich und unter die Baugrube umgeleitet werden. Durch die erh\u00f6hte Spannung\u00a0 gab es eine \u00dcberschreitung der Festigkeit. Verschiebungen hatten mehrere hundert Meter gereicht.<\/li>\n<li>Durch das R\u00fcckrechnen dieser Bauwerke sollte f\u00fcr den Bau des Fildertunnels &#8222;gelernt&#8220; werden. Nach den Erfahrungen gehen die Horizontalspannungen mit Verwitterung des Gesteins zur\u00fcck.<\/li>\n<li>Auch bei der ersten Schildfahrt zum Bau des oberen Abschnitt des Fildertunnels traten gewisse Horizontalspannungen auf. Es gab horizontale Verschiebungen Richtung Tunnel. Dabei ergaben sich weniger Senkungen als Hebungen. Die Belastungen wurden bei der Bemessung des Fildertunnels ber\u00fccksichtigt.<\/li>\n<li>Die ersten 143 Meter des Fildertunnels vom Filderportal aus wurden unter dar\u00fcberliegenden Gasleitungen bergm\u00e4nnisch aufgefahren.<\/li>\n<li>Normalerweise ist der Tunnelbau mit einer Tunnelvortriebsmaschine gegen\u00fcber dem konventionellen Vortrieb relativ setzungsarm. Im Fels ist das laut Dr. Wittke nicht immer der Fall. Bei der Spritzbauweise erfolgt sofort Sicherung. Beim maschinellen Vortrieb wird die Ortsbrust zwar mit dem Einbau von T\u00fcbbingen gesichert. Doch es gab in diesem Fall einen Steuerspalt von 4,5 cm, der nicht gest\u00fctzt war (<a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/P1020176.jpg\" target=\"_blank\">Grafik<\/a>). Der Fels h\u00e4tte sich mit Auswirkungen bis auf die Gel\u00e4nderoberfl\u00e4che aufsetzen k\u00f6nnen. Dar\u00fcberliegende Geb\u00e4ude w\u00e4ren besch\u00e4digt worden.<\/li>\n<li>Kritisch war nach Aussage von Dr. Wittke die Unterfahrung der Geb\u00e4ude entlang der Schelmenwasenstra\u00dfe am Fasanenhof, die nur in 16 Metern Tiefe erfolgte (<a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/P1020173.jpg\" target=\"_blank\">Grafik<\/a>). Zudem liegt die Tunnelr\u00f6hre dort nahezu vollst\u00e4ndig im Tonstein.<\/li>\n<li>Die Tonsteine haben jedoch eine sehr geringe Durchl\u00e4ssigkeit. Dies erm\u00f6glichte den Steuerspalt mit Druckluft bis zu 2 Bar zu st\u00fctzen, um die Verschiebung m\u00f6glichst klein halten (<a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/P1020172.jpg\" target=\"_blank\">Grafik<\/a>).<\/li>\n<li>Zu Beginn des maschinellen Vortriebs erfolgte keine Druckluftst\u00fctzung. Dadurch ergaben sich unterhalb eines Waldst\u00fcckes Senkungen bis 7 cm (<a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/P1020179.jpg\" target=\"_blank\">Grafik<\/a>). Mit Druckluftst\u00fctzungen von 1 bis 2 bar konnten die Geb\u00e4ude der Schelmenwasenstra\u00dfe bis auf 1 bis 2mm Senkung schadlos unterfahren werden (<a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/P1020180.jpg\" target=\"_blank\">Grafik<\/a>).<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>b) Stubensandstein<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Der Stubensandstein besteht aus Sandstein mit Schlufsteinen als Horizonte. Die\u00a0 Festigkeit und Korrosion ist g\u00fcnstiger als beim Lias. Allerdings liegen die Tunnelr\u00f6hren bis zu 60 Meter unter dem Grundwasserspiegel. Es herrscht ein Wasserdruck von bis zu 6 bar.<\/li>\n<li>\u00dcber den Tunnelbau in diesen geologischen Schichten wollte Dr. Martin Wittke auch mit Blick auf die anwesenden Vertreter der Bahn nicht allzu viel erz\u00e4hlen.\u00a0 Die Probleme deutete er jedoch an.<\/li>\n<li>W\u00e4hrend zu Beginn der erste Schildfahrt in den Schichten des Lias, Knollenmerkel und den Schlufstein des Stubensandstein durchschnittlich 18 Meter Vortriebsleistung pro Tag erreicht wurde, gab es in den wasserf\u00fchrenden Schichten des Sandstein- \/Schlufstein des Stubensandsteins ein auff\u00e4lliges deutliches Abknicken der Vortriebsleistung. T\u00e4glich wurden nur noch 10 Meter pro Tag erreicht.<\/li>\n<li>Ursache f\u00fcr den Abfall waren Verklebungserscheinungen am Bohrkopf, die h\u00e4ufigere Werkzeugwechsel und damit Vortriebsunterbrechungen erforderlich machten wurden. Die durch den abgesandenden Stubensandstein verursachten Verklebung werden noch genauer untersucht.<\/li>\n<li>Dennoch erreichte die Tunnelvortriebsmaschine mit durchschnittlich 14 Metern pro Tag aus seiner Sicht eine &#8222;<em>gute, akzeptable&#8220;<\/em> Leistung (<a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/P1020181.jpg\" target=\"_blank\">Grafik<\/a>).<\/li>\n<li><em>Anmerkung: Allerdings ber\u00fccksichtigte er bei seiner Berechnung nicht den Zeitraum zwischen Anfang Dezember 2014 und Anfang Februar 2015, als die Maschine nur sehr &#8222;schwerf\u00e4llig&#8220; in Gang kam und der Vortrieb auch sofort wieder unterbrochen werden musste.\u00a0 <a title=\"StN: Tunnelbohrmaschine stand wegen nicht vorliegender Unterfahrungsrechte still\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=9438\" target=\"_blank\">Die Stuttgarter Nachrichten f\u00fchrte dies auf fehlende Unterfahrungsrechte zur\u00fcck.<\/a> Die Ursache k\u00f6nnte jedoch auch aus der Druckluftst\u00fctzung bei der knappen Unterfahrung der Geb\u00e4ude an der Schelmenwasenstra\u00dfe resultieren.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>2. Bergm\u00e4nnischer Vortrieb des mittleren Fildertunnels (\u00dcbergang zum unausgelaugten, anhydrithaltigen Gipskeuper)<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Der jeweils 1,1 Kilometer lange Abschnitt der beiden R\u00f6hren des mittleren Fildertunnels wird bergm\u00e4nnisch aufgefahren. Die Unterbrechung des maschinellen Vortriebs ist wegen des \u00dcbergangs zum anhydrithaltigen Gipskeuper erforderlich.<\/li>\n<li>Mehr als die H\u00e4lfte aller Tunnel f\u00fcr Stuttgarter 21 liegt im ausgelaugten oder unausgelaugten Gipskeuper. Im unausgelaugten Zustand ist er einem kompakten Fels vergleichbar mit \u00e4hnlich geringen Wasserdurchl\u00e4ssigkeiten wie Tonstein. Im Falle eines Wasserzutritts verwandelt sich das darin gelagerte Anhydrit in quellenden Gips um. Wegen des Abtransport von Gips sind an der Auslaugungsfront h\u00e4ufig Hohlr\u00e4ume anzutreffen.<\/li>\n<li>Im unausgelaugten Gips ist der eingelagerte Anhydrit von Gips nicht mit blo\u00dfem Auge zu unterscheiden (<a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/P1020183.jpg\" target=\"_blank\">Foto<\/a>). Daher wird an der Universit\u00e4t t\u00e4glich eine mineralogische Untersuchung vorgenommen.<\/li>\n<li>Bei Wasserzutritt quillt der Anhydrit mit einer bis zu 60%igen\u00a0 Volumenzunahme. Bei vollst\u00e4ndiger Umwandlung von Anhydrit zu Gips f\u00fchrt dies zu Dr\u00fccken von bis zu 9 bis 10 Meganewton pro Quadratmeter. Im Labor wurden diese Werte erst nach 20 Jahren ereicht. Damit k\u00f6nnte man einen 400 Meter hohen Berg anheben. Im Falle des vom Quellen betroffenen Ortes Staufen waren es 60 bis 70 Meter.<\/li>\n<li>Im Mittel hat der Fels jedoch einen 30% Anhydritanteil. Damit reduziert sich die Zunahme auf 18% des Felsvolumens. Die entstehenden Dr\u00fccke sind auch abh\u00e4ngig von der Menge des Wasserzutritts.<\/li>\n<li>Besonders problematisch sind die Tunnelbereiche in den \u00dcbergangszonen zwischen ausgelaugten in den Anhydrit, da der Wasserzugang \u00fcber die L\u00e4ngsrichtung erfolgen kann (<a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/P1020184.jpg\" target=\"_blank\">Grafik<\/a>).<\/li>\n<li>Dagegen werden Abdichtungsbauwerke bestehende aus zwei hintereinander liegenden Dammringen gebaut, dem sogenannten &#8222;G\u00fcrtel und Hosentr\u00e4ger&#8220;-Prinzip. Diese Abdichtungsbauwerke kann man mit der Maschine nicht bauen. F\u00fcr den Dammring wird ca. ein Meter tief in den Fels gefr\u00e4st und diesen Ring durch Beton ersetzt.\u00a0 Zus\u00e4tzliche Injektionenbohrungen 4-6 Meter lang durch den Dammring sollen Auflockerungszonen, \u00fcber die Wasser eintreten k\u00f6nnte, abdichten.\u00a0 Zwischen den beiden Dammringen wird eine Kontrolldrainage gebaut, die einen Wasserzutritt melden w\u00fcrde (<a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/P1020185.jpg\" target=\"_blank\">Grafik<\/a>).<\/li>\n<li>Da die Spritzbetonschale nicht gegen Quelldruck bemessen sei, muss die Abdichtungsschale mit Dammringen m\u00f6glichst schnell hergestellt werden.<\/li>\n<li>Zus\u00e4tzliche Schwierigkeiten beim Tunnelbau im Anhydrit bringen Spannungs\u00fcberlagerung und Schubbeanspruchung bei den Trennfl\u00e4chen der geologischen Schichten mit sich. Leichte Unebenheiten bei Trennfl\u00e4chen k\u00f6nnen beim Tunnelbau zu einer Vergr\u00f6\u00dferung der \u00d6ffnungen der Trennfl\u00e4chen mit h\u00f6herer Durchl\u00e4ssigkeit f\u00fchren. Wasser kann \u00fcber dadurch entstandene, wenn auch geringe\u00a0 vertikale Durchl\u00e4ssigkeiten eindringen.<\/li>\n<li>Darauf m\u00fcssen auch die Tunnelschale und die Bewehrung mit mit einem gewissen Quelldruck bemessen werden.<\/li>\n<li>Auf Nachfrage erkl\u00e4rte Dr. Wittke, dass die Lebensdauer der Tunnel und der Quelldruck auf einen Zeitraum von 100 Jahren bemessen sei.<\/li>\n<li><em>Anmerkung: Auch wenn es nicht den Fildertunnel an sich betrifft. Dr. Martin Wittke erw\u00e4hnte in seinem Vortrag nicht, dass sein Ingenieurb\u00fcro 2015 f\u00fcr den Cannstatter und Feuerbacher Tunnel beim Bau im tiefliegenden Anhydrit <a title=\"G\u00fcrtel und Hosentr\u00e4ger reichen nicht. Zum neuen 144 Millionen Euro teuren Bauverfahren im Anhydrit\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=17608\" target=\"_blank\">ein zus\u00e4tzliches 144 Millionen teures zus\u00e4tzliches Verfahren zur Abdichtung gegen den Wassereintritt empfohlen<\/a> hatte. Dabei hatte sein Vater, Prof. Dr. Walter Wittke, das bisherige Bauverfahren mit den Dammringen als Verfahren mit doppelter Sicherheit gegen\u00fcber kritischen Einw\u00e4nden verteidigt. <a title=\"Zum neuen Bauverfahren im Anhydrit. Von Netzwerken 21 beauftragter Geologe warnte vor Gefahr des Wasserzutritts\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=17846\" target=\"_blank\">Das zus\u00e4tzlich erforderliche Bauverfahren gibt den Kritikern recht, die wiederholt auf die Schwierigkeiten beim Tunnelbau im Anhydrit-Gestein hingewiesen hatten<\/a>.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>3. Maschineller Vortrieb des unteren Fildertunnels (im anhydrithaltigen unausgelaugten Gipskeuper)<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>\u00dcber den geplanten Bau der beiden 3,63 Kilometer langen R\u00f6hren des unteren Fildertunnels zwischen Degerloch und der Wendekaverne auf H\u00f6he der Gerokstra\u00dfe durch den geologisch kritischen, quellf\u00e4higen Anhydrit mit maschinellem Vortrieb ging der Vortrag von Dr. Martin Wittke nicht ein.<\/li>\n<li>Auf die Frage des Geologen Dr. Hermann Behmel, wie beim maschinellen Vortrieb vertikale Durchl\u00e4ssigkeiten und ggf. St\u00f6rungen vorausschauend erkannt werden k\u00f6nnten, wies Dr. Wittke auf die \u00fcber dem Gipskeuper liegenden wasserabdichtenden Schichten des Schilfstandsteins hin. Sehr tiefliegende Auslaugungsfronten wie unter dem Killesberg g\u00e4be es daher beim Fildertunnel nicht.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>4. Bergm\u00e4nnischer Vortrieb im unteren Fildertunnels (ausgelaugter Gipskeuper)<\/strong><\/p>\n<p><strong>a) Zum ausgelaugten Gipskeuper<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Die\u00a0 Tunnel des Anfahrbereich und des Verzweigungsbauwerks S\u00fcd unterhalb des Kernerviertels und Teile der beiden ca. 300 Meter langen Tunnelr\u00f6hren m\u00fcssen im weichen Gestein des ausgelaugten Gipskeupers gebaut werden (<a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/P1020187.jpg\" target=\"_blank\">Foto<\/a>).<\/li>\n<li>Ausgelaugter Gipskeuper ist in den geologischen Karten gelb eingezeichnet. Es handelt sich dabei um Lockergestein, das je nach Grad der Auslaugung bzw. Verwitterung in vier Klassen eingeteilt wird: Klasse 1-3 als gut verdichter Kies und Klasse 4 als vollst\u00e4ndig entfestigtes, boden\u00e4hnliches Gestein (<a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/P1020188.jpg\" target=\"_blank\">Grafik<\/a>). Auch am Wassergehalt kann man die Klassen festmachen.<\/li>\n<li>Im \u00dcbergangsbereich zwischen ausgelaugten und unausgelaugten Gipskeuper sind h\u00e4ufig Dolinen mit stark verwitterten Material zu finden. Daher wurde auch der Bauabschnitt vom maschinellen Vortrieb ausgespart.<\/li>\n<li>Als Sicherungsma\u00dfnahmen im ausgelaugten Gipskeuper sind beim Tunnelbau der Einsatz von Rohrschirmen, die Sicherung der Ortsbrust, das Verk\u00fcrzung der Abschlagsl\u00e4ngen und die zeitliche Verk\u00fcrzung des Sohlschlusses vorgesehen (<a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/P1020197.jpg\" target=\"_blank\">Grafik<\/a>).<\/li>\n<li>F\u00fcr den Tunnelbau in diesem weichen Gestein wurden im Vorfeld von WBI relativ detaillierte Berechnungen f\u00fcr die Verformungsprognose durchgef\u00fchrt.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>b) Rettungszufahrt<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Fertig gestellt ist die 232 Meter lange Rettungszufahrt neben dem Wagenburgtunnel bis zum Verzweigungsbauwerk S\u00fcd unterhalb der Jugendherberge. Beim Bau der Rettungszufahrt haben sich nach Aussage von Dr. Wittke die Prognoserechnungen best\u00e4tigt. Es\u00a0 traten Senkungen von 12-17mm ein, am First des Tunnels von 14-18mm (<a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/P1020195.jpg\" target=\"_blank\">Folie<\/a>).<\/li>\n<li><em>Anmerkung: Was Dr. Martin Wittke nicht erw\u00e4hnte war, dass diese Rettungszufahrt im Vergleich zu den geplanten Tunneln sehr schmal ist. Trotz des geringen Querschnitts und wegen der geringen Unterfahrungstiefe sind <a title=\"Sch\u00e4den an der Landeswasserversorgung und Beweissicherungsgrenzen\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=1462\" target=\"_blank\">Risse am Geb\u00e4ude der Landeswasserversorgung enstanden.<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>c) Verzweigungsbauwerk<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Auch das Verzweigungsbauwerk unterhalb der Jugendherberge liegt im ausgelaugten Gipskeuper (gelb). Auf H\u00f6he des Verzweigungsbauwerks beginnt der \u00dcbergang zum unausgelaugten (rosa), teilweise anhydrithaltigen (rot) Gipskeuper (<a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/P1020190.jpg\" target=\"_blank\">Grafik<\/a>).<\/li>\n<li>Beim Bau des Verzweigungsbauwerks seien ebenfalls nur die prognostizierten Senkungen eingetreten. Allerdings mit einer Ausnahme. Auf H\u00f6he des westlichen Verzweigungsbauwerkes wurden auf der Gel\u00e4ndeoberfl\u00e4che der Werastra\u00dfe (nicht bebaut) wegen einer Doline deutlich h\u00f6here Senkungen als geplant gemessen (<a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/P1020198.jpg\" target=\"_blank\">Grafik<\/a>).<\/li>\n<li>Von den sechs geplanten vom Verzweigungsbauwerk ausgehenden Tunnelr\u00f6hren sind\u00a0 die beiden Ostr\u00f6hren des Fildertunnels (802) und des Obert\u00fcrkheimer Tunnels (902) in s\u00fcdlicher Richtung im Bau (<a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/P1020203.jpg\" target=\"_blank\">Grafik<\/a>).<\/li>\n<li><em>Anmerkung: Bis heute ist der Tunnelvortrieb der beiden Westr\u00f6hren des Fildertunnels und des Obert\u00fcrkheimer Tunnels, die vom s\u00fcdwestlichen Verzweigungsbauwerk aus gebaut werden sollen, entgegen der urspr\u00fcnglichen Planung noch nicht angelaufen. Auf Nachfrage des Netzwerks Kernerviertel auf der l<a title=\"Tunnelbau ohne Zeitplan? Zur Informationsveranstaltung f\u00fcr den Stuttgarter Osten\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=17716\" target=\"_blank\">etzten Infoveranstaltung f\u00fcr den Stuttgarter Osten<\/a> erkl\u00e4rte G\u00fcnther Osthoff als verantwortlicher Abschnittsleiter, dass der Tunnelvortrieb der Westr\u00f6hre des Obert\u00fcrkheimer Tunnels jetzt erst ab 2017 starten soll. Dabei wurden Eigent\u00fcmer bereits im September 2015 wegen der Unterfahrungsrechte angeschrieben. M\u00f6glicherweise h\u00e4ngen die Bauverz\u00f6gerungen mit der vorgefundenen Doline bzw. der schwierigen Geologie in diesem Bereich zusammen. Auch dass seit rund zwei Wochen entlang der Kernerstra\u00dfe auf H\u00f6he der Werastra\u00dfe, also in unmittelbarer N\u00e4he zum westlichen Verzweigungsbauwerk,\u00a0<a href=\"http:\/\/www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de\/projekt\/aktuell\/newsdetail\/news\/herstellung-von-messstellen-in-der-kernerstrasse\/newsParameter\/detail\/News\/datum\/20160622\/\" target=\"_blank\"> Messsonden in den Boden eingelassen und Gesteinsproben entnommen werden<\/a>, k\u00f6nnte damit in Verbindung stehen<\/em>. <em>Das Netzwerk Kernerviertel wird hier noch nachhaken.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>d) Wendekaverne<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Der Vortrag enthielt erstaunlicherweise nahezu keine Information \u00fcber die fabrikhallen gro\u00dfe Wendekaverne, die unterhalb der Gerokstra\u00dfe gebaut werden soll.<\/li>\n<li>Lediglich, dass sich der Bereich, der mit der Tunnelvortriebsmaschine aufgefahren werden kann, m\u00f6glicherweise in Abh\u00e4ngigkeit von der Geologie noch etwas verschieben k\u00f6nnte.<\/li>\n<li><em>Anmerkung: Dies w\u00fcrde die etwas merkw\u00fcrdige Aussage von Abschnittsleiter G\u00fcnther Osthoff auf der <a title=\"Tunnelbau ohne Zeitplan? Zur Informationsveranstaltung f\u00fcr den Stuttgarter Osten\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=17716\" target=\"_blank\">letzten Infoveranstaltung <\/a>erkl\u00e4ren, dass die Wendekaverne in dem Plan falsch eingezeichnet sei. Er wollte sich die genaue Lage der Wendekaverne wegen der Geologie offen halten. Doch dies sollte man transparent gegen\u00fcber den Betroffenen kommunizieren und nicht auf angeblich falsche Grafiken schieben.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>e) Anfahrbereich S\u00fcd<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Unterhalb des Kriegsbergs und des Kernerviertels m\u00fcssen die Gleise des Tiefbahnhofs zusammengef\u00fchrt werden. Daher sind gro\u00dfe Querschnitte in den beiden\u00a0 Anfahrbereichen Nord und S\u00fcd vorgesehen, die bergm\u00e4nnisch aufgefahren werden sollen. Im Kernerviertel sind diese gro\u00dfen Querschnitte im weichen, ausgelaugten Gipskeuper unterhalb einer dichten st\u00e4dtischen Bebauung geplant (<a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/P1020202.jpg\" target=\"_blank\">Grafik<\/a>). Daher sind in diesem Bereich Hebungsinjektionen vorgesehen (<a href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/P1020201.jpg\" target=\"_blank\">Grafik<\/a>). Die Vortriebsarbeiten vom Verzweigungsbauwerk f\u00fcr den Bau des Anfahrbereichs unter dem Kernerviertel sollen Anfang n\u00e4chstes Jahr starten.<\/li>\n<li><em>Anmerkung: Dr. Martin Wittke erw\u00e4hnte nicht in seinem Vortrag, dass nach der urspr\u00fcnglichen von WBI empfohlenen Planung nur die Geb\u00e4ude des unteren Kernerviertels an der S\u00e4nger- und Urbanstra\u00dfe angehoben werden sollten. Noch in der von WBI ausgearbeiteten <a href=\"http:\/\/www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de\/no_cache\/mediathek\/detail\/media\/stellungnahmen-zur-geotechnik-betreffend-der-planaenderungsverfahren-fuer-das-grundwassermanagement\/mediaParameter\/show\/Medium\/\" target=\"_blank\">geotechnischen Stellungnahme der Bahn zum Plan\u00e4nderungsverfahren Grundwassermanagement <\/a>vom M\u00e4rz 2013 findet man die gutachterliche Einsch\u00e4tzung, dass in dem Anfahrbereich nach der Urbanstra\u00dfe trotz des weichen Untergrunds und prognostizierten 4-5 cm Absenkung keine Hebungsinjektionen erforderlich sind. Jetzt sollen auch die weiter am Hang gelegenen \u00fcberwiegend denkmalgesch\u00fctzte Wohnh\u00e4user bis hoch zum Sch\u00fctzenplatz angehoben werden. <a title=\"Tunnelbau im Kernerviertel: weitere H\u00e4user sollen mit Hebungsinjektionen angehoben werden\" href=\"http:\/\/netzwerke-21.de\/?p=14047\" target=\"_blank\">Wir hatten dar\u00fcber berichtet.<\/a> Dazu l\u00e4uft aktuell ein Plan\u00e4nderungsverfahren, in dem das Eisenbahn-Bundesamt die betroffenen Eigent\u00fcmer anh\u00f6rt.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von dem insgesamt 19,8 Kilometer langen Fildertunnel sind fast zwei Jahre nach der Tunneltaufe mit 4,8 Kilometer rund ein Viertel aufgefahren; davon rund 4 Kilometer maschinell zum Bau der Ostr\u00f6hre des oberen Filderabschnitts zwischen Fasanenhof und Hoffeld. Seit 7. Juni &hellip; <a href=\"https:\/\/netzwerke-21.de\/?p=18341\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[55,8,71,9,44,45,47,21,25,38,10],"tags":[],"class_list":["post-18341","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-anhydrit","category-bauarbeiten","category-baufortschritt","category-bauschaeden","category-degerloch","category-fasanenhof","category-gaensheide","category-kernerviertel","category-obertuerkheim","category-tunnelstrecken","category-veranstaltungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/netzwerke-21.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18341","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/netzwerke-21.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/netzwerke-21.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/netzwerke-21.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/netzwerke-21.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18341"}],"version-history":[{"count":175,"href":"https:\/\/netzwerke-21.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18341\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18655,"href":"https:\/\/netzwerke-21.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18341\/revisions\/18655"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/netzwerke-21.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18341"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/netzwerke-21.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18341"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/netzwerke-21.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18341"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}